Halbmast

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005, Seiten: 256, Originalsprache

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Sabine Reiß
Tödliche Kreuzfahrt

Buch-Rezension von Sabine Reiß Mai 2005

Die Überführung eines Kreuzfahrtschiffes ist eine interessante Angelegenheit. Dies denkt sich auch die Fotografin Carolin Spinnaker, die das Ganze für das Magazin "Objektiv" festhalten soll. Auch wenn es ihr lieber wäre, dass nicht gerade Leif Minnesang für den journalistischen Teil verantwortlich wäre, zu dem sie einfach keinen Draht findet. Am Abend vor der Abfahrt in Leer findet sich ein illustres Völkchen an Bord der Poseidonna ein. Neben Carolin und Leif sind unter anderem noch der Werftbesitzer Schmidt-Katter an Bord, der neue Besitzer und Reeder Sinclair Bess nebst Anhang, die Koordinatorin der Werft Ebba John, die eine alte Jugendliebe von Leif ist, sowie ein großes Sicherheitsteam. Da die Eingriffe in die Natur nicht unerheblich sind, um die Überführung in den schmalen Flüssen Ledda und Ems zu ermöglichen, ist diese sehr umstritten, obwohl der Auftrag zum Bau des Ozeanriesen auch wichtig für den Fortbestand der Werft und die Sicherung der Arbeitsplätze in der Region war. So ist es nicht verwunderlich, dass sich zudem ein blinder Passagier an Bord eingefunden hat, der die Fahrt sabotieren möchte.

Zuviele blinde Passagiere verderben den Brei

Leif Minnesang scheint einem Skandal auf der Spur zu sein und verabredet sich für den nächsten Morgen mit seiner Kollegin, um ihr die Details zu erläutern, doch er erscheint nicht am ausgemachten Treffpunkt. Als Carolin auch noch einen Toten im Springbrunnen des Atriums entdeckt, wähnt sie sich selbst in Gefahr. Wo ist Leif und was hat er herausgefunden? Hat Pieter, der Saboteur, etwas damit zu tun und was macht der zweite blinde Passagier an Bord? Wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

Sandra Lüpkes Figuren sprechen einen an, das wurde bereits in den anderen Büchern von ihr Fischer, wie tief ist das Wasser und Das Hagebuttenmädchen deutlich. Sie haben ein Gesicht für den Leser und weisen ausgeprägte Charakterzüge auf. Es sind zwar Anzeichen von Schwarz-Weiß-Malerei zu entdecken, doch neben den "Nur-Guten" und den "Nur-Bösen" sind durchaus auch Personen an Bord, die nicht nur Gutes im Schilde führen, dies aber freilich aus hehren Motiven planen. Mit Klischees wird auf jeden Fall nicht gegeizt und die Atmosphäre ist richtig schön norddeutsch. Schade ist nur, dass die Umweltproblematik und die Machenschaften der Werftleitung ein wenig zu sehr im Hintergrund stehen, sie dienen offensichtlich nur als Kulisse. Als Wirtschaftskrimi taugt das Buch nicht.

Die Story hat dennoch etwas zu bieten und die Spannung bewegt sich auf gleichbleibenden Niveau, auch wenn Hochspannung wie bei einem Thriller nicht erwartet werden darf. Man will einfach dran bleiben und es fällt schwer, das Buch wegzulegen. Alles in allem ist der Autorin auch mit Halbmast ein flotter und vergnüglicher Krimi gelungen, bei man allerdings Abstriche am Ende machen muss, denn hier löst sich das Rätsel doch allzu einfach, ohne dass große Ermittlungen vorangehen. Für angehende Kreuzfahrer und welche, die es werden wollen: durchaus lesenswert!

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