Destino

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • München: Droemer Knaur, 2006, Seiten: 461, Originalsprache

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Peter Kümmel
Sydney, Miami, Bremen - eine Frau will nach oben

Buch-Rezension von Peter Kümmel Jan 2006

2002 war es, da hat krimi-couch den Newcomer mit seinem "King of Pain" schon selber auf dem Weg zum King gesehen. Bereits damals hat er der krimi-couch in einem Interview "explosive Spannung und tropische Gefilde" in seinem nächsten Buch versprochen. Nun ist es endlich soweit. Vier Jahre hat er sich Zeit gelassen, um mit "Destino" zu zeigen, wohin seine Entwicklung geht. Nachdem es bei seinem Debüt um Adoption ging, ist er nun mit der Tourismusbranche erneut eine krimitechnische Themennische angesprungen. Eine Thematik, die für ihn nahe liegt, denn der junge Autor studierte selber Tourismuswirtschaft und arbeitet als Projektmanager und Assistent der Geschäftsleitung eines Reiseveranstalters.

Das Cover mit dem Untertitel "Tod in der Karibik" vor tropischem Grün weckt Assoziationen zu "Wer stirbt schon gerne unter Palmen" - einem Titel eines bekannten deutschen Bestseller-Autors, doch liest sich der Roman zunächst eher an wie ein Lehrbuch aus dem Tourismus-Geschäft.

Zwischenfälle im Urlaubsparadies

Jette Colberg ist eine alleinstehende junge Frau vom Typ aufstrebend-dynamisch, die nach Sydney und Miami nun Bremen zu ihrem neuen Wohnsitz erkoren hat, um nun die ausgeschriebene Stelle in leitender Position beim großen Reiseunternehmen STO zu ergattern. Ein Job ähnlich dem, den der Autor selber ausübt. Es gelingt ihr schließlich auch sich durchzusetzen, und die männliche Übermacht aus dem Rennen zu schlagen.

Hundert Seiten vergehen, bis Jette zum ersten Mal in die Karibik - das Gebiet ihres Verantwortungsbereichs - fliegt, doch die Handlung nimmt noch nicht so richtig Fahrt auf. Wir erfahren, wie das Geschäft läuft, wo die Gewinne gemacht werden und wie man unzufriedene Kunden abspeist. Nicht nur die Thematik ist neu für Thielking, auch das Genre hat er gewechselt. Vom Serienkiller zu einer Art Wirtschafts-Thriller.

STO hat Probleme mit ihrem größten Hotel auf der Dominikanischen Republik, die Beschwerden häufen sich. Auf den Ansatzpunkt zu einem Krimi aber wartet man noch. Im Prolog wurde zwar bereits eine Leiche entdeckt und in einem Zwischenkapitel ein Mann aus einem Flugzeug geworfen, doch man ist weiter auf der Suche nach Zusammenhängen. Erst als im der Bremer Firmenzentrale eine Paketbombe explodiert, nimmt der Plot an Fahrt auf, und mit Cédric Cougar taucht der interessanteste Charakter des Romans auf. Der junge Hotelmanager spielte bereits einmal eine Rolle in Jettes Leben und ihre Überraschung ist groß, ihn in der Dominikanischen Republik wiederzutreffen. Cédric bleibt lange Zeit der große Unbekannte, denn bis kurz vor Schluß bliebt unklar, auf welcher Seite er steht.

Kein "Destino" für den Autor

Ganz im Gegensatz zu Bruckner und Kramer aus der Geschäftsleitung von STO, die dem Klischee rücksichtsloser Karrieremensch ebenso entsprechen wie die beiden Spanier. Gelungen dagegen die Darstellung von Jacobi, Jettes Protegé und Vorgesetzter.

"Destino" ist das spanische Wort für Reiseziel oder Endstation, doch es bedeutet auch Schicksal oder Verhängnis. Für den jungen Autor ist es weder zur Endstation noch zum Verhängnis geworden. "Destino" ist ebenso wie "King of Pain" ein gelungener Roman, der gut unterhalten kann, was für einen Krimi mit das wichtigste Kriterium sein sollte. Thielking hat zweifellos gut daran getan, sich nicht an seinem Erstling zu orientieren, sondern neue Ideen zu bringen. Mit immer neuen überraschenden Wendungen überzeugt "Destino" in der zweiten Hälfte mit Spannung und karibischer Atmosphäre. Doch nicht minder interessant als starker Kontrast dazu das Flair der Stadt Bremen, die sehr detailliert beschrieben wird.

Wir können jetzt schon gespannt sein, was sich Helge Thielking thematisch für seinen nächsten Roman einfallen lässt.

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