Die Rache

Erschienen: Januar 1990

Bibliographische Angaben

  • New York: Putnam, 1989, Titel: 'Day of Reckoning', Seiten: 368, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1990, Seiten: 413, Übersetzt: Ari Grosskopf und Dirk Muelder
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 1993, Seiten: 479
  • Berlin: Argon, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Simon Jäger, Bemerkung: in der Übersetzung von Anke & Eberhard Kreutzer

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Sabine Bongenberg
Gnadenlos überzeichnet

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Mär 2006

Das Leben von Megan und Duncan Richard könnte so schön sein. Beide sind erfolgreich in ihren Berufen, haben zwei wohlgeratene Zwillingstöchter, einen - naja - etwas problematischeren Sohn, ein schönes Haus, das sie mehr oder weniger aus einer Bruchbude aufgebaut haben und insgesamt läuft alles rund. In diese amerikanische Heile-Welt-Szenario platzt der Schatten der nicht bewältigten Vergangenheit: Besagter Schatten personifiziert sich in der charismatischen Oliva Barrow, mit der sei einst als studentische Wirrköpfe einen Banküberfall planten, um ein Zeichen gegen das System zu setzen. Natürlich ging dieser Überfall - lapidar bezeichnet - in die Hose, mehrere Mitglieder der Überfall-Gang wurden getötet und allein Olivia musste eine langjährige Haftstrafe verbüßen, in deren Verlauf sie Megan und Duncan bittere Rache schwor.

Grundsätzlich wäre diese Haltung schon nachvollziehbar, denn den beiden Protagonisten gelang seinerzeit die unerkannte Flucht vom Tatort nebst der bereits erwähnten gelungenen Wiedereingliederung in die Gesellschaft mit all ihren angenehmen Folgen: Kinder, Karriere und Kohle. Natürlich muss Oliva diese Konstellation ein Dorn im Auge sein und so entführt sie den jüngsten Spross der Familie - inklusive begleitendem Großvater - und fordert finanzielle Wiedergutmachung, welche die Mittel der Richards völlig übersteigen und somit die Idee des Banküberfalls bzw. des Bankraubes wieder als "eigentlich gar nicht mal so schlecht" erscheinen lässt.

Grundsätzlich hätte sich aus diesem Stoff sicherlich ein interessanter, dichter Krimi stricken lassen, wenn nicht die Helden und auch die Bösewichter gnadenlos überzeichnet wären. Da ist auf der einen Seite das treusorgende Ehepaar, das sich vollständig von seinen damaligen gewalttätigen und revolutionären Ideen abgewandt hat und nun mit seinen Kindern das Musterbild der amerikanischen Familie bildet. Man versteht sich blendend mit den beiden 17-jährigen Töchtern, an denen die Pubertät nebst elterlichen Konflikten offensichtlich spurlos vorbei gegangen ist, auch wenn das Verhältnis zu dem kleinen Tommy nicht ganz unbelastet ist. Tommy scheint autistische Züge an den Tag zu legen, aber da das ja in der Ideal-Familie eigentlich nicht wünschenswert wäre, könnte man ihn laut Darstellung im Buch als "ein bisschen autistisch aber sonst eigentlich ganz in Ordnung" bezeichnen.

Soweit zu den Darstellern mit den "weißen Hüten" (um die amerikanischen Western-Clichès zu bemühen), nun zu der klassischen schönen aber abgrundtief bösen Hexe Olivia: Offensichtlich wurde sie von der Natur insoweit begünstigt, dass sie mit genügend Charisma, um andere für ihre Ideen zu begeistern sowie mit einer ausreichenden Menge weiblicher Reize, um sowohl Männlein wie Weiblein bei der Stange zu halten, ausgestattet wurde. Diese Reize und ihren Willen zur Führung setzt sie dann auch gnadenlos ein, um ihren Racheplan umzusetzen. Hier muss sich der Leser aber auch fragen, warum eine so intelligente und auch berechnende Person seinerzeit nicht einfach ihre Komplizen verpfiff, um ihre Haftstrafe zu reduzieren und mit Megan und Richard abzurechnen. Warum greift sie auf ein so aufwändiges Verfahren, wie die Entführung des Sohnes und des Großvaters zurück, anstelle sich der guten alten Erpressung zu bedienen? Warum vertraut sie darauf, dass sich das gutbürgerliche Ehepaar tatsächlich ihren Anweisungen beugt und sich auf den Pfad der Kriminalität begibt?

Diese Fragen kann John Katzenbach nicht beantworten. Vielmehr zeichnet er das Bild des gebeutelten Ehepaares, das sicherlich einmal auf Abwege geriet, aber nun zum unschuldigen Spielball der Rachgelüste einer kaltherzigen Furie wird. In diesem ganzen Konstrukt ist allein die Lösung dann wieder stimmig. Denn so wie der amerikanische Coca-Cola Hersteller seinerzeit in dem Film Eins, zwei drei den Satz "Eine Familie die zusammen hält, spielt auch zusammen Golf" prägte, so bereinigt hier die vereinte Familie das Problem auf die gute alte amerikanische Art. Das danach dann sowieso die ganze Vorgeschichte ans Licht gezerrt werden und das was man so mühsam zu verbergen suchte, enthüllt werden muss, naja, das wäre dann eine andere Geschichte. Aber diese Geschichte wird nicht mehr erzählt.

Als Fazit dieses Buches bleibt zu sagen: Langweilig ist es sicherlich nicht und wenn sie eine nette Sommerlektüre für den Schwimmbadbesuch suchen, dann sind Sie mit diesem Buch ganz gut versorgt. Aber andererseits - mit diesem Buch gönnt man sich dann ein Wassereis (um bei dem Schwimmbad-Vergleich zu bleiben) und dabei könnte man sich auch ein Magnum leisten....

Die Rache

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Letzte Kommentare:
29.06.2018 00:24:04
kleinschreiber

schade, ich mag katzenbach-romane und hätte
mir gern selbst eine Meinung gebildet.

der Hinweis in der ausgabe von rm buch und med-
vertrieb gmbh ("für diese neuausgabe wurde der
titel vollständig neu übersetzt und redaktionell
bearbeitet) hat mich den schmöker aber auf der
stelle in richtung altpapierkiste feuern lassen.

"redaktionell bearbeitet", geht's noch?
ein roman ist ein kunstwerk, da gibt es nix zu "be-
arbeiten". vielleicht noch der mona lisa einen hüb-
schen ohrring anpinseln, hmm? :-))

18.12.2015 13:16:39
kritikaster

grottenschlecht, schreibt ellabella,
trifft haargenau zu. zeitverschwendung.
dumme leute verhalten sich saudumm, von anfang bis ende der dünnen story, logik ist im plot ohnehin nicht angesagt. woher eine rächerin, die 18 jahre im knast saß, geld zum kauf einer farm und von waffen hatte, hätte zumindest mal einer kleinen erklärung bedurft. die zwei tommys gehen einem zunehmend auf den senkel in ihrer dilletantischen heldenpose, der schluss liest sich, als hätte der autor nach all den schilderungen von danebengehenden schüssen plötzlich die lust verloren und irgendwas zusammengeschustert und die übersetzung ist auch gnadenlos schlecht -
pausenlos GRINSEN die leute, obs passt oder nicht... holperig auf der ganzen strecke des buches...
ich ärgere mich, dass ich meine zeit mit diesem WERK vergeudet habe.

24.08.2013 21:12:55
Klaus Alofs

Und ich wage es zu sagen.das Buch ist gut :-)
O.k. o.k. ich respektiere alle Kritiken, aber es ist nun mal Geschmackssache.Ich habe es im Urlaub verschlungen und wollte einfach wissen, wie diese Bilderbuchfamilie aus dieser Situation wieder herauskommt.
Es ist jetzt sicherlich kein Meisterwerk, aber gute Urlaubsunterhaltung.Das Ende finde ich auch nicht so gelungen, aber der Rest ist doch ganz nett.Und für alle die, die Katzenbach nie wieder lesen wollen.Schaut bzw.hört euch mal "der Patient" an.Das ist wahrlich genial !!!

19.05.2013 21:02:10
EllaBella

Ich habe schon 4 Bücher von John Katzenbach gelesen bzw. 2 zu Ende und 2 abgebrochen.
Mit *Die Rache* hoffte ich ein fesselndes Buch in den Händen zu halten.
Tja. Weit gefehlt. Ich habe es bereits nach knapp 100 Seiten frustriert in die Ecke befördert.
Ich werde nie wieder ein Buch von John Katzenbach lesen.
Es baut sich absolut keine Spannung auf. Was ich von einem Psychothriller eigentlich erwarte.
Ich bin nur froh, das ich mir das Buch in der Bücherei ausgeliehen und nicht gekauft habe. Das wäre die totale Geldverschwendung.
Das Buch hat noch nicht mal eine Bewertung verdient.
Einfach nur grottenschlecht

29.01.2013 23:26:26
Lehnistina

Ich muss sagen, leider kann ich mich diesen Kritiken nur anschliessen. Mein erstes Buch von Katzenbach war vor Jahren "Der Patient" gelesen und war total begeistert. Ich beschloss dass Katzenbach mein neuer Lieblingsautor werden würde.
Dann las ich die Anstalt und war auf Grund der langen hinausgezogenen Handlung enttäuscht. "Der Professor" hörte ich mir an und es war wieder spannend.
Jetzt "Die Rache", was soll ich sagen, der Klappentext hörte sich super spannend an und ich las das Buch wirklich sehr flott. Ich wartete immer auf den - wann wird es denn endlich spannend - Teil. Ihr kennt das alle, man zieht die Füsse ein, die Finger wandern zum Mund, man hört Geräusche . Leider kam dieser Moment nicht.
Es hätte wirklich eine gute Geschichte werden können, aber leider ist dies nicht ganz gelungen. Ich sage nicht ich würde es nicht weiterempfehlen, aber es wandert sicher nicht in meine Top-Ten Liste.

11.07.2011 22:20:18
Jörg Boljahn

Mein erstes Buch von J. Katzenbach - und mein letztes vermute ich. Zu durchsichtig, langatmig und ohne Spannungsbogen. Ein Drittel sind Füllfloskeln. Nicht zu empfehlen.
Mit viel Mühe bis zum Ende gelesen! Gibt es überhaupt ein Ende? Ich denke, Katzenbach war mit seinem Latein am Ende.
So ein" Buch" ist doch das Papier nicht wert!

17.04.2011 17:57:04
Claudia Hennerkes

Langweilig. Das trifft es. Die Story ist absolut nicht hintergründig aufgebaut, alles wird total offensichtlich erklärt, über nichts muss der Leser nachdenken. Hier kann man schon fast nicht von einem Krimi, geschweige denn von einem Psychothriller reden. Sorry, aber John Katzenbach sollte mal einen richtigen Psychothriller lesen. Dieser ist schlecht, sehr schlecht.

07.04.2011 19:06:39
kippi

das buch ist nicht besonders spannent.die kritik ist sehr übertrieben =(.ich hatte die hoffnung als ich das buch mir gekauft habe,dass es gut seie aber ich habe mich getäuscht. das buch war schon am anfang sehr irritierent!? die story ist vom gedanken her nicht schlecht, aber die übersetzung in die realietät ist gescheitert=(

04.04.2011 11:37:17
bergfex

Dies ist meine erste Kritik, die ich schreibe, und zwar weil ich mich maßlos geärgert habe. Das Buch ist grottenschlecht! Bloß nicht lesen, Zeiverschwendung!
Ich bin notorischer Krimileser und habe im Laufe der Jahre doch viele Krimis konsumiert, aber sowas ist mir lange nicht untergekommen. Katzenbachs "Patient" ist absolut hervorragend (besonders als Hörbuch zu empfehlen), der "Fotograf" annehmbar, die "Anstalt" so lala, aber dieses Machwerk muss jemand anderes geschrieben haben!
Es wimmelt von Klischees, die psychologischen Aspekte passen vielleicht noch in eine Proseminararbeit und den Schluss hat der Autor worhl einem mittelmäßigen Actionfilm entnommen. Einfach unglaublich schlecht!

11.04.2010 13:41:32
dodgie

nachdem ich "der fotograf" als leichte unterhaltung für "zwischendurch" kennengelernt hatte, hatte ich gehofft, auch mit "die rache", ein unterhaltsames buch zu bekommen, etwa im stil von preston/child.
leider ist dem aber nicht so: die typischen klischees von (alt-)68ern und normalos werden dermassen übertrieben dargestellt (ist ja klar, dass ein normalbürger dann direkt bänker sein muss, konnte ja nichts anderes werden. jeder alternative muss ja völlig weltfremd sein und, und, und...), so machts keinen spass. der plot ist wirklich in ordnung, aber sämtliche darsteller sind so langweilig, schade drum

13.03.2010 15:54:18
Stephan

die war mein erstes Buch von Katzenbach. Mit dem Titel "Die Rache" als Psychothriller hab ich mir große hoffnungen gemacht, endlich ein gutes buch gefunden zu haben. Doch nun muss ich ebenfalls leider feststellen, dass dem nicht so ist. Die Spannung wird nur in einigen wenigen Zeilen gehalten. Dennoch fand ich es fast schon anstrengend das Buch bis zum schluss zu lesen. Und dann das offene ende...

09.11.2009 19:00:04
amy

Am Anfang fand ich das Buch richtig toll, es war ja mein erstes von katzenbach.
Doch das Ende fande ich enttäuschend, denn ich hasse offene Enden.
Immer wieder frage ich mich was jetzt aus dem opa wird.
Naja gefesselt hat es mich auch nicht so.
Trotzdem werde ich noch das opfer oder der Patient lesen

04.10.2009 19:12:36
Aaargh!

Katzenbach´s Griff in das nächstgelegene Klosett. Der Patient und Konsorten kann man, ohne zu zögern, als äußerst intelligent und gelungen bezeichnen. Aber dieses mir vorliegende Buch, names "Die Rache" ist keine Rede oder Lobhuldigung wert. Weder ist Katzenbach´s, einst noch so intelligente Schreibsweise herauszulesen, noch eine gewisse Spannung oder eine fesselnde Geschichte. Das Schlimmste ist, dass dieses Buch bereits aus Marketingzwecken als Bestseller ausgelobt wird, obwohl das Endergebnis eher fahl, geradezu fad wirkt und der ernüchternde Eindruck ensteht, dass Herr Katzenbach die finanzielle Seite wichtiger ist, als diejenige eines wirklich guten Buches. Ich wünsche ihn mir als Gerichtsreporter zurück, da er sich dort keine Geschichten ausdenken muss und auch nach festem Konzept vorgehen kann. Dies ist wohl eher nicht zu erwarten, weil zuviele Leute, welche bisher Katzenbach schätzten, "Die Rache" gekauft haben, aber ernüchternd zurückbleiben, aber das macht nichts mehr aus. Haben sie doch ihr Geld für ein total sinnfreies Buch ausgegeben und sich von einem der anscheinend größten Talente im Genre übers Ohr hauen haben lassen.

04.09.2009 12:36:44
Lisa

dieses buch war mein erstes von katzenbach. als ich den kleinen text hinten auf dem buch gelesen habe(sry weiß nicht wie man den nennt :-D) war ich doch sehr neugierig, als ich es dann fertiggelesen habe, fand ich es doch sehr enttäuschend, da ja hinten steht, sie will"erbarmungslos Rache nehmen". ich hatte mir dann doch etwas "heftigeres" vorgestellt. naja, wers mag :-)

01.09.2009 22:40:46
AMGaida

Ich habe es im letzten Urlaub gelesen, es war mein erstes Buch von Katzenbach. Die Charaktere werden gut dargestellt, mal von Olivia abgesehen, deren Dialoge mir zu dümmlich erschienen. Die Story an sich ist auch auf den ersten Blick interessant und birgt Potential. Allerdings wirft das standhafte Weigern, die Polizei einzuschalten spätestens dann lachhaft, als Megan sich mit Waffen erster Güte eindeckt. Ab hier konnte ich mich nur noch an den Kopf fassen, das Ding zu Ende lesen und enttäuschtd in die Ecke legen.

13.07.2009 19:44:07
Simone

Meiner Meinung nach kommt der aktuelle Schmöker nicht an seine letzten Bücher ran.
Es war angenehm zu lesen aber wirklich gefesselt hat es mich nicht. Der eigentlich typische Katzenbach-Thrill, bei dem man sich schon fast nicht traut die Seiten umzublättern, hat mir auch komplett gefehlt.
Meine Meinung: ganz nett und sicher auch lesenswert aber für Katzenbach-Liebhaber zu wenig.

29.06.2009 23:12:07
JaneM.

Die eigentliche Handlung spielt in den 80igern: Megan und Duncan sind ein gutsituiertes Mittelstandspaar mit 3 Kindern. Dann wird Tommy,der jüngste Sohn des Paares und Megans Vater entführt. Was bis dahin keiner wusste: Megan und Duncan haben eine bewegte Vergangenheit: beide waren Ende der 60iger Mitglieder einer anachistischen Vereinigung. Der Versuch ihrer Gruppe eine Bank zu überfallen, endete mit Toten und damit in einem Desaster. Das Paar konnte unerkannt entkommen und hat die Vergangenheit "vergessen". Jetzt aber wird die Anführerin der Organisation, Olivia, aus dem Gefängnis entlassen. Sie will Rache nehmen an den Verrätern und die für sie verachtenwerte kleinbürgerliche Existenz vernichten. Lange bleibt es für Megan und Duncan unklar, was Olivia eigentlich genau von ihnen will. Katzenbach versteht es die Spannung bis zum Zerreissen aufzubauen (obwohl faktisch erstmal wenig passiert). Spannend bis zum Showdown!

11.05.2009 13:11:13
Chris

John Katzenbach ist ganz bestimmt ein Meister seines Faches! Exzellent durchdachte,intelligente Psychothriller,die dem Leser den Atem rauben. Perfide, gemeine,durchtriebene Akteure (die Bösen) und ein,durch extreme umstände zu höchstleistungen getriebener protagonist (der/die gute/n) die manchmal mehr mit den bösen gemein haben,als ihnen bewußt ist. Durch dieses ungewöhnliche zusammenspiel treibt katzenbach seine leser mit jedem buch aufs neue durch die irrungen und wirrungen menschlicher abgründe! Jedes bisher erschienene buch ist eine wirklich spannend inzszenierte kompakte,in sich abgeschlosse geschichte. Mehr als nur empfehlenswert! Kaufen,lesen! Das ist keine bitte,sondern ein befehl! ;o) chris m.