Das Gesetz der Jagd

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • München: Heyne, 2006, Seiten: 480, Übersetzt: Karsten Singelmann
  • München: Heyne, 2007, Seiten: 542

Couch-Wertung:

81°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:85
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Lescroart legt die Messlatte hoch

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Mär 2006

Wyatt Hunt, als Waisenkind geboren, arbeitet bei der CPS, dem Child Protective Services, einer amtlichen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder zu schützen. Vor ihrer Umgebung, ihren Freunden und Bekannten, aber auch vor ihren eigenen Eltern und den unterschiedlichsten Notlagen. Für Hunt ist es mehr eine Berufung als ein Beruf, aber als die ohnehin sehr nachlässig geführt Behördenstelle einen neuen Leiter bekommt, der mehr an seine Karriere denkt, als an die notleidenden Kinder, nimmt Hunt seinen Hut und wird Detektiv. Viele seiner Freunde, darunter Polizisten und Anwälte, aber auch Kinder von damals, die heute beruflich unter seinen Fittichen stehen, bringen ihre Erfahrung und ihren Idealismus in die Detektei ein und gemeinsam sind sie der "Hunt Club."

US-Bundesrichter George Palmer ist trotz seines fortgeschrittenen Alters mit der jungen Kellnerin Staci Rosalier ein zumindest platonisches Verhältnis eingegangen, das seinen tragischen Abschluss im Arbeitszimmer des Richters in seinem Haus erfährt. Palmer und Rosalier werden dort erschossen von der Gattin des Richters gefunden.

Gleichzeitig verschwindet die neue Liebe von Wyatt Hunt, die Rechtsanwältin und Gerichtsjournalistin Andrea Parisi. Nachforschungen ergeben, dass sie sowohl mit Richter George Palmer als auch mit Staci Rosalier kurz vor deren Tod zu tun hatte. Palmer, der entschlossen gegen die Gewerkschaft der Beamten der Justizbehörde vorgegangen war, hatte mit Sicherheit Feinde. Aber wie passen Staci Rosalier und Andrea Parisi in dieses Ränkespiel? Oder hat die Frau des Richters heraus gefunden, dass ihr Mann eine heimliche Geliebte hatte und Andrea Parisi sich mit Fragen aus dem Privatrecht beschäftigt und sich durch einen Doppelmord der Schwierigkeiten einer etwaigen Trennung entzogen? Fragen über Fragen und das Forschen nach der Wahrheit wird für Wyatt Hunt und seine Freunde zu einem Spiel mit dem Tod...

Zum ersten Mal schickt John T. Lescroart seinen neuen Helden Wyatt Hunt in "Das Gesetz der Jagd" im Heyne-Verlag ins Rennen um die Gunst des Lesers. Karsten Singelmann hat den 539 Seiten starken Thriller aus dem Amerikanischen übersetzt und bringt sprachlich ausgezeichnet die Jagd nach dem Doppelmörder zu Papier.

Wyatt Hunt ist ein rundum sympathischer Charakter, dessen Wurzeln bis zur Eröffnung des Detektivbüros dem Leser bereits spannend vermittelt werden, bevor die eigentliche Handlung nach mehr als sechzig Seiten beginnt.

Auch die ihm zur Seite stehenden Personen, von denen besonders der Polizist Juhle hervorzuheben ist, sind ausgezeichnet skizziert und geben sich in einem Thriller die Ehre, der von Anfang bis Ende seine Spannungskurve nicht verliert und besonders beim Final Countdown mehr als genug spannende und stellenweise überraschende Action liefert.

Der Autor schafft es, dass auch die Passagen, in denen alle im Dunkeln tappen und normalerweise nur Papierfüllung bis zum entscheidenden Hinweis produziert wird, zumindest eine Grundspannung zu halten, so dass der Leser nie das Gefühl hat, der Faden wäre gerissen. Die Versuche mit Hilfe eines zweiten Handlungsstranges Verwirrung zu schaffen, sind allerdings mehr halbherzig als vollkommen durchkonstruiert eingeflochten, stören jedoch den Fortgang keineswegs.

"Das Gesetz der Jagd" ist ein rundum gelungener Kriminalroman amerikanischer Prägung, bei dem sich zwar die Nackenhaare nicht vor Spannung aufstellen, der aber in logische konsequenter Manier genügend Brisanz zu bieten hat, um sich eine Wertung deutlich über der schreiberischen Mitte zu verdienen. Gespannt darf man sein, ob sich Mr. Lescroart für diesen sympathischen Helden einen weiteren Fall einfallen lässt. Die Messlatte dafür hat er sich tatsächlich bereits ziemlich hoch gelegt.

Das Gesetz der Jagd

Das Gesetz der Jagd

Deine Meinung zu »Das Gesetz der Jagd«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
16.10.2012 17:44:13
Fun-Thomas

Dies war das erste Buch von Lescroat das ich gelesen habe. Ich will nur eine kurze Meinungsäußerung kurz nach dem Auslesen schreiben. Ich fand die Geschichte des "Normalbürgers" der dann in der Eigenschaft eines Privatdetektivs ernittelt und dabei seine gewonnenen Verbindungen mit ins Spiel bringt durchaus spannend. Die Geschichte ist dann auch nicht so reißerisch und gekünstelt brutal oder abwegig wie so manch anderer Verkaufsschlager. Mir gefiel das Buch recht gut auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte man hätte es um die ein oder andere Seite kürzen können. Ein großer Negativpunkt störte mich beim Lesen wirklich. Nicht nur einmal überlegt sich der Detektiv einen Weg um in den Ermittlungen weiter zu kommen. Und gibt das dann an seinen Freund bei der Polizei weiter. Diese von ihm erdachten Wege wären allerdings vermutlich in den ersten zwei Tagen der MORDermittlungen in so einem brisanten Fall routinemäßig selbstverständlich bereits durchgeführt worden. Auch daß er das Auto der Verschwundenen an ihrem Arbeitsplatz in der Tiefgarage einige Tage nach dem Verschwinden auffindet ist ehr lächerlich. Das hätte die Polizei sofort gemacht... Aber sonst doch ganz in Ordnung...

30.04.2006 14:47:13
RK

Ein neuer Lescroart,
diesmal ohne die gewohnten Hauptdarsteller, obwohl diese auch noch, oder zumindest am Rande in Erscheinung treten.
Trotzdem, nicht nur für Fans von Hardy & Co. ein MUSS..........
Sehr spannend