Schlaf in himmlischer Ruh

Erschienen: Januar 1986

Bibliographische Angaben

  • Garden City, N.Y.: Doubleday, 1978, Titel: '... rest your Merry', Seiten: 182, Originalsprache
  • Köln: DuMont, 1986, Seiten: 228, Übersetzt: Sascha Mantscheff

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Odile Odile
Das meint Krimi-Couch.de:

Buch-Rezension von Odile Odile Mai 2003

Weihnachtszeit! Wie jedes Jahr findet im Landwirtschaftscollege von Balaclava ein grosser Weihnachtsmarkt, die sogenannte "Lichterwoche" statt. Damit beginnt die alljährliche Leidenszeit von Prof. Shandy, der die gnadenlose Geschäftemacherei und die einfallenden Touristenscharen herzlich verabscheut. Deshalb boykottiert er die verhasste Veranstaltung und weigert sich zum Missfallen seiner Umgebung, sein Häuschen weihnachtlich zu schmücken.

Als Prof. Peter Shandy erneut zum Mitmachen genötigt wird und zu diesem Zweck auch noch Dekomaterial in Form von riesigen Christrosen, ausgeschnitten aus Weichspülerflaschen (!), aufgedrängt bekommt, reisst sein Geduldsfaden. Er beschliesst, sich für all` den erlittenen Ärger zu rächen. Allerdings ahnt Shandy nicht, dass dieser Entschluss sein Leben grundlegend verändern wird. Er hat alles vorzüglich geplant. Am Morgen des 22. Dezember lässt der Professor sein Häuschen weihnachtsmässig schmücken, um anschliessend sofort zu einer Kreuzfahrt aufzubrechen. Dass seine provokanten Dekorationen, u. a. acht lebensgrosse Rentiere, 742 (!) grellbunte Blinklichter und eine lautstarke Musikanlage eher nach Disneyworld, als zum altehrwürdigen Landwirtschaftscollege Balaclava passen, ist pure Absicht.

Doch ein Maschinenschaden des Urlaubsdampfers zwingt den Professor zur vorzeitigen Rückkehr nach Hause. Dort ist das Weihnachtstreiben im vollen Gange. Daheim angekommen, erwartet den Professor zwar nicht das befürchtete Teer- und Feder-Kommando. Doch stattdessen findet Shandy die Leiche von Jemima Ames in seinem Wohnzimmer. Offensichtlich stürzte Mrs. Ames, die Organisatorin des Weihnachtsmarktes, beim Versuch die Dekorationen zu entfernen und starb. Der herbeigerufene Arzt behandelt den Todesfall ebenso wie die Polizei als Unfall. Irgendetwas irritiert Shandy daran, doch vor allem plagt ihn sein schlechtes Gewissen. Wegen seiner übertriebenen Dekorationen fühlt er sich verantwortlich für den Tod Jemimas, die zwar eine grosse Nervensäge, aber auch die Frau seines besten Freundes Tim war. Doch auch der Witwer glaubt, dass seine Gattin ermordet wurde. Da das Verbrechen anscheinend im Haus seines Freundes geschah, erwartet er von diesem die Aufklärung des Falles. Da der gefürchtete Collegepräsident Svensson derselben Meinung ist, beginnt Prof. Shandy notgedrungen mit der Mördersuche.

Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig. Zwar war Jemima allgemein wenig beliebt, doch ein Mordmotiv lässt sich nicht finden. Bei seinen Nachforschungen findet der Professor prompt auch noch den Finanzchef des Colleges vergiftet in seinem Büro. Da dieser ausgerechnet sein einziger Verdächtiger war, steht Shandy mit seinen Ermittlungen wieder ganz am Anfang ...

Dieser Krimi war der erste, den ich von Charlotte MacLeod gelesen habe. Dass ich Prof. Shandy bei allen seinen weiteren Fällen begleitet habe, spricht schon für sich.  Der Stil der Autorin hat mich von Beginn an begeistert. Sie versteht es hervorragend, ihre Krimis mit Humor zu würzen, ohne Spannung und Logik zu vernachlässigen. Liebevoll und treffend zeichnet sie ihre Charaktere, so dass sich der Leser schon auf ein Wiedersehen mit den Hauptfiguren freut. Blutige Schocker sind nicht das Genre der Kanadierin. Der klassische Detektivroman, wie er vor allem in Grossbritannien geschätzt wird, ist ihr Metier. Ihr Witz und ihr Hang zum Skurrilen kommen ihr dabei ebenso zugute, wie ihre Wortgewandtheit und die Liebe zum Detail.

Nicht verschweigen möchte ich, dass die Autorin in manchen ihren späteren Krimis mit ihrem Hang zum Skurrilen ein wenig übertreibt. Doch auf diesen Roman trifft dies überhaupt nicht zu. Der Leser wird mit diesem Weihnachtskrimi bestens unterhalten und findet den idealen Einstieg in Charlotte MacLeods Detektivgeschichten.

Schlaf in himmlischer Ruh

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Letzte Kommentare:
09.02.2019 13:42:41
Mabel

Der erste Teil der Belaclavia-Reihe ist solide und für Cosy-Fans auf jeden Fall einen Versuch wert. Die Figuren sind over the top, aber liebenswert und das Setting in dem seltsamen College in Neu-England gut gelungen. Das Rätsel um den Mord gerät da fast ein bisschen in den Hintergrund: 65°

17.09.2016 18:29:00
Andrea

Ich lese seit Jahrzehnten Krimis und liebe besonders die "old school" in der englischen Tradition. Ich bin über die Weihnachtsdoppelausgabe "Schlaf in himmlischer Ruh'" und "Kabeljau und Kaviar" in die Welten von Ch. Macleod gefallen und sehr weich gelandet. Mir gefällt besonders der skurrile Humor und die warmherzigen Bescheibungen der Protagonisten. Ch. Macleod ist niemals respektlos, ihre Sprache ist unglaublich vielfältig und nie langweilig. Beide Krimireihen gehören zu meinen "lese ich immer wieder" Büchern, weil für mich nicht die Morde im Vordergrund stehen sondern die großartige Erzählweise der Autorin.

30.05.2010 14:48:45
ABaum71

Ein fast klassisch anzunehmender Whodunit mit einem gesundem Maß an Humor, der mal nicht im Vereinigten Königreich sondern in den Vereingten Staaten spielt, und dann noch von einer Kanadierin geschrieben... Was soll das wohl sein ?
Ein höchst unterhaltsamer Roman mit äußerst sympathischen Protagonisten, die sich stetig weiter entwickeln...
Was will der geneigte Krimileser noch mehr...
Gut, wer auf blutrünstige Massenmörder und klischeebeladene Superhelden steht, sollte dieses Buch lieber stehen lassen. Auf detaillierte Beschreibungen der diversen Todesfälle verzichtet die Autorin in diesem Buch nämlich ebenso, wie auf den oben beschriebenen Superhelden, der ist hier nämlich ein alternder Professor am Balaclava College und ist alles andere als ein Superheld...
Eine Empfehlung für alle Whodunit Fans...

21.11.2009 19:29:50
Maria-Luise

Vor Jahren habe ich mir dieses Buch gekauft und danach sofort die ganze Balaclava-Reihe. Ich habe Professor Shandy und seine Helen und das ganze College in mein Herz geschlossen. Über die Beschreibung der Weihnachts-dekoration habe ich herzhaft lachen müssen, und denke oft daran besonders wenn ich im Dezember durch die Straßen gehen und es überall Leuchten, Klimpern und Blinken sehe. Charlotte Mcleod hat einen guten Erzählstil, sie entwickelt ihre Figuren mit viel Liebe und Humor.
Ich lese diese Reihe immer wieder gern.

03.04.2008 16:57:13
Beatrix

Es gibt für jeden Traditionen und Rituale,die für ihn zu Weihnachten dazugehören.Neben Glühwein und Plätzchen gehören für mich alle Jahre wieder zwei Bücher in die Vorweihnachtszeit:Hilfe,die Herdmanns kommen,ein Jugendbuch von Barbara Robinson und natürlich "Schlaf´in himmlischer Ruh".Es gefällt mir von Jahr zu Jahr besser,der Aufbau erscheint mir immer gekonnter und der Humor immer feinsinniger.Einen Krimi zu schreiben,der auch nach mehrmaligem Lesen immer noch Spaß macht,obwohl die Spannung zwangsläufig nachlässt,ist eine besonders hohe Kunst!

29.12.2007 10:07:27
Torsten

Durch Zufall habe ich diesen Krimi entdeckt. Schon nach den ersten Seiten war ich begeistert. Mich erinnert das Buch eher an Dorothy Sayers als an Agatha Christie. Lakonischer Witz und gut gezeichnete Figuren zeichnen diesen im Besten Sinne traditionellen who dunn it krimi aus. Der Plotist auch nicht übergebühr ausgewalzt und angereichert worden wie es mitlerweile viele Autoren tun. Lesevergnügen pur.

19.06.2006 13:49:01
Gerald

Skruille Typen, schräge Plotts und das alles in einem liebvoll detailreichen Umfeld, bei der Balaclava-Serie von Charlotte McLeod fühlt man sich in die heile Welt vergangener Zeiten zurückversetzt. Spannung, Witz und vorallem der liebevolle Erzählstil machen es immer wieder zum Vergnügen die Bücher rund um Professor Shandy in die Hand zu nehmen.
Wer "Good old England" mag, findet sich schnell in die Geschichte rein, und es fällt fast nicht auf das die Professor-Shandy-Welt nicht in Surrey oder Yorkshire, sondern in den Neuengland-Staaten der USA.
Wer Glück hat, findet die zwei Sammelausgaben mit mehreren Balaclava-Geschichten.

10.08.2005 14:12:39
Marius

Nein, mit Agatha Chrsitie haben die Bücher von Charlotte McLeod nichts gemein - es gibt keinen interessanten Plot, dafür aber ständigen, sinnfreien Witzeleien gespickt. Schade, daß DuMont beispielsweise so wenig Bücher von Ellery Queen oder JD Carr neuaufgelegt und statt dessen diese Ladenhüter zum Zugpferd der hauseigenen Krimireihe gemacht hat.

10.12.2004 12:18:52
Ulrike

Nanu Elmar, Ihren Namen habe ich schon bei mehreren Kritiken gesehen, wobei diese seltsamerweise immer Verrisse waren. Möglicherweise sollten Sie sich einer anderen Literatursparte zuwenden, wenn Sie Krimis immer nur "scheiße" finden.
Wirklich neues hat Mac Leod allerdings wirklich nicht erfunden, aber kurzweilig, spannend und vor allem sehr vergnüglich sind ihre Bücher allemal. Ein bißchen betulich wie die guten alten A. Christie-Krimis, nur mit einer gehörigen Portion Skurilität.