Eisjagd

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • New York: Pocket Books, 2004, Titel: 'Cry Last Heard', Seiten: 350, Originalsprache
  • Berlin: Ullstein, 2005, Seiten: 364, Übersetzt: Ursula Guinaldo

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Sabine Reiß
Erinnerungen in Bruchstücken

Buch-Rezension von Sabine Reiß Nov 2005

Im Schatten von Yellowstone liegt der Grand Teton Nationalpark, dessen Gipfel die französischen Pioniere bezeichnenderweise zu seiner Namensgebung inspirierte: franz. teton = Brüste. In dieser imposanten Gebirgslandschaft sind Ranger unterwegs, um verunglückten Abenteurern zu helfen. Oft kommt jedoch auch jede Hilfe zu spät.

Tally Nowata und ihre Freundin Laney haben auf einen Notruf reagiert, können jedoch den oder die Hilfesuchenden nicht an der angegebenen Stelle finden. Beim Abstieg mit miserablem Wetter passiert ein Unglück, das von Menschenhand ausgelöst wurde: Erst Steinschlag, dann fliegt ein Menschenkörper an Tally vorbei und ihr Sicherungsseil wurde auch noch durchgeschnitten. Mühsam erreicht sie wieder den Felsvorsprung und findet dort die schwache Laney, verletzt mit zwei Stichwunden. Nachdem sie diese provisorisch versorgt und sorgsam eingepackt hat, macht sie sich auf den Weg zum Fuße des Berges, wo ihre Kollegin Pony Sutton sie unterwegs erschöpft und nahe am Erfrieren aufgreift.

Katz und Maus im Schnee

Als die Rettungsmannschaft auch Laney bergen will, ist diese verschwunden. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Abgestürzten um Travis Schaeffer handelt, mit dem sowohl Pony als auch Tally eine innige Feindschaft verband, was Tallys Position dem Sheriff gegenüber nicht gerade verbessert: Er verdächtigt sie, etwas mit dem Absturz zu tun zu haben. Ihre erste Sorge gilt zunächst der Suche nach Laney, doch irgendjemand hat ihr noch eine viel größere Aufgabe gestellt: Ein Katz- und Mausspiel beginnt, das Tally an den Rand ihrer Kräfte treibt.

Die Autorin, die in der Vergangenheit für den amerikanischen Such- und Rettungsdienst arbeitete, bringt eine Menge Know-how ihrer früheren Tätigkeit in ihren Roman ein, so dass wir ganz nebenbei Wissenswertes über Spurensuche und das Klettern erfahren. Ebenso bringt sie uns die attraktive Landschaft des in Wyoming liegenden Grand Teton Nationalparks näher. Mit ihrer Figur Tally Nowata hat sie darüber hinaus eine starke Persönlichkeit geschaffen, die tapfer gegen ihren starken Gegner kämpft. Sie schnürt damit ein Paket, das nicht gerade alltäglich ist.

Trotz allem kann das Buch bei mir aus mehreren Gründen nur mittelmäßig punkten:

Höhepunkte = Fehlanzeige

Es mangelt zwar nicht an Überlebenskämpfen, aber dennoch ist die Story nur mäßig spannend, da einfach gestrickt: Tally jagt einem Ziel hinterher, dass eigentlich gar nicht erreichbar ist, und dabei wird sie systematisch zermürbt. Es ist meines Erachtens gar nicht so wichtig für den Leser, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht, das bisschen Spannung resultiert eher daraus, dass man immer nur bruchstückhaft erfährt, was in der Vergangenheit geschehen ist, was auch das Motiv des Jägers zumindest ansatzweise erklärt. Diese Vorgeschichte von "Eisjagd", die in Australien spielt, wird übrigens im ersten Buch Durch die Hölle geschildert. Ich kann nicht beurteilen, ob es sinnvoll ist, beide Bücher zu lesen, doch mit dem Wissen aus dem Vorgängerbuch wäre dieser Reiz für mich nicht mehr vorhanden. Seriencharaktere sind gut und schön - ich bevorzuge sie sogar vor Einzelbüchern - doch eine zu enge Bindung der Stories tut fast nie gut.

Tally Nowata erzählt ihre Geschichte selbst und ihre Gedanken sind recht sprunghaft. Jede Erinnerung ist mit Datum und Uhrzeit versehen und durch die Teilstücke stockt man oft während des Lesens. Erst am Ende ergibt sich ein Gesamtbild, wahrscheinlich sogar so gewollt, was in diesem speziellen Fall aber dennoch negativ stimmt. Zudem treten einige Figuren in den Gedanken auf, deren Bedeutung man nicht einordnen kann und die auch nicht näher charakterisiert werden. Zu allem Unglück werden diese entweder gar nicht oder sogar bei verschiedenen Namen genannt, so dass Verwirrung vorprogrammiert ist.

Fazit: Obwohl das Umfeld stimmt, fehlt es Eisjagd am gewissen Etwas. Die beabsichtigte Spannung verwandelt sich in Eintönigkeit. Schade eigentlich.

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