Tokio

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • London: Bantam, 2004, Titel: 'Tokyo', Originalsprache
  • New York: Grove, 2005, Titel: 'The Devil of Nanking', Originalsprache
  • München: Random House Audio, 2007, Seiten: 4, Übersetzt: Sophie Rois, Bemerkung: gekürzte Lesung

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Jörg Kijanski
Hätte fast zwingend eine tolle Geschichte werden müssen - hätte...

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Feb 2005

Grey, die jahrelang in einer Klinik behandelt wurde, weil man sie für verrückt erklärte (sie hatte u. a. als 13-jährige freiwillig Sex mit fünf Jungen), ist besessen von den Greueltaten der Japaner, die diese den Chinesen 1937 vor allem in der Stadt Nanking antaten. Hierüber hat sie in einem Buch im Hause ihrer Eltern gelesen, doch als sie dieses Buch in der Klinik von ihren Eltern fordert, leugnen ihre Eltern die Existenz des Buches. Um sich und allen anderen zu beweisen, dass sie nicht verrückt ist bzw. sich nicht alles nur eingebildet habe, versucht sie die Geschehnisse in Nanking aufzuklären.

Als sie später Jura studiert stößt sie bei ihren Recherchen auf zwei Filme, die die Massaker der Japaner angeblich dokumentieren. Doch nur ein Film, der sich im Besitz von Shi Chongming befindet, einem Zeitzeugen der mittlerweile als Professor in Tokio tätig ist, zeigt die tatsächlichen Vorfälle. Grey bricht ihr Studium ab und verkauft ihren gesamten Besitz um nach Tokio zu fliegen und dort den ominösen Film zu sehen. Prof. Chongming streitet zunächst die Existenz des Filmes ab und so muss Grey notgedrungen länger als geplant in der Stadt bleiben. Um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen nimmt sie eine Stelle als Hostess in einem bekannten Nachtklub an und macht dort alsbald Bekanntschaft mit Fuyuki, einem der mächtigsten Yakuza-Bosse Tokios. Dieser soll sich im Besitz eines Elexiers befinden welches zur Unsterblichkeit verhilft und plötzlich bietet sich Grey eine Chance, an den Film Chongmings zu kommen. Dieser bietet ihr nämlich einen Deal an: Den Film gegen das Elexier.

Grey gelingt es zwar gemeinsam mit anderen Hostessen wiederholt in Fuyukis Privatwohnung eingeladen zu werden, doch als plötzlich tatsächlich ein Diebstahl in dessen Wohnung erfolgt, droht Greys Leben höchste Gefahr...

Ein junges Mädchen hat also Spaß oder Interesse am Sex und wird (so scheint es lange Zeit) dafür für verrückt erklärt und in eine Klinik eingeliefert. Dort hat sie zwar nahezu keinen Kontakt zur Außenwelt, besteht aber ihre Schulprüfungen und kann ein Studium beginnen. Dieses bricht sie nach kurzer Zeit ab, um in den Besitz eines geheimnisvollen Films zu kommen, für den sie - nahezu mittellos - nach Japan fliegt. Dass der mächtigste Gangster Tokios ausgerechnet in dem Nachtklub gastiert, in welchem die Protagonistin arbeitet, ist natürlich für den Fortgang der Geschichte ebenso hilfreich wie der Umstand, dass der Professor, der sich in dem Besitz des fraglichen Filmes befindet, wiederum ausgerechnet von diesem Mafia-Boss etwas haben möchte. Noch Fragen?

Die Geschichte spielt auf zwei Erzählebenen: In Rückblenden erzählt Chongming die Ereignisse des Jahres 1937, die dem Massaker japanischer Soldaten an der chinesischen Zivilbevölkerung vorausgingen. Dazu abwechselnd wird die oben kurz skizzierte Handlung in der Gegenwart erzählt. Spannend an dem Plot bleibt somit vor allem die Frage, ob und inwieweit die damaligen Ereignisse mit der heute spielenden Handlung in Zusammenhang stehen, denn das am Ende das Elexier gegen den Film getauscht wird, überrascht nicht wirklich, sondern muss geradezu zwangsläufig erfolgen, um den Plot schlüssig aufzulösen. Die Auflösung selber ist allerdings ebenso beeindruckend wie Geschmacksache.

Eine Story vor asiatischer Kulisse (Tradition, Lebensweisheiten, Mafia etc.) und ein Ausgangsszenario aus dem eigentlich fast zwingend eine tolle Geschichte werden muss, hat Mo Hayder, die mit ihren beiden Erstlingswerken Der Vogelmann und Die Behandlung mehr als überzeugen konnte, leider - aus meiner Sicht - in den Sand gesetzt.

Der anfangs nur schwer nachvollziehbare Lebenslauf von Grey wird zwar auf furiose Art aufgeklärt und auch die Ereignisse des Jahres 1937 werden sehr lesenswert geschildert, dennoch leidet die Story an zwei entscheidenden Problemen: Ihren verstörenden und völlig überzeichneten Charakteren sowie einer bedächtig-zäh ablaufenden Story, die erst im letzten Drittel deutlich an Fahrt gewinnt.

In Tokio ist oftmals von "Freaks" die Rede und diese trifft man auf nahezu jeder Seite. Kaum eine Person in dem Roman (bezogen auf jenem in der Gegenwart spielenden Handlungsstrang) kann als normal bezeichnet werden. Man rechnet förmlich damit, dass Dr. Frankenstein in einer Gastrolle auftritt, doch dieser fehlt überraschend. Nein, was Mo Hayder hier dem Leser teilweise zumutet ist Stuss und schlichtweg enttäuschend. Dies umso mehr, da Hayder ja brillant schreiben kann, wie ihre Vorgängerromane beweisen. Aber was soll man beispielsweise von einem Mann halten, der gerne "Freaks fickt" (gemeint sind entstellte oder verstümmelte Personen)? Und was hätte man nicht aus dem Verweis auf die Yakuza (Rituale etc.) machen können?

Der Plot, die Zusammenführung von Vergangenheit und Gegenwart, die Erzählung der Ereignisse in Nanking 1937 und nicht zuletzt die Erklärung für Greys Interesse an den damaligen Greueltaten sind durchweg positiv zu bewerten (vorausgesetzt, man ist bereit, die Auflösung als solche zu akzeptieren), aber jener Handlungsstrang in der Gegenwart und insbesondere die Charakterdarstellungen (ohne etwas verraten zu wollen: Gemeint sindvor allem Jason, "Strawberry" und die "Krankenschwester") machen Tokio zu einem zähen und schwer verdaulichem Werk. Zumal an keiner Stelle erläutert wird, warum die vorgenannten Figuren so "freaky" sind wie sie sind. Bleibt zu hoffen, dass Mo Hayder zu alter Stärke zurückfindet. Übrigens: Wo ist Jack Caffery?

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Letzte Kommentare:
21.06.2014 13:10:00
Khampha Yangnok

Tokyo ist weder ein Geschichtsbuch noch ein Krimi, obwohl es sicherlich Elemente von Beiden hat.
Schräge Literatur, wie Charles Bukowski, fast.
Phantastisch gezeichnete, mitunter bizarre Charaktere, flüssiger, jederzeit nachvollziehbarer Schreibstil. -übrigens Kompliment an die Übersetzerin-, sehr guter Spannungsbogen und bezüglich des japanisch-chinesischen Konfliktes hervorragend recherchiert.
Zudem eine tolle und auch sehr emphatische Story!
Fuer mich eines der besten und beindrucksten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Also , Mo Hayder kann mehr Krimi. 5,5 von 6 Sternen.

20.04.2014 11:08:28
Lisa Rowe

Tokio von Mo Hayder ist eines der besten Bücher die ich kenne und die "Freaks" sind nicht überzeichnet, sondern reallife :)
Aber vielleicht ist dieses Buch zu strange für
:D "durchschnitts Gemüter"
Ich habe nicht nur geschichtliche Fakten an den Kopf geknallt bekommen, sondern die Auswüchse des Hasses körperlich spüren können, was selten vorkommt.
10.. Daumen hoch
LG Lisa

09.01.2014 10:16:39
meni77

Ich kann mich der Meinung von "Patrick" leider nicht anschließen und muss Herrn Kaijinski durchaus recht geben. Ich find ein absoluter Fan von Welsh und Ellis, aber diese Mo Hayder finde ich recht durchwachsen. Kein Vergleich zu den Großmeistern Welsh und Ellis, sehr langatmige Kost! Die Idee der Story verspricht einiges und man wartet ewig auf den Durchbruch der Story. Tokyo war mein zweites Buch der Autorin, es wird definitiv das letzte sein, die Sekte war schon nicht unbedingt der Hit, aber zumindest besser als Tokyo, ich muss die Bewertung sogar unter Herrn Kaijinski ansetzen, es gibt schwache 35 Grad

30.08.2013 08:24:48
Patrick

Herr Kijanski ist wohl mit völlig falschen Erwartungen an "Tokio" herangegangen.
Ich kann die Rezension in keinem Punkt nachvollziehen, habe allerdings auch nur die englische Originalausgabe gelesen. "Tokio" ist kein Krimi, nicht mit "Vogelmann" und "Behandlung" vergleichbar und vielleicht grundsätzlich das falsche Buch für eine Krimi-Couch.
Ich finde das Buch absolut fantastisch.
Leicht verdaulich ist es wirklich nicht, aber das heißt nicht, daß es ein schlechtes Buch ist - im Gegenteil! Leicht verdaulich ist Rosamunde Pilcher.
Die verstörenden Charaktere sind das Salz in der Suppe und die (verstörende) Story fand ich alles andere als langatmig. Man ahnt schon am Anfang und mit der Zeit immer mehr, daß die Ereignisse unausweichlich auf ein ungutes Ende hinsteuern.
Eingefleischten Krimi-Fans würde ich das Buch nie im Leben empfehlen, aber wer ein bißchen schräge Literatur mag (Palahniuk, Welsh, Ellis), der wird "Tokio" auch mögen.

12.06.2013 09:05:03
Jens

Habe selten ein solch langweiliges Buch gelesen. Nichts in dem Buch ist nachvollziebar.
Die Geschichte spielt auf zwei Erzählebenen: In Rückblenden erzählt Chongming die Ereignisse des Jahres 1937, die dem Massaker japanischer Soldaten an der chinesischen Zivilbevölkerung vorausgingen. Dazu abwechselnd wird die oben kurz skizzierte Handlung in der Gegenwart erzählt.

16.01.2013 21:28:00
Cebe

Mit völligem Unverständnis habe ich oben gezeigte Rezension gelesen! Ich fand das Buch großartig. Gelesen habe ich es damals erst in englischer Originalsprache, dann in deutscher Übersetzung (Übersetzungsfehler gab es da meiner Meinung nach nicht!). Zu Weihnachten habe ich mir jetzt das Hörbuch gewünscht, gelesen von Sophie Reus - ein wahrer Genuss! Man merkt schon, dass es mir bei diesem wiederholten 'Verzehr' gefallen haben muss. Bei mir haben die unterschwelligen Andeutungen eine beinah unerträgliche Spannung/Erwartung/unheilvolle Ahnungen erzeugt, die ich keineswegs als störend, sondern als sehr inspirierend empfand. Auch finde ich den aus Sicht des Professors erzählten Teil ungeheuer informativ und in der Tat zu Recherchen einladend. Die chinesisch-japanische Geschichte und ihre Verwicklungen sind mir ebenfalls ziemlich neu, und dieses Buch hat tatsächlich eine Faszination dafür in mir geweckt. Zudem ist es sprachlich einwandfrei geschreiben, wunderbar formuliert und hat mich wirklich berührt. Ich finde Tokio weit besser als Den Vogelmann und Die Behandlung, wesentlich gehaltvoller als alle Caffery-Romane. Mir hat er nicht die Spur gefehlt - im Gegenteil: Ich finde nicht, dass Mo Hayder es nötig hat, eine Serienfigur zu erfinden, um die Leser zu halten. Gerade in Tokio (wie auch der Sekte) kommt ihr schriftstellerisches Können in meinen Augen wesentlich besser zur Geltung. Wie gesagt - die obige Rezension des Herrn Kijanski ist mir ein komplettes Rätsel!!

25.05.2012 12:52:38
Vicky Steidl

Dies war mein 2. Buch von Mo Hayder (nach "Der Vogelmann"). Der Schreibstil ist typisch Mo Hayder: man kann dieses Buch einfach nicht aus den Händen legen. Zum Aufbau (die beiden Erzählstränge etc.) und zum Inhalt wurde schon ausführlich berichtet. Zu meiner Kritik: Ich finde nicht, dass das Buch "zäh" ist, ganz im Gegenteil, aber in jedem Fall ist es schwer verdaulich! Man sollte also in keinem Fall zart besaitet sein. Man sollte auch eine Portion Fantasie mitbringen, wenn man aus gewissen Andeutungen von Mo Hayder herauslesen möchte, was genau gemeint ist. Das ist auch der einzige Kritikpunkt, den ich habe: Jasons Hintergrund?!? Es wird viel angedeutet, aber nie aufgelöst. Was genau ist mit der Krankenschwester? Auch hier wird viel angedeutet, wenig (nichts) aufgelöst. Man erfährt auch nicht, was zwischen den beiden passiert ist. Manchen mag genau das gefallen (Andeutungen, aus denen man seine eigenen Schlüsse ziehen kann/muss/soll), mich jedoch hat es am Ende des Buches dann doch etwas aufgeregt. Immerhin wartet man das ganze Buch über nicht nur auf die Auflösung zu Grey's Geschichte, sondern eben auch auf andere, mehr als einmal angedeutete, Geschichten. Kann es sein, dass das Buch einfach nicht gut übersetzt wurde und man es in Originalsprache lesen muss, um die Andeutungen besser zu verstehen? Wie auch immer, zusammengefasst ist das Buch sehr gut, sehr packend, bringt einen zum Nachdenken (und mich zum Recherchieren, da ich über die chinsisch-japanischen Geschichte bis dato keinen Überblick hatte).

30.08.2011 02:40:20
Patrick Pfau

Tokio kann man nur verstehen, wenn man die asiatische Mentalität kennt! Herr Kijanski (Rezensent) zählt offensichtlich nicht dazu. Ich darf nur mal in Erinnerung rufen, dass es z. Bsp. Automaten für getragene Damenunterwäsche gibt (das ist keinesfalls eine urban legend) und dass die Shinto Religion Sex viel offenherziger auslegt als westliche Religionen. Deutschland ist verglichen mit Tokio echt prüde. Und natürlich geht der Mafia-Boss in den besten Club der Stadt! Die Charaktere als Stuss abzutun, ist schon echt frech! Mein Tipp: Machen Sie doch bitte mal eine Reise um die Welt (so wie Mo Hayder!), dann wissen Sie auch was mit Freaks gemeint ist! Jedem, der eine gewisse Sensibilität für fremde Kulturen hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Und Herrn Kijanski wünsche ich weiterhin viel Spass auf Malle bei einem Glas deutschem Bier und einem Wiener-Schnitzel zusammen mit den anderen Langweilern! Von mir gibt es 90 Grad für Tokio.

30.08.2011 02:40:15
Patrick Pfau

Tokio kann man nur verstehen, wenn man die asiatische Mentalität kennt! Herr Kijanski (Rezensent) zählt offensichtlich nicht dazu. Ich darf nur mal in Erinnerung rufen, dass es z. Bsp. Automaten für getragene Damenunterwäsche gibt (das ist keinesfalls eine urban legend) und dass die Shinto Religion Sex viel offenherziger auslegt als westliche Religionen. Deutschland ist verglichen mit Tokio echt prüde. Und natürlich geht der Mafia-Boss in den besten Club der Stadt! Die Charaktere als Stuss abzutun, ist schon echt frech! Mein Tipp: Machen Sie doch bitte mal eine Reise um die Welt (so wie Mo Hayder!), dann wissen Sie auch was mit Freaks gemeint ist! Jedem, der eine gewisse Sensibilität für fremde Kulturen hat, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Und Herrn Kijanski wünsche ich weiterhin viel Spass auf Malle bei einem Glas deutschem Bier und einem Wiener-Schnitzel zusammen mit den anderen Langweilern! Von mir gibt es 90 Grad für Tokio.

18.05.2011 10:46:00
retnueg

hallo, tokio ist nach "die behandlung" das zweite buch von mo hayder, was ich mir zu gwemüte führen durfte. allerdings kann ich die enthusiastischen kritiken einiger leute nicht nachvollziehen und muss leider sagen, dass es mich sogar enttäuscht hat - und bei weitem nicht so in den bann gezogen wie "die behandlung". sicher kein schlechtes buch, auch irgendwie interessant, auch nicht schlecht geschrieben, aber das kann mich nun wirklich nicht vom hocker reissen!

10.04.2011 02:41:19
Britta Daniel

Geil - aber schreibe selber und war erstaunt was alles geht - also das alles geht ist klar, aber das alles in einem Buch geht...also Hut ab Fr.Hayder, sie sind großartig...Wow...I love you entertain me... (und dann beginnt ein Schreibdurchfall, der rein gar nichts mit Hayders Buch zu tun hat und eh ins Forum gehört hätte. Wenn es also unbedingt sein muss: bitte noch einmal dort in einem passenden Thread posten. Danke, jkö.)

21.07.2010 17:36:56
Susana

Tokio, der Roman von Mo Hayder, war eines der aufwühlendsten Bücher, die ich im letzten Jahr las. Wenngleich die Protagonisten recht freaky wirken, ist dennoch nachvollziehbar, dass eben nur Greys Person den extremen Schritt nach der Fahndung des Geheimnisses in Tokio vollziehen wird und eben nicht Otto Normal. Der Handlungsstrang in der Zeitebene 1937 in Nanking hat mich weitaus mehr verstört und ein Kapitel asiatischer Geschichte zutage befördert, das ich bisher kaum kannte. Seither hat mich dieses Kapitel japanisch-chinesischer Geschichte zutiefst beschäftigt und mich bewogen auch das Buch von Iris Chang "Die Vergewaltigung von Nanking" zu lesen.
Sicher kein typischer Mo-Krimi wie wir bisher gewohnt waren, aber "Tokio" ist eine weitere Facette der Persönlichkeit von Mo, die wir bisher nicht kannten.

22.02.2010 14:33:34
Birgit

Tokio ist mein erstes Buch von Mo Hayder. ich bin ein Thriller-Fan und lese wirklich viele davon. Aber bei diesem Buch hat es mich gegruselt und bei einer besonderen Szene kamen mir sogar die Tränen. So hat mich ein Thriller noch nie gepackt. Sind alle Bücher von Mo Hayder so? Ich glaube, dann schaffe ich kein weiteres.
Als "Einstieg" in das Genre Thriller kann man dieses Buch nicht empfehlen. Es ist nur für starke Nerven gedacht.

10.02.2010 12:48:34
Maria

Ein eigenartiges Buch! Auf der einen Seite will man es lesen und wissen was Sache ist. Auf der anderen Seite will man es am liebsten weglegen und vergessen.
Das geschichtliche Thema ist sehr hoch interessant und informativ. Die "Gegenwart" allerdings ist komplex, verdreht, teilweise nicht nachvollziehbar und auch irgendwie krank.
Ich habe das Buch zwar gerne gelesen, war dafür aber mehr als nur froh, als ich es fertig hatte (Albträume garantiert!!). Ich persönlich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen, aber da es doch relativ einzigartig ist, dürfe es weniger zartbesaitenen viel Spaß bereiten.

04.12.2009 12:07:42
Susili23

Ich hatte beim Einstieg einige Schwierigkeiten, zumal die als Tagebuch angelegten Rückblenden nicht gerade vor Spannung strotzen. Allerdings auch kurz.
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt, sowohl aufgrund der Erzählweise als auch von der Thematik. Es ist sehr bedrückend und spannend erzählt. Der Spannungsbogen wird sehr gut hochgetrieben. Von mir bekommt das Buch 85

09.08.2009 23:47:45
Raupi

Ich war und bin begeistert von diesem Buch. Die erste Hälfte des Buches denkt man, dass alles was da geschrieben wird überhaupt keinen Sinn ergibt. Das es unnütze Informationen sind. Das es irgendwie nicht in die Geschichte passt. Aber dan etwa ab Seite 200 fügen sich diese als unnütz abgestempelten informationen mit dem zusammen was dann geschrieben wird. Und man denkt Oh deswegen und ach ja genau deshalb. Ich fand das buch einfach klasse und der schluss war genial ich wäre nie nie nie im leben darauf gekommen dass es so ausgeht ich hatte zwar an so etwas in der art gedacht aber erst ab seite 300 und selbst da lag ich noch weit daneben...

Das merkwürdige an der ganzen Sache war, das ich eigenltihc erwarten würde nach diesem Buch einen gewissen greuel gegen die Japaner zu hegen, doch dem war nicht so. Im gegenteil sie scheinen mir jetzt sympatischer als vorher und ich verstehe das gar nicht weil ich es richtig grausam und pervers und gemein und alle schlechten eigenschaften zusammen finde was sie während des Kriegs an Unheil angerichtet haben...
Nunja genug der Wort nur noch ein Fazit : Klasse Buch

24.01.2009 11:03:21
Alexander_Engel

WEnn ich Mo Hayder lese, bekomme ich immer dieses eigenartige Gefühl, wie von einem Windhauch berührt, irgendwo, plötzlich, völlig unvorbereitet...Gänsehaut...
"Tokyo" ist großartig, ist anders, und man muß sich in die asiatische Kultur reindenken, um die ganzen Zermonien zu verstehen...mit Spannung ohne Skrupel erzählt Hayder einerseits die unmenschlichen Kriegsgeschehen, andererseits die Suche einer jungen Studentin...verknüpft beide Zeiten geschickt und nimmt den Leser mit in die Abgründe... Wie schon bei Behandlung und Vogelmann gelingt es Hayder den Leser frontal ohne Warnung oder Abschwächung mit den Grausamkeiten menschlichen Handelns zu konfrontieren...
Man ahnte nichts böses...bis man Hayder gelesen hat... Absolut empfehlenswert

12.06.2008 11:32:34
tedesca

Als "zäh" würde ich "Tokio" nicht bezeichnen, als "schwer verdaulich" schon eher. Aber nicht aufgrund der Qualität der Charaktere, sondern aufgrund der Handlung, die einen nicht mehr loslässt. Zugegeben, die Geschichte in der Gegenwart ist ziemlich abgefahren, aber der zweite Handlungsstrang im Nanking des Jahres 1937 lässt einen einfach nur erschaudern.
Ganz abgesehen davon, dass man einen interessanten Einblick in die Geschichte Japans und Chinas erhält, die ich zumindestens nicht besonders gut kenne.

Ich finde, dass Mo Hayder eine ganz spezielle Art hat, Menschen und Situationen zu beschreiben. Nie sind sie mir egal, immer gehen sie mir nahe, immer bleiben sie mir erhalten. Und dadurch unterscheidet sie sich vehement von 90% der Krimis, die ich normalerweise lese, weglege und vergesse.

11.06.2008 02:44:17
Rolf.P

Ein sehr spannender und durchwegs lesenswerter Roman über die Grausamkeiten des Krieges, zu einem Thema, das bei uns im Westen bisher kaum zur Kenntnis genommen wurde.
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt, sowohl aufgrund der Erzählweise als auch von der Thematik. Immer wieder habe ich innegehalten und den Text vor meinen Augen Revue passieren lassen. Vieles ist so gut beschrieben, dass ich nur meine Augen zu schließen brauchte, um mir die Szene bildlich vorstellen zu können, was - aufgrund der Schilderung der Kriegsverbrechen in Nanking - nicht immer sehr angenehm war.
Wenn es um die Faszination der Grausamkeit geht, liegt dieses Buch trotz des anderen Anspruchs in einer Reihe mit Hayders Krimis, wühlt aber mehr auf, weil man weiß, dass es einen historischen Hintergrund hat. Sollte man allerdings die Hoffnung haben, dass Grausamkeiten wie hier geschildert lediglich der brutalen Fantasie einer Thriller-Autorin entspringen oder zu den Tatsachen eines lange zurückliegenden Krieges gehören, wird man enttäuscht: Verbrechen wie diese gehören zu "normalen" Kriegsverbrechen, geschehen zuletzt vor ein paar Jahren im Kosovo.
Es wird so viel vermittelt über die Kultur Japans und Chinas, dass es allein dadurch schon lesenswert ist. Doch Mo Hayder hat es zudem noch verstanden in zwei Zeitebenen zu erzählen und das macht dieses Buch zu einem besonderen Erlebnis.
Mo Hayder lässt durch Ihre lebendige Erzählperspektive die Nackenhaare zu Berge stehen und erzeugt einen stetigen Gänsehaut-Faktor. Mo Hayder hat dabei jedoch ihren Stil nicht verändert. Mord, Sex, Obszönität, Brutalität und Gewalt beschreibt sie realistisch und subtil! Mit Tokio hat Mo Hayder wieder einen gnadenlosen Schocker auf den Markt gebracht und verarbeitet hierbei die schwierige Kriegsvergangenheit Japans.
Ich mag ihre Art zu schreiben. Sicher, ihre Charaktere sind immer ziemlich abgedreht, aber solche gibt es nun mal und unter Umständen sind das manchmal die interessantesten Menschen, auch im wahren Leben.
Diese Autorin bricht Tabus und betritt ein neues Zeitalter der Thriller. Fantastisch erzählt. Spannung pur mit allem, was ein guter Thriller braucht.

21.03.2008 12:33:45
knutkowalski

Ich finde die Lebensgeschichte von Grey sehr konstruiert, ebenso die Beschreibung des Hauses, in dem sie in Tokio wohnt. Es klingt alles so künstlich konstruiert und erinnert an viele andere Bücher, die in unheimlichen Häusern spielen... Die Suche nach diesem Serum wirkt auch sehr aufgesetzt. Dabei ist die Grundidee, die Verschränkung der historischen Vorgänge in China mit der Gegenwart wirklich spannend. Das daraus solch ein absurdes Konstrukt von Geschichte wird ist schade. Ich habe den "Vogelmann" gelesen und war begeistert. Hoffentlich bleibt das ein Ausrutscher der Autorn!

13.02.2008 10:54:22
Nachtleser

...ich habe das Buch heute Nacht zu Ende gelesen(lesen müssen) und war sehr angetan...wenn gleich ich natürlich schlecht geschlafen habe. Es ist sehr bedrückend und spannend erzählt. Der Spannungsbogen wird sehr gut hochgetrieben, die parallel laufenden Handlungen ergänzen sich und laufen am Ende perfekt aufeinander zu. Der Rezension von Herr Kijanski kann ich nicht bepflichten...das ist eher ein Grund vorher keine Rezensionen zu lesen. Jetzt kann man auch die politischen Spannungen zwischen China und Japan nachvollziehen. von mir 90°

28.01.2008 02:05:16
Matze

Also ich weiß gar nicht warum Tokio so schlecht gemacht wird? Ich finde es ist ein richtig gutes Buch.

Klar, wenn man einen Thriller wie "Der Vogelmann" / "Die Behandlung" erwartet, wird man enttäuscht, aber wenn man davon absieht das Mo Hayder einen anderen Weg einschlägt anstatt einen 3. Teil von Jack Caffrey zu schreiben, ist dies sehr gelungen finde ich.

Die Geschichte um das Mädchen finde ich sehr detailliert beschrieben (vom schüchternen "grauen Entlein" zum teilweisen "Vamp") und auch die Tagebücher von Shi Chongming sind so gut geschrieben das man selber meint in Nanking zu sein und hofft zu überleben!!!).

Ich bin gespannt auf "Die Sekte", da diese auch eher mit Kritiken als mit Loben überhäuft wird.

Fakt ist: Mo Hayder schafft es immer wieder mich zu fesseln und mit "Tokio" hat sie sogar meine "Leseunlust" wieder vertrieben. Vielen DANK Mo!!!

13.01.2008 13:15:48
Bio-Fan

Respekt- Mo Hayder. Nach ihren beiden ersten Bücher vollzieht Hayder hier eine gewagte Veränderung in der Thematik,die sicherlich einige überrascht hat- mich auch. So hatte ich beim Einstieg meine Schwierigkeiten, zumal die als Tagebuch angelegten Rückblenden nicht gerade vor Spannung strotzen. Doch sind diese historischen Kapitel ausreichend kurz gehalten.
Der Haupterzählstrang hat mich sofort gepackt, so dass ich das Buch in einem Rutsch ausgelesen habe. Skurile Figuren haben mich schon immer fasziniert und die etwas"abgefahrene" Handlung hebt sich erfrischend vom Mainstream ab. Auch wenn bestimmte Motivationen nicht immer nachvollziehbar sind, bleibt:
"Tokyo" ist ein lesenwertes Buch der etwas anderen Art.

27.12.2007 09:28:33
mase

Tokio war definitiv eines meiner Highlights in diesem Jahr.

Hayder schafft in diesem Buch im Gegenwartsteil eine unglaubliche Gänsehaut-Atmosphäre und kommt dabei völlig ohne Blutexzesse aus.
Der zweite Strang der Geschichte, der in der Vergangenheit spielt, ist noch heute in Japan ein Tabuthema (schon alleine deswegen interessant) und ist schlicht schockierend.

Die Protagonisten sind in ihrer "Verrückheit" trotzdem für mich glaubwürdig rübergekommen.

Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen und wird mir lange in Erinnerung bleiben. Am Ende des Buches musste ich sogar fast eine Träne wegdrücken. Schön.

19.09.2007 14:10:00
Chibiusa

Ich finde das Buch insgesamt sehr spannend und sehr unterhaltsam. Schockierend fand ich es nicht, aber fesselnd. Gut, die Charas waren teils etwas überzogen dargestellt, aber das ist Geschmackssache. Für mich war das Buch schlüssig und der Stil wie die Geschichte geschrieben ist, hielt meine Leselust bei Laune. In meinen Augen rundum gut gelungen.

01.09.2007 20:36:10
Francois

Spannend und schockierend, ein muss für Hayderfans.

ICh habe es persönlich besser gefunden als die Sekte und dieses Buch hatte mich auch schon in seinen Bann gezogen

07.08.2007 16:13:08
andimandi

naja,
teilweise ganz interessant .- aber die freaks werden zu sehr herausgearbeitet.
grausam, spannend, nicht schlecht - muss aber nix mehr lesen von mo

26.06.2007 16:53:41
bernd

Tokio war mein erstes Buch von Mo Hayder und ich habe dieses Buch nicht mehr aus den Fingern gelassen, spannend und zugleich erschreckend :Ihre anderen Bücher sind schon bestellt !

11.06.2007 22:28:01
alma

Ich habe mir "Tokio" als Hörbuch zu Gemüte geführt und kann dieses uneingeschränkt empfehlen. Sophie Rois liest den Roman so mitreißend und intensiv, dass man sich dem Inhalt nicht mehr entziehen kann.
Dass mich die Auflösung und Zusammenführung der beiden Erzählstränge unheimlich erschüttert hat und noch eine ganze Weile in mir nachgewirkt hat (und ich mich frage, wie es Mo Hayder verkraftet so etwas aufs Papier zu bringen), steht auf einem anderen Blatt.

25.04.2007 09:00:48
Alexander Tsekos

Der einzige Schwachpunkt des Buches scheint mir die Motivation der Protagonistin Grey zu sein, auch wenn sie durch die Geburt (!) der eigenen Tochter erklärt wird. Wer versucht denn bitteschön daraufhin einen Film auf diese Weise zu finden.
Wenn man davon absieht: Das spannendste Buch, was ich seit langer Zeit gelesen habe.
Nach dem Vogelmann und der Behandlung werde ich mir jetzt auch noch die Sekte holen müssen!

12.04.2007 01:21:29
Simone

Hallo, ich kann nur sagen - ich war von der ersten Seite an gefesselt. Bin schlicht begeistert. Es ist super spannend, die Geschichte von China/Japan wird einen näher gebracht, man erfährt viel über Tokio, Lebensweise etc. Mir gefällt der Schreibstil von Mo Hayder sehr gut und sowie die Sekte als Taschenbuch erscheint, ist es meins.

24.03.2007 16:22:46
Garnald

Nun ja,
ich habe zuvor noch kein anderes werk von Mo Hayder gelesen und war von daher ziemlich unvoreingenommen.
Ca. die ersten 60-70 seiten lasen sich recht schwer, was zum teil am schreibstil als auch an der langathmigkeit gelegen haben mag und drängten mich mehr als einmal dazu das buch wegzulegen. doch die exzentrische persönlichkeit von "grey" fesselte mich und es macht großen spaß ihre entwicklung im verlauf der geschichte zu verfolgen. da ich das buch noch nicht ganz durchgelesen habe, kann ich nichts zum ende sagen, hier nur soviel :
dieses buch ist für mich ein gänzlich neues genre, da ich sonst mehr action und geschichtsromane lese und zieht mich dennoch mehr und mehr in seinen bann.

28.02.2007 07:34:23
Mary_Poppins

"Tokio" war teilweise sehr langatmig und langweilig. Der Schreibstil ist jedoch sehr gut, so dass es einem nicht allzu schwer fällt weiterzulesen. Das Ende ist richtig gut gelungen und originell. Alleine dafür lohnt es sich schon das Buch zu lesen. Insgesamt 75 Grad wert!

18.02.2007 13:50:49
Anahola

Ich fand "Tokio" sehr spannend, wenn es sich auch von den beiden ersten Büchern klar unterscheidet. Es hat mich gepackt!

Meistens lese ich ein Buch nach dem anderen, aber "Tokio" musste ich zuerst verdauen bevor ich ein anderes Buch anfangen konnte. Irgendwie ging das Buch sehr tief.

Ich kann es nur empfehlen.

15.02.2007 07:24:27
eva

Hi!
Also Tokio is mal was ganz Anderes. Ganz Anders als "Der Vogelmann" und "Die behandlung".
Ich finde Tokio zwar nicht von der ersten Seite weg spannend, doch es ist trotzdem gut geschrieben, sodass es einem leicht fällt weiterzulesen. Die Sache lohnt sich auch, denn etwas später wird die Geschichte richtig nervenzerreissend! Und ohne die langen Erklärungen im Vorhinein, könnte man den Rest der story auch gar nicht verstehen!
Und wenn man es fertig gelesen hat, dann ist der etwas langwierige Anfang wie weggespült und man hat nur noch den entsetzlichen Teil im Kopf, der überwiegt!

25.01.2007 23:00:01
Cynical Sam

Dieses Buch ist für mich sehr interessant, denn es ist einer der wenigen Bücher gewesen, die ich nach zwei drittel mehr oder weniger bei Seite gepackt habe und mir gesagt habe, "nee lieber nicht".Ich bin die letzten 120 Seiten in 10 Minuten durchgeflitzt. Der Grund dafür, ist das es mir einfach zu doof wurde, und mein Interesse an Japan und auch an die Hauptfigur starb als immer klarer wurde , wo die Reise hingeht.

27.10.2006 19:46:08
Clara

Das Buch habe ich schon vor länger Zeit gelesen. Aber immer wenn ich angesprochen werde welches Buch ich empfehlen kann dann ist es "Tokio".

Ich finde es erstaunlich mit ein paar Andeutungen eine Gänsehaut oder gar grauen bei Menschen auszulösen Allein das macht das Buch lesenswert. Von der ersten bis zur letzten Seite!!!!

Ich habe alle Bücher von Mo Hayder gelesen und kann kaum das nächste abwarten. Denn ich bin mir ganz sicher, dass auch dieses Buch nicht mehr aus der Hand zu legen ist wenn man erst einmal angefangen hat!

24.09.2006 12:26:41
Stefan

Hat Mo Hayder in ihren ersten beiden Büchern Psychopaten die Hauptrolle spielen lassen, so scheint diesmal ein Kriegsverbrechen, das leider stattfand, die Basis für diesen Roman zu sein. Ein nicht einfaches Thema, denn noch heute bestimmt das ‚Massaker von Nanking 1937’ das politische Verhältnis zwischen China und Japan. Noch vor kurzem, 2005, gab es einmal mehr chinesische Proteste gegen das japanische Verhalten. Während China von mehr als 300000 Toten spricht, behauptet Japan, dass es nur eine handvoll Tote gab und in den japanischen Schulbüchern, in denen lange Zeit nichts über dieses Kriegsverbrechen geschrieben wurde, wird es mittlerweile erwähnt, jedoch nur als ‚Zwischenfall’ bezeichnet.

Mo Hayder erzählt zwei Geschichten parallel. Die von Shi Chongming im Jahre 1937 und die von Grey im Jahre 1990, die nach Japan kommt, um sich von Chongming den Film über das Massaker zeigen zu lassen.
Genau dieses parallele Erzählen ist etwas verwirrend und lange Zeit war mir nicht klar, worauf Mo Hayder hinaus will. Letztlich führt sie beide Stränge dennoch zusammen und es wird klar, dass sie, was sicherlich auch nicht falsch ist, eine einzelne, erfundene Tat in Nanking 1937 als Grundlage für diese Geschichte nimmt und die wahren, immer noch ungeklärten Geschehnisse so umgeht.

Erst im letzten Drittel wird diese Geschichte spannend. Bis dahin plätschert sie, dennoch sehr interessant geschrieben, vor sich hin.
Nicht immer scheint alles zusammenzupassen und dort wo man ‚Brutalität’ erwartet, endet die Situation plötzlich friedlich. Was aber definitiv nicht heißt, dass die Erzählung Magen schonend ist und keine Albträume verursacht. So gibt es am Ende eine Szene mit einem Baby, zwar nicht brutal, mir dennoch noch Tage hinterhergelaufen ist.

Einmal mehr zeigt Mo Hayder, wozu Menschen fähig sind, anderen, wie aber auch sich selbst, Schmerzen zuzufügen. Trotz einzelner Merkwürdigkeiten ist es eine gute und empfehlenswerte Geschichte. Ein Krimi ist es nicht, sondern ein Roman, der meiner Meinung nach nicht auf der ’Krimi Couch’ sondern vielleicht auf der ‚Histo Couch’ oder ‚Horror Couch’ besprochen werden sollte.

11.09.2006 16:36:07
Andreas Loeffelholz, Tokyo

Ich lebe seit 14 Jahren in der Nähe von Tokyo und habe mir während der
Bahnfahrten zur Arbeit nach Tokyo teilweise im Stehen im vollen Zug die 6 Hörbuch CDs innerhalb einer Woche reingezogen. Nach der ersten CD wollte ich eigentlich aufhören, aber plötzlich wollte ich doch wissen, wie es weiter geht. Da ich alle Handlungsorte in Tokyo kenne (zumidest vom Namen her), wurde es natürlich besonders "hautnah". Natürlich wird einiges über Japan klischeehaft geschildert (und in der Unterwelt der Yakuza - der japanischen Mafia - kenne ich mich natürlich auch nicht aus), aber trotzdem merkt man, dass Mo Hayder hier in Japan gelebt hat und trotz aller manchmal abgründigen und skurrilen Phantasie schafft sie es, eine Spannung aufzubauen, die es kaum möglich macht, das Buch (oder in meinem Fall den mp3-Player) aus der Hand zu legen. Ich wusste zwar, dass die Japaner in Nanking "gewütet" haben und es stimmt auch, dass dieses dunkle Kapitel im Japan von heute fast komplett "verharmlost" oder einfach unter dem Kapitel "Kriegswirren" (eigene Beurteilung von mir) abgehakt wird. Was mich aber an dem Buch noch fasziniert hat, ist ,wozu Menschen überhaupt in der Lage sind oder waren, selbst wenn ein großer oder kleiner Teil von alldem nur der unglaublichen Phantasie der Autorin entsprungen sein mag. Zumindest was die Massaker in Nanking angeht, gibt es anscheinend auch historische Belege dafür. Bei dem Gedanken, wie viele kranke ("abgedrehte") Menschen es auch in unserer heutigen Welt noch gibt, vielleicht besonders hier im "unmenschlichen" Tokyo, mag man allerdings nur angstvoll hoffen, dass das meiste doch Phantasie der Autorin war. Mit den ständig wechselnden 2 Erzählebenen (Nanking 1937 und die Studentin Grey im Tokyo der 90er Jahre) hatte ich am Anfang auch grosse Probleme. Und auch ich habe zuweilen gedacht: was für Zufälle!. Nichts desto trotz bleibt es aber ein bis zum Ende spannendes Buch, was Spass macht (Interesse weckt), sich mit der Geschichte Japans im 2. Weltkrieg näher auseinander zu setzen, weil trotz der vielen immer wieder betonten Gemeinsamkeiten zwischen der japanischen und der deutschen Geschichte die Tatsache ins Auge sticht, dass es ein Schuldbewusstsein bezüglich der dunklen Seite der japansichen Geschichte im offiziellen Japan nicht zu geben scheint. Ein Holoaust / (Nanking) -Denkmal wie in Berlin, wäre vielleicht auch hier in Japan ein Schritt in die richtige Richtung - dazu fehlt jedoch das Interesse an der Geschichte/Politik und besonders an der Rolle Japans im und vor dem 2. Weltkrieg. Die Meinung "Das ist Vergangenheit" und "wir bezahlen sowieso schon zu viel für Wiedergutmachung" ist hier (bei den meisten Leuten auf der Strasse) allgegenwärtig.

06.08.2006 21:05:25
Erni

Wenn Nipponns Unterwelt so agiert wie in Mo Hayders Roman,na dann gute Nacht!Der Ansatz der Story ist gut, aber dann viel langeweile.Es gibt sehr viel Schlechteres,aber leider auch viel Bessseres.Ich war eigentlich enttäuscht.ERNI

12.07.2006 16:13:59
Marion

Da ich vor Tokio noch kein buch von mo hayder gelesen habe, kann ich nicht beurteilen, ob der stil sich stark von den vorgängern unterscheidet. aber: tokio ist sehr spannend, sehr gut geschrieben (zumindest im original) und die geschichte ungemein spannend.
die vorkommenden brutalitäten und perversionen werden zum teil nur angedeutet, wodurch sie mir wahrhaft gänsehaut verursacht haben.

logikfehler sind mir keine aufgefallen, was aber wahrscheinlich einfach daran liegt, dass ich zu gefesselt gewesen bin, um "kleinigkeiten" zu bemerken. (obwohl ich logikfehler - sofern sie mir auffallen - schon teilweise als ziemlich störend empfinde)

die menschen, die mo hayder zeichnet, sind schon ziemlich gestörte oder verstörte charaktere. manche gedankengänge und/oder verhaltensweisen waren für mich unverständlich, aber nicht unmöglich nach zu vollziehen. normalerweise suche ich mir gerne einen protagonisten(in), in den/die ich mich während des lesens hineinversetze. das war mir hier - gottseidank - nicht möglich. trotzdem fand ich die beschreibung der agierenden personen nicht zu übertrieben.

fazit: ich bereue keine minute, die ich mit tokio in der hand verbracht habe.

11.06.2006 12:34:31
Grischi

In Kenntnis diverser negativer Kritiken bin ich reichlich skeptisch an dieses Buch "herangegangen"... allerdings völlig zu Unrecht!
Es ist ganz einfach typisch Mo Hayder. Dinge die sie schreibenderweis\' am besten kann tauchen auch in "Tokio" zu Hauf\' auf.

Wie: reichlich kaputte Protagonisten; die Führung mehrere Handlungsstränge; teils angedeutete, teils vollständig ausformulierte Perversionen und was meiner Meinung nach ebenso bezeichnend für die Autorin ist (und deswegen verstehe ich Kritik, von Leuten die bereits mehrere Bücher von ihr kennen und mögen, an eben diesem Punkt ganz und gar nicht) die Tatsache das lediglich Personen die ohnehin schon Teil der Handlung sind für die Weiterführung und Beendigung in Frage kommen. Hayder\'s Handlungswelt ist eben immerzu ein Dorf und genau dieser Fakt macht zumindest mir beim Lesen ihrer Bücher Spaß.

Sicher gibt es einige, kleinere Logikfehler und ja, man ahnt so ziemlich alles voraus, aber da gewisse Fakten erst weit nach ihrer Nennung offen gelegt werden treibt einen trotzdem Neugier voran. Zudem ist die Atmosphäre sehr dicht und entschädigt für minimalste logische Mängelerscheinungen und spannungstechnische Engpässe. Daumen hoch für "Tokio"!!!

02.04.2006 17:05:24
Anne

Ich kenne alle Bücher von Mo. Wusste im voraus, dass es sich in diesem Buch nicht um ein Krimi sondern eher um einen Thriller mit Historik handelt.
Ich war von dem Buch fasziniert und habe mir sofort Material über die Kriegsverbrechen besorgt. Warum wird Japan nicht mehr auf diese Greueltaten angesprochen? Ich finde gerade durch diese dezente Schilderung der Personen vor Ort, hat meine Phantasie das Ausmaß dieses Massakers sich vorstellen können. Wie viele sicher wissen hat Fr. Hayer einige Jahre in Japan gelebt und müßte eigentlich Zugang zu der Mentalität gefunden haben. Übrigens Bekannte die dieses Buch in Englisch und Deutsch gelesen haben sagten mir das die Übersetzung sehr schlecht war.

17.02.2006 08:31:38
HeidiMüller

Nach den ersten 40 Seiten dachte ich mir, wow - was für ein Buch! Danach war der Weg für Grey, ihr Geheimnis und das von Chongming zu lösen, wirklich zu einfach. Ständig hat man das Gefühl, es müsste noch irgendwas kommen - irgend was passieren. Ich glaub, den Mittelteil hätte ich fast besser schreiben können, soviel Fantasie hatte ich für diese Geschichte (ohne Mo irgend etwas abzusprechen). Was mich allerdings seit diesem Buch beschäftigt, ist Nanking. Unglaublich, was damals passiert ist. Seit dem stelle ich mir oft die Frage, ob Japan für diese schlimmen Taten genau so "bezahlen" muss wie wir Deutschen für unsere Gräueltaten. Vermutlich nicht, so wie auf den letzten Seiten des Buches beschrieben. Hey Jörg - bin ganz Deiner Meinung - wo ist Jack Caffery?

16.02.2006 13:33:15
shorty

Holá,

ich habe selten ein Buch gelesen, welches mich von der ersten Seite an so gefeeselt hat. Ich konnte es selbst beim Laufen zur U Bahn nicht aus der Hand legen.

Ich finde es ist super geschrieben, die Story schwirrt einem die ganze Zeit im Kopf herum und man kann es kaum erwarten bis man das Buch wieder aufschlagen kann.

Gehört zu den Top 3 meiner Favorites.

05.02.2006 21:20:53
powerbaer

Hallo,
ich fand Tokio auch sehr gut und spannend geschrieben. Das Buch ist doch anders als der Vogelmann und die Behandlung. Aber auf jeden Fall zu empfehlen, da das Buch nicht ganz so grausam ist wie die anderen von mo Hayder

24.01.2006 16:53:42
Oriba

Ich hätte mir gewünscht, dass noch ein wenig mehr die Geschichte um Grey und Ihre Eltern beleuchtet wird. Da gab es j awohl noch mehr als nur die Sache mit dem Sex. Ansonsten fand ich das Buch ausserordentlich spannend. Hinzu kommt noch, dass man sich durch den Roman inspiriert, mal mit der Geschichte von damals beschäftigt. Als 70er Jahrgang war dieser Krieg mit seinen Taten nämlich nicht in meinem Bewusstsein.

10.12.2005 21:02:46
noir

Die Lektüre dieses Romans hinterläßt ein schales Gefühl. Zwar kann Mo Hayder schreiben, sprich für Atmosphäre sorgen, Menschen charakterisieren. Doch krankt die Geschichte an den zuvielen Zufällen. Um überhaupt in Gang zu kommen, muß Hayder gehörig in die Trickkiste greifen.
Und dann finde ich den Umgang mit Gewalt bloß dekorativ. Nach den bekloppten Serienmördern haben wir jetzt japanische Massenmörder, die aus obskuren Gründen zum Täter werden. Die Schilderung gerade der japanischen Figuren grenzt an Rassismus. Japan erscheint als Ansammlung von Freaks. Das its mir zuwenig.

06.12.2005 17:17:07
Dr.Sanati

Wiedermal ein hervorrhagender "Roman" von Mo Hayder, überaus spannend und fesselnd. Wenn man nur eine Ahnung über unvorstellbare Greueltaten der Japanischen Soldaten in Nanking 1937 hättet, hätte man dieses Buch nicht als grausam empfunden. Dies ist die gemilderte Form einer menschlichen Tragödie; eine Autobiographie des Grauens. Lesen um die Geschichte nicht zu vergessen.

05.12.2005 13:49:36
Simone

Ich finde dieses Buch sehr gut, auch wenn es anders als die ersten beiden ist.
Die Geschichte war schon sehr spannend, wenn auch wieder mal sehr brutal geschildert. Es hat einem fast selbst wehgetan. Die Handlung spukte auch mir die ganze Zeit im Kopf rum. Aber diese wohl offenbar noch "harmlos" dargestellten Grausamkeiten waren wohl in Wirklichkeit noch viel viel schlimmer. Noch genauer möchte man es eigentlich auch nicht wissen.
Es liest sich auf jeden Fall sehr gut, hat aber wie gesagt nichts mit dem "Vogelmann" gemein.

14.11.2005 22:03:32
Jutta Dieck

Also, ich bin ein großer Fan des Thrillergenres und kenne auch Mo Hayders Bücher.Hab trotz einiger schlechten Kritiken angefangen zu lesen.Das Buch ist genial.Es hat zwar mit den anderen Büchern gar nichts zu tun aber nichts desto Trotz,hab schon lange kein so fesselndes Buch gelesen.Leute das müßt ihr lesen!!!

25.10.2005 18:53:04
mimitati

Enttäuschung pur! Ich bin ein großer Fan der ersten beiden Bücher von Mo Hayder und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Allerdings hat Tokio so gar nichts mit den ersten beiden Büchern gemein, ist ihnen noch nicht einmal ähnlich. Die Geschichte zog sich für mich (normalerweise "verschlinge" ich ein Buch an zwei Abenden) über mehrere Wochen lang hin, sodass ich mich letztendlich "zwingen" musste, das Buch weiterzulesen. Beendet habe ich dieses nur, weil ich einfach wissen wollte, wie die Story endet, allerdings habe ich hierzu immer wieder große Passagen "überlesen", um zum Ende zu kommen. Bleibt zu hoffen, dass das neue Buch da anfängt, wo "Die Behandlung" aufgehört hat.

11.10.2005 20:48:30
Nicole

Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass mich so in seinen Bann gezogen hat, wie dieses hier.
Die Handlung ging mir in den Lesepausen ständig im Kopf herum und auch jetzt beschäftigt mich das Buch immer noch.
Man kann es überhaupt nicht mit den ersten beiden Büchern vergleichen. Anders, aber viel besser

28.09.2005 13:31:09
sephiroth

@zidane
Bin voll deiner Meinung!

Das neue Buch von Mo heisst "Pig Island"...

mit Verlaub poste ich hier mal einen link für weitere Infos zum im Jahre 2006 erscheinenden Buches:

http://www.gregoryandcompany.co.uk/pages/authors/titles.asp?AuthorID=21&TitleID=544

30.08.2005 23:37:37
Zidane

Ich kenne nun alle Bücher von Mo Hayder, aber Tokyo hat mir mit Abstand am besten gefallen!

Ist denn schon bekannt wann das 4. Buch von Mo erscheinen wird, oder gibt gar schon Infos um was es diesmal geht?

Kanns kaum noch erwarten...
Könnte mir bitte jemand ein ähnlich spannendes Buch wie Tokyo empfehlen?
Danke im Voraus
so long

24.07.2005 14:37:12
Martin

Tokio ist mit den ersten beiden Büchern von Mo nicht zu vergleichen. Es ist etwas ganz anderes, aber deswegen nicht schlechter. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, weshalb es auch innerhalb von 8 Stunden durchgelesen war.

20.07.2005 11:12:57
Linda

Ich fand das Buch gut. Nur spricht die erste Meinung mir aus der Seele. Die ersten beiden Bücher waren einfach genial und dieses hat sich nicht angeschlossen. Leider! Aber wenn man mal von der Grossartigkeit der ersten beiden absieht ist es ein gelungenes Buch sehr interessant geschrieben und auch mit recht hoher Spannung. (jedoch erst leider zum Schluss hin) Fazit: gut zu lesen, aber nicht gefesselt.

11.07.2005 23:23:19
Sebastian

Tokio ist literarisch gesehen sicher sehr anspruchsvoll. Auch die Geschichte ist spannend und interessant, aber leider wird man enttäuscht, wenn man ein Fan der bisherigen Bücher von Mo Hayder ist.
Hier wird man nicht mitgerissen und kann das Buch ohne weiteres zwischendurch zur Seite legen, ohne die Sucht in sich zu spüren, weiterlesen zu müssen.
Hoffentlich kehrt Mo Hayder mit ihrem vierten Roman, an dem sie gerade arbeiten soll wieder in die Thrillertradition zurück, die sie so gut beherrscht und die mich bieher so begeistert hat.

11.07.2005 21:00:38
Koalakid

Das Buch ist der absolute Hammer und einfach nur göttlich!
Die schönen Bilder die sich im Kopf ergeben wenn man von der verschneiten Winterlandschaft im alten China liest... *schwärm*

Sorry für die kurze Beschreibung aber ich bin einfach sprachlos nach diesem Buch.... Pflichtkauf
so far

22.06.2005 13:26:09
Barbara

Was für ein seltener Schatz. Zwei Geschichten die erzählt werden, um sich schlüssig miteinander zu verbinden. Ein bischen hat es mich an Mr. Aufziehvogel von Murakami erinnert. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend. Allerdings habe ich es nicht in einem Atemzug gelesen, habe es so weit wie möglich rausgezögert, um diese Leere nach einem guten Buch nicht so schnell zu erleben. Zwischendrin habe ich mich immer wieder gefragt, da muß doch noch ein Haken kommen, irgendein Mist, was Unschlüssiges etc. Aber nein, bin in keiner Weise enttäuscht worden. Man kann jemanden keinen Spaß bei diesem Buch wünschen, denn dazu ist es zu grausam. Also nichts für schwache Gemüter. So long Barbara

14.06.2005 16:45:16
Susanne

Gestern erst habe ich das Buch (natürlich hatte ich es vorbestellt) erhalten. Mein Arbeitstag hier in meiner Firma war in sofern nicht witzig, als dass ich von 17 Uhr am gestrigen Nachmittag, bis heute Vormittag um 11 Uhr nonstop gelesen habe. Meine Mitarbeiter kennen meine "Lesesucht" und bei Mo Hayder ist nicht nur eine temporeiche und gut strukturierte Geschichte garantiert, auch zum Gruseln und Haare sträuben reicht es bei ihr schon nach wenigen Seiten. Es lohnt sich Tokio zu lesen. Wer noch gute Tipps für mich hat, erreicht mit unter diesusesagt@aol.com
Bis später, Susanne