Feuerspiel

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • New York: G. P. Putnam’s Sons, 2003, Titel: 'Fireplay', Seiten: 301, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005, Seiten: 411, Übersetzt: Axel Merz

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Sabine Reiß
Ein heißes Buch

Buch-Rezension von Sabine Reiß Dez 2005

Fire Marshal Georgia Skeehan hat es mal wieder mit einem heißen Fall zu tun. Sie leitet zusammen mit ihrem Partner Randy Carter die Untersuchungen bei einem Brand in einem Edelrestaurant, bei dem zwei Feuerwehrleute umgekommen sind. Der Restaurantbesitzer streitet zwar zunächst ab, dass er Feinde haben könnte, doch seine Schulden sprechen eine andere Sprache. Georgia und Carter stellen auf seinem Anrufbeantworter einen Anruf eines berüchtigten Kriminellen und Brandstifters namens Mike McLaughlin, Spitzname Freezer, sicher, doch dieser erweist sich als harter Brocken. Zur Vernehmung auf dem Revier bringt er zwei Agenten vom FBI mit, die die Untersuchungen an sich reißen. McLaughlin sei ein Informant in ihrem Kampf gegen eine militante Umweltaktivistengruppe. Erst wenn dieser Fall wasserdicht sei, würden sie Freezer an die Fire Marshals vom FDNY (Fire Department of New York) übergeben.

Für Georgia, früher selbst Firefighter, ist es eine Sache der Ehre, den Schuldigen in diesem Fall zu finden, insbesondere weil dabei Feuerwehrleute ihren Tod fanden. Im Gegenzug dafür, dass die Fire Marshals dem FBI das Tonband mit dem belastenden Anruf überlassen, darf sie an den bundesbehördlichen Ermittlungen teilnehmen. Obwohl sie zunächst dachte, dass sie beim FBI nur als Zuschauer fungieren soll, wird sie in größerem Umfang eingespannt. Sie soll bei einem Undercover-Einsatz als Freundin von McLaughlin auftreten. Dieser hat anscheinend ein größeres Interesse an ihr, als ihr lieb ist. Bei ihren eigenen Ermittlungen stellen sich ihr zudem noch einige andere Hindernisse in den Weg.

Mehr als nur Durchschnittskost

Suzanne Chazin kann vorab schon mal durch das originelle Setting punkten. Dass ihre Protagonistin ein Fire Marshal ist, ist äußerst ungewöhnlich und macht die Geschichte interessant. Sie hebt sich dadurch meines Erachtens deutlich vom amerikanischen Durchschnittsthriller ab. Zudem bringt sie ihre Kenntnis der Materie gut in die Geschichte ein. Natürlich fehlt aber auch hier nicht der Pathos, mit dem die Amerikaner ihrer Feuerwehrleute hochleben lassen, doch er nimmt nicht überhand. Kein anderes Volk verfügt über so gute Fähigkeiten, Glanz und Gloria zu zelebrieren. Eine ähnliche Geschichte über die deutsche Feuerwehr zu schreiben, wäre fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Der Autorin gelingt es binnen weniger Seiten, den Leser sofort gefangen zu nehmen. Indem sie uns direkt in den Kampf der Feuerwehrleute einbezieht, identifiziert man sich leichter mit den Ermittlern, die nur eines zum Ziel haben: die Ursache des Brandes zu finden und den Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Georgia Skeehan ist dabei eine sympathische Person, die noch dazu mit ihrer Vergangenheit kämpft. Auch ihr Vater hat bei einem Einsatz als Feuerwehrmann sein Leben verloren. "Feuerspiel" ist übrigens der dritte Band mit ihr als Hauptfigur.

Spannend bis zum Ende

Das Buch ist in viele relativ kurze Kapitel eingeteilt, die zwar nicht gerade mit einem Cliffhanger enden, aber dennoch dazu verleiten weiterzulesen. Und ehe man sich versieht, liest man noch ein Kapitel und noch eins. Dabei vergeht die Zeit wie im Flug. Der Stil ist locker und gut lesbar und die Spannung bleibt auf hohem Niveau. Mit den Komponenten FBI, Fire Department und den persönlichen Verwicklungen der Protagonistin ergibt sich ein gelungener Mix, der höchstens am Ende bei der Auflösung ein wenig wirr wird, aber das wäre eventuell das Einzige, was man daran aussetzen könnte. Wer etwas für rasante amerikanische Krimis übrig hat, die nicht im Einheitsbrei untergehen, der ist mit "Feuerspiel" bestens bedient.

Feuerspiel

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Letzte Kommentare:
19.09.2010 09:04:23
Schnippi

Meiner Meinung nach hat das Buch wenig mit einem Krimi zu tun. Die Beschreibung der Arbeitsalltags der Ermittler bei Brandfällen entbehrt zwar nicht einer gewissen Spannung, trotzdem wirkt die Handlungsgeschichte aufgesetzt. Der Leser merkt, dass die Autorin sich in der Materie auszukennen scheint, denn die Handlungsweise der Ermittler sind gut beschrieben... der Begriff Erlebnissbericht träfe für diesen Roman aber besser.

07.02.2006 14:46:49
Tamara

Ich finde dieses Buch traumhaft. Es ist super geschrieben und spannend, nur der Schluss war irgendwie klar, aber ansonsten war es einfach toll. Vor allem gefällt mir, dass alles so detailiert geschrieben wurde und auch so, dass man es in meinem Alter (15) versteht.