Tödliche Intrige

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Reykjavík: Vaka-Helgafell, 2003, Titel: 'Betty', Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005, Seiten: 270, Übersetzt: Coletta Bürling
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007, Seiten: 269

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Thomas Kürten
Langweilige Intrige

Buch-Rezension von Thomas Kürten Mai 2005

Mit Indridasson hat Bastei Lübbe ein gutes Händchen bewiesen. Nach den doch recht überraschenden Erfolgen der beiden Erlendur-Romane "Nordermoor" und "Todeshauch" hat man sich entschlossen, die weiteren Bücher der Serie zunächst im Hardcover aufzulegen. Zwischen Oktober 2004 und Juli 2005 hat der Verlag nun vier weitere Bücher auf den Markt gepfeffert. Die beiden Schreibversuche des Autors außerhalb des Erlendur-Bereichs dankenswerter Weise weiterhin als Taschenbuch, damit es im Portemonnaie nicht ganz so schmerzt.

"Gletschergrab" darf als sein erster noch etwas unsicherer Gehversuch auf der Spielwiese der Kriminalautoren gewertet werden. So kann man wohl noch verzeihen, dass er hier keineswegs zu der schriftstellerischen Reife der eingangs erwähnten Erlendur-Romane reicht. "Tödliche Intrige" jedoch entstand zu einem Zeitpunkt, da der Autor just zum zweiten male hintereinander mit dem skandinavischen Krimipreis dekoriert war. Und das irritiert, denn es fällt schwer sich des Eindrucks zu erwehren, dass es sich auch hier um ein unausgereiftes Frühwerk handeln muss.

Liebe ist ein tödliches Spiel

Die Person, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird, sitzt bereits in Untersuchungshaft und weigert sich, Aussagen zu machen. Zutiefst ist diese Person verletzt, weil ihre große Liebe Betty offenbar von Anfang an ein falsches Spiel mit ihr gespielt hat. Dabei entwickelt sich die Handlung nach einem schnell vertraut werdenden Schema. Der Ich-Erzähler berichtet im Wechsel von den Vernehmungen durch die Kommissare und Polizei-Psychologen, sowie von den eigenen Erinnerungen an Betty und jene unheilvolle Liaison. Wie man sich nach einer Vorlesung an der Uni kennen gelernt hat. Betty als Frau an der Seite des ultrareichen Fischereiimperienbesitzers Thomas Ottoson Zoega, in seinem Testament offenbar reichlich bedacht. Wie Betty dafür sorgt, dass der Ich-Erzähler eine Position als Rechtsberater in der Firma bekommt. Und wie sie sich immer wieder in den Häusern in Reykjavik und Akureyri zu ihren Liebesspielen treffen, wenn der Milliardär gerade nicht in der Stadt oder im Lande weilt.

Der Grund, weswegen der Erzähler eingebuchtet ist, dürfte auf der Hand liegen: Irgendwann liegt Thomas Ottoson Zoega tot auf dem Grunde einer Felsspalte und eine Reihe von Indizien sprechen offenbar dafür, dass der Erzähler dafür die Verantwortung trägt.

Originalität ist dem Autor abhanden gekommen

Indridasson hat den Schwerpunkt auf die Psyche seines tragischen Helden gelegt. Die Erzählperspektive stimmt, nur Ideen hatte er wenig. Leider ist ihm außer einer Überportion Selbstmitleid nicht viel eingefallen. Der Roman trägt eher die Züge eines Melodrams als eines Krimis. Originalität ist dem Autor dabei leider abhanden gekommen. Man schlummert sich durch die Kapitel, blättert Seite um Seite und es passiert nichts Unerwartetes. Mit einer Ausnahme: als man gerade vom Halbschlaf in den Tiefschlaf zu sinken droht, baut er eine Überraschung ein, wegen der man gerne noch mal 2 oder 3 Seiten zurückblättern mag, nur um danach wieder in den gewohnten Trott zu verfallen.

Zu allem Überfluss musste der Autor an einer Stelle noch kurz seinen Kommissar Erlendur und dessen Kollegen Sigurdur einbauen, die allerdings "gerade an einem anderen Fall ermittelten". Wahrscheinlich hätte er an dieser Stelle schon am liebsten selber den Griffel fallen lassen. So bringt er es am Ende der 260 Seiten wenigstens zu einem Schluss, der zwar kein Happy End, aber auch keinen Triumph des Bösen vermittelt. Dies ist dann auch noch das Beste, was man dem Roman abgewinnen kann.

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Letzte Kommentare:
23.04.2017 18:13:30
trafik

Bei diesem Krimi ist dem isländischen Autor nicht sehr viel eingefallen. Spannung gleich null. Man weis von Anfang an wie es weiter geht. In diesem Krimi gibt es überhaupt keine Höhepunkte im Schreibstil und in der Spannung.
Ein Krimimist sondergleichen. Schade Gletschergrab war sehr gut dagegen
Was positives gibt es nicht zu berichten..

25.02.2010 14:57:39
klasoma

Als ausgewiesener Hörbuch-Fan habe ich mich gewundert, dass dieses Buch als einziges von Indridasons ( mir bekannten ) Büchern nicht als Hörbuch erschienen ist. Also habe ich es in Buchform gekauft und gelesen. Am Anfang war ich schon etwas enttäuscht, da es sich doch sehr von den übrigen Büchern unterscheidet. Aber dann diese wahnsinnige Wende! Wow ! Da wurde mir natürlich auch klar, weshalb hier auf eine Hörbuchversion verzichtet werden muss! Dieses Buch ist für mich das beste Beispiel für die Vielschichtigkeit des Autors! Volle Punktzahl!!

22.01.2010 23:29:30
Lesemaus

Also bei diesem Buch sind die Meinungen ja mal richtig gespalten. :-)

Also ich liebe die Erlendur-Reihe sehr, stand Gletschergrad skeptisch gegenüber -würde dann positiv überrascht und bin auch von "Tödliche Intrige" begeistert!!!

Herr Indriðason hat es echt spannend gemacht. Plötzlich diese Wendung in der Mitte... Nicht schlecht... Im ersten Augenblick dachte ich, hä... okay das ist ein Schreibfehler-. Dann hab ich zurückgeblättert und fesgestellt, dass das was da stand, anscheinend das ganze nochmal in ein anderes Licht setzt.!! Großartiges Werk!!! 99 weil nicht Erlendur ;-)

23.07.2009 16:34:59
M.Völki

Bisher war ich ein absoluter Büchervertilger von Indridasons Büchern.
Über Geschmack läßt sich nicht streiten, weil halt jeder Mensch einen anderen Geschmack hat.
Ich lege es auf jeden Fall nach ungefähr 100 Seiten als für mich verschwendete Zeit und nicht lesenswert aus der Hand.
Da gibt es mit Sicherteil tausend andere Bücher, mit denen ich mir die Zeit besser vertreiben kann.
Schade.

18.05.2009 14:57:39
Liane Hof

Ich war 15 Jahre, als ich das Buch las. Ich fand es echt super spannend.Es ist nicht so gewöhnlich geschrieben, wie viele andere. Am Anfang war ich ein wenig irritiert, bis ich merkte, dass die ICH- Erzählerin eine Frau ist. Perfekt inszeniert und gut mit den Waffen der Frau einen lästigen typen beseitigt. Das Ende fand ich ich auch total realistisch und fair. Habe das Buch in 3 Tagen gelesen. Die Spannung hält echt durchgehend. WOW! Kann``s nur empfehlen. Vielleicht hätte man erklären sollen, warum alle per DU sind, war deshalb ein wenig unsicher anfangs. Doch durch Unklarheit zu Beginn wächst die Interesse positiv!!

24.03.2009 19:11:55
Lisa

Ich bin zwar erst 14, aber mein Vater hat mir das Buch schon empfohlen. Ich fand, dass das Buch einen großen Unterschied zu anderen Krimis macht.
Am Anfang dachte ich aber, dass der Ich-Erzähler Leó wäre.
Mir hat das Buch gefallen und ich werde auch schon das nächste Buch von Arnaldur Indridaso lesen.

24.07.2008 14:35:05
WelpeMax

Das ist richtig @ Suse ... muss aber die Bücher immer zuende lesen, die Wertung ist aber im dementsprechend, das kann auch unter 10° mal enden ... dieses Buch ist jetzt nicht so schlcht wie es gemacht wird, aber eben auch nicht so gut ... ich denke es ist im Mittelfeld und wenn man gerade ein dicken Schinken gelesen hat, ist so ein kurzweiliges Buch durchaus empfehlenswert, also weglegen muss man das Buch nicht, es bleibt aber auch die Chance das es sehr gefällt wie einigen Usern die hier geschrieben haben und das ist doch eine positive Aussicht!

15.06.2008 20:12:04
amy

ist echt Hamma...=) ich muss morgen ein vortrag über dieses buch halten.Wie ich sie vermisse... Oh Betty =))) kann ich nur weiterempfehlen ist echt supii

24.03.2008 16:03:49
Suse

Tja...ich bin nun erst auf Seite 95 angekommen, und da bis hierher das Einzige, was annähernd mit Mord zu tun hat, die Tatsache ist, dass ich mich fast zu Tode langweile - werde ich es nicht bis zur Mitte des Buches aushalten, sondern es lieber jetzt aus der Hand legen. Es gibt so viele schöne Bücher die warten... da möchte ich meine Zeit nicht mit diesem hier verschwenden.

Die positiven Kritiker mögen mir verzeihen - die Geschmäcker sind halt unterschiedlich.

05.03.2008 10:29:54
Rolf.P

Dieses Buch ist anders, aber nicht schlechter als die bisherigen Indridason-Romane.
Man weiß zwar von Anfang an, wer der Mörder ist, trotzdem ist man mehr als einmal überrascht, wieso, warum und weshalb das alles passiert ist.
An die Stelle, wo Interesse und Geschichte sich totlaufen, platziert der Autor einen Knüller, der das bisherige in ganz anderem Licht erscheinen lässt und dem folgenden ein neues Tempo und eine rasant steigernde Spannung gibt.
Arnaldur Indridason ist ein Meister der Spannungsliteratur, das beweist er mit diesem Buch einmal mehr. Nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich und stilistisch ist ihm mit diesem Werk ein großer Wurf gelungen.

30.10.2007 16:02:07
Jordis

Tödliche Intrige war das Beste Buch was ich je gelesen hab, selbst für Leute die keine begeisterten Leser sind ist das ein Buch das man nie mehr vergessen wird.Die Handlung und vorallem das überraschende Ende haut einen einfach völlig um!
Meiner Meinung nach das beste Werk von Arnaldur Indridason!

30.08.2007 23:06:34
Elve

Auch wenn dieser Krimi von Indridason nicht die Größe der Erlendur-Reihe erreicht, fand ich ihn äußerst spannend und hatte keine Ruhe bis ich ihn ganz gelesen hatte.

02.07.2007 17:14:22
Werner Hauptmann

Ich bin ein Fan der Büchern von Indriðason und muss sagen, dass dieser Krimi alles andere als langweilig ist. Es ist kein sehr spannender Krimi. Ich würde ihn als recht gute Unterhaltung bezeichnen. Die Drehung in der Mitte war wirklich sehr überraschend, ich hab zuerst an einen äußerst seltsamen und unverständlichen Übersetzugsfehler gedacht. Eine einfach gestrickte Story, aber trotzdem/grade deshalb sehr gut.

18.06.2007 18:27:31
Frank V.

habe zwischendurch 3 andere Bücher angefangen und zu ende gelesen.
Das Ende war voraussehbar und es fehlte mir die Spannung, die einen Krimi ausmacht.

05.05.2007 11:01:52
Arndt Bach

die geschichte um eine attraktive femme fatal die andere menschen in den abgrund zieht wird hier sicherilch nicht neu definiert, aber dennoch ist arnaldur indridason ein spannendes werk gelungen mit einer äußerst raffinierten wendung in der buchmitte

26.04.2007 21:56:31
Karin

Eure Kommentare sind teils sehr ungerecht. Also ich habe diesen Autor erst vor kurzem entdeckt und "Betty" ist das zweite Buch, das ich nun von ihm lese, um nicht zu sagen verschlinge. Die Wandlung in der Mitte des Romans ist wirklich ein Geniestreich! Man kann es im ersten Moment gar nicht glauben und muss zurückblättern, ob man sich vorher nicht verlesen hat. Alles in allem ein total empfehlenswertes Buch, werde es heute noch zu Ende lesen und freue mich schon auf den nächsten Indridason.

12.04.2007 11:23:23
elfi

Für mich eins der besten von Indridason!

Es ist einfach ein fantastischer Geniestreich, dass durch das Lesen eines einzigen Satzes in der Buchmitte das gesamte "Kopfkino", das sich in der ersten Hälfte aufgebaut hat, zusammenstürzt und man gezwungen ist, sich quasi im Schnelllauf ein neues Kopfkino dieser Hälfte zusammen zu denken.... den Figuren neue Gesichter zu geben... einfach großartig!

14.10.2006 12:25:11
Kasia

Es war mein erstes Indridason-Buch und es war natürlich schon etwas Anderes, als ich erwartet habe, denn es sollte ein Krimi sein, wie ich ihn kenne und liebe.
Aber trotz alledem fand ich das Buch nicht schlecht. Es gab in der Mitte des Buches eine überrachende Wendung (wie es die anderen Leser schon erwähnt haben).
Ich habe schon mit der Hauptperson mitgelitten.
Ich finde Menschen wie Betty einfach grauenhaft.
Was mich am Meisten schockiert ist die Tatsache, dass es jedem von uns passieren kann. Jeder von uns kann in so eine Geschichte reinstolpern. Egal wie intelligent und mißtrauisch man zu sein glaubt (denn die Hauptfigur war es ja auch), es kann passieren. Ich hoffe nur, dass einem früher oder später doch klar wird, in was für eine Intrige er gelangt ist, bevor es zu spät ist. Unsere Hauptperson hat es leider weder rechtzeitig erkannt noch begriffen, nachdem alles vorbei war.
Im Großen und Ganzen ein leichtes Buch für Leute mit wenig Zeit und Mitgefühl für andere.

12.10.2006 17:51:08
Jens

Ein totaler Reinfall!
Auch der von vielen hier als spannender Moment/interessante Wendung beschriebene Teil in der Mitte war eigentlich ab etwa dem 3. Kapitel schon vorhersehbar - somit das "um den heißen Brei herumschreiben" in der ersten Hälfte eher peinlich.
Arnaldur sollte sich doch an die Erlendurreihe halten!

02.04.2006 19:43:03
Edda

Ich teile die Meinung von Janina,denn als klar wurde wer bzw. was die Hauptperson ist bin ich perplex gewesen. Habe hin und her geblättert, ob ich mich evtl. verlesen habe.
Alles in allem ein spannendes Buch.

01.04.2006 20:06:01
Gyorg

Insgesamt war das Buch nicht sonderlich spannend, bis auf einen speziellen Moment zur Mitte der Geschichte, der das Buch noch einmal interessanter gestalten konnte. Allerdings ist es ein angenehmer Schreibstil und eine gute Lektüre für Zugfahrten oder Flüge. Allerdings bei weitem kein Meisterwerk des Isländers.

26.01.2006 17:31:07
Janina

Anders als meine Mitkommentatoren f
empfinde ich das Buch als sehr gelungen. Gerade die Stelle in der sich herraus stellt wer oder besser was die Hauptperson ist fand ich genial geschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich davon ausgegangen, dass die Hauptperson was ganz anderes darstellt. Und so von Seite zu Seite bin ich beim lesen auch nicht gestolpert.
Das geht mir momentan eher bei "Kältezone" so.
Aber glücklicherweise ist das ja eine Geschmacksfrage und darüber lässt sich nicht streiten.

08.12.2005 17:58:35
Tobias Junne

Ich habe das Buch für ein Referat in meinem Deutsch Leistungskurs gewählt. Wir hatten die Aufgabe einen europäischen Roman auszuwählen, der nicht deutsch-französisch-oder englishsprachig geschrieben wurde.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dieser Roman keineswegs vom hocker gerissen hat. Es ist eine gut zu lesende, nicht aufregende Story, die man mal so eben an einem Abend durch hat. Mehr nicht! Sie wird schnell aus den Gedächnis gelöscht, weil sie einen keineswegs anspricht. Das einzige Fazit, welches man aus diesem Roman zu ziehen vermag, ist sich davor zu hüten sein vertrauen so einfach zu verschenken; die Moral ist somit höchstwahrscheinlich schin jedem, bervor man das buch gelesen hat, klar. Es gint einem einfach nichts neues und auch von dem Land ansich habe ich mir mehr Informationen erhofft.

Im Großen und Ganzen ist es also eine mittelmäßig geschriebene Lektüre , die meiner meinung nach nur Idridason- Fans begeisten KÖNNTE, aber wahrscheinlich selbst das nicht erfüllt !

10.11.2005 13:50:07
Christian

Halbzeitbericht: Habe jetzt die Hälfte durch und schwanke zwischen weglegen und weiterlesen. Weglegen, weil die Geschichte in der Tag sehr durchsichtig zu sein scheint, weiterlesen, weil ich sie trotzdem spannend geschrieben finde. Wenn ich es fertig gelesen haben sollte, werde ich meine Prozentbewertung abgeben. So viel vorab, bis jetzt fand ich alle anderen Ingridasons besser.

16.10.2005 08:51:33
Martin W.

Als nach der Hälfte des Buches die Wendung kam, mußte ich mich erstmal orientieren, glaubte sogar anfangs an einen Übersetzungsfehler, denn die Hauptperson hatte ich zunächst anders eingeordnet. - Geschickt eingefädelt. Das war aber auch schon fast die gesamte Spannung, viel konstruiert und durch manchen Rechts-referendar als Verteidiger möglicherweise schon im Ansatz erstickt worden. Die Bedeutung des Spiegels bleibt für mich ein Rätsel. Mittelmaß. Also, Erlendur - bis die Tage.

04.10.2005 22:27:48
Philipp

Wieder ein Indridason ohne Erlendur - zum Glück -, denn die Kommissare er mit Problemtöchtern und gestörten oder nicht verarbeiteten Beziehungen psychologeln zu Hauf durch die Krimilandschaft.
Hier führt uns Indridason zunächst fürchterlich in die Irre, dann fällt es dem Leser wie Schuppen von den Augen, dass ein wichtiger Aspekt übersehen wurde und schließlich wird es furios, dramatisch und verständlich.
Neben Gletschergrab die interessanteste Story.

23.08.2005 21:14:03
Björn S.

gut, zugegeben - das buch ist nicht sonderlich originell und an einigen stellen erstaunlich langweilig, dennoch hat man solch eine geschichte schon wesentlich schlechter gelesen und die handlung hält auch einige überraschungen parat - daher - bloß nicht zu viel erwarten, dann kann es ganz unterhaltsam werden

23.08.2005 17:55:44
Dagmar

Den Verriss finde ich nicht ganz angemessen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich auch ziemlich lange auf eine überraschende Wende gewartet habe, die dann am Ende aber doch nicht kam. Der Gag in der Mitte des Buchs ist prima, aber insgesamt doch etwas zu wenig.

02.08.2005 19:05:32
Claudia Wachenfeld

Bisher habe ich alle Bände der "Erlendur"-Reihe gelesen und mich entsprechend auf das neue Buch gefreut - war wohl nix, erstens ist es kein Erlendur-Krimi, und zweitens fühlte ich mich beim Lesen irgendwie mit dem Ich-Erzähler gefangen... Gefangen ist er auch, wie wir schon wissen, diese Atmosphäre beschreibt Indridason wirklich gut. Irgendwie wollte ich den Ich-Erzähler aber immer schütteln, nun müsste ja noch was passieren - aber da kam so recht nichts. Auch die "Wende", von der bei meinem Vorgänger die Rede ist, fand ich nicht wirklich überraschend - "das" habe hatte ich anhand des Erzählstils schon "von Anfang an" vermutet.
Na ja, zum Glück hatte ich das Buch nur in der Stadtbücherei ausgeliehen ;o))

20.07.2005 18:09:48
Micha Labek

Mein 4. Buch von Arnaldur. Ich habe eine zusammenfassende Meinung meiner drei Vorgänger.
Durch den Wendepunkt irgendwo in der Mitte des Buches bekommt die Geschichte einen drall, die einen fesselt; wenn man sich darauf denn einlässt! Es gibt bessere Bücher von Ihm, aber trotzdem nicht schlecht.

13.07.2005 09:30:34
Lars Nußbaum

Eines muss man Indridason lassen: Keines seiner Bücher gleicht einem anderen, jedes hat einen eigenen Stil.
Betty ist leider wenig fesselnd und die sich selbst bemitleidende Perspektive des Ich-Erzählers geht spätestens nach 50 Seiten auf die Nerven. Nur an einer Stelle, irgendwo zwischen Seite 145 und 148, konnte mich der Autor überraschen, weswegen ich das Buch dann doch noch zuende gelesen habe.

27.06.2005 11:21:36
Werner

Ich weiß nicht, ob das Buch gut übersetzt ist. Kann kein isländisch. Finde es aber leider ziemlich lau. Die Geschichte ist duchsichtig, die psychischen "Verstrickungen" nicht sehr glaubhaft. Das interessanteste ist noch, daß es kein Happy-End gibt. Es wäre schön, wenn es wieder richtig gute Erlendur - Geschichten geben würde.

04.06.2005 05:18:49
Eiríkur Sturla Ólafsson

Dieser Roman ist etwas anders als die Vorgänger. Wenn der Übersetzer aufpasst, kommt der rüber. Wenn nicht, wird er ein Flop sein. Aber immerhin, nicht besonders originell, kann aber hervorragend fesseln wenn man sich darauf einlässt. Also, viel Spaß damit...Grüezi!