Evil

Erschienen: Januar 2006

Bibliographische Angaben

  • New York: Leisure Books, 1989, Titel: 'The Girl Next Door', Seiten: 370, Originalsprache
  • München: Heyne, 2006, Seiten: 335, Übersetzt: Friedrich Mader
  • München: Heyne, 2008, Seiten: 335

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Michael Drewniok
Das wahrhaft Böse brütet im Nachbarhaus

Buch-Rezension von Michael Drewniok Jan 2006

Im Jahre 1958 ist die kleine Welt der US-amerikanischen Mittelschicht noch in Ordnung. Man fürchtet nur die gottlosen Roten drüben in Russland und lässt die Haustür ständig offen, denn den Nachbarn kann man vertrauen und ein guter Bürger und Kirchgänger hat selbst nichts zu verbergen. Kinder sind rechtlose Wesen und haben nicht nur den Eltern, sondern allen Erwachsenen zu gehorchen. Wenn sie sich einfügen, haben sie in dem kleinen Städtchen, in dem diese Geschichte spielt, ein angenehmes Leben, denn es gibt viele Freunde und natürliche Abenteuerspielplätze an der frischen Luft. In diesem Sommer wird es sogar noch interessanter, denn der zwölfjährige David erfährt, dass ins Nachbarhaus zwei neue Bewohnerinnen eingezogen sind.

Die Schwestern Meghan und Susan Loughlin haben bei einem Autounfall ihre Eltern verloren. Sie ziehen zu Ruth Chandler, ihrer Tante, die selbst drei Kinder versorgen muss - eine schwere Aufgabe, nachdem sie ihr Mann verlassen hat. Ruth ist verbittert und grämt sich ob ihrer vergeudeten Jugend. Die Kinder der Straße schätzen sie jedoch, denn sie hat immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen.

Doch Ruth ist eine psychisch kranke Frau, die an ihrem frustrierten Zorn auf die ganze Welt schier erstickt. In ihren Nichten, vor allem in der hübschen, selbstbewussten Meg, findet sie ihr Ventil. Erst langsam, dann immer hemmungsloser beginnt sie diese zu piesacken, zu quälen, zu misshandeln. Ein verhängnisvolles "Spiel” hat seinen Anfang genommen, das bald auch die Kinder der Umgebung in seinen Bann zu ziehen beginnt. Meg wird zum Prellbock für die Nachbarschaft und muss für immer neue, krasser werdende Folterungen herhalten.

Die Erwachsenen bleiben ahnungslos, während Ruth ihr irres Schreckensregiment ausübt. Auch David kann sich dem nicht entziehen. Der krankhafte Zwang mitzutun oder wenigstens tatenlos zuzuschauen ist stärker. Für Meg ist ihr Alltag längst die Hölle auf Erden. Schläge, Demütigungen, Vergewaltigung - bald beginnt auch David zu ahnen, wie dies alles enden wird. Endlich versucht er einzugreifen, doch er befindet sich längst unter Wilden, die sich ihr "Spiel” keinesfalls verderben lassen wollen ...

Vom späten deutschen Starts eines bösen Klassikers

Unterhaltungsliteratur hilft ihren Lesern sich die Zeit zu vertreiben und kann anschließend vergessen werden, "richtige” Literatur (auch Belletristik genannt) greift ernsthaft die echten Probleme des Menschseins auf und bringt die Leserschaft zum Nachdenken: Stephen King, der für "Evil” ein langes, kluges und engagiertes Vorwort verfasst hat, weist auf die Sinnlosigkeit dieser willkürlichen Unterscheidung hin. Er verdammt den Spagat zwischen den beiden literarischen Welten, die in Wirklichkeit nur eine sind, und weist darauf hin, dass die Stimme der Vernunft oder der Kritik auch in einfachen Worten erklingen kann, welche zudem eine unterhaltsame Geschichte formen.

King gibt sein Bestes, denn er hat in "Evil” ein Werk erkannt, dass es einfach nicht verdient im Ghetto der Ex-und-Hopp-Literatur begraben zu werden. Zwar liegt es wohl an seinem wohlklingenden Namen, doch vielleicht sind es auch eigene Argumente, die "Evil” ein Nachleben jetzt auch in Deutschland sicherten: Mit 16-jähriger (!) Verspätung erscheint endlich ein Roman, der Maßstäbe setzt.

"Hardcore” heißt die neue Reihe des Heyne-Verlags; der Name scheint eigens für dieses Buch ausgesucht worden zu sein. Denn dies ist keine Geschichte für die Zartbesaiteten: Über 300 Seiten müssen wir den moralischen Zerfall einer Menschengruppe verfolgen, während wie nebenbei ein junges Mädchen zu Tode gefoltert wird. Letzteres geschieht nicht zwischen den Zeilen; in der Unterhaltungsliteratur muss sich ein Autor solche Fesseln nicht anlegen lassen. Ketchum lässt seinen Lesern keine Hintertür offen und beschreibt explizit was geschieht.

Dafür werden ihn jene, die dem Bösen im Menschen lieber literarisch verbrämt und mit einigem Abstand begegnen, zweifellos einen Gewaltpornografen nennen; diesen Vorwurf hat Ketchum in seiner Karriere in vielen Variationen immer wieder gehört. Doch wer genau liest wird umgehend erkennen, dass "Evil” für Voyeure nichts zu bieten hat: Was hier geschieht und in eine einfache, klare Sprache gefasst wird, ist einfach nur fürchterlich und soll so - und nur so - wirken.

Eine Reise ins Herz der menschlichen Finsternis

Ketchum plante durchaus Großes mit seinem Werk. Er versucht nichts Geringeres als eine Erklärung für ein logisch nicht nachvollziehbares Verhalten zu finden: Wie kommt es, dass ganz normale Menschen zu Tätern, zu Mitläufern, zu tatenlosen Zuschauern degenerieren, während andere, ebenfalls normale Menschen zu Opfern degradiert werden? Welche Mechanismen kommen dabei in Gang? Wie lassen sich innere Schranken in Gestalt ethischer Grundsätze so nachhaltig aushebeln, dass alltägliche Zeitgenossen im Denken und Handeln zu Bestien werden?

Solche Fragen sind selbstverständlich nicht neu. Gerade in diesem unseren Lande werden sie in den mehr als sechs Jahrzehnten nach dem Ende des Naziterrors nachhaltig und zu Recht diskutiert. Darüber hinaus werden sie jedes Mal dann gestellt, wenn wieder ein Kind bis zum Tod und womöglich von der eigenen Familie misshandelt wurde. "Wie konnte das bloß geschehen?”, wird dann in den Medien wieder in allen Tonlagen geklagt, während kluge Köpfe darüber zerbrochen werden, ob dem Fernsehen oder den Computerspielen die Hauptschuld zuzuweisen ist.

In "Evil” übernimmt es Jack Ketchum zu antworten. Man hat es ihm nicht gedankt, denn die Schlüsse, die er zieht, sind unbequem. Einfache Erklärungen, aus denen sich Lösungen destillieren ließen, verweigert er. Er nimmt uns einfach mit auf die dunkle Seite der Menschenseele. Ob wir verstehen, was wir dort beobachten, bleibt uns überlassen - schließlich kann uns auch David, der die Geschichte erzählt, nie wirklich begreiflich machen, was wirklich und wieso im Haus der Chandlers geschehen ist.

Eine Interpretation: Das Grauen benötigt einen Meister und gewisse Regeln. Ruth übernimmt diese Rolle und ihre Aufgabe, die auf einen einfachen Nenner gebracht folgendermaßen lautet: Nimm dem Opfer seine Persönlichkeit, bis es als Mensch nicht mehr präsent ist. Um ein "Ding” zu quälen , muss man keine hohe Hemmschwelle überschreiten. Regel 2: Zieh die Schraube langsam an. Gewalt muss fast unmerklich gesteigert werden. Erst wenn ein Gräuel für den Folterknecht quasi zur Selbstverständlich geworden ist, darf sein Meister die "nächste Stufe” anordnen. Stück für Stück, womöglich ohne es selbst zu bemerken, wird der Knecht in seine Rolle gleiten.

Regel 3: Enthebe das Individuum seiner Verantwortung, indem du es in der gesichtslosen Masse verschwinden lässt. Ruth foltert, vor allem jedoch lässt sie foltern und sorgt dafür, dass jede/r an die Reihe kommt: In der Gruppe verwandelt sich der Mensch leicht in einen Mob, ein Kollektivwesen, das zu beachtlichen Grausamkeiten in der Lage ist, weil seine "Zellen” nicht wirklich erkennen, wohin sein Gesamthandeln steuert.

Was schließlich bleibt sind das Opfer auf der einen und der oder die Täter auf der anderen Seite, systematisch seiner anerzogenen oder gesetzlich verordneten Menschlichkeit beraubt und fasziniert von der Möglichkeit, pure Macht jenseits aller Grenzen über einen anderen Menschen auszuüben.

Hat Ketchum das Regelwerk des "banalen Bösen” in allen Details begriffen? Natürlich nicht, denn wieso sollte ihm gelingen, woran schon weisere Zeitgenossen scheiterten? "Evil” ist zudem ein Roman, der seinen Verfasser ernähren und deshalb Leser = Käufer finden soll. Dennoch hat Ketchum seinen Beitrag zur Diskussion eines grundsätzlichen Themas geleistet. Was ihm dabei hoch anzurechnen ist, wird andererseits erneut kritisiert: "Evil” ist Botschaft als spannende Lektüre. Fern jeglicher Didaktik greift sich Ketchum sein Publikum. Stephen King ist in mehrfacher Hinsicht eine gute Wahl als Verfasser des Vorworts. "Evil” beginnt wie ein typisches "Coming of Age"-King-Werk über den Verlust der "unschuldigen” Jugend im Angesicht der brutalen Realität. King selbst spricht dies in seiner meisterlichen Novelle "Die Leiche” an. Weitere Ähnlichkeiten gibt es im beherzten Aufgreifen schwieriger Themen. Immer wieder gelingen auch King qualvoll realistische Szenen einer Unmenschlichkeit, die keinerlei übernatürliche Verstärkung bedarf. "Der Mensch ist des Menschen Wolf”, heißt ein uraltes Sprichwort völlig zu Recht. "Evil” ist - es sei noch einmal hervorgehoben - kein "phantastischer” Roman im Sinne des Genres, d. h. hier treten keine Zombies, Vampire oder ähnliche Halloweengestalten auf. Das Grauen wird von Menschenhand angerührt. Die Wirkung ist durchschlagend.

Das Personal einer schrecklich banalen Tragödie

Dazu trägt die präzise Figurenzeichnung ihren Teil bei. Ketchum hat seine Protagonisten überaus sorgfältig charakterisiert. Sie stehen stellvertretend für das bereits skizzierte Dreieck der alltäglichen Gewalt, das aus Opfer - Täter - Mitläufer/Zuschauer besteht. (Die tatsächlichen Ahnungslosen lassen wir wie Ketchum hierbei außen vor, obwohl der Autor auch hier böse Seitenhiebe verteilt: Beispielsweise bemerken Davids Eltern vor allem deshalb nichts von dem, was im Nachbarhaus vor sich geht, weil sie in ihrer eigenen Ehehölle gefangen sind.)

Ketchums hauptsächliches Augenmerk gilt den Kindern. Sie sind im US-Amerika der 1950er Jahre aber auch generell "unfertige” Menschen, denen keine besondere Seelentiefe und vor allem keine seelischen Abgründe zugebilligt werden. Wie gänzlich falsch das ist, verdeutlicht Ketchum u. a. am Beispiel der drei Chandler-Söhne Donny, Willie und "Woofer”. "The New York Times” vermerkte in einer Rezension von "Evil” die inhaltliche Verwandtschaft zu William Goldings Klassiker "Herr der Fliegen”: In Abwesenheit der Zivilisation fällt der (junge) Mensch in die Barbarei zurück. Ketchum weist auf eine Variante dieser Entwicklung hin: Umgekehrt können Kinder i. S. von "formbaren” Menschen zur Barbarei erzogen werden. Donny, Willie und Woofer werden von ihrer Mutter zu Folterknechten ausgebildet. Wie sollten sie sich dagegen auflehnen?

Die Ambivalenz von Gut und Böse wird von Ketchum konsequent durchgehalten. Ruth Chandler steht zwar nicht im Mittelpunkt des Geschehens - diese Rolle übernimmt David, der tragische Anti-Held - aber sie bildet in gewisser Weise das Zentrum des Übels. Sie "verrät” ihre klassisch idealisierte Mutterrolle auf das Gröbste, indem sie ihre eigenen Kinder zur Brut des Bösen verkommen lässt und diese Degeneration sogar aktiv unterstützt. Andererseits ist Ruth eine kranke Frau. Zusätzlich haben sie die Enttäuschung über ein Leben, das gänzlich anders verlaufen ist als erträumt und geprägt wird von Einsamkeit und Geldsorgen, in ihrem Wahn bestärkt. (Dieser Wahn, der von Ketchum hervorgehoben wird, gibt übrigens Anlass zur einzigen echten Kritik an "Evil”: Das "banale Böse” benötigt keinen Irrsinn als Treibstoff.) Irgendwie versteht der Leser Ruth sogar - und verfängt sich prompt in einer von Ketchum geschickt aufgestellten Falle.

Denn Ketchums eigentliches Anliegen zielt außerdem in eine ganz andere Richtung: Die Wahl des David als Hauptperson verwandelt den Leser in einen Komplizen. David ist eine interessante Figur: Er foltert nicht mit aber er greift auch (zu) lange nicht ein. Statt dessen erhält er eine unvergessliche Lektion: Der Mensch ist frei in seiner Entscheidung Gutes wie Böses zu tun. David ist anders als Ruths Kinder nicht gezwungen an der Folterung Megs teilzunehmen. Mehrfach lässt ihn Ketchum betonen, dass er im Chandler-Haus ein- und ausgehen kann, von Megs Martyrium weiß - und sich davon angezogen fühlt.

Die furchtbare Wahrheit ist: David wurde ein Weg gewiesen unterdrückten Gefühlen, die kanalisiert und "zivilisiert” werden müssten, freien Lauf zu lassen. Er gibt dem nicht völlig nach, d. h. er legt nicht selbst Hand an Meg. Freilich entschuldigt ihn das in keiner Weise und das weiß er auch: David hätte eingreifen können und hat es nicht. Weniger die Tatsache, dass ihm womöglich niemand geglaubt hätte, sondern die Faszination am Leiden Megs war dabei der Beweggrund. David ist ein Mitläufer. Auch wenn er schließlich Megs Partei ergreift, hat er versagt. Die Erinnerung daran wird ihn, den Mitläufer, ein Leben lang verfolgen, wird sein Leben prägen und ihn zu einem freudlosen, von Erinnerungen verfolgten Dasein als beziehungsgestörten Mann verurteilen.

Denn die Ereignisse des Sommers 1958 werden niemals wirklich verarbeitet. Dem Gesetz geschieht zwar Genüge. Donny, Willie und Woofer landen im Waisenhaus, Ruth stirbt, Susan wird befreit, David psychotherapiert. Doch die seelischen Wunden aller Überlebenden sind zu tief. Woofer wird im späteren Leben ein sadistischer Frauenmörder, David ein unglücklicher Mensch, der niemals Ruhe finden wird - Kapitel 1 des ersten Teils beginnt nicht umsonst mit der Frage "Ihr glaubt, ihr wisst, was Schmerz ist?”. David weiß es und er bzw. Ketchum zeigen brillant die zerstörte Seele des David mehr als dreißig Jahre nach dem Geschehen, das er auf den folgenden 300 erzählen wird.

Man möchte es nicht glauben, doch Meg Laughlin ist in diesem Pandämonium nur eine Randfigur, obwohl sie als Folteropfer das allgegenwärtige "Motiv" der Handlung bildet. Ketchum gelingt das finstere Kunststück Meg auch für uns, die Leser, zu einer Unperson zu machen. In einem Hollywoodfilm würde sie irgendwann den Spieß herumdrehen und ihre Peiniger zur Strecke bringen. Dass dies nicht geschieht, machen wir ihr zum Vorwurf. Dabei interessiert nicht, dass Meg hilflos ist und gegen die Übermacht ihrer Gegner nicht ankommt. Ihre tapferen Versuche einer Gegenwehr nehmen wir nicht zur Kenntnis, denn auch wir nehmen Meg als "Opfer” an. Dass Ketchum uns in diese Lage manövriert, das nehmen wir ihm übel!

Fazit: Wer lesend durchhält, erfährt Außerordentliches

Viele Emotionen für einen kleinen, schmutzigen Psychothriller ... "Evil” ist wohl doch mehr als das, vielleicht ein Meisterwerk, auf jeden Fall ein rohes Stück Literatur, das an seelischen Fundamenten rührt, die man normalerweise lieber unbeobachtet lässt. Ob absichtlich oder nicht: Für seine "Hardcore”-Reihe hat der Heyne-Verlag als zweiten Band ein echtes Juwel ausgewählt. (Schade nur, dass ein denglischer Nulltitel wie "Evil” gewählt wurde. "Das Mädchen von nebenan”, so der übersetzte Originaltitel, wird dem Werk wesentlich gerechter.) Es bleibt zu hoffen, dass Jack Ketchums weitere Werke hier ebenfalls (und ebenso gut übersetzt) veröffentlicht werden - dieser Schriftsteller hat höchst unterhaltsam noch viele unbequeme Wahrheiten zu bieten!

Evil

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Letzte Kommentare:
25.05.2019 23:23:05
Buechereule

Ich habe dieses Buch einmal vor einigen Jahren gelesen, und das reicht auch! Bin auch einiges gewohnt, was Horror angeht, aber dieses Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes böse. Ja, es ist ein Meisterwerk. Aber dieses Buch macht etwas mit einem. Als ich es durch hatte, habe ich eine Woche lang kein Buch mehr angepackt, und ich lese immer! Ich habe es auch ganz schnell weiter gegeben. Man fühlt sich einfach nur mies beim lesen....

08.03.2018 13:50:05
Tartos

Ich kann nur zustimmen, das Buch ist ein Meisterwerk. Eine Geschichte, die in jeder scheinbaren Nachbarschaftsidylle so ablaufen kann, bekommt man brutal und schonungslos serviert. Als bekennender Fan der Bücher von Richard Laymon und Edward Lee habe ich schon Einiges an Brutalität "zu Gesicht" bekommen, aber dieses Buch stellt alles Gelesene in den Schatten. Man hat auf Grund der Erzählensweise aus der Sicht eines 12-Jährigen von Anfang bis Ende das Gefühl "dabei" zu sein. Mehr als einmal hatte ich den Wunsch, David an den Schultern zu packen und ihm zu sagen er soll Hilfe holen. Das Buch hat mich zutiefst erschüttert, auch nach dem Auslesen bekomme ich es nicht aus dem Kopf.
PS: All Jene, welche das Buch in einem Atemzug mit Kindesmissbrauch/Pädodreck u.ä. nennen, haben hier absolut nichts verstanden!

11.02.2016 00:40:33
Markus

Ein Meisterwerk! Viele hier haben das Buch scheinbar nicht verstanden, denn anders ist es nicht zu erklären, dass hier von Pädo Porno geredet wird.
Ich habe es in 2 Tagen gelesen und war und bin schockiert. Ein knallhartes Werk über menschliche Abgründe, die sich wohl zwangsläufig auftun, wenn eine Gruppe Menschen absolute Macht über andere besitzt. Mir gingen immer wieder die Bilder von Auschwitz durch den Kopf, oder die Fälle von perversen Triebtätern, die ihre Opfer gefangen hielten und folterten.
Das Buch ist wie ein Schlag in Magengrube und doch so geschrieben, als könnte es nebenan geschehen. Der Firnis unserer zivilisierten Gesellschaft ist dünn und was passiert wenn er reißt, dass kann man hier nachlesen. Ein Buch das ich sicher nicht jedem empfehlen würde, andererseits aber denke, es sollte von möglichst vielen gelesen werden. Ich habe schon viele Bücher gelesen, aber noch keines hat mich so beeindruckt und ratlos und angewidert zurückgelassen. Stellenweise musste ich mich zwingen weiterzulesen und kam mir selbst schmutzig vor, in meiner Beobachterrolle.

12.06.2014 20:47:28
franziska

Also wenn ich die kommentare mancher vorigen user lese kann ich nur den kopf schütteln. Diese haben wohl alle noch keine horrorfilme bzw. Härtere bücher geschaut/ gelesen. Dieses buch ist wirklich ein meisterwerk! Eines der besten bücher die ich je gelesen habe. Der erzählstil ist in ich-form. Der leser taucht wirklich in die story mit ein.ausserdem ist es schockierend bis zur letzten seite.(ACHTUNG KÖNNTE EIN SPOILER SEIN)immer hofft man das noch der held auftaucht und die armen mädchen aus ihrer hölle befreit, auch wenn man eigentlich genau weiss dass das nie passieren wird. (SPOILER ENDE). Das buch bringt einen zum weinen, zur verzweiflung, in rage und macht wirklich nachdenklich. Selbst tage nach dem das eher kurze buch ausgelesen ist, hängt es in gedanken noch nach.

27.04.2014 17:31:37
Sunshine78

Dieses Buch ist das heftigste, was ich je gelesen habe. Ich habe es in einem stuck gelesen , so gefesselt war ich. Für mich ist es ein Meisterwerk. Ich fand es eklig,spannend und faszinierend zu gleich. Ich habe mitgelitten,geweint und wütend . Die Leute die über dieses Buch schimpfen haben nichts verstanden. Hier geht es darum das Menschen weg gucken obwohl sie wissen das was nicht stimmt .

24.01.2014 18:37:23
*UARGH*

Dieses Pervertierte Werk ist sicher
Lesenswert es ist ein total pervertiertes Thema aber wen es interessiert sollte es lesen

Der Film ist widerlich abgrundtief Böse und eher einem Sadistischen-Kinder-Porno-Vergewaltigung film gleichzusetzen

allerdings geht es auf eine Thematik ein die in abgewandelter form noch existiert

ES IST SO PERVERTIERT UND SO ABARTIG DAS ES VOM THEMA NICH LESENSWERT IST

19.01.2014 20:17:29
NT

Dieser Film kriegt von mir nicht mal einen Stern. Außerdem sollte dass produzieren und veröffentlichen solch eines Filmes verboten werden. Meiner Ansicht nach ist das ein Insider Pädo-Porno. Die Verbreitung und das loben solcher Filme beweist wieder einmal nur dass Menschen dadurch abstumpfen. Die komprimierte Filmversion des Romans von Jack Ketchum konzentriert sich fast ausschließlich auf die verstörenden Handlungen, der Regisseur scheint gefallen an den abartigen Szenen gefunden zu haben. Angenommen es passiert ein Wunder und dieser Film gelangt nicht in die Hände von Kindern, was jedoch passiert mit den ganzen Kindern die in diesen Film mitspielen mussten.
Mein Rat wäre diesen Film nicht anzuschauen um den Erfolg solch eines Kinder-Folter-Pornos nicht zu fördern.

17.04.2013 21:26:29
A.

Jeder, der dieses Buch als brilliant, großartig, genial o.ä. bezeichnet, widert mich mit Verlaub gesagt an.

Ich habe in meinem Leben schon tausende Bücher gelesen, doch keines war wie dieses.

Es packt mich eine unglaubliche Wut, dass jemand mit solchen Grausamkeiten Geld verdient. Wie jemand, der nur darauf bedacht ist, das beste Foto von einer Kinderleiche zu knipsen.

Das einzig positive, was ich dem abgewinnen kann: die Welt kann wohl froh sein, dass jemand, der solche Handlung im Kopf hat und sie so schildern kann NUR AUTOR geworden ist!

Wenn ich mir vorstelle, wie solche Bücher in Hände von jemandem geraten, in dem eine kranke Faszination erwacht, wird mir schlecht.

12.02.2013 14:52:01
Der Schachfloh

Der Erzählstil Ketchum’s zieht einen in seinen Bann – klare, einfache Sprache und eine detaillierte Beschreibung der Charaktere. Alles sehr realistisch, so dass man schnell die Perspektive des ‚Ich-Erzählers’ David einnimmt.

Was als beinahe idyllische Adaption des Films ‚Stand by me’ beginnt, wo sich für die pubertierenden Jungen alles um Freundschaft, Mädchen und verbotene Streiche dreht, bringt ‚Evil’ jedoch alsbald ‚unheilvolle Vorboten’ hervor – allein die schaurige Beschreibung des hauseigenen Bunkers der Nachbarfamilie Chandler, lässt einen ‚nichts Gutes’ erahnen…

Die Spannung wird langsam, merklich gesteigert - aber - als die ersten unerträglichen Grausamkeiten beschrieben wurden, musste ich das Buch zur Seite legen – es ging nicht mehr …

Über den weiteren Inhalt und auch über die dem Buch zugrunde liegende wahre Begebenheit, den Fall ‚Sylvia Likens’, informierte ich mich nachträglich grob via Internet.

Dennoch kann ich mit dem Buch nicht abschließen:
Bin ich jetzt feige, weil ich dem ‚Bösen’ nicht mit allerletzter Konsequenz ins Auge blicken kann? Muss ich daraus gar fürchten, zur ‚Weg-guck-Gesellschaft’ zu gehören? Muss ich nicht das Buch komplett lesen, um überhaupt mitdiskutieren zu können? Mache ich mich andererseits nicht zum Voyeur, wenn ich mir die detaillierten Folterszenarien zu Gemüte führe? Und warum schäme ich mich, wenn immer wieder der Impuls des Weiterlesens aufkommt?

Wie dem auch sei, Ketchum hat sein Ziel erreicht – das Nachdenken und die Reflexion über die Themen: alltägliche, allgegenwärtige häusliche Gewalt, Machtmißbrauch, Voyeurismus, Mitverantwortung und Zivilcourage.

Hinter all dem steht die erschütternde Erkenntnis, wie ‚dünn das Eis’ zwischen ‚zivilisierten Handeln’ und dem ‚abgrundtief Bösartigen’ ist - keine Fiktion, sondern grausame Wirklichkeit – nur einige Stichworte: Holocaust, Vietnam, Uganda, Srebrenica oder Abu Ghraib, aber auch fernab kriegerischer Auseinandersetzungen, kommen einem schnell die Fälle ‚Fritzl’ und ‚Kampusch’ in den Sinn.

Irgendwie rief mir das Buch eine Erinnerung aus meiner Kindheit hervor, die mich jetzt erschaudern lässt:
Auf einer Familienfeier im Garten, hatte der hauseigene Kater eine Maus gefangen und begann sie langsam zu Tode zu quälen. Alle schauten zu und trotz mehrfacher Einwände, dem grausigen Treiben ein Ende zu setzen, griff niemand aktiv ein. Alle verfolgten ‚das Schauspiel’ bis zum endgültigen Tod der Maus und – wandten sich dann wieder Kaffee und Kuchen zu…

01.02.2013 17:06:26
Holymowli

Ich habe das Buch vor einigen Monaten gelesen.
Ich halte es für absolut grandios.
Selten hat mich ein Buch derart emotional gerüttelt.. grenzenlose Fassungslosigkeit erfasste mich beim Lesen... oft genug musste ich das Buch erstmal zumachen um mich zu sammeln, und konnte erst dann wieder weiter lesen, vielleicht wisst Ihr was ich meine wenn ich sage, dass dieses Buch mir wirklich in der Seele weh getan hat.
Und grade weil dieses Buch einen so packt.. mitreisst und am Ende wie durch den Fleischwolf gedreht wieder ausspuckt, hat Ketchum von mir 98 Grad verdient..Respekt !
Und ja. wer zart besaitet ist, sollte dieses Buch lieber meiden.

14.12.2012 21:08:33
megaeggi

Kein Wort mehr zu Handlung, dafür ein paar Worte mehr zum Buch.

Das Buch ist etwas vom unglaublichsten und unvorstellbarsten was ich je in den händen gehabt habe. es ist einfach brilliant geschrieben, die ich form verleiht das gefühl des voyeurs und des selbst dabei seins.

ich kann meine vorredner nicht verstehen, die von gemetzel oder splatter schreiben. im gegenteil, es ist ein subtiles und brilliant orchestriertes buch mit einem spannungsbogen der zu keiner sekunde bricht oder is sureale abgleitet.

Das unglaubliche am buch ist aber das, dass solche geschichten in der welt da draussen tatsächlich existieren; all die fritzels oder prikropils (kampusch) sind keine einbildung. was ketchum in seinem buch beschreibt ist die konsequenteste und endgültigste form des mobbings so wie es dutzende male passiert. und das ist das wirklich erschütternde und das wirklich brutale an diesem buch - es ist eben nur ein kleiner teil fiktion...

22.04.2012 16:46:08
MickyWinter

Ein unter dem Strich enttäuschendes Buch, da ich zu keinem Zeitpunkt eine psychologische Motivation erkennen konnte. Es fehlt eine für diese Art der Story notwendige Tiefe, die Verhaltensweise sind unrealistisch. Daß die Geschichte dennoch hängen bleibt, hat also andere Ursachen. Die "große" naturalistische Schule hat ganz andere Brocken zu bieten. Dazu gehört Ketchum freilich nicht - und trotzdem werden die Schlagworte, mit denen gerade dieses Werk bedacht wurde, nicht im mindesten erfüllt. Persönlich hat mir das alles zu wenig Klasse.

19.03.2012 17:26:40
Chris

Seit meiner "Jugend" lese ich Horrorbücher, doch dies war das erste Buch das ich zumachen musste, weil ich es nicht ertragen habe weiterzulesen. Splatter, Gemetzel, Massaker etc. etc. alles kein Ding, da es "nicht real" ist aber das Thema mit den Kindern ging mir derartig an die Substanz und bevor es noch schlimmer wurde, habe ich es zugemacht.

28.02.2012 11:20:12
Sandra

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Einerseits hätte ich es am liebsten weggelegt, andererseits wollte ich natürlich wissen wie es weitergeht. Ich lese hauptsächlich Psycho-/Thriller und Krimis und da waren schon durchaus schlimmere Szenen dabei... Aber dieses Buch ist einfach... ergreifend... mitreißend. Hier wird nichts übertrieben dargestellt, gemetzel, Blutbäder oder total durchgeknallte Psychopathen mit den absonderlichsten Einfällen. Hier wird schlicht und klar beschrieben wie es Schritt für Schritt schlimmer und aussichtloser für das 'Opfer' wird. Und das durch bloße Psychospielchen. Wobei es mit ganz "harmlosen (gemeinen)" Vorführen beginnt und dann immer weiter ausartet. Das erschreckendste an dieser Geschichte ist wahrscheinlich dass so etwas nebenan passieren könnte. Es ist einfach sehr real und damit auch sehr bedrückend. Man möchte die ganze Zeit ins Buch gehen und sagen "Leute macht die Augen auf! Seht und begreift ihr denn nicht was passiert?! Dass die Lady nicht ganz klar im Kopf ist?!...".
Also mich hat das Buch definitiv mitgerissen. Es ist einfach ernüchternd, erschreckend und sehr bedrückend und obwohl man die ganze Zeit über denkt "Oh mein Gott" und man immer mehr dazu kommt die Luft anhalten zu müssen, muss man es doch unbedingt weiter lesen.
Das Buch ist wirklich klasse geschrieben, die Entwicklung der Geschichte an sich und auch die der Charaktere ist wirklich gelungen.

15.01.2012 13:45:46
krooli

Ich hatte es 2011 auch gelesen.
Es war abstossend,schockiernd etc.also das volle Programm.
Es zeigt wofür die menschliche (kranke)Psyche ,fähig ist.
Für Zartbeseitete nicht zu empfehlen.
Leider ist der Schluss absehbar.
Man wünscht sich ein anderes Ende.
Das dies auch alles passiert ist,ist um so schockierender.
Für mich war es das *schlimmste *Buch
bis jetzt.

31.10.2011 13:42:35
Janko

Evil von Jack Ketchum

Die Einleitung zu dem 335-seitigen „Evil“ von Jack Ketchum, wies für mich enorm viele Parallelen zu „Es“ von Stephen King auf, sodass ich mir (auch aufgrund des Vorwortes, das selbiger verfasste) anfangs ziemlich sicher war, auf einen kurzweiligen Abklatsch dieses grandiosen Meisterwerks gestoßen zu sein. Hier nur einige Beispiele für diese Parallelen: Kinder; Rummelplatz; Wasserturm; Spiele am Fluss; Haystacks Calhoun; der böse Junge (Eddie), der von seinem Vater verprügelt wird; die Schlange, die nach jemanden geworfen wird…doch zunehmend entwickelte sich „Evil“ in eine völlig andere Richtung. Von einem mehr und mehr verstummenden Hilferuf einer Minderjährigen unter Spott und Hohn, hin zu dem grauenvollen Porträt einer geraubten, ja letztendlich zerstörten Jugend. Demütigung, Qual, und Schmerz, abgrundtiefer Schmerz, zugefügt von einer Runde verstörter, geisteskranker Kinder und einer ihrer Mütter, die sich von und durch ihre Eltern zu kleinen, abartigen „Monstern“ hochstilisieren, muss die Minderjährige Meg über sich ergehen lassen. Sie wird dabei auf grausamste Art und Weise gepeinigt und gefoltert. Hier wird die moralische Frage nach dem: „Was tut man als Kind in einer derartigen Situation?“ gestellt. Wie wird man mit dem Druck, den die anderen auf einen ausüben fertig? Wie mit dem eigenen, nagenden Gewissen? „Evil“ ist eine hundsgemeine, böse und kranke Geschichte, der jeglicher Lesegenuss abgeht. Dennoch ist „Evil“ auf seine unwirtliche Art und Weise grausam authentisch. Sicherlich ist das Beschriebene für einige einfach nur abartig und pervers, wiederum andere mögen dagegenhalten, dass Jack Ketchum lediglich das beschreibt, was in so vielen Familien weltweit leider immer wieder an der Tagesordnung steht und vor dem sich so viele gerne verschließen wollen (rein nach dem Motto: Irgendwer wird schon irgendwann einschreiten…nur wann?). Meine Wertung: 80°

25.04.2011 19:11:01
?Os?

Ich habe dieses buch for ungefähr drei tagen gelesen und fand es genial. Ketchum
besitzt ein feingefühl für die psychologie seiner charaktere so dass man förmlich mit ihnen mit leidet. Ich bin nicht der meinung das es unglaublich brutal sei . Ich bin nur fassungslos das all diese dinge wirklich passiert sind.
Aber ein absolut sehr gutes buch ich kann aber nur jedem abraten der probleme mit folterungsseqeunzen hat darauf nimmt ein jack ketchum keine rücksicht. Zurecht von mir 96grad.

16.03.2011 18:32:22
klein_Nici

Ich muss meiner Vorrednerin zustimmen. Das Buch ist wirklich sehr abstoßend.

Die Grausamkeit, die in dem Buch immer mehr zusimmt, ist absolut unfassbar.
Das Motiv der Tante diese Taten zu begehen bzw. zuzulassen wird nie deutlich, nicht mal ansatzweise.
Und es hat mich extrem wütend gemacht, dass keins der Kinder, die beteiligt gewesen sind bzw. Mitwisser waren, etwas unternommen hat. Wurde in den 60er Jahren seinen Kindern nicht beigebracht, dass man Menschen in Not helfen muss? Immerhin waren die Kinder alt genug zu wissen, dass das Falsch ist, was sie da tun.

Ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen, weil es mir zu brutal wurde, aber die Neugier hat dann doch gesiegt.
Ich wollte einfach wissen ob Meg überlebt.

Leider kann man sich nicht damit \'retten\', dass das Buch reine Fiktion ist, denn es beruht auf einer wahren Begebenheit.
(Hinweis: Mordfall Sylvia Likens, wenn man das Buch wirklich lesen möchte, sollte man das nach der Lektüre erst suchen, da das Buch und der Mordfall was die Folter angeht so ziemlich übereinstimmen. Sonst weiß man ja schon vorher, was mit der armen Meg passieren wird.)

Fazit: Das Buch ist auf jeden Fall nur was für Hartgesottene. Jeder, dem normale Thriller teilweise schon zu brutal sind, dem rate ich drigend von diesem Buch ab. Allein schon der Gedanke, dass das wirklich fast 1 zu 1 so passiert ist, hat bei mir beim Lesen zugesetzt.
Ich hatte es glücklicherweise relativ schnell durchgelesen, es ist flüssig geschrieben und es gibt meiner Meinung keine Längen.

26.02.2011 15:45:40
HeJe

Oh - mein - Gott!!

Dieses Werk ist das mit Abstand abstoßendste, schockierendste, niederträgtigste und absolut perversteste, was ich je gelesen habe. Ich kann selbst nicht sagen, ob das nun positiv für einen guten Thriller oder negativ ist. Ich habe mich beim Lesen geschüttelt, wollte abends nicht ins Bett gehen, ohne etwas banales zur Verdrängung der Bilder, die dieses Buch hervorruft, zu tun. Nach jede perversen Grausamkeit dachte ich, "Bitte, jetzt muss doch aber Schluss sein!". Denkste! Jack Ketchum weiß, wie man immer wieder noch einen drauf setzt.
Dieses Buch zu lesen, und so zu einem Mittäter bzw. stummen Beobachter zu werden, macht einen so furchtbar wütend. Am Ende des Buches war ich gefühlsmäßig so mitgerissen, ich habe auch einige Tränen vor Wut wegen dieser schrecklichen Ungerechtigkeit vergossen. Man bekommt einen regelrechten Hass auf seine Umwelt, auf den Autor (--> Wie kann er sowas nur schreiben?), auf einfach alles.

01.01.2011 19:55:48
Konrad Wolfram

Jack Ketchum versteht sein Handwerk und EVIL ist wohl ohne Übertreibung ein Roman der sich wie flüssige Lava in die Hirnwindungen zu brennen versteht. Ein Buch für zart beseitete Gemüter ist EVIL bestimmt nicht, zumal das gelesene den Leser noch lange beschäftigen dürfte. Zumindest ist es mir so ergangen. Dabei muß man sagen das jeder sprachlicher Schnörkel diesem Roman abträglich gewesen wäre. Mit EVIL von Jack Ketchum hat HEYNE einen Meilenstein des Schreckens veröffendlicht, der seines Gleichen sucht. Stephen King hat dies zu Recht erkannt und entsprechend in seinem Vorwort zu würdigen gewußt.

10.12.2010 10:57:00
Moschi

Mag ja sein: Vielleicht gibt es solche Individuen wie Ruth und ihre drei grenzdebilen Söhne. Dass sich aber "normale" Nachbarskinder an wochenlangen, sadistischen Quälorgien, auch durch passives Zuschauen, beteiligen, ist einfach nur haarsträubend.
Zudem ist das Buch in einem derart einfachen, fast schon unbeholfenem Stil geschrieben, dass ich mich nicht nur wegen der Geschichte zum Lesen regelrecht zwingen mußte.
Wieso sich der von mir - für seine früheren Werke - sehr geschätzte Stephen King für das euphorische Vorwort hergab, wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Mein Fazit: Eines der wenigen Bücher die ich umgehend zum Altpapier gegeben habe.
Schade um die vergeudete Lesezeit.

14.09.2010 23:07:23
Chrisu

David liegt auf einem großen Stein mitten im Fluß und will Flußkrebse fangen. Dort begegnet er Mag, die mit ihrer Schwester im Nachbar- haus eingezogen ist, da die Eltern tödlich verunglückt sind. Ruth Chandler mit ihren Söhnen Donny, Willie und Woofer sind jetzt ihre Familie. Aber ist das wirklich so? Was passiert in diesem Haus, was passiert im Keller dieser Familie?
Eine Horrorszenario erster Klasse spielt sich in dieser Sackgasse ab. Auf der einen Seite die Faszination von Macht, Gewalt, Schmerz und auf der anderen Seite Wahnsinn, der sich hier zusammenbraut.
Ketchum hat es wieder geschafft, mich in das Geschehen hineinzuziehen. Ein wahnsinnig gut geschriebenes Buch, Horror pur.
Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

17.07.2010 21:40:13
eigentor

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen über den bleibenden Eindruck, den das Buch hinterläßt.

Gerade in der heutigen Zeit mit dem Trend zu "Torture Porn" Filmen ist es ein wichtiger Beitrag. Torture Porn spricht eine kranke Seite in uns an, Spass daran zu haben wie jemand anders leidet.

Damit das aber irgendwie konsumierbar bleibt, geben einem fast alle diese Filme eine Hilfe an die Hand: Sie stilisieren die Täger zu Monstren. Sie werden so abgrundtief böse dargestellt, daß wir uns keinesfalls mit ihnen identifizieren können, uns sind sozusagen "freigesprochen".

Auch gibt es in den Filmen irgendwo immer einen "Point of no Return" ab wo es alles so gewalttätig wird, daß es auch schon egal ist.

Und eben hier liegt die große Leistung von "Evil". Das Geschehen bremst zwischendurch immer wieder ab, alle Personen (vielleicht mit Ausnahme von Ruth) bleiben menschlich, die Kinder, vielleicht mit Ausnahme von Eddie, sind keine Monstren.

Mehrfach gibt es die Möglichkeit auszusteigen, die Sonne hereinzulassen, den bösen Traum zu beenden.

Aber es passiert nicht. Im Prinzip wird der Ich-Erzähler David also zum schlimmsten Täter, da er die allergrößte Möglichkeit hätte, etwas zu unternehmen.

Das einzige, was die Geschichte noch intensiver hätte machen können, wäre, auch Ruth noch menschlicher darzustellen. (wenn ich auch nicht weiß, wie das hätte gehen sollen). Dadurch wären die Kinder noch mehr zu Tätern geworden und man hätte das Buch wahrscheinlich gar nicht mehr ertragen können.

So wird Ruth doch zu sehr zum Zentrum des Bösen, was eigentlich Potential verschenkt.

Mir war nach dem Lesen zwei Tage schlecht, ich habe bittere Tränen geweint am Ende.

Wichtig, einfach nur wichtig dieses Buch. Vielleicht - hoffentlich - hilft es einigen von uns zur Zivilcourage im richtigen Moment.

02.07.2010 22:45:37
pass auf

Interessant auf alle Fälle.

Fand allerdings die ganze Situation für mich persönlich schwer nachvollziehbar, sowohl aus Sicht von Ruth als auch von David(zumindest teilweise). Dadurch konnte ich mich schwer mit ihm indentifizieren, irgendwie seltsam. Dass sowas tatsächlich passiert ist natürlich um so schockierender

30.06.2010 15:57:18
tedesca

Dieses Buch hat mich nicht nur schockiert, sondern in erster Linie auch überrascht. Ich hatte mir eine Massenmörderschlächterei erwartet, irgendwas besonders Skurriles und Grausiges. Stattdessen wurde ich mit einer Geschichte konfrontiert, die ganz harmlos und fast elegisch beginnt.

Eine Kindheit in den 50ern. Schwimmen, Krebse fangen, Kinderspiele, alles was so dazugehört. Fast schon ein Bisserl langweilig, sodass man sich fragt, wann es endlich zur Sache geht. Und dann wendet sich die Geschichte ganz langsam. Immer mehr zieht sich einem der Magen zusammen, immer unheimlicher werden einem diese harmlosen Knirpse, die Idylle verdunkelt sich stetig, und irgendwann wünscht man sich wieder zurück an den lauschigen Bach mit den Krebsen. Wünscht man sich sogar, dieses Buch garnicht erst begonnen zu haben, denn weglegen kann man es natürlich auch nicht mehr. Im Bann der unglaublich subtilen Emotionen des Erzählers David verfängt man sich immer mehr im Strudel des Unfassbaren und wird selbst zum stillen Beobachter dieser unglaublichen Qualen eines unschuldigen jungen Mädchens, das hilflos dem kranken Geist von Ruth und ihren Kindern ausgeliefert ist.

Ketchum beschreibt ganz hervorragend, wie es David ergeht, wie er sein Zögern, sein Nichtstun vor sich rechtfertigt, wie er emotional hin- und hergerissen ist zwischen seiner Verliebtheit in Maggie und einer fast schon triebhaften Neugier, die ihn lähmt und daran hindert, einzuschreiten um die letztendliche Eskalation dieses Martyriums zu verhindern.

Ich möchte alle vor diesem Buch warnen, und das meine ich ernst. Es handelt sich hier nicht um eine an den Haaren herbeigezogene Horrorgeschichte, sondern um einen realen Fall (Silvia Likens, USA 1965) von psychopathischer Grausamkeit, getrieben von einem kranken Geist, kindlicher Neugier und krankhaftem Sadismus. Ein sehr gut geschriebenes Buch, aber definitiv nichts für schwache Nerven.

03.05.2010 22:31:12
aleyna

Auch bei mir ist Evil das erste Ketchum Buch. Das Buch ist trotz der grausamen Story sehr gut geschrieben. Ketchum hat wirklich nichts ausgelassen, was die Geschichte noch härter machen würde. Man fragt sich doch wirklich, was man an der Stelle Davids getan hätte. Ob man wie er nur Zuschauer oder doch Retter gewesen wäre. Heutzutage ist es Gott sei Dank in den meisten Fällen so das man den Kindern Gehör schenkt. Denn hätte die Polizei Meg ernst genommen und die Sache unter die Lupe genommen, so wäre das nicht eskaliert. Menschen sind grausam, und Ketchum zeigt es auf eine Art die nicht jeder verkraften kann. Von mir 80°

31.03.2010 11:30:12
Klaftz

Ich finde EVIL ist ein echt gutes aber hartes Buch.Habe es in 2 Tagen durchgehabt,und einfach nicht aufhören können zu lesen.Durch kurze kapitel wird das ganze nicht zu langatmig.Wer jedoch keinen so rauhen Magen hat sollte es sich vielleicht überlegen es zu lesen.
Werde mir sicher noch weitere Bücher von Jack Ketchum zulegen. Von mir 90°

28.02.2010 11:02:32
Agricola

@ ultraviolet:
Genau diese ~150 Seiten waren es, die die Geschichte für mich so interresant gemacht haben. Ja, wer "nur" ein extrem hartes buch fordert, der kann diesen Teil weglassen, aber für mich war genau dieser kontrast zwischen den beiden Teilen interessant. Außerdem steckt darin die Begründung, warum David (Davy) nichts unternimmt: Er sieht das, was mit Megan (Meg) angestellt wird, nur wie eine Erwachsenenversion des "Spieles" der Kinder.So, jetzt dazu, wie ich das Buch fand: Ich habe seit längerer Zeit keine Bücher mehr gelesen und mein "härtestes" war bisher "Frankenstein" von Mary Shelley. Ich habe dieses Buch verschlungen wie ich es bisher bei keinem anderen Tat, gestern habe ich es dann nach zwei Tagen durchgelesen.Es ist wirklich krass, wie genau alles beschrieben wird, da vielleicht jemand das buch noch lesen möchte, sage ich nun nichts, außer, dass die extremste Foltermethode zwar genannt, jedoch nicht beschrieben wird.Was mir auch an diesem Buch sehr gefällt, ist, dass es auf eine bedrückende Art sozialkritisch ist. Das äußert sich darin, dass (fast) niemand etwas sagt, und derjenige, der es tut, bekommt von seinen Eltern dafür kein Verständnis: Es ist doch normal, dass Eltern, in diesem Fall Stiefeltern, ihre Kinder schlagen. Ich bin erst 15 Jahre alt und in es sagt auch niemand etwas dagegen, dass es bekannt ist, dass mehrere Personen in meiner Klasse von ihren Eltern geschlagen werden.Wer nun sagt, dass das alles unmöglich wäre, der sollte beachten, dass das alles auf einen realen Fall basiert. In wie weit, sollte man auf dieser Seite "http://de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Sylvia_Likens" herausfinden. Wie ich finde, ist es erschreckend, inwiefern es mit der Realität übereinstimmt.Das Buch "The Girl next Door" von Jack Ketchum ist meiner Meinung nach ein wunderbares Buch, was mich sehr zum Nachdenken anregte. Ich denke, dass Jeder, der mit dem Inhalt klar kommt, es lesen sollte. Ich habe mir bereits "Wahnsinn" vom gleichen Autoren bestellt - mal sehen, wie das ist.

04.01.2010 17:14:03
nobi

@ Regula ...bevor man ein Buch kauft informiert man sich auch um was es dort geht, oder liest Rezensionen. Schade das neue Buch hätt ich Dir gern abgekauft, bevor Du es wegschmissen hast. Wenn man Jack Ketchum kauft, sollte man nicht Donna Leon- Spannung erwarten, am besten lässt Du auch die Finger v.Richard Laymon :-) Ich fand das Buch Weltklassde

14.12.2009 19:16:48
Plusquamperfekt

An Arbeitstagen bin ich doch ein recht langsamer Leser, sodass ich "nur" bis zu 15 Seiten am Abend lese. Dieses Buch habe ich jedoch in 1 Arbeitssoche ausgelesen gehabt. Die Kapitel sind gut strukturiert und spannend geschrieben. Es ist so geschrieben, dass man den Erzähler versteht und sich selbst hinterfragt, wie hätte man selbst in diesem Alter gehandelt. 90 Punkte

14.11.2009 23:23:06
Regula

Habe das Buch heute gekauft. Habe mal das Eine oder Andere gelesen und entsetzt wieder weggelegt. Wie kann man so was nur schreiben? und vorallem lesen und noch gut finden? Es gibt sogar Leser, welche es zu "wenig" schlimm empfunden haben!?! Hallo?? Bin wahrscheinlich im falschen Film. Werde das Buch ungelesen wegwerfen!

12.09.2009 02:29:38
ultraviolett

Ich habe mir dieses Buch nach Empfehlungen geholt die auf der Frage meinerseits beruhten, was "wirklich harte literarische Kost" sei!
Es sollte sich bewahrheiten... Was hier geboten wird ist wirklich hart! Die detaillierte Schilderung der kompletten Zerstörung (sowohl psychisch, als auch physisch!) einer Teenagerin! Entlang meiner Bewertungsskala wirkt sich jedoch negativ aus, dass die ersten 150 Seiten der Geschichte wirklich nur langweilendes Gelaber sind! Man könnte sich diese 150 Seiten wirklich getrost sparen und hätte trotzallem den kompletten storymässigen Überblick, was den fortführenden Handlungsstrang betrifft... Klar, Ketchum versucht hier die schöne, heile Welt einer behüteten Kindheit in den USA der 50er-Jahre zu schildern, allerdings tut er dies dermaßen ausgeprägt, dass schon ein hoher Anteil an Durchhaltevermögen vom Leser verlangt wird, um den Plot nicht bereits im Mittelteil vor lauter Langweiligkeit abzubrechen... Davy trinkt Cola mit seinen Kumpels, Davy schaut sich Baseballspiele an, Davy entdeckt seine ersten Neigungen zum anderen Geschlecht, Davy schnippt Steine über\'s Wasser... Okay, okay - die Botschaft kam an... aber benötigt man dafür wirklich 150 Seiten!
Was dann allerdings folgt ist eine stakkatoartige Aneinanderreihung von Grausamkeiten, Misshandlungen, Folterungen und Ekelhaftigkeiten, die ihresgleichen suchen und den Spannungsbogen bis zum finalen Abschluss kontinuierlich erhöhen! Ab hier war ich gebannt und musste mich von da an mit einer Gefühlsmischung aus Abscheu und Voyeurismus anfreunden, die bis zur letzten Seite anhielt! Ketchum nötigt einen beinahe regelrecht dazu die von Seite zu Seite ansteigende Perversion der Greueltaten zu erfahren und das Buch entwickelt sich doch noch zu einem "Page-Turner"!

Ein Wehrmutstropfen bleibt leider das sehr, sehr zähe und langweilende BlaBla der ersten 150 Seiten!

26.07.2009 17:01:54
Horrib96

Viele halten EVIL für den besten in Deutschland erschienenen Roman von Jack Ketchum. Das sehe ich leider anders.
Sicherlich ist der Roman sehr schockierend vor Allem weil so etwas so oder so ähnlich wirklich mal passiert ist. Doch Ketchum hätte s durchaus schockierender machen können. Meiner Meinung nach hat er sein Potential und das der Geschichte nicht vollständig ausgeschöpft. Im Roman scheint es zum Teil so, als ob David und den Ereignissen mehr leide als Meg, und als ob er eigentlich nicht so schlimm wäre, dabei ist er aufgrund seines Nichtstuns mindestens genauso schlimm wie die anderen. Das ist aber sicherlich die Folge dessen, dass Ketchum die Geschichte nur aus Davids Sicht erzählt. Hier wäre es meiner Meinung nach besser gewesen zwischen ihm und Meg abzuwechseln, da dann noch mehr Gefühle in den Roman eingeflossen wären und die einseitige Sichtweise der Ereignisse verwindert worden wäre.
Was mir aber noch mehr missfällt ist, dass Ketchum, obwohl er am Anfang der Folterungen noch alles detailliert beschreibt, eben dies im weiteren Verlauf der Handlung nur noch teilweise oder gar nicht mehr tut. Viele sagen da, dass sie es toll finden, dass der Autor vieles der Fantasie des Lesers überlässt. Ich würde eher sagen, dass es sich da um oberflächliche Beschreibung handelt.
Aber der tolle Schreibstil Ketchums sorgt dafür, dass der Roman zu keiner Zeit langweilig ist. Auch der hohe Realismus bringt dem Roman viel Glaubwürdigkeit ein, außerdem kann ich nicht sagen, dass mich der Roman nicht gut "unterhalten" habe also gebe ich trotz einiger Mängel noch gute 78°.Für mich aber Jack Ketchums schlechtestes Buch.
Mir persönlich haben auf Deutsch "Beutezeit und auf Englisch "The Lost" besser gefallen.

22.04.2009 15:14:01
nobi

Echt gutes Buch, das unter die Haut geht.
Die ersten 100 Seiten sind zwar etwas zäh, aber dann gehts rasant u. fesselnd weiter.
Es ist schon manchmal eine beklemmende, bedrückende Atmosphäre die einem schon mal Gänsehaut bereitet. Das Ende war leider kein vollkommenes happyend. Bin jetzt echt gespannt auf die beiden Verfilmungen ("Jack Ketchum´s evil" und "An american crime") die ich mir morgen ansehe, mal sehen welcher näherkommt u. besser ist.

20.04.2009 16:39:40
Olympus

Habe dieses Buch vor zwei Wochen gelesen. Ich war einfach nur schockiert und hatte absolutes Mitleid mit Meg! Hätte ich nicht bis zum Schluss gehofft das diesem armen Mädchen geholfen wird, hätte ich dieses Buch nicht bis zu Ende gelesen. Habe auch gehofft das die Täter (wenn auch Kinder) härter bestraft werden, aber das ist ja nun in Wirklich keit auch nicht anders. Auch David hätte meiner Meinung nach härter bestraft werden müssen, zusehen und nichts tun ist auch nicht viel besser als das was die anderen Taten! War schockiert darüber wie man als Autor solche Taten so detailiert beschreiben kann. Ich habe das Buch anschliessend in den Müll geworfen. Das einzige was ich zugeben muss: ES GEHT EINEM NICHT MEHR AUS DEM KOPF!

19.04.2009 12:55:44
koepper

„Evil“ ist ein hartes Buch und ein sehr gutes. Ich glaube nicht, dass man es lesen kann, ohne davon berührt zu sein. Dass Ketchum einen der Beteiligten in der Ich Form berichten lässt, ist sehr geschickt. Ich hatte das Gefühl förmlich in die Geschichte hineingezogen zu werden. Davids Gefühlschaos, seine Unentschiedenheit, sein passives Teilnehmen an den Schrecknissen, drängt die Frage auf. Warum hilft er dem Mädchen, das er mag, nicht? Warum begibt er sich in die Rolle des Voyeurs und genießt das bis zu einem gewissen Punkt?

In vielen Krimis steht am Anfang der Mord, das Opfer ist dem Leser nicht wirklich bekannt. In Evil verhält es sich anders. Die beiden Mädchen, vor allem Meg, werden dem Leser alles liebenswerte Wesen vorgestellt. Dies hat den Effekt, dass man nicht entspannt und genießend einer Geschichte folgt, sondern – so war es zumindestens bei mir – förmlich mitleidet. Ich hätte David schütteln können, tu doch endlich was, helfe diesen Mädchen, beende das Schrecken.
Ketchum hält sich nicht lange mit den Motiven der Täter auf, er berichtet. Er beschreibt ein bekanntes Phänomen. Je mehr beteiligt sind, desto weniger Unrechtsbewußtsein. Auch die Eskalation der Demütigungen bis zur grausamen Folter von Meg ist wohl realistisch beschrieben. Das ist das erschreckende, grausame und traurige an Evil. Er bildet die Realität ab. Die Realität heißt, Kindesmisshandlung, sexueller Missbrauch, mitten in unserer Gesellschaft.
Die Schilderungen der Folterungen waren nur schwer zu ertragen für mich. Allerdings ergibt gerade diese präzise ins Detail gehende Darstellung einen Sinn. Ketchum will den Leser nicht schonen, er will keine Wohlfühlatmosphäre aufkommen lassen. Das Lesen von „Evil“ ist nicht spaßig, keine nette spannende Kost. „Evil“ fordert heraus, berührt und beschäftigt mich.

12.04.2009 05:04:29
Kristina m.

puh...ich habe das buch jetzt durch und ich musss sagen Schock...
aber positiv.Das Buch sit wirklich toll man ist so real dran das man fast dort ist, man möchte loslaufen und Meg helfen..Man hört jeden gedanken von david und ist wirklich verblüfft wie realtitätsnah es doch ist das es einem schon fast angst macht das es wirklich passieren könnte. Das ende allerdingst gefällt mir nicht ganz es ist so schlüssig (ich willst aber nicht verraten). Nun sovile gesagt es sterben 2 Personen(aber es sind nicht beide Mädchen.) Das buch ist spannend und wahnsinnig (betont) gut geschrieben
5*

13.03.2009 17:26:52
Nina aus berlin

also ich habe bis jetzt nur den film gesehn und ich fand ihn gut jedoch nicht auf die weise das ich gut fand was dort passiert ist sondern wie es erzählt wurde. und auf jeden fall musste man nach dem film erst ein mal durchatmen, denn wenn man sich dann noch mal durch den kopf gehen lässt das der film auf wahrer begebenheit beruht dann ist das ziemlich schrekcklich das es so etwas auf der welt gibt.
Ich hab den Film mit 2 freundinnen gesehen und wir haben sofort gesgat das wir dieses buch auf jeden fall lesen werden. ich denke, dass die geschriebene version noch ein zacken schlimmer sein wird , weil man sich auch seine eigenen bilder machen kann und man danach das buch glaub ich nich so schnell aus dem gedächtnis kriegt.
ich bin auf jeden fall gespannt

09.02.2009 17:51:40
mo

Nein, kein Psychothriller im eigentlichen Sinn. Hier werden die menschlichen Abgründe aufgezeigt. Das Böse kann man nicht erklären, daher gibts auch hierfür keine "psychologischen Hintergründe". Frag mal Jeffrey Dahmer nach seinem Hintergrund.
Nichts für zarte Gemüter, man denkt noch lange über dieses Buch nach und das wollte der Autor wohl erreichen

21.12.2008 17:06:21
Mondschatten

Nachdem sich hier ja schon einige Leser über die moralischen Aspekte duelliert haben (s.u.) nun mal meine Meinung zu EVIL:
Als ich das Buch gelesen habe (übrigens an einem Tag, weil es mich nicht mehr los gelassen hat) lief es mir schauerweise kalt den Rücken runter. Die Unverfrorenheit und Brutalität, die sich durch das ganze Buch zieht hat mir den Atem genommen. Auf der einen Seite, weil sich natürlich sofort der innere Moralapostel einschält und den Inhalt hinterfragt und zum anderen weil Misshandlungen solcher Art in unserer modernen Welt doch auch an der Tagesordnung sind.
Den Lesern dieses Buches vorzuwerfen sie seien nicht ganz richtig im Kopf ist falsch. Ich nehme an, dass alle die das Buch lesen Erwachsen sind und wissen auf was sie sich einlassen!

Das Buch ist super geschrieben und für Freunde des Nervenkitzels absolut empfehlenswert!

20.11.2008 17:32:38
missmarple1510

Als ich dieses Buch las, habe ich auch nachher noch lange darüber nachdenken müssen, wie abgrundtief grausam der Mensch sein kann. Dass die Geschichte nicht unrealistisch ist, ist eigentlich das Schlimmste.

Sehr gut geschrieben und guter Stoff zum Nachdenken, vor allem das Bewusstsein zum Hinschauen zu entwickeln und sich für dieses Thema zu sensibilisieren.

Ich kann es nur empfehlen. 100 %.

Guß
Ilse

16.11.2008 13:53:29
Lenni

Als ich anfing das Buch zu lesen, war es mir erst zu "nichts sagend" , so dass ich es wieder weg legte, bis ich es vor lauter langweile las und die Geschichte mit Spannen verfolgte.
Meiner Meinung nach zeigt Jack Ketchum wirklich die grausamen Tiefen des Menschen auf, und ich muss sagen, dass ich unendliches Mitgefühl für Meg hegte , doch das mich das Buch nicht so sehr Schockte wie erwartet !

22.10.2008 19:35:08
annie

Einer der besten bücher die ich jemals verschlungen habe:)spannend man kann das buch nicht weglegen,und dann doch furchterregend,voller schmerz...traurig unmenschlich...wie kann jmd bei solchen grauenhaften sachen zuschauen wie davie.gut dass er nachher versucht hatte den beiden geschwistern zu helfen.evil und die insel von richard laymon muss man gelesen haben.gruss grösster fan von stephen king :)

28.08.2008 11:37:42
Frank

Habe ich eine gänzlich andere Meinung. Erkläre ich auch gerne, aber lieber per PN. Kurze Nachricht an mich, dann antworte ich.
Geht leider nicht anders, da ich dich sonst nicht direkt anschreiben kann.
SG, Frank

Toll...jetzt habe ich die 300 Zeichen nicht voll..
@Mase ua
Bitte einen,zwei Tage stehen lassen + dann diesen "Kommentar" löschen.

27.08.2008 19:37:37
sara

@jan
danke für deinen eintrag. ich bin ganz deiner meinung, wenn du behauptest, dass viele schreckliche dinge passieren u. a. weil die leut wegschauen und, dass in der realität solche dinge wirklich passieren können.ketchum hat seine geschichte an den syliva likens mord angeknüpft und hat meiner meinung nach den sinn verfehlt,u.a. indem er sich in der zweiten hälfte des buchs lediglich auf die grausamkeiten beschränkte und die beweggründe völlig außer acht ließ um uns menschen das böse was in uns steckt näher zu bringen. ob ich es moralisch finde einen mord der absolut schrecklich war noch schrecklicher zu machen (z.b. das opfer verjüngern und den tathergang zu brutalisieren) um den leser mehr zu schocken ist ein anderes thema.
@ Frank
Lieber Frank
Ich habe das buch sehr wohl verstanden und wollte dir nicht zu nahe treten. ich verstehe nicht ganz was das vowort damit zu tun haben soll, denn ich habe es durchaus gelesen.Ketchum beschreibt das Maximum des psychischen und physischen Horrors aber dabei fügt er seinem Opfer seitenlange sadistische Qualen zu, dass es schon fast wieder "langweilt" und ich mehrmals den Sinn des Buches suchte und dabei immer wieder vorblätterte, um vielleicht doch noch eine Überraschung zu finden. Man erfährt weder, was die Täter getrieben hat, noch was das Opfer wirklich empfand (außer Weinen und körperlichem Schmerz). Die moralische Position ist ebenso einach: Wer macht sich schuldig? Derjenige, der quält, oder derjenige, der zusieht?beide.
Ich denke nicht , dass du ein psychologe bist, und dir erlauben darfst zu behaupten es gäbe solche fälle ohne grund.ich glaube auch fest an das böse im menschen,dennoch denke ich, dass es zusätzlich immernoch erklärungen gibt weshalb solche dinge passieren.weshalb glaubst du dass ich es nicht verstanden habe?was ich meinte als ich schrieb, dass es einfach geschrieben ist und für jden deppen zu verstehn war, dass ich nicht mal literarisch was dazugewonnen habe.unmoralisch finde ich dieses buch deshalb,weil es den wirklichen tathergang( des likens mords) und die beweggründe total verzerrt.

26.08.2008 22:33:41
Frank

Was wird das hier?
Der neue Moralapostelthread?
@Sara
Liebe Sara.
Manchmal hilft es auch einfach, sich einmal das Vorwort durchzulesen bzw sich über den Autoren zu informieren, bevor man hier einer (großen) Gruppe von Leser/innen vorwirft "sie seien nicht ganz richtig im Kopf".
Du willst eine Frage nach dem "Warum" + "Wieso" ? Tja, wenn es die gäbe, gäbe es auch derartige Fälle wohl nicht mehr.
Mal darüber nachgedacht?
Wenn jeder "Depp" dieses Buch verstehen kann, frage ich mich doch ernsthaft, weshalb das bei dir nicht funktioniert hat.
SG, Frank

26.08.2008 21:49:15
jan

hey sara ich glaube nicht das der autor erreichen wollte das sich leute daran aufgeilen oder spass dran haben sollen es soll eher einen wach rütteln und die rosa brille von denn augen nehmen das der mensch kein warum oder weshalb braucht um so was zu tun das ist die realität und sowas passiert tag täglich in irgend welchen haushälten und teilweisse auch nur weil viele menschen einfach wegschaun hab schon einnige bücher gelesen wie ``Sie nannten mich es`` oder ``Kein wort zu mami``und jedes mal lief es mir eisklat denn rücken runter wozu menschen fähig sind und das ohne grund also schaut niemals weg und handelt

25.08.2008 13:29:24
sara

ich habe dieses buch auch gelesen bzw. ich habe mich durch diese buch gequält.ich bin selbst kein mensch mit schwachen nerven und jeder der sich zu zartbesaitet für dieses buch hält liegt meiner meinung nach falsch.die zu zartbesaiteten sind einfach nur normal im kopf und leute die gefallen an dieser kranken geschichte finden sind selbst nicht ganz dicht.dieses buch wird als psychologischer horrorthriller bezeichnet. dabei erfährt der leser von der psyche der einzelnen protagonisten (ruth+söhne)fast gar nichts, weshalb die fragen nach dem warum und wieso offen bleiben. alles was ich von diesem buch erhalten habe war eine aneinanderreihung von abartigen grausamkeiten gegn ein kind. und mit jeder seite die ich weitergeblättert hab, hab ich mich selbst geschämt so etwas überhaupt zu lesen.
ich finde die ganze geschichte absolut krank und man sollte dieses buch echt nicht unbedingt gelesen haben. es ist nicht einmal anspruchsvoll geschrieben.also für jeden deppen zu verstehen.
ich bin kein mensch der die wahrheit unserer grausamen welt verdrängt aber ich bin uch kein mensch der sich in den zug setzen kann und gegenüber von einer oma lesen muss wie eine 14jährige von 10-12 jährigen und deren mutter "ohne grund"sexuell missbraucht, verbrüht,verbrannt und und auf abartigste weise bis zum tod gedemütigt wird und alle anderen gefallen daran finden zuzusehen und nicht helfen.
ich frage mich gehört dieses buch wirklich zu den büchern die man gelesen haben muss?die antwort liegt auf der hand.

22.08.2008 23:08:25
Amouna

Ich konnte das Buch nicht zu Ende lesen, bei Seite 50 war bei mir Schluß - bin wohl etwas zu zartbesaitet. Diese Aneinanderreihung von Brutalität und Gewalt kann ich nicht ertragen - hat mich im übrigen auch bei "American Psycho" das Buch weglegen lassen - und muss mich daher jeglicher Wertung enthalten. Schade, ich hatte mir wohl was anderes von dem Buch versprochen ...

17.08.2008 00:11:39
Frank

Sorry.
Könnt ihr gerne löschen.
@Lisi007
Deine Ratschläge kannst du gerne für dich behalten. Meine Schulzeit hat sich erledigt und pädagogische Ratschläge brauche ich hier sicherlich nicht. Wobei sich natürlich eh die Frage stellt, was schlimmer ist - die Phantasie der Leser/innen oder die in Bilder gekleidete eines Filmemachers. So oder so, da sollten erwachsene Menschen für sich entscheiden können.
SG, Frank

16.08.2008 22:24:27
Lisi007

Ketchums Werk "Evil" macht seinem Titel alle Ehre und zeigt auf, zu welch abgrundtiefer Bösartigkeit der Mensch fähig ist. Die Grausamkeiten, welche dem armen Mädchen in dieser Geschichte wiederfahren bringen den Leser an den Rand der Verzweiflung. Ich habe mehr als einmal überlegt, ob ich das Buch zu Ende lesen soll. Ich habe dann allerdings doch alles gelesen, da man vor den Grausamkeiten der Bestie "Mensch" eben nunmal nicht die Augen verschließen kann. Sie fasziniert und erschüttert uns zugleich. Dennoch sollten wir uns derartige Geschichten (die noch dazu auf einer wahren Begebenheit basiert) als eindeutiges Warnsignal zu Herzen nehmen. Derartige Grausamkeiten, wie sie der Autor in seinem Buch beschreibt sind schon schlimm genug wenn man sie nur leist und sie sich in seinem Kopf vorstellt, umso schlimmer (beinahe krank) finde ich daher die Bestrebungen einiger Krimi-Couch LeserInnen, sich diese Story als Film zu besorgen.
Reicht es nich von derartigen Perversitäten zu lesen, um schockiert zu sein? Muss man die Abartigkeit der Geschehnisse auch noch bildhaft dargestellt nochmals durchleben? Das geht für mich einfach zu weit.

09.08.2008 18:18:56
vicky

"Evil" von Jack Ketchum

Mein erstes Buch von diesem Autor und ich muß sagen:

Eine unfaßbare, erschreckende Geschichte, für die man kaum Worte findet.
Leider kann so etwas immer und überall passieren und keiner bekommt etwas mit!
Erschreckende Vorstellung, wenn so etwas in der Nachbarschaft passiert oder passieren könnte!

Nichts für schwache Nerven!

13.07.2008 19:52:38
Steffen

@Lisa: es gibt zwei Filme, der eine nennt sich "An American Crime", der andere heißt "Jack Ketchum´s Evil" (keine Jugendfreigabe) und beide gibt es bei Amazon. Der zweite Titel hält sich wohl enger an die Romanvorlage.

27.06.2008 15:41:47
Lisa

Hallo!!!Ich hätte eine Frage: Wo bekommt man den Film?
Hab schon überall gesucht aber leider kann ich ihn nirgends finden..
Das Buch hat mich schon so sehr begeistert!!

16.06.2008 19:19:12
Schrodo

Ich hab zwei Nächte fast nicht geschlafen, da mir diese himmelschreiende Ungerechtigkeit nicht aus dem Kopf ging. Das Buch basiert auf einer wahren Geschichte, das macht es um so schlimmer. Es werden psychische und physische Grausamkeiten beschrieben die einfach unglaublich sind. Wozu sind Menschen nur fähig. Der Titel „das Böse“ passt!

11.06.2008 16:41:36
Christin77

Jack Ketchum`s EVIL beruht auf einer wahren Begebenheit. Und gerade das macht das Buch so erschreckend. Man hört und liest unheimlich viel in den Medien. Aber selten las ich etwas, das so ins Detail gegangen ist, wie der Roman von Jack Ketchum.
Die Handlung spielt in der 50er Jahren in einer kleinen Vorstadt in den USA.
Ein 14-jähriges Mädchen namens Meg und ihre Schwester kommen nach einem tödlichen Unfall der Eltern in das Haus ihrer Tante. Was anfangs als normale „Geschichte“ schien, entwickelt sich schnell zu einem wahren Alptraum.
Die Tante Ruth lebt allein mit ihrer drei Söhnen Donny, Ralph und Willie in einem Kleinstadthaus. Als Meg und ihre Schwester Susan zu der Familie kommen, entwickelt Ruth langsam eine Abneigung gegen die Mädchen, vor allem aber gegen Meg. Sie macht sie für alles verantwortlich. Anfangs wird sie nur gezwungen die Drecksarbeit zu machen. Nach und nach entwickelt sich das Ganze aber in eine andere Richtung. Meg wird im Bunkern gefangen gehalten und gequält, von Ruth, den drei Söhnen und verschiedenen Nachbarskindern.

Die Geschichte ist schockierend, sie zeigt auf, zu was Menschen fähig sind. Es zeigt, dass scheinbar normale Menschen auch zu Monstern werden. Das was täglich irgendwo auf der Welt passiert, hat Jack Ketchum hier umgesetzt. Ketchum macht sich nicht großartig die Mühe, die Beweggründe der einzelnen Charaktere zu verdeutlichen. Nein, die Geschichte entwickelt sich nach einem etwas langsamen Anfang stetig dem menschlichen Abgrund zu. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und schildert jede Grausamkeit bis ins kleinste Detail. Deswegen ist auch dieser Roman nicht unbedingt etwas für zartbesaitete Menschen. Stellenweise häufen sich die Gewalttaten, dass man als Leser eine Pause einlegen muss, um das Ganze wirken zu lassen und verarbeiten zu können.
Auch wie in seinem Roman „Beutezeit“ zeigt Ketchum uns, zu was der Mensch fähig sein kann. (Allerdings war es in Beutezeit nicht so realistisch und alltäglich wie in Evil – aber auch Kannibalen gibt es genügend auf der Welt).

Das Buch wurde 1989 veröffentlicht, allerdings wird diese Thematik niemals verjähren. Gewalt gegen Kinder ist immer ein Thema. Ketchum hinterlässt den Leser mit schüttelndem Kopf und einer fast schier unendlichen Betroffenheit.

EVIL wurde verfilmt, der Film ist FSK 18, was durchaus gerechtfertig sein dürfte, nachdem das Buch schon so „krass“ war.

07.06.2008 09:06:48
D. Albrecht-Grau

Der langsame Anfang nimmt einen sich unaufhörlich, sich grausam steigernden Weg. Oft war mir das Lesen unterträglich obwohl ich nicht gerade zart besaitet bin.
Gerade das Gefühl einer realen Situation und der Gedanke das es so oder so ähnlich auf dieser Welt immer wieder passiert macht "Evil" für mich zu einem absoluten Ausnahmeroman. Keine Beschönigung, kein Held der zu allerletzt doch noch das Ruder rumreißt. Manchmal konnte ich nicht weiterlesen, ich hatte das Gefühl ich werde selbst zum Voyeur des Schreckens.

16.05.2008 08:28:30
NickSch

Was etwas zäh beginnt endet Schrecklich. Ich hätte nie gedacht das die Menschliche Psyche so abgrundtief böse sein kann. Auch wenn das ganze nur eine Fiktion ist geht das Buch und die Geschichte einem unter die Haut vorallem wenn man Kinder in diesem Alter hat. Es war stellenweise so grausam das ich den Atem anhielt und den Tränen freien Lauf lies.

12.05.2008 02:14:06
Rolf.P

Was ist normal? Ketchum stellt diese Frage durchaus als Moralist und lässt nie locker. Ohne Schnörkel und sehr geradlinig beschreibt Ketchum, wie aus scheinbar normalen Menschen wahre Monster werden. Er ergeht sich nicht seitenlang in Erklärungen, zu jeder handelnden Person erfährt der Leser gerade soviel, dass es ausreicht. Und wer ein wenig Ahnung von Geschichte und Gegenwart hat, erkennt die Logik des Romans.
Ja, diese Geschichte ist schockierend, ekelerregend. Sie überschreitet die Grenzen des Erträglichen. Ich habe beim Lesen Pausen einlegen müssen, um das Grauen in kleinen Portionen verarbeiten zu können. Manchmal habe ich sogar gehofft, dass die Geschichte eine unglaubwürdige Wendung nimmt, mir die Chance lässt, mich auf diese Weise zu distanzieren. Aber Jack Ketchum schreibt gnadenlos realistisch. Er besitzt ein meisterhaftes Gespür für die Psychologie seiner Figuren.
Und so unglaublich das für manchen Leser scheinen mag: Die hier geschilderten Vorgänge beruhen zum größten Teil auf Tatsachen. Ketchum fokussiert das tägliche Grauen, das wir in Zeitungen und im Fernsehen verfolgen können, lediglich auf ein Opfer. Und das wird er wohl auch nur getan haben: Jeden Tag gelesen, wie Eltern ihre Kinder verhungern lassen, zu Tode gefoltert haben, was siegreiche Soldaten mit den Frauen der Verlierer machen, was jeden Tag mit kleinen Mädchen in Afrika und sonst wo auf dieser Welt bei Beschneidungen im Namen einer zweifelhaften Religion passiert. Er musste sich keine Gräueltaten ausdenken, alles schon da. Mag sein, dass er einfach nur ein spannendes Buch schreiben wollte, mag sein, dass er dem Leser einen Spiegel vorhalten wollte: sieh her, wozu der Mensch fähig ist! Beides ist ihm gelungen.
Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig, es ist spannend und hat ein annehmbares Ende. Und was die Mitläuferschaft der Schwächeren angeht, tja- wenn erst eine Autoritätsperson Unrecht zu Recht erklärt und den Schwächeren ein klein wenig Macht abgibt...
„Horror-Thriller“ steht auf dem Cover. Dabei kommt „Evil“ ganz ohne etwas Übernatürlichem aus. Das Buch ist eine brillante Studie über „Macht“ und „Ohnmacht“ und über die menschliche Natur. Ein Horroroman ist Evil von Jack Ketchum sicher nicht - eher ein Gesellschaftsroman, der mit gnadenlosem Realismus das langsame Sterben der 14-jährigen Meg beschreibt.
Ein Buch also, das verstört und betroffen macht, denn zwangsläufig stellt man sich die Frage, was man selbst getan hätte: wenn die Kinder von Grausamkeiten in der Nachbarschaft berichten, wenn man der Polizist gewesen wäre, den das Opfer frühzeitig um Hilfe bat, wenn man selbst als Jugendlicher dabei gewesen wäre.
Obwohl 1989 geschrieben ist dieser Roman erschreckend aktuell, wenn er zeigt, was Gewalt gegen Kinder bedeutet - und ein Appell, nicht wegzuschauen, wenn häusliche Gewalt gegen Kinder ausgeübt wird. Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven und ich bin mir nicht sicher, ob ich es ein zweites Mal lesen werde.
Sollte man jedoch mal wieder Lust verspüren, einen Roman zu lesen, der aufrüttelt, einer starrsinnigen Gesellschaft, die alles reglos konsumiert, was ihr vorgehalten wird, den Spiegel vorhält und letztendlich einfach unbequem und fast kaum zu ertragen ist, aber den Leser nachdenklich zurücklässt, kann dieses außergewöhnliche Stück Literatur nur ans Herz gelegt werden.

06.05.2008 14:51:10
Jack

Die Handlung des Filmes basiert auf einer wahren Geschichte. Zur besseren Einordnung möchte ich sie hier in aller Kürze wiedergeben, eine ausführliche englische Beschreibung findet sich unten als Link. Sylvia Marie Likens starb am 26. Oktober 1965 im Alter von 16 Jahren, nachdem sie von Gertrude Baniszweski, ihren Söhnen und Töchtern sowie anderen Kindern der Nachbarschaft zu Tode gefoltert wurde. Sylvia und ihre Schwester Jenny kamen in die Obhut Baniszewskis, obwohl Baniszewski schon sieben Kinder hatte, es nur drei Löffel im ganzen Haus und keinen Ofen gab, damit ihre Eltern mit einem Zirkus reisen konnten. Baniszweski hatte psychische Probleme und begann ihre Wut an den beiden Schwestern abzureagieren, vor allem Sylvia wurde ihr bevorzugtes Opfer. Als Sylvia von Coy Hubbard, dem Freund einer Tochter Baniszweski verprügelt wurde, nachdem sie aus Rache erzählt hatte, die beiden Töchter wären Prostituierte, ermutigte Baniszewski die Kinder der Nachbarschaft dazu, Sylvia zu foltern. Die unglaubliche Brutalität reichte von Schlägen und Tritten, über Brandwunden durch Zigaretten und Feuerzeugen, bis hin zu Vergewaltigung mit Glasflaschen. Da sie aufgrund ihres Zustandes im Bett ihr Wasser nicht halten konnte, wurde sie in den Keller des Hauses gebracht, wo die Folter extrem weiterging. Nachdem ihr ein Schriftzug auf den Bauch mit einer heissen Nadel gebrannt wurde, scheiterte ein Fluchtversuch und sie starb am 26. Oktober 1965 an den Folgen ihrer Folter. Ihre Schwester überlebte. Baniszewski wurde wegen Mordes verurteilt, kam jedoch 1985 wegen guter Führung aus dem Gefängnis. Sie starb 1990 an Lungenkrebs. Die meisten Kinder wurden zu Gefängnisstrafen zwischen 2 und 21 Jahren verurteilt.

01.05.2008 00:45:49
Dr_Weirr

Das Buch solltest du wirklich lesen!
Aber ich hab den Fehler begangen und es gestern Abend im Bett zuende lesen wollen.
Ganz Falsch ich konnte nicht mehr schlafen.
Nach Kapittel 42 gings nicht mehr.

Jacks Bücher bringen mich an die Schwelle des Kotzens, aber überzeugen einfach durch die mögliche/vorhandene Realität in meiner Nachbarschaft. Meisterhaft ich bereue nicht es bis zu Ende gelesen zu haben, wie seine 2 anderen Deutschen Ausgaben.

27.04.2008 21:37:12
cheezu

Ich habe das Buch leider nicht gelesen, aber so eben den Film geschaut.
Ich bin wirklich erschüttert (und das als Psycho-Thriller-Leser!) Das Schlimme an der ganzen Sache ist ja, dass man nicht abwägen kann, ob die Geschichte nicht doch wahr ist . (das könnte ich mir wirk. vorstellen, aber gruselig, der Gedanke)
Ich denke der Film ist keine Zeitverschwendung, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass längst nicht alles rauskommt.

25.04.2008 00:29:17
Der Walt

Jack Ketchum kreiert in diesem Roman wirklich ein nervenaufreibendes Szenario. Man versetzt sich anfangs mit Vergnügen in die Rolle der Hauptfigur. Ein scheinbar unbekümmerter 12-jähriger, der in Sommerferien viel Schabernack mit seinen Freunden treibt. Doch die Geschichte nimmt mit zunehmender Grausamkeit ihren Lauf. Bis man sich zuerst in der bitteren Realität und am Ende in der Hölle wiederfindet. Eine Hölle, die einem im Nachhinein jedoch auch als real erscheint. Denn das faszinierende ist, dass einen hier nichts anderes als die menschliche Psyche in den Wahnsinn treibt und keine Monster oder Phantasiegestalten.
ABER: Achtung!Dieses Buch ist nichts für zartbeseitete!Ich war mehrere Male drauf und dran es aus der Hand zu legen und mir meinen Stress zu ersparen.Jedoch hinderte mich meine Faszination und Neugier!Im Nachhinein sage ich aber: Es lohnt sich, denn man wird sich immer an dieses Buch erinnern!

14.03.2008 11:24:58
Michael Scheid

"Evil" ist ein Buch, dass den Leser nach Ende verstört zurück lässt. Die Schilderung der Banalitäten des Alltags erwecken den Eindruck einer Sozialstudie. Bald jedoch schlägt das Geschehen um und macht den Leser durch den erzählenden Protagonisten zum Mitwisser.
Es ist unangenehm die geschilderten Grausamkeiten geistig durchzustehen, andererseits muss man dem Autor eine konsequente Haltung, auch in Schilderungen von Folter und Quälerei, bescheinigen.
Brutalität gerät hier nicht zum Selbstzweck, sondern ist ein notwendiger Teil der Geschichte.
Jack Ketchum verdient Respekt für seine Leistung und ebenso Stephen King für sein sorgfältiges und ausgewogenes Vorwort.

27.02.2008 14:15:56
baltikor

Ein Buch, das mich seit langem wieder einmal richtig tief getroffen hat. Das Buch ist wirklich etwas besonderes, so gut geschrieben ist es. Aber auch so schlimm. Ich habe es vor keinem halben Jahr ungefähr gelesen und es hat mich noch einmal erschüttert, als ich vor einigen Tagen erfahren habe, dass es anscheinend auf einer wahren Begebenheit beruht.

12.02.2008 23:59:29
carlsoak

wie ich bereits in der kolumne spannend schrieb Ketchum = one of the best
da kommen redaktion und rezensenten mit über 90 % schon in die richtige region.
interessant ist. daß "Beutezeit" von Ketchum - obwohl erhältlich - nicht gelistet ist -zensiert ? wurde der roman mehrfach unter verlagsdruck - hardcore !

26.01.2008 21:37:42
Murxer

Ein krankes Buch in einer kranken Welt!
Dieses Buch geht an keinem spurlos vorbei, und man kann es nicht aus der Hand legen. Eine kranke Phantasie des Autors, oder vielleicht doch garnicht so weit hergeholt ?

26.12.2007 13:52:53
Janosch

"Evil" ... auch ich habe überlegt ob ich noch weiter lese oder nicht!!! Die "Geschichte" ist so hart das mein Magen zwischendurch rebeliert hat.
Heftige Story, sehr gut geschrieben!!!
Jetzt brauch ich erst einmal was nettes, lustiges zum Lesen.

14.12.2007 17:31:28
Stubs

Selten hat mich ein Buch dermaßen verstört zurück gelassen, wie EVIL. Der Horror liegt in der Nicht-Fiktion. Durch den Bezug zu einer wahren Begebenheit hatte ich nach dem Lesen den Eindruck, ich müsste mir das Hirn schrubben.
Vor der Schreibleistung von Ketchum muss ich den Hut ziehen. Er schafft es, ohne reißerische Beschreibungen, das Grauen durch die Seiten Richtung Leser wehen zu lassen. Eiskalt. Die Kunst liegt für mich in der Schlichtheit der Worte, so dass die Phantasie des Lesers den Rest übernehmen muss. Dies zelebriert Ketchum so meisterhaft, dass einem die Absurdität den Atem nimmt. Ich habe selten so gelitten, wie bei diesem Buch. Als ich es zuschlug, hatte ich ein ziemlich großes Sohn-Knuddel-Bedürfnis (welches dieser leider nicht so toll fand).
Ein großartiger Roman mit einem abgrundtief traurigem Hintergrund.
EVIL macht auf jeden Fall neugierig, was der gute Ketchum noch so drauf hat. Hoffentlich mit dem Hintergrund der reinen Fiktion.

18.11.2007 19:48:01
Nin

Evil ist grausam und macht einem klar dass die Wahrheit viel grausamer ist als die Phantasie. Jedoch muss ich sagen dass meiner Meinung nach das ganze viel zu spät losgeht man spannt immer auf jede weitere Seite um zu erfahren wann es jetzt losgeht.
Und in den letzten 70 Seiten bekommt man dann die ganze Ladung auf einmal, so dass einem nur noch der Magen schmerzt.

15.11.2007 21:24:11
kevin müller

Als ich das Buch zu lesen begonnen habe dachte ich:"Super was is daran jetzt so toll?"abba später war es schon ziemlich erschrcken was ruth mit meg un susan anstellete.
das buch is gelungen restpekt

08.10.2007 01:49:24
Diogenes

An alle die "Evil"gelesen haben ! Das Buch wurde verfilmt. Ein deutscher Kinostart steht zurzeit noch nicht fest.

Den Trailer kann man sich bei Heyne - Hardcore ansehen ! Schaut unter " News " nach.

Bis später mal !

07.10.2007 22:49:08
Tina81

Habe gestern "Evil" beendet und muss sagen, dass ich echt geschockt war von soviel Brutalität. Ich bin zwar nicht zimperlich, aber das war selbst mir ein bisschen zu hart und ich habe an einigen Stellen mit mir gerungen, ob ich weiterlese. Das Erschreckende an dem Buch ist auch einfach, dass es wirklich passiert ist und das Gewalt dieser Art in unser aller Umgebung stattfindet. Ketchum wirft beim Leser die Frage auf "Wie hätte ich gehandelt?". Im Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, nicht zuletzt wegen seiner psychologischen Tiefe.

25.09.2007 19:01:57
alina

Leider ist das Buch noch lange nicht so grausam und furchtbar wie angekündigt. Das 'meterlange' Vorwort von Stephen King ist auch nicht allzu lesenswert. Die 'Grundidee' des Buches ist gut, der Hauptfigur kann man aber nicht immer alle Handlungen nachvollziehen. Teilweise wirkt es auch zu weit hergeholt und aufgesetzt. 8,90Euro stellen trotzallem keinen allzu großen Verlust dar.

23.09.2007 11:15:04
Knetkobold

Mir hat der Roman, im Gegensatz zu den meisten anderen Rezensenten nicht so toll gefallen. Eine dünne Handlung, die nicht viel hergibt. Eine sadistische "Mutter" die ihre Tochter bis aufs Blut quält, naja.
Vom Stil erinnerte mich der Roman an den ganz frühen Stephen King, was eigentlich positiv in Erinnerung bleibt.
Der große Schwachpunkt des Romans ist neben der meiner Meinung nach fast unerträglichen Brutalität, die Frage nache dem Warum. Es bleibt leider völlig unklar warum Ruth und Ihre Meschpoke die beiden Mädchen so qüalen. Unverständlich auch teilweise die Reaktion von Meg, die sich nach einer Foltersequenz bei den Bengels wieder anbiedert.
Meine Bewertung : 45°

09.09.2007 18:48:26
Leuchty

Evil ist für mich DAS Ausnahmebuch schlechthin. Welche Abgründe sich auftun kann man sich bei den ersten 50 Seiten gar nicht vorstellen. Diese wahre Geschichte ist einfach nur schrecklich und zeigt dem Leser die abgründe der menschlichen Seele. An manchen Tagen mußte ich mich wirklich zwingen weiterzulesen und das obwohl ich jahrelang Stephen King geeicht bin.

09.09.2007 17:03:12
Bio-Fan

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich über die reisserische Aufmachung und den Titel der deutschen Ausgabe geärgert. Eine schlichte Übersetzung des amerikanischen Titels in "Das Mädchen von nebenan" wäre dem Inhalt angemessener gewesen. Mit Erleichterung habe ich festgestellt, dass die Kommentare, die hier zulesen sind, den Ernst der Geschichte reflektieren. "Evil" ist weder Krimi, noch Thriller und gehört deshalb m.E. nicht auf eine Krimicouch.
Die Abgründe, die sich hinter der scheinbar friedlichen friedlichen Idylle auftun, kenne ich eher von Horrorautoren wie Dean Koontz und Stephen King- nur dass bei denen der Horror bis ins Phantastische hinein überzeichnet wird, so dass man das Geschehen gedanklich und gefühlsmäßig viel leichter als Fiktion verarbeiten kann.
"The Girl Next Door" ist aber so nah an der Realität, nein das ist Realität. Sowas oder ähnliches passiert jeden Tag überall auf der Welt.

03.09.2007 20:53:18
Cada

Wow, also es ist bestimmt 8 Wochen her als ich es las, mir stellen sich jetzt noch die Nackenhaare auf.

Zum Nachdenken anregen..oh ja, das gelingt mit diesem Buch ganz sicher. Hin und hergerissen und völlig schockiert, gespannt, ängstlich, wütend, aufgewühlt und mitgenommen hab ich es zu Ende gelesen. Die Nacht durch..ich konnte nicht gut schlafen und dazu muss einiges passieren.

Dieses Buch ist definitiv nichts für zart beseelte.

Da es hält was es verspricht: 100°! +1

26.08.2007 21:56:28
domi177

tja. ich kann auf die harte tour, aber das hat nix mit dem zu tun, was ich gerade gelesen habe.das Buch erinnert mich erst mal an den film Hostel1...menschliche Abgründe tun sich auf und man kann immer nur hoffen, dass man selber mit sowas nie konfrontiert wird

19.08.2007 15:21:52
Krimilotte

Ein Buch das gleichzeitig Faszination, Ekel und Schuldgefühle in einem auslösen, welches aufwühlt und zum nachdenken zwingt.
Persönlich finde ich den Schreibstil merkwürdig, teilweise eckig. Ab und an hatte ich das Gefühl es fehlt etwas im zeitlichem Ablauf. Trotzdem für mich 95°.

15.08.2007 13:18:25
bower

noch nie hat mich ein buch derart zum nachdenken angeregt. teilweise ist es sogar so, dass man nach 3 seiten das buch zur seite legt um das zu verarbeiten was man gerade gelesen hat. man will aber immer wissen wie die geschichte ausgeht.

meiner meinung nach ist ein buch dann gut wenn es wirklich zum nachdenken anregt.

und DAS ist jack ketchum mit evil eindeutig gelungen!

fazit:

eine reise reise in die hölle auf erden.
ein meisterwerk...100 grad

24.07.2007 22:08:39
Killerbabe

Ich habe dieses Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen und hab mich auch gefragt, wie so etwas wohl passieren konnte, ohne dass jemand was bemerkt haben will.
Dieses Buch ist absolut empfehlenswert!

22.07.2007 18:38:40
morus64

Ein Hammer hartes Buch, das den Leser zutiefst erschreckt, fassungslos und zornig macht.
Durch die ICH-Erzählposition wird man zum Mitwisser & will sich doch tief im Innersten unbedingt gegen die damit verbundene Mittäterschaft auflehnen.

Aus einer ländlichen Idylle ähnlich M. Pagnols "Eine Kindheit in der Provence" entwickelt sich ein Horrortrip an bösartiger Gewalttätigkeit, die sich ständig potenziert und tödlich endet.

Ruth Chandler, "umgeben von rabiater Verzweiflung", die verhärmte, enttäuschte und unfreiwillige Mutter ihrer skrupellosen Bengelbrut mutiert zum kettenrauchenden, literweise Büchsenbier vertilgenden und sich selbst verachtenden weiblich-männlichen Ungeheuer.
Diese miese Gestalt (die anfangs sogar burschikos-sympathische Züge hat!!) bleibt sicherlich ebenso im Gedächtnis eines jeden Lesers haften wie mutige und unerschrockende Megan "Meg" Loughlin, die es als teamwork zu brechen gilt.

Ein aufrüttelndes Buch als Mahnung an Wegsehen bei Gewalt. Unbedingt lesen, auch wenn es schwer fällt.

Da kann man sich Dr. Drewnioks großartiger Rezension nur anschließen:

> 95 GRAD

22.07.2007 18:37:42
morus64

Ein Hammer hartes Buch, das den Leser zutiefst erschreckt, fassungslos und zornig macht.
Durch die ICH-Erzählposition wird man zum Mitwisser & will sich doch tief im Innersten unbedingt gegen die damit verbundene Mittäterschaft auflehnen.

Aus einer ländlichen Idylle ähnlich M. Pagnols "Eine Kindheit in der Provence" entwickelt sich ein Horrortrip an bösartiger Gewalttätigkeit, die sich ständig potenziert und tödlich endet.

Ruth Chandler, "umgeben von rabiater Verzweiflung", die verhärmte, enttäuschte und unfreiwillige Mutter ihrer skrupellosen Bengelbrut mutiert zum kettenrauchenden, literweise Büchsenbier vertilgenden und sich selbst verachtenden weiblich-männlichen Ungeheuer.
Diese miese Gestalt (die anfangs sogar burschikos-sympathische Züge hat!!) bleibt sicherlich ebenso im Gedächtnis eines jeden Lesers haften wie mutige und unerschrockende Megan "Meg" Loughlin, die es als teamwork zu brechen gilt.

Ein aufrüttelndes Buch als Mahnung an Wegsehen bei Gewalt. Unbedingt lesen, auch wenn es schwer fällt.

Da kann man sich Dr. Drewnioks großartiger Rezension nur anschließen:

> 95 GRAD

18.07.2007 20:49:39
Martina

Ich habe das Buch innerhalb einer Woche gelesen, musste mich allerdings an manchen Tagen dazu durchringen weiterzulesen, weil ich Angst hatte, was als Nächstes passieren würde.
Ich finde die "Geschichte" absolut schrecklich (da es ja anscheinend auf einer wahren Begebenheit beruht), und hoffe, dass sich sowas NIE wiederholt!
Desweiteren kann ich dazu auch sagen, dass ich noch nie so oft über ein gelesenes Buch nachgedacht habe.
Ein wahrer Albtraum!!!

08.07.2007 22:18:12
Fabian

Ich habe das Buch vor nicht als zu langer Zeit gelesen und fand es einfach gut... man muss dazu sagen das ich recht jung bin aber ich habe einen Tick für Büchern bei denen man dem Bösen "sehr nah kommt". Dieses Buch war so eins und ich fand auch interessant welche Frage man sich zu ihm stellen kann. Zum Beispiel wie Böse kann ein einzelner Mensch sein und wie mehrere? Oder was bedeutet eigentlich unmenschlich? Wenn man dieses Buch gelesen hat denkt man darüber neu nach und genau das!!! macht es so besonders und unverzichtbar.

29.06.2007 18:34:29
Frank

Und genau das ist der Sinn.
Nachzudenken,reflektieren.Wenn ein Buch das schafft,ist es des Lesens wert.
Daher,ein wichtiges,ein "großes" Buch.
immer noch:100 %

29.06.2007 17:48:39
SupaDani

Ich habe für dieses Buch sehr lange gebraucht, denn mehrmals habe ich das Buch weggelegt. Ich hätte es am liebsten weggeschmissen oder verbrannt, so angewidert war ich. Aber ich wollte auch wissen wie es ausgeht und habe es zu ende gelesen. Ich finde dieses Buch schrecklich und doch faszinierend zugleich. Trotzdem würde ich es weiter empfehlen, denn ich kenne nur wenige Bücher, die mich so nachhaltig zum nachdenken angeregt haben.

17.05.2007 10:44:34
achim

Vor vielen Jahren, habe ich für mich persönlich eine Definition für "gute Bücher" gesucht. Ich kam zum Ergebnis, dass "ein gutes Buch" seinem Leser einen Teil dessen Unschuld raubt. Das vorliegende Buch muss wirklich gut sein, denn ich fühle mich sehr schuldig. Ähnlich wie die Hauptperson des Romans, ein Kind namens David, der sich schuldig macht, grausamste Folterungen an einem jungen Mädchen zuzulassen, indem er zusieht, anstatt zu handeln, fühle auch ich mich als Leser. Schon zur Hälfte des Romans wollte ich diesen weglegen, da mich die geschilderten Grausamkeiten anekelten. Gelesen habe ich diesen Roman dann dennoch bis zum bitteren Ende. Ich sehe hier durchaus Gemeinsamkeiten zu David. Obwohl stark irritiert und abgestossen von soviel Gewalt, konnte ich es dennoch nicht verhindern, fiktiv die systematische Vernichtung eines unschuldigen Mädchens in meinen Gedanken zuzulassen. Vielleicht wollte der Autor dieses Buches uns einen Spiegel vorhalten, und uns damit letztendlich allen einen Teil unserer Unschuld rauben. Bei mir zumindest ist ihm das gelungen.

17.05.2007 10:44:18
achim

Vor vielen Jahren, habe ich für mich persönlich eine Definition für "gute Bücher" gesucht. Ich kam zum Ergebnis, dass "ein gutes Buch" seinem Leser einen Teil dessen Unschuld raubt. Das vorliegende Buch muss wirklich gut sein, denn ich fühle mich sehr schuldig. Ähnlich wie die Hauptperson des Romans, ein Kind namens David, der sich schuldig macht, grausamste Folterungen an einem jungen Mädchen zuzulassen, indem er zusieht, anstatt zu handeln, fühle auch ich mich als Leser. Schon zur Hälfte des Romans wollte ich diesen weglegen, da mich die geschilderten Grausamkeiten anekelten. Gelesen habe ich diesen Roman dann dennoch bis zum bitteren Ende. Ich sehe hier durchaus Gemeinsamkeiten zu David. Obwohl stark irritiert und abgestossen von soviel Gewalt, konnte ich es dennoch nicht verhindern, fiktiv die systematische Vernichtung eines unschuldigen Mädchens in meinen Gedanken zuzulassen. Vielleicht wollte der Autor dieses Buches uns einen Spiegel vorhalten, und uns damit letztendlich allen einen Teil unserer Unschuld rauben. Bei mir zumindest ist ihm das gelungen.

08.05.2007 10:23:55
Selina

Also ich hab das Buch innerhalb von drei Tagen gelesen und bin über mich selbst erschrocken. Ich hab mich am Anfang während des lesens immer gefragt wann es denn jetzt endlich mal "anfängt"! Und als es dann endlich so weit war, musste ich mich überwinden weiter zu lesen. Ich hab mehr als einmal daran gedacht einfach aufzuhören, weil es einfach zu schrecklich ist!
Aber trotzdem ist das Buch sehr empfehlenswert!
Unbedingt lesen!!!

05.04.2007 09:54:06
Tobi

Also jeder kann ja seine Meinung haben, aber das Buch als langweilig zu bezeichnen, wie mein Vor-Rezensent, kann ich einfach nicht nachvollziehen und lässt mich den Kopfschütteln - bei diesem Kommentar.
Es geht überhaupt nicht darum in diesem Buch Spannung zufinden, sondern Abgründe aufzuzeigen, dass ist der Sinn von Ketcheum. Und wenn ich schon lese "Es ist schon Krank was der Mann sich ausdenkt" kann ich den Kopf nur weiterschütteln, er denkt sich das nicht aus, er schildert EINE WAHRE BEGEBENHEIT und gerade das macht das Buch noch 10 mal schlimmer für mich.
Ich bin aber begeistert von seinem Schreibstil und wie er das Geschehene wiedergibt. Ein wirklich einzigartiges Buch, was ich bisher am schnellsten durchgelesen hatte, und es nicht bereue gekauft zuhaben. Nur das Ende war so erschreckend das ich total Sprachlos war!!!
Aber gerade weil es nicht ausgedacht ist von Ketchum sollte man das Buch lesen!! Wirklich ....

03.04.2007 10:56:57
Paddy

Ich muss sagen, dass ich das Buch nicht wirklich gut fand. Ich hatte mich auf ein spannendes Buch gefreut aber was ich bekam war nich spannend, sondern nur langweilig. Zwar versteht Ketchum was von seinem werk bücher zu schreiben, was man besonderes an seinem interessaten sprachstil erkennt, trotzdem ist das Buch wenig spannend. Eigentlich wird es nur du die Brutalität (die wirklich übel ist), spannend gemacht. Es ist schon echt krank was der Mann sich so ausdenkt. Leider geht dadurch die Spannung verloren,was mich sehr enttäuscht hat.

30.03.2007 07:28:02
Dani

Ich muss zugeben, das Buch ist nichts für schwache Gemüter. Wer aber mit solchen Stories keine Probleme hat, sollte es unbedingt lesen!! Ich habe noch nie ein Buch mit solch einer Atmosphäre gelesen. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen.

16.10.2006 08:25:06
Pascal

Also kurz und bündig. Ich konnte das Buch nicht zu Ende lesen.

Es hat mich fix und fertig gemacht. Das liegt daran, dass es wirklich gut geschrieben ist.

Hoffentlich bekomme ich so etwas nicht wieder in die Hände. Really shocking.

04.10.2006 22:53:37
Hans

Dank an Michael Drewniok für den ausgezeichneten und hilfreichen Beitrag für die krimicouch. Das Buch hat mich zutiefst berührt und zugleich ziemlich ratlos gemacht, zeigt es doch meisterhaft, wie dünn die zivilisatorische Tünche des Menschen ist. @ kiki und @ mgp: danke für den Hinweis auf einen realen Fall, wodurch Ketchums Fiktion noch bedrückender wird. Wisst Ihr, in welchem Land das war?

11.09.2006 21:46:07
kiki

Nur zur Information: Die Geschichte ist nicht weit hergeholt, da es sich um eine wahre Begebnheit handelt. Das Mädchen Sylvia Marie Likens (Meg) wurde um 1950 von ihrer Pflegemutter, Geschwistern, etc. zu Tode gefoltert. Der Autor möchte mit diesem Buch vermitteln, wie schlimm es werden kann, wenn man nicht (rechtzeitig) handelt (siehe David). Nichts von den beschriebenen Foltermethoden ist vom Autor ausgedacht!

26.08.2006 21:08:53
Torrjelen

Habe es innerhalb einer Woche gelesen und fand es ausserordentlich gut. Am Anfang etwas zäh, aber wenn man dabei bleibt, wird man nach nicht enttäuscht (wie auch in der Rezension beschrieben). Es gab Stellen, da habe ich das Buch zur Seite gelegt, weil ich das Gelesene ersteinmal verarbeiten musste. Alles in allem hat es sich auf jeden Fall gelohnt.
Ciao...

21.08.2006 13:06:03
mgp

@jacquelin
ich habe das buch (noch) nicht gelesen, möchte aber kurz auf die von dir erwähnte unglaubwürdigkeit zurückkommen: jack ketchums buch wurde von einer wahren begebenheit inspiriert: dem fall der Sylvia Likens (mit dem ich mich etwas beschäftigt habe). sie ist mit 16 zu tode gefoltert worden und ihr fall ist sehr schockierend (unglaublich zu was menschen fähig sind...)

17.07.2006 17:55:33
Jacqueline

Ich kann mich leider nicht meinen Vorgängern anschließen. Ich bin durch diese Page auf "Evil" aufmerksam geworden und habe mir den Thriller sofort besorgt, da ich mich eher für "härtere" Krimis interessiere. Bei "Evil" muss ich allerdings sagen, dass von Spannung keine spur war. Es war klar wie es enden würde. Weiterhin gab es keine Abwechslung, der ganze Thriller besteht nur aus perversen und gauenhaften Beschreibungen der Misshandlung, mehr nicht. Des weiteren halte ich die Story weit hergeholt - Hintergründe werden nicht weiter erläutert. Ich bin nicht zimperlig in Sachen Krimis und bin eigentlich ziemlich hartgesotten. Wer mich bereits aus dem Forum kennt, weiß Bescheid aber dieses Buch kann ich nicht weiterempfehlen.
Es passieren einige pervese Delikte in unserer Gesellschaft, aber etwas derartiges wie im Thriller beschrieben, halte ich für weit hergeholt und extrem überzogen.
"Evil" - Kein MUSS

(PS.: Ihr kennt ja mein Motto: Geschmäcker sind verschieden. Das oben erwähnte ist nur MEINE Meinung und spricht nicht für die restlichen Leser)

21.05.2006 17:35:52
Conny Carmichael

Ein Muss für reife Menschen , die nicht nur wegen grusel- oder angsterregender Effekte in die Sparte " Horror " greifen.
Die Frage meiner Vorkommentatorin ob soetwas möglich ist, stellt sich mir nicht , wer aufmerksam Zeitung liest weiss das dieses Buch keine phantastischen Elemente enthält.
Wobei ich sehr wohl finde das sich das Verhalten der Chandler Mutter zumindest im Ansatz erklären lässt, projeziert sie doch ihren Selbsthass und ihre verpasstes, verhunztes Leben auf ihr Opfer. Und dies in unterschiedlichster Weise, sowohl in dem sie Meg mit sich selbst vergleicht , als auch in dem sie in ihr das sieht was sie nie wahr ( dies zu Beginn der Geschichte, Meg ist klug, hüsch und stolz ).
Mit fortschreiten der Story passt sich Ruth immer mehr Meg an .. die beiden Entwicklungen verlaufen auf gewisse Weise parallel.
Die Kinder des Hauses stehen wie eine Eins zu ihrem zu Hause, ihrer Mutter und allem was sie tut, spricht diese doch auch einfach viele Dinge in ihnen an, die in ihrem Alter einfach Neugier und Interesse wecken.
Für mich ein bemerkenswertes Buch , welches ich allerdings nur wenigen Leuten zum Lesen empfehlen werde, da die Gefahr es gänzlich misszuverstehen sehr gross ist .

06.05.2006 15:17:31
Tanja

Mir geht es wie meiner Vorschreiberin - ich habe es auch in ein paar Stunden durchgelesen und war danach auch erstmal platt. Ist es nun ein geniales Buch oder doch eher einfach nur pervers? ich habe mich für ersteres entschieden. Er beschreibt die Szenen sehr fesselnd aber auch sehr detailgetreu was sicher nichts für schwache Nerven ist und nicht jedem wirklich zusagt.
Mein Fazit: Fesselndes schockierendes Buch - man kann einfach nicht aufhören zu lesen. Ob es in der Realität möglich ist? Schwer zu sagen - in etwas anderen Formen wäre es wohl möglich, so schrecklich wie es ist....

19.01.2006 13:38:46
Debby

Ich frage mich die ganze Zeit, ob das tatsächlich möglich ist, dass so etwas schreckliches und perverses in deiner unmittelbarer Nachbarschaft passieren kann und du bekommst nichts davon mit? Offenbar schon, wie uns Jack Ketchum in diesem Buch beschreibt. Als ich das Buch angefangen habe konnte ich es auf keinen Fall mehr weglegen und habe es in einem 4 Stunden Dauerlesemarathon durchgelesen. Ich war geschockt, musste mir die Tränen verkneifen und musste mir immer wieder sagen, das kann doch nicht wahr sein. Dieses Buch kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen, man darf aber nicht zu sensibel sein.