Wer die Toten weckt

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Berlin: Marion von Schröder, 2005, Seiten: 384, Übersetzt: Theda Krohm-Linke
  • Berlin: Ullstein, 2007

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Sabine Reiß
Stimmungsvoller Landkrimi

Buch-Rezension von Sabine Reiß Okt 2005

Detective Inspector Marjory Flemings erste Morduntersuchung fällt leider mit dem Auftreten der Maul- und Klauenseuche zusammen, die droht, sich in der Gegend auszubreiten. Ganze Schafherden müssen getötet werden und sie soll dabei auf der Seite des Gesetzes für Recht und Ordnung sorgen. Das wäre an sich nichts Schlimmes, wenn nicht ihre eigene Herde auch darunter wäre. Nicht nur ihr Mann bringt keinerlei Verständnis auf, auch die befreundeten Bauern meiden sie. In dieser schwierigen Situation muss sie den Hof verlassen, um Quarantäne zu gewährleisten und eine Ansteckung weiterer Tiere zu verhindern. Ihre Ehe ist in ernsthafter Gefahr, aber Urlaub zu nehmen ist ausgeschlossen, denn auf Chapelton, dem Gut der Masons, wurde eine Leiche gefunden.

Die Frau ist schon ein paar Jahre tot und lag vergraben auf der Stierweide. Zunächst vermutet man, es handle sich dabei um Rosamond, die Frau von Jake Mason, die vor Jahren sang- und klanglos verschwunden ist und ihren Sohn Max zurückließ. Es stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei der Toten um Diana Harvey handelt, die als Aushilfe für ein paar Wochen auf dem Hof lebte. Auch sie wurde von ihrer Familie seit Jahren vermisst. Der Zufall will es, dass ihre Schwester Laura, von Beruf Psychologin, sich gerade in der Gegend aufhält. Nach dem Tod der Mutter ist sie dabei, ihr Leben zu ordnen. Die Suche nach ihrer Schwester führte sie in London mit Max Mason zusammen, von dem sie sich Informationen über den Verbleib von Diana erhoffte.

Die Masons sind eine angesehene Familie und Marjorys Vorgesetzter drängt auf den Abschluss der Ermittlungen. Die zunächst präferierte Theorie, der wilde Zuchtstier könnte Diana auf dem Gewissen haben, muss schnell verworfen werden, doch dann gerät Jake Mason ins Zentrum der Verdächtigungen. Da er nach einem Schlaganfall mit wenig Aussicht auf Genesung im Krankenhaus liegt, wird er sich nicht wehren können. Doch Marjory verfolgt ihre eigenen Spuren...

Wer die Toten weckt ist der erste Krimi in der Reihe um Detective Inspector Marjory Fleming. Sie ist Mutter, Bäuerin und Detective Inspector - eine nette Kombination. Die Ausbildung zur Polizistin absolvierte sie nicht in erster Linie, um sich selbst zu verwirklichen, sondern um ihrem Vater zu gefallen, der früher selbst bei der Polizei war. Allerdings ist er immer noch der Meinung, dass Frauen bei der Truppe nichts zu suchen haben und daran änderte auch die Beförderung Marjorys nichts. So kämpft sie nun mit den Problemen im Polizeialltag, muss sich um viel zu viele Statistiken und quengelnde Mitarbeiter kümmern und immer wieder den großen Vorgesetzten besänftigen. Sie ist zwar selbst Führungskraft, ist aber anscheinend noch dabei, ihre Rolle zu finden. Insgesamt gelingt es Aline Templeton gut, diesen Spagat darzustellen.

Auch die anderen Figuren sind bis auf die Familie der Masons glaubhaft dargestellt. Doch hinter diesem Umstand steckt vermutlich Absicht, denn neben ein paar Ecken und Kanten verträgt ein solcher Plot auch ein paar bizarrere Persönlichkeiten. Die Geschichte wirkt durch die Schilderung der Landschaft und der Lebensumstände der Bauern sehr authentisch. Gerade dass die Familie der Protagonistin selbst von den Folgen der Maul- und Klauenseuche betroffen ist, verstärkt diesen Eindruck noch.

Insgesamt lässt es Aline Templeton langsam angehen. Jeder der wichtigeren Figuren wird langsam in das Geschehen eingeführt. Auch die Ermittlungen schreiten nicht sehr schnell voran und so bleibt die Spannung auf mäßigem Niveau, ist aber durchgehend vorhanden. Der Kern der Story ist nicht übermäßig einfallsreich, doch das Ambiente gleicht dieses Manko teilweise wieder aus. Der Krimi selbst lebt also mehr von der Atmosphäre und dem Drumherum. Wer die Toten weckt ist stimmungsvoll und für Fans der ruhigeren Krimis mit schottischem Flair durchaus empfehlenswert.

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