Feuer und Schwefel

Erschienen: Januar 1994

Bibliographische Angaben

  • New York: Pocket Books, 1991, Titel: 'Dark Maze', Seiten: 320, Originalsprache
  • Zürich: Haffmans, 1994, Seiten: 348, Übersetzt: Jürgen Bürger
  • München: Heyne, 1996, Seiten: 348
  • München; Zürich: Piper, 1998, Seiten: 348

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Detective Neil Hockaday, genannt "Hock", ist bei der New Yorker Polizei und gehört zum "Abschaum-Spähtrupp". Charlie Furman, ein genial-verrückter Maler und heruntergekommenes Original, das sich "Picasso" nennt, setzt ihm mit Einladungen zu mörderischen Vernissagen zu. Im Umfeld von Picasso häufen sich die Morde, die nach seinen blutrünstigen Bildern arrangiert sind. Hock sucht den Verrückten fieberhaft, um weitere Morde zu verhindern.

Feuer und Schwefel

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Letzte Kommentare:
13.12.2008 19:33:50
Stefan83

Frühling in New York. Eine Zeit in der sich selbst die Verbrecher eine Auszeit gönnen und das sonst so raue Hell's Kitchen mit einem beinahe rustikalen Charme aufwartet.

Bester Zeitpunkt für Neil Hock Hockaday, dem etwas abgehalfterten Detective von der SCUM-Patrol, einen langersehnten und wohlverdienten Urlaub zu nehmen. Gerade mal ein halbes Jahr ist vergangen seit Hock im Fall um den ermordeten Father Love ermittelt und dabei sein Leben aufs Spiel gesetzt hat. Ein wenig länger hat es dagegen gedauert bis Thomas Adcock mit Feuer und Schwefel den nächsten Band der Reihe nachfolgen ließ. Und die Wartezeit wird sich für die damaligen Leser wohl mehr als gelohnt haben, denn auch der zweite Teil überzeugt auf ganzer Linie. Feuer und Schwefel ist nicht nur der Titel, sondern gleichzeitig auch der Name eines Gebäudes im alten New Yorker Stadtteil Coney Island, dessen Fassade von einem genial-verrückten Maler mit einem meisterhaften und gleichzeitig grauenerregenden Gemälde verziert worden ist.

Es ist dieser Künstler, den man auf den Straßen nur unter dem Namen Picasso kennt, welcher Hocks Urlaub ein jähes Ende bereitet. Bei einem augenscheinlich zufälligen Treffen der beiden, prahlt Picasso, der sich mittlerweile nur noch mit Gelegenheitsjobs und Betteln über Wasser hält, mit der Absicht, an denjenigen Rache zu nehmen, die sein Leben zerstört haben. Hock schenkt dem wirren Gefasel des eindeutig Geistesgestörten keine Beachtung und vergisst den Vorfall schnell wieder. Bis er in seiner Lieblingskneipe auf ein Bild Picassos stößt, das eine in grün gekleidete Frau porträtiert und diese einige Stunden später an derselben Stätte erschossen wird. Auf einmal häufen sich die Morde im Umfeld des Verrückten und Hock sieht sich gezwungen selbst einzugreifen, um dem blutigen Spiel ein Ende zu setzen.

Thomas Adcock bleibt in Feuer und Schwefel dem Grundton treu, den man bereits vom Vorgänger Hells Kitchen kennt. Ein einsamer Detective, eine quasi Ein-Mann-Mordkommission, die sich zäh wie ein Terrier an die Fersen der Verdächtigen setzt und mit engelsgleicher Geduld nach und nach die Umstände und Hintergründe des Falls entwirrt. Dabei steht Hock diesmal die wunderschöne Ruby zur Seite, die nach seiner gescheiterten Ehe einen neuen Lichtblick in seinem tristen Junggesellendasein darstellt. Dies scheint sich auch auf seine Gewohnheiten auszuwirken, denn Hock raucht und säuft nicht mehr annähernd soviel wie im Vorgänger.

Überhaupt ist die kalt-düstere Stimmung des ersten Bands, bei der man sich beim Lesen unwillkürlich selbst den Rollkragen hochgeklappt hatte, einer etwas aufgelockerten Atmosphäre gewichen. Feuer und Schwefel wirkt zudem viel straffer und in sich geschlossener als Hells Kitchen, was nicht nur am Serienkillerplot, sondern auch an der besseren Balance zwischen Milieuschilderung und Krimifall liegt. Das Buch liest sich schlichtweg wie aus einem Guss und bleibt bis zum Ende durchgehend spannend. Das dieses etwas einfallslos gerät, werden sicher nur Vielleser dieses Genres bemängeln.

Insgesamt ist auch der zweite Band der Neil-Hockaday-Reihe ein packender, melancholischer Hardboiled-Noir-Mischling, mit dem sich Adcock gegenüber dem Vorgänger noch gesteigert und der seine Auszeichnung mit dem Edgar Allan Poe Award im Jahre 1992 ohne Zweifel verdient hat.

28.06.2008 11:56:03
Luca

Deutlich besser als Adocks erstling.
Neil "Hock" Hockaday ist mir in diesem Buch deutlich sympatischer,was auch daran liegt da er jetzt eine Feste Freundin hat.
Die Atmospähre ist sehr gut beschrieben,in einigen szenen erinnert der schreibstil mich an John Connolly.


100%

26.04.2008 14:51:24
Bartensen

Ein herrlich melancholischer Roman, in dem der ständig an der Vergangenheit hängende, durchs moderne und heruntergekommene New York gehende Neil Hockaday es diesesmal mit einem ziemlich durchtriebenen Mörder zu tun bekommt.
Tolle Charaktere, eine spannende Geschichte und ein Hardboiled Detective mit einer festen Freundin (!!!) ...
Atmosphärisch großartig, jedoch etwas weniger dicht als der Vorgänger und Erstling Hells Kitchen.

28.03.2008 12:54:36
mase

Ein gradlinieger Detektivkrimi. Keine unnötige Effekthascherei, sondern solide Handwerkskunst. Gut gezeichnete Charaktere und intelligente Dialoge. In der Ich-Perspektive geschrieben erinnert es an die Mike Hammer Folgen.

Der Protagonist ist ein Sympathieträger und die Beziehung mit seiner neuen Freundin wird nahtlos in den Plot eingeknüpft. Hat er gut gemacht, der Adcock.

Bis zur Hälfte des Buches war ich von diesen Eigenschaften begeistert, doch dann vermisste ich allmählich einen Spannungsbogen. Das Buch geht von Beginn an flott los und hält diese Geschwindigkeit, aber ich vermisste eben mal abbremsen und wieder Fahrt aufnehmen und vor allem gegen Ende Vollgas.
Vielleicht ist das aber auch typisch für dieses Genre.