Eine unheilvolle Begegnung

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Erfstadt: Moments, 2004, Seiten: 479, Originalsprache
  • München: Knaur, 2005, Seiten: 638, Originalsprache
  • Köln: LYX, 2013, Seiten: 491, Originalsprache

Couch-Wertung:

72°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:87
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":1,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Wolfgang Weninger
Das meint Krimi-Couch.de:

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Jul 2005

Samantha Dyson, Paläontologin, hat soeben ein einem ehemaligen Flußbett im Colorado Plateau den Kopf eines 145 Millionen Jahre alten Raubsauriers gefunden. Während es in der Einöde finster wird, sichert sie die Fundstelle und begibt sich dann, nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, zurück in ihr Lager, als sie plötzlich Wagengeräusche hört. Der Wagen hält in unmittelbarer Nähe und Sam beobachtet, wie zwei Männer mit Schaufeln auf einen Teppich eindreschen und diesen dann wenig sorgfältig im Wüstensand verbuddeln. Kaum sind die Männer abgedampft, gräbt Samantha das Bündel aus, das sich als lebend begrabener Mann entpuppt, der dringend die Hilfe der Wissenschaftlerin benötigt.

Morgan Spade, der sich seiner Retterin als John Smith vorstellt, hat sich in die Organisation des zwielichtigen Gerald eingeschleust, um den Tod seiner Schwester Mira zu rächen. Aber er wurde enttarnt und sollte im unwegsamen Gelände sein Ende finden. Gerald traut seinen Helfershelfern nicht und diese müssen zurück in die Einöde, um einen Beweis für Morgans Tod zu bringen, doch der ist weg. Bei ihrer Suche stoßen sie auf Samantha und diese flüchtet mit ihrem Buggy und dem ramponierten Morgan, dem sie anschließend noch ein wenig auf die Beine hilft, sich aber schlussendlich auf ihren Beruf besinnt und an die Uni zurück kehrt.

Doch Gerald und seine Männer ermitteln ihre Identität und sind ihr ab sofort auf den Fersen. Der verzweifelten Frau kann nur Morgan Spade helfen und sie versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen ...ehe es zu spät ist.

Michelle Raven, geboren in Hannover und in Köln lebend, hat mit "Eine unheilvolle Begegnung" einen Spannungsroman im Knaur Taschenbuch Verlag veröffentlicht, dessen erste Eindrücke die Professionalität amerikanischer Thriller-Autoren vermuten lassen. Ein wenig irritierend ist lediglich der Aufkleber "Ladythriller", bei dem man sich fragt, ob es sich bei der Hauptfigur um eine Lady handeln sollte, oder letztendlich eine Lektüre für Ladies bewirbt.

Frau Raven mag an dieser eigenartigen Klassifizierung wohl keine Schuld treffen, denn ihr Buch weist auf 639 Seiten im Prinzip alles auf, was das Thriller-Genre, auch wenn es aus Deutschland kommt, wie einen Mode-Trend auf den Leser los lässt. Paläontologinnen zählen spätestens seit Preston und Child zu den gefragtesten Vertreterinnen malträtierter Weiblichkeit, schmierige Drogendealer, Undercover-Agenten, unbeteiligte Freundinnen und Freunde, samt und sonders mit Supergirl- und Supermanstatus ausgestattet und natürlich Schönlinge mit Muskel und Hirn, die zwar zu der Handlung nicht besonders viel beitragen, aber als Gespielen bei zahlreichen Bettszenen das Manuskript ordentlich strecken durften. Wenn man sich die Bösewichte ansieht, so sind sie alle hirnverbrannte Trottel, dilettantisch und mit irrer Angst vor dem eigenen Boss, einem kaltschnäuzigen Ungustl, dem Leben nichts bedeutet.

Derlei Zutaten machen allerdings aus einer Story noch lange nicht einen Thriller, "den man nicht mehr aus der Hand legen mag." Michelle Raven schreibt gefällig und auch nicht schlechter als ihre Kollegen über dem großen Teich, aber genau wie diese liefert sie in punto Spannung nur schwarz-weiß gefärbtes Mittelmaß ab, weil sich diese Themen grundsätzlich in den letzten Jahren abgenützt haben und wenig Interessantes an den Leser bringen. Das sich Männlein und Weiblein zusätzlich immer optimal im Bett und unter der Dusche ergänzen, ja selbst mit gebrochenen Rippen und offenen Schnittwunden sexuell stimuliert fühlen und unter kopulierendem Tatendrang leiden, macht die Geschichte nicht weniger glaubhaft, aber stellenweise amüsant.

Zugegeben, das Buch ist locker und amüsant zu lesen, die Spannung bleibt über die gesamte Lektüre aufrecht, und die Erotikimplantate halten sich im Rahmen, ohne schlüpfrig zu werden. "Eine unheilvolle Begegnung" ist anspruchslose Thrillerlektüre von der leicht lesbaren Sorte, die auch genügend Unterhaltung bietet, um sich ein wenig über den Durchschnitt zu heben. Wer keine Lust hat, sich bei seiner Feierabendlektüre große Gedanken zu machen, der ist mit diesem Entspannungsroman bestens bedient.

Eine unheilvolle Begegnung

Eine unheilvolle Begegnung

Deine Meinung zu »Eine unheilvolle Begegnung«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
24.08.2007 08:36:07
Ellen

eindeutig ein Ladythriller, was für mich bedeutet: für Frauen, tolle Frau kriegt tollen Mann, mit Sex. Was mich an diesem Buch stört, ist der auffällige Mangel an geistreichen Dialogen, Spannung ist ebenfalls Mangelware. Keine Überraschungen, die Guten bleiben gut und sind opferwillig und hilfsbereit, die Bösen sind offensichtlich böse und außerdem ein bißchen blöd. Raven bringt ihre Hauptpersonen zwischendurch gerne in Sicherheit, dadurch fiel es mir leicht, das Buch zwischendurch ein paar Stunden oder Tage wegzulegen. Kein Buch für mein Bücherregal, aber ich kann es guten Gewissens für einen lauschigen Sommerabend weitergeben.