Der Außenseiter

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • London: Macmillan, 2003, Titel: 'Disordered Minds', Seiten: 594, Originalsprache
  • Köln: Random House Audio, 2005, Seiten: 6, Übersetzt: Jürgen Tarrach, Bemerkung: gekürzt
  • Augsburg: Weltbild, 2006, Seiten: 6, Übersetzt: Jürgen Tarrach, Bemerkung: gekürzt
  • München: Goldmann, 2007, Seiten: 511

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Peter Kümmel
Zurück in die Sozioschiene mit Pseudo-Reality-Touch

Buch-Rezension von Peter Kümmel Jan 2005

Minette Walters führt uns zunächst zurück in das Jahr 1970 an die englische Südküste. Jugendliche ohne Perspektive lungern in Parks herum anstatt zur Schule zu gehen und Eltern ohne Verständnis, die genügend mit eigenen Problemen zu tun haben, verprügeln sie dafür. Die 13-jährige Cill wird von drei Jungen vergewaltigt, nachdem sie diese gereizt hat. Am nächsten Tag ist das Mädchen spurlos verschwunden. Cills Freundlin Louise, die die Vergewaltigung beobachtet hat, beschreibt zwar die Schuldigen, die auch gefunden werden, gibt dann aber vor, die Täter nicht zu erkennen, so daß die Polizei nicht sicher ist, ob das Verbrechen überhaupt stattgefunden hat.

Wenige Tage danach wird in der gleichen Straße die alte Grace Jefferies ermordet. Ihr Enkel, der behinderte Howard Stamps, gesteht die Tat, widerruft jedoch sein Geständnis kurze Zeit später. Trotzdem wird er verurteilt und begeht im Gefängnis Selbstmord. Ein einziges rotes Haar, das in der Badewanne der Toten gefunden wurde, reichte dem Gericht als Indiz für die Schuld des jungen Mannes.

Über dreißig Jahre danach greift der farbige Anthropologe Dr. Jonathan Hughes in seinem Buch über Justizirrtümer unter anderem auch Howard Stamps Fall auf. Minette Walters bringt nun in ihrem bekannt pseudo-wissenschaftlichen Stil über 50 Seiten lang Auszüge aus dem fiktiven Werk von Dr. Hughes sowie von Briefen, die ihn dazu erreicht haben.

Zwei überaus vielschichte Charaktere

Lassen sich die ersten hundert Seiten sehr sehr zäh an, so wird das Buch anschließend schlagartig interessant zu lesen. Denn die britische Autorin hat mit dem bereits erwähnten Dr. Hughes sowie der Stadträtin George Gardener zwei überaus vielschichtige Charaktere geschaffen, deren Antipathie bei ihrem erstes Aufeinandertreffen ebenso beeindruckend geschildert wird wie ihre spätere langsame Annäherung.

Leider verschenkt Minette Walters im weiteren Verlauf ihres Romans viel Potential, indem sie Hughes und Gardener wieder weitgehend in der Versenkung verschwinden lässt und stattdessen sehr langatmig das wenig interessante Leben von Priscilla Fletcher sowie ihre Beziehungen zu einigen Jugendlichen aus ihrer Vergangenheit ausrollt. Die von der Autorin bekannten eingeflochtenen Zeitungsausschnitte, Polizeiprotokolle und Brief- sowie Mailwechsel tun ein übriges dazu, das Geschehen weiter zu Verwässern und jede aufkommende Spannung im Keim zu ersticken.

Auch mit ihrem neuesten Roman vermag mich die britische Autorin absolut nicht zu überzeugen. Nachdem sie mit "Fuchsjagd" etwas mehr in Richtung Landhauskrimi abgeschwenkt ist - die sie meiner Meinung nach ruhig hätte beibehalten sollen - kehrt sie nun wieder in ihre bekannte Sozioschiene mit Pseudo-Reality-Touch zurück.

Mehr ungelöste Fragen als wirkliche Antworten

Aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet sie unterschiedliche Personen und Umgebungen und lässt durch abweichende Betrachtungsweisen den Bereich von Schuld und Unschuld ein wenig verwischen. Ihre Dialoge ermüden, ihre Milieustudien sind mittlerweile schon ziemlich abgegriffen und wiederholen sich nur wenig variierend von Roman zu Roman. Ich weiß nicht, ob mir ihre frühen Romane nur deshalb wesentlich besser gefallen haben, weil ihre Schreibweise dort noch neu war. Zumindest unterscheidet sich die typische englische Arbeiterklasse in ihren Büchern über die Jahre hinweg absolut nicht. Ob Klischee oder Realität, das sei dahingestellt, der regelmäßige Walters-Leser kennt das alles schon. Identitätskonflikte quälen den Leser eher, als das sie seine Aufmerksamkeit erhaschen. Richtig sympathische Figuren sucht man vergeblich. Die Darstellung der großen sozialen Unterschiede und die daraus resultierenden Spannungen gerade in Bezug auf Kinder gelingt ihr wie immer gut, doch auch hier ist alles wie gehabt.

Enttäuschend dann leider auch der Schluß, der mehr ungelöste Fragen zurücklässt als wirkliche Antworten bringt.

Vielleicht täte es Minette Walters gut, mal aus der Krimisparte zu Sachbüchern hin zu wechseln. Daß sie es versteht, zu recherchieren und Stories journalistisch auszuarbeiten, hat sie schon mehrfach gezeigt. Doch um wirkliche Spitzenkrimis zu schreiben, fehlt es bei ihr seit längerem schon an einem guten Spannungsaufbau.

Der Außenseiter

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Letzte Kommentare:
18.08.2012 09:12:42
eulchen

Ich habe mich durch die ersten 300 Seiten gequält, in der Annahme, dass es vielleicht mal spannend werden könnte...
Und jetzt erfahre ich hier, dass es auch noch ein offenes Ende gibt???
Das darf doch nicht wahr sein!
Die restlichen Seiten werde ich mir auf jeden Fall nicht mehr antun und stattdessen überlegen, wem ich es vielleicht schenken könnte ;-)

23.02.2011 19:15:31
bücherkrümel

Ich habe gerade das Buch zu Ende gelesen. Habe mich ein bisschen schwer getan und bin mit meinen "Vorrednern" einer Meinung. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich eines der besten Bücher von M.W.
Ein offnes Ende.?.leider!!!
Und wer war nun der "Außenseiter", Howard, Roy, Andrew oder Jonathan? Ich finde es trifft fast auf jede Figur in dieser Geschichte zu, selbst auf die weiblichen Personen.
Oder?

19.06.2010 18:16:40
Malu

Es ist nicht das erste Buch was ich von Minette Walters gelesen habe. Aber "der Außenseiter" ist nicht gerade eins ihrer besten Bücher. Da habe ich schon bessere gelesen. (z.B. die Bildhauerin oder die Schandmaske.) Es ist zäh und langatmig geschrieben. Diie Geschichte plätschert so dahin. Das Buch hat mich nicht überzeugt. Schade!!

25.09.2009 22:03:49
Lina

Das Buch war mein allererstes von Minette Walters und ich bin sehr neutral rangegangen und hab überhaupt nichts erwartet, sondern ließ die Geschichte auf mich zukommen. Ich wurde nicht unbedingt enttäuscht aber ich kann auch nicht sagen, dass ich begeistert bin. Das Buch hat unglaubliche Längen und meiner Meinung nach werden einige Abschnitte nur unnötig verkompliziert. Manche Sachverhalte werden auch etwas zu oft wiederholt. Ich hatte manchmal den Eindruck, dass die Autorin dem Leser nicht zutraut, einige Fakten in Erinnerung zu behalten, also sagt sie es lieber noch mal... und noch mal... und noch mal... Das irritiert ein wenig.
Aber im Großen und Ganzen ist das Buch nicht sehr schlecht, nur langatmig. Das offene Ende hat mich etwas überrascht, da ich das Motiv der Mörderin (oder angeblichen Möfderin) nicht so richtig nachvollziehen konnte.

10.09.2008 12:19:46
Lector

"Der Außenseiter" ist das erste Buch, das ich bislang von Minette Walters gelesen habe und ich komme zu dem Fazit: Ein tolles Buch. Ich war sehr begeistert. Der Stil ist überzeugend und sehr realitätsnah. Ich konnte das Buch - einmal angefangen - nicht wieder weglegen, nicht wegen der Spannung, sondern wegen des gewählten Schreibstils. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen.

22.07.2007 23:27:57
Krimilotte

Mehr Frust als Lust. Dieses Buch war eine Quälerei zu lesen. Langatmig und langweilig. Zum Schluss kommt der grosse Frust dann richtig auf, da hier ein offenes Ende nicht wirklich angebracht ist. Der Leser sollte für seine Tapferkeit dieses Buch durchzulesen eigendlich belohnt werden und nicht bestraft.

Schade denn Frau W. hat ja schon bewiesen das sie es viel Besser kann.

26.06.2007 16:41:17
Olaf

Sehr langatmiger und zäher Beginn, danach aber ausgesprochen guter Spannungsaufbau bis zu einem ..., ja welches Ende, die Fragen nach dem oder den Mördern bleiben gänzlich offen. Die Hauptfrage, ob Howard schuldig ist oder nicht, hätte wenigstens behandelt werden können.
Die Charakterwandlung von Jonathan ist klasse beschrieben. Von George Darstellung war ich begeistert. Lesenswert, aber viele offene Fragen.

23.06.2007 14:01:06
Claudi.OG

Fehlen mir vielleicht ein paar Seiten?? Also, da werd ich wahnsinnig. Da geht es die ganze Zeit um die Aufklärung der 2 Morde und dann.?? Nichts!!! Jetzt weiß der Leser noch immer nichts und kann sich seinen Teil denken.oder wurde hier eine Option für Teil 2 geschaffen?? So könnte man meinen! Vielleicht habe ich auch zu schnell gelesen und mir entging etwas.aber wer hat Grace denn jetzt umgebracht? Und was haben die Eltern von Louise gewußt oder getan oder verheimlicht. Das Buch hat sich gut gelesen und ich war echt auf die Auflösung gespannt, vor allem bei den Burtons, aber dieses Ende nervt mich unglaublich.

30.04.2007 05:26:18
Frau Schlämmer

Ganz ok. Nervig sind jedoch mE die email-Sequenzen, die die Story nicht weiterbringen sowie die immer wiederkehrenden Zusammenfassungen des Geschehens. Außerdem zuviele Personen, die man alle schwer identifizieren kann - ist Cill jetzt Louise oder Daisy, ist William = Billy und wer war nochmal Rachel und warum sieht Priscilla aus wie Cill, hieß aber früher Lou?
Sehr schön gezeichnet fand ich die Charaktere Andrew, George und Jonathan, die dann auch Pep in die Sache bringen. Fazit: es geht besser, schlimmer aber auch.

27.04.2007 16:40:30
Bertram Lenz

Das Buch "Der Außenseiter" zählt gewiss nicht zu den besten Werken von Minette Walters. Langatmige, zähe Dialoge und Detailschilderungen lassen den Leser ermüden und Seite für Seite auf einen Umschwung hoffen - indes vergebens. Ebenfalls verwirrend sind die Vielzahl der Namen, die sowohl die Lektüre als auch Verständnis erschweren. Kein Vergleich mit der "Schandmaske" oder anderen frühen Büchern, zumal das Thema Kindesmissbrauch schon von anderen Autoren spannender und griffiger skizziert worden ist. Schade.

10.01.2007 19:37:56
Simone

Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Es stimmt, dass der Anfang schleppend war, aber dann war es sehr spannend und interessant und hat mir super gut gefallen. Geschmäcker sind halt verschieden!!

12.05.2006 18:23:35
Sebastian

Wenn man sich langweilen und ärgern will, kann man dieses Buch lesen. Wenn man Spaß an guten Krimis hat, sollte man sich für etwas anderes entscheiden. Das einzig gute an diesem Buch ist gewesen, dass Minette Walters es mir signiert hat.
Schade, schade. 500 Seiten Zeit vertan.

19.04.2006 13:12:50
Nicole Porten

Habe mir dieses Buch bereits vor 3 Wochen gekauft, und bin total enttäuscht. Die ersten Seiten finde ich total langweilig, um nicht zu sagen langatmig.
Kann diesem Buch nichts abgewinnen , und habe es daher schnell aus der Hand gelegt.
Weiß auch nicht, ob ich es noch einmal zu Ende lesen werde( was ich sonst immer tue, auch wenn der Anfang mir nicht gefällt)

08.03.2006 14:39:38
Marita

Ich liebe die Bücher von Minette Walters sehr, doch für mich ist dieses mit Abstand das schlechteste was Sie je veröffentlich hat. Normal benötige ich 2 Tage. Bei diesem Buch habe ich 2 Monate gebraucht, was die Leute an diesem Buch spannenden finden frge ich mich wirklich. Auch wenn einigen diese Kritik nicht gefällt, so muss ich sagen, dieses Buch ist sein Geld nicht Wert. Da lobe ich mir das Eishaus oder die Schandmaske.
P.S. Habe alle erschienen Bücher gelesen!
Hoffentlich wird das nächste wieder besser!

19.10.2005 14:13:09
Marion

Ich habe das buch im original gelesen und fand es schon sehr mitreissend und erschreckend realisitsch. natürlich muss man fr walters stil mögen; durch das einflechten von zeitungsausschnitten, berichten, briefen etc wird man beim lesen immer wieder mit unterschiedlichen stilen sowie sichtweisen konfrontiert - aber gerade das macht für mich das lesen umso interessanter. sicherlich ein absolut lesenswertes buch meiner meinung nach.

09.10.2005 09:14:56
Wonni

Normalerweise verschlinge ich die Bücher von Minette Walters sofort. Bei diesem Buch ist das ganz anders, ich habe es nun schon zum 2. mal angefangen und ich kann ihm diesmal keinen guten Stoff abgewinnen. Es ist sehr langatmig geschrieben, es geht so gar nicht von der Hand. Schade! Aber vielleicht wird das nächste wieder so, wie die ersten in dieser Reihe.

11.08.2005 09:18:59
jutta

Nicht so zufrieden wie sonst im roman; ich bin der gleichen meinung wie herr Kümmel.
Aber eine ganz andere seite: Den roman kenne ich nur über das hörbuch. Eine gute sache, wenn man nicht mehr gut lesen kann! Und in diesem fall bin ich sehr begeistert! Herr Jürgen Tarrach hat seine sache gut gemacht: Irgendwie war ich dabei: im text - und in den dialogen. Jede person war für sich selbst da; männer und frauen in jeder situation. Sicherlich ist das eine schwierigkeit, dies zu erreichen. Die sprache mit dem sprechen; - und was man damit alles machen kann...! Und muss....!
Also: einen schönen dank hat er verdient an dieser stelle. Und einen wunsch gibt es dazu: Davon will ich mehr!!!
Ein tipp: Ein vergnügen, mit dem ohr zu hören eines textes: Eine neue sicht der dinge!

24.07.2005 17:09:51
Volker Wende

Einer ihrer besten Romane in seiner Vielschichtigkeit der Charaktere und in der Beschreibung der Polizei und Gerichtsbarkeit, wie ich sie leider auch über Jahrzehnte immer wieder in ähnlicher Form in Deutschland erlebt habe. es wird nie Der Schuldige sondern immer nur Ein Schuldiger gesucht, gefunden und zur gesellschaftlichen Beruhigung der Massen denselben zum Fraße vorgeworfen.
Nur wer diese gesellschaftliche Realität nicht in und an sozialen Brennpunkten Tag für Tag erleben muss, kann Minette Walters Realitätsferne vorwerfen. Für mich erschreckend realistisch und ungeschminkt dargestellt.

08.07.2005 14:28:10
Lars Nußbaum

Lieber Michael, hättest du mal durchgehalten. Dann wärst vielleicht auch du zu der Einsicht gekommen, hier den vielleicht besten Roman von Minette Walters in Händen zu haben. Nach meiner begeisterten Frau habe auch ich den Außenseiter am vergangenen Wochenende gelesen und ich bin ebenso von diesem Buch in seinen Bann gezogen worden. Sprachlich und vor allem stilistisch ist dieses Buch vorzüglich konzipiert. Ganz sicher nicht so spannend, aber deutlich hochwertiger als ihre frühen Bestseller. Minette Walters hat sich eindeutig aus einer Schreibkrise befreit (vgl. In Falmmen, Schlangenlinien) und mit dem Außenseiter eine Meisterschaft errungen.

Ich hätte mir gewünscht, dass die krimi-couch hier ihre erfahrene Rezensentin Sabine Reiss zu Wort kommen ließe, die mir eher ein Händchen für diese Art von Kriminalliteratur zu haben scheint. Ich kenne nur wenige Männer, die sich auf Minette Walters einlassen können. Daher überrascht mich die abkanzelnde Meinung eines Herrn Kümmel nicht. Zu ihrer Info, der Roman wurde vor Wochen von Literaturkritiker Dennis Scheck als das beste in den Top 10 der deutschen Bestsellerlisten gepriesen. Zu Recht!

08.07.2005 01:31:42
Michael

Ich mag Bücher von Minette Walters sehr gerne. Nur was sie sich hier geleistet hat untertrifft alles bisher dagewesenes. Langweilig von der ersten bis zur 100. Seite. Dort habe ich aufgegeben weiterzulesen. Sorry, aber ich hoffe, das nächste hat wieder die erwartete Qualität.

10.06.2005 17:30:39
Hans

Es tut mir leid, eine abweichende Meinung äußern zu müssen, denn ich mag vor allem die ersten Bücher von Minette Walter wirklich sehr. Dieses Buch hat mich leider gar nicht vom Hocker gerissen. Klar, im Buch sind interessante Milieudarstellungen. Aber das ist doch ein Roman, keine journalistische Recherche. Ich habe mich echt gezwunden, durchzuhalten, das Buch zu Ende zu lesen. Sorry

09.06.2005 09:01:13
Eva Aeschimann

Ein richtiger Krimi-Wonneproppen! 512 spannende Seiten. Once more - Minette Walters at her best! Diese Frau recherchiert so gut, da kann noch mancher Journalist einiges lernen. Und auch die Hörbuchfassung, gelesen von Jürgen Tarrach, ist erste Sahne! Zum Wiederhören und Wiederlesen!

24.05.2005 08:35:31
Conny

Ein sehr dicht geschriebenes, spannendes Buch! Es wird an keiner Stelle langweilig. Besonders beeindruckend fand ich die Charaktäre der Hauptpersonen, die sehr detailiert und farbenreich beschrieben sind!

03.05.2005 12:56:59
glendambo

Eine Mischung aus sachlichen, interessanten Berichten nach dem Motto \'Fakten, Fakten, Fakten\' und einem Roman mit einer unglaublich amüsanten Erzählweise (Sprache).
Sicherlich Geschmackssache, ich finde es einfach köstlich.

29.03.2005 16:14:02
Karin Schönenberger

Wieder mal ein Volltreffer von
ihr (konnte man ja nicht so un-
bedingt von all ihren Büchern sagen), "Der Außenseiter" ist
allerdings dafür neben "Das
Eishaus" und "Die Bildhauerin"
eines ihrer besten, da sehr
mit Briefen, Zeitungsartikeln
etc.geschrieben wurde, muß
man sich allerdings ein bißchen
reinhängen, teilweise kann man
auch (so ab Seite 300 aufwärts)
etwas den Überblick verlieren,
langweilig wird es aber nie.
Das Gute ist halt (aber nie so
teilweise bißchen krass wie z.B.
bei Henning Mankell!!), daß nicht
nur ein guter Krimi, sondern auch eine gute Milieustudie
geschrieben wurde, d.h.die
typische englische Arbeiterklasse wird durchleuch-
tet, also nicht nur spannend,
sondern auch echt interessant;
Fazit: unbedingt lesen!!

01.03.2005 17:58:46
Ulrike Müller

Nach dem eher bräsigen Landhaus-Krimi Fuchsjagd legt Minette Walters jetzt wieder einen "Sozio-Krimi" ähnlich dem Nachbarn vor: mit alten Interviews, Briefen, Zeitungsberichten und neuen Ermittlungen legt sie verwirrende Spuren aus, sie beleuchtet den Fall aus verschiedenen Blickwinkeln und die Gewissheiten von Gut/Böse, Täter/Opfer verschieben sich: spannende Lektüre! *****