Schnee

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

Im Adria-Hinterland leben nur wenige Menschen. Es ist Juli und einer aus dem Dorf ist tot: Giorgio Lucarelli wurde von einer Viper gebissen. Was wie ein Unfall aussieht, war wohl ein geplanter Racheakt. Carlo, der Vater des Toten untersagt die Beerdigung, bis der Täter nicht gefasst ist und verunglückt kurz darauf selbst tödlich. Ganz Montesecco sucht den Mörder - und nahezu jeder im Ort ist verdächtig.

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Ein Fremder kommt nach Kars, eine türkische Provinzstadt, um eine merkwürdige Serie von Selbstmorden zu untersuchen: Junge Mädchen haben sich umgebracht, weil man sie zwang, das Kopftuch abzulegen. Plötzlich kommt es zu einem Putsch, inszeniert von einem Schauspieler. Ein Theatercoup? Doch es fließt echtes Blut, es intervenieren echte Soldaten, keiner kann die Stadt verlassen, weil es unaufhörlich schneit ... Ein aktueller Roman, in dessen Zentrum die Frage nach der Identität der Türkei zwischen "Verwestlichung" und Islamismus steht.

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Letzte Kommentare:
16.01.2019 15:29:32
dirk verfaille

hallo,im dritten anlauf habe ich jetzt das buch beina zuendegelesen.Es ist sehr schwer dabeizubleiben und ich werde froh sein ein anderes buch zur hand zu nehmen

16.12.2017 14:42:07
PMelittaM

Ich wundere mich gerade sehr, diesen Roman hier anzutreffen, denn ein Krimi oder Thriller ist er nicht!

Der türkische Dichter Ka kehrt anlässlich des Todes seiner Mutter nach Jahren in Deutschland in die Türkei zurück, zunächst nach Istanbul, später reist er nach Kars/Ostanatolien, vorgeblich um über die Selbstmorde junger Frauen und die regionalen Wahlen zu berichten, in erster Linie jedoch um seine Jugendliebe Ípek wiederzusehen und vielleicht für sich zu gewinnen.Kaum ist Ka in Kars angekommen, wird der Ort durch starken Schneefall von der Umwelt abgeschnitten und Ka wird in die Probleme der verschiedenen örtlichen Gruppierungen – Säkularisten, Islamisten, Kurden, religiöse junge Frauen, Vorbeter- und Predigerschüler etc. – hineingezogen. Schließlich kommt es sogar zu einer Revolution.Orhan Pamuk, der 2006 den Nobelpreis für Literatur erhielt, hat diesen Roman bereits 2002 geschrieben. Als Leser erfährt man viel über die Geschichte der Türkei und ihre Probleme, es wird viel diskutiert über Religion und Glauben, der Roman bietet Stoff zum Nachdenken und animiert durchaus dazu, sich selbst ein bisschen weiter zu informieren.Was genau der Autor mir sagen will, konnte ich jedoch nicht ermitteln, klar scheint jedoch eine sozialkritische Komponente zu sein. Es fiel mir sowieso relativ schwer, den Roman zu Ende zu lesen, denn Orhan Parmuk schreibt sehr ausführlich, geradezu ausschweifend, kommt oft nicht zum Punkt, einiges wiederholt sich, manches erscheint mir wenig nachvollziehbar, dann wieder kommen Passagen, die mich doch fesseln und zum Weiterlesen bringen. In der Mitte des Buches kommt sogar so etwas wie Spannung auf, es wird geschossen, Menschen sterben, es gibt eine Revolution, leider hält diese Spannung nicht lange an.Leider blieben mir alle Charaktere seltsam fremd, fast schienen sie Stereotypen und keine echten Menschen zu sein. Die gesellschaftlichen Probleme nehmen den größten Teil der Handlung ein, die Liebesgeschichte wirkt daneben fast schon störend, etwas interessanter sind da schon die Selbstfindungsprobleme Kas. Nicht Ka ist der – oft vorgreifende – Erzähler, sondern Pamuk selbst, der einige Jahre nach den Ereignissen auf Kas Spuren wandelt, Ka persönlich gekannt haben will und nun die Geschehnisse aufzeichnet. Gut gefallen hat mir der Humor, der immer wieder zu erkennen ist, leider hat auch er die Geschichte nicht gerettet.Die Geschichte selbst ist eigentlich interessant und spannend, leider nimmt die Erzählweise nahezu jegliche Spannung und dem Leser auch ein gut Teil Lesefreude. Empfehlen kann ich den Roman nicht, obwohl es sicher Leser geben wird, die ihn gerne lesen. 35°

02.01.2011 17:24:50
Anja S.

Als Vorbemerkung: dieses Buch ist kein Krimi, und mir ist unklar, warum es auf der Krimi-Couch aufgenommen wurde.
Es ist ein Roman über die Türkei auf dem Weg in die Moderne. Stellenweise etwas langatmig, hat mir nur mäßig gut gefallen.

In seinem Roman « Schnee » dringt Orhan Pamuk in die politischen und religiösen Wirren der Türkei ein. Die Handlung spielt in der anatolischen Grenzstadt Kars, welche durch Schneefall von der Aussenwelt abgeschnitten wird. Hierdurch entwickelt sich ein Mikrokosmos, welcher beispielweisend für die Türkei mit ihren Problemen steht. Auf der einen Seite findet man die säkulären, nationalistischen Staatsvertreter, verstärkt durch das Militär, ganz in der Nachfolge des Staatsgründers Atatürk. Diesen gegenüber stehen die Islamisten sowie unterdrückte Bevölkerungsgruppen wie die Kurden oder Armenier. Letztere Gruppierungen sind dabei, an Macht zu gewinnen, werden aber von den Staatsvertretern in die Schranken verwiesen. Hinter den Kulissen agieren beide Seiten mit Geheimagenten, Mordanschlägen, Manipulation und Pressemissbrauch. Die ganze Handlung im Roman wird hierdurch verwirrt, sodass man zeitweilig nicht genau weiss wer welche Seite vertritt. Der Roman illustriert die Probleme der Türkei, welche ihren Platz zwischen Europa und den islamischen Nachbarn sucht.

10.02.2010 15:57:51
Angelo

Zuerst: Ein Krimi ist das nicht. Ein Gesellschaftsroman, ein politischer Roman, eine Kulturanalyse, eine traurig-schöne Liebesgeschichte, ein nordanatolisches Stadtportrait, der Versuch, einen Bezug zwischen Geschichte und Gegenwart herzustellen und anhand menschlicher Schicksale und Befindlichkeiten darzustellen, ... all das und viel mehr schon eher.
Die Stadt Kars wird unter Schnee begraben und von der Umwelt abgeschnitten. Es entsteht ein menschlich - kultureller - politischer Mikrokosmos, eine Art klimatisch bedingte Laborsituation, ein Biotop wo vieles aufbricht. Genau beobachtet und beschrieben, ja geradezu protokolliert von einem in der Stadt eingeschlossenen Dichter und Heimkehrer.
Und es fällt Schnee, Schnee, Schnee... - Das ganze Buch ist eingehüllt in die Stimmung des ständig fallenden Schnees, auch wenn Gewalt, Brutalität und Leidenschaft aufbrechen.
Ein aufklärendes, bezauberndes und gleichzeitig verwirrendes Buch. Nobelgepriesene Literatur, lesenswert auf jeden Fall.

04.08.2009 04:30:03
pizbuin16

Dies war mein erstes Buch von Ohran Pamuk und mittlerweile lese ich schon das dritte von ihm.
Er erzählt glaubwürdig und nimmt den Leser mit auf die Reise durch die Gedanken seiner Hauptperson .
Ich habe es sehr aufmerksam gelesen. Und viel über ein Land und seine Menschen erfahren.
Manchmal schien auf den Akteuren so viel Schwere zu liegen und mir war nicht immer klar, wohin die Reise gehen sollte.
Aber wie immer, am Ende war die Reise dann doch zu Ende.
Ab und an fiel es mir auch schwer konstant dabei zu bleiben, dann legte ich es mal zu Seite und las dann weiter und es ging.
Schnee ist auf jeden Fall ein interessantes Buch, auch wenn es nicht jeder lesen kann.

01.07.2009 22:03:10
Brady4711

Weniger ein Kommentar zu "Schnee" als zu dem Kommentar von "zeef" zu diesem Buch: Das eben macht ja große Literatur aus, dass sie so genau erfasst und beschreibt, dass sie sich ohne Weiteres in ein kritisches, ja, ein Gegensatzverhältnis zu den Bedingungen eines Landes bringen kann. Gott sei Dank haben wir eine Reihe von Schriftstellern, die den historischen Prozess auch unseres Landes kritisch begleitet haben. Und wenn ein Deutsch-Leistungskurs diese Tatsachen nicht vermittelt, hat er seinen Zweck verfehlt!

16.03.2009 16:45:20
SukRam

Man kann diesen Roman eigentlich kaum durch Zahlen bewerten, da es sich weniger um einen Krimi als um einen wunderschönen Roman handelt.
Man sollte sich viel Zeit zum Nachdenken nehmen, da man diese wirklich benötigt. Hier nur ein paar wichtige Punkte, über die man philosophieren kann:
- Die Rolle eines Dichters in der Gesellschaft
- Bedingungen von Liebe und Glück
- Kunst und ihre Wirkung in der Politik
- Einsamkeit und Leere einer ganzen Stadt
- Der Westen und sein Einfluss auf den Islam/ Bedeutung des Islam für die Menschen

Ich möchte noch einmal betonen, dass es sich hauptsächlich um vielschichtige Charaktere handelt, die man nicht in Gut und Böse einteilen kann. Unterstrichen wird dies durch Pamuks malerische und fesselnde Sprache in einem Roman, der bei mir Interesse für türkische Geschichte geweckt hat.

15.01.2009 23:12:32
eda

ich habe ebf. das buch gelesen und bin begeistert davon, ich würde es jedem weiterempfehlen...momentan lese ich sein aktuelles buch: das museum der unschuld, was überwiegend eine liebesgeshcihte ist, jedoch auhc die zeit in den 70ern zwischen arm und reich bzw. der damaligen high society näher beschreibt...ich finde, man sollte auch als jemand türkischer herkunft ihn nicht ständig beleidigen/negativ über ihn urteilen, nur weil er nicht die meinung der meisten türken vertritt...tatsache ist, dass vieles, was er in seinen werken versucht, der wahrheit entsprechen...die armenier/kurdenfrage sind gefährliche themen, über die man sich ungern äußert, auch wenn ich kein kurde/armenier bin, weiß ich nicht, welche meinung ich dazu haben soll...so geht es vielen jugendlichen...ansonsten teile ich seine meinung...es ist aber traurig, nicht öffetlich gestheen zu können, dass man seine bücher gerne liest, wie ich das tue...sonst wird man als islamist/kurde/nestbeschmutzer,...etc. (was ich nicht bin!) verurteilt, was ich äußerst beschämend finde...

07.01.2009 21:53:51
"Zeef"

HuHu,
ich habe den Roman "Der Schnee" von Orhan Pamuk gelesen und bin nur zum Tiel damit zufrieden. An dem Roman erkennt man nämlich Orhan Pamuks Gesellschafts-, Politiks- und Religionskritik an der Türkei (zum größten Teil Kars). Orhan Pamuk ist selbst ein türkischer Landsmann und das er so leicht seine eigene Heimat und seine eigene Landsleute kritisieren kann ... ICH würde das niemals bringen!!
Es ist zwar nachvollziehbar, dass Türkei auch seine Schwächen hat usw doch es ist SEIN LAND und wer würde so etwas machen?! Meiner Meinung nach ist das echt krass!! Ohne Scheiss jetzt! Vielleicht drücke ich mich zu direkt aus doch das sind meine Gedanken dazu und ich habe das Recht meine eigne Meinung dazu zu äußern! Ich bin eine Schülerin der gymnasialen Oberstufe (Stufe 12) und habe Deutsch LK und zu meinem Thema musste ich das Buch lesen. Am Anfang hat es mir Spaß gemacht aber ich hab meine Meinung geändert, wie gesagt finde ich sowas nicht in Ordnung!!
Das ist schon echt übelst krass yaa!!!
Danke das ihrs gelesen habt yeah ;))

26.10.2008 21:37:52
ayse

Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, habe es aber noch vor. Schon sein anderes Buch " Rot ist mein Name" war sehr gut.
Es sollte mehr solcher Menschen geben. Es sollten sich so einige Türken eine Scheibe von ihm abschneiden.
Ich bewundere ihn sehr für seine Arbeit und hoffe er lässt sich nicht unterkriegen, wie viele andere vor ihm

25.12.2007 13:20:30
suna

Hallo,
ich gratuliere Herr Pamuk für die ganzen Romane, die er geschrieben hat. Ich habe Schnee gelesen und möchte eine Facharbeit schreiben für das Fach Deutsch. Meine Frage ist, ob sich so ein Fall in wirklichkeit gegeben hat oder ist das nur eine erfindung? Herr Pamuk ist nicht nur Mutig, sondern Übermutig, als Türke zuzugeben das soviele Kurden und Armenier umgebracht wurden. Ich hätte mich gefreut, wenn nicht nur Schriftsteller sondern auch Politker, Schauspieler usw. so wären. Das Buch ist großartig. Herr Pamuk ist Vorbild für alle Menschen.