Die schöne Hand des Todes

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • Mailand: Mondadori, 1998, Titel: 'Singapore Sling', Seiten: 234, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2005, Seiten: 288, Übersetzt: Ulrich Hartmann

Couch-Wertung:

62°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:76
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":1,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Peter Kümmel
Schauplatz mit vielfältiger Kultur

Buch-Rezension von Peter Kümmel Dez 2004

Singapur, ein kleiner Staat am Ende der malaiischen Halbinsel mit vielfältiger Kultur, ist Schauplatz des Kriminalromans von Giancarlo Narciso. Chinesen, Malaiien, Japaner und Inder bevölkern das Land, doch zwei junge Italiener stehen zunächst im Mittelpunkt der Geschichte.

In einer Buchhandlung lernten sie sich kennen. Da war zum einen Rodolfo Capitani, der Erzähler des Buches, ein Weltenbummler, der, nachdem er Frau und Sohn verlassen hat, bereits in Mexiko gearbeitet hat und nun seit ein paar Jahren in Singapur sein Glück versucht als freiberuflich tätiger Übersetzer. Und da war zum anderen Marco Valbusa, der Yuppie-Typ, Cabriofahrer und Leiter einer italienischen Baufirma. Die beiden waren sich auf Anhieb sympathisch und verbrachten fortan ihre Freizeit gemeinsam, indem sie nachts durch die Kneipen zogen. Außerdem verschaffte Marco seinem Freund Arbeit, indem er ihn geschäftliche Papiere seiner Firma übersetzen ließ. Begleitung hatten die beiden gelegentlich durch Marcos attraktive, aber unnahbare chinesische Freundin Diana.

Dann steht Marco plötzlich eines Nachts vor Rodolfos Tür und ist völlig verzweifelt. Er fürchtet um sein Leben und bittet seinen Freund um einen Gefallen. Er hinterlässt diesem einen Schließfachschlüssel und bittet ihn, die Briefe, die er in dem Fach vorfinden wird, abzusenden, falls ihm etwas zustossen sollte. Außerdem übergibt er Rodolfo noch 200.000 Singapur-Dollar, die er dafür benutzen soll, Dianas Flucht nach Mexiko zu organisieren, da diese angeblich das Eigentum eines japanischen Geschäftsmannes sei.

Weisheiten vor dem "Tempel der himmlischen Glückseligkeit"

Rodolfo bleibt zunächst etwas verstört zurück, der große Schock sollte allerdings am kommenden Tag folgen, als er in der Zeitung Marcos Foto als Opfer eines Autounfalls findet. Von nun an ist Rodolfos Leben auf den Kopf gestellt. Ihm wird klar, dass man ihm eine Rolle in einem teuflischen Spiel zugedacht hat, doch durchschaut er dessen Regeln nur sehr langsam.

Narciso führt den Leser in einen Kulturkreis, den wohl nur die wenigsten kennen werden. Ein kleines Land mit strengen Gesetzen wird zum Schauplatz von Verbrechen, hinter deren Fassade man zunächst nicht so recht zu blicken vermag. Auf Rauschgiftbesitz steht die Todesstrafe und selbst Kaugummikauen ist in Singapur verboten. Doch hinter welche krummen Geschäfte ist Marco Valbusa wohl gekommen, dass er um sein Leben fürchten musste? Mag er selber ein Erpresser gewesen sein? Der Autor gibt einen Einblick in die Multikultur, ohne daß der Leser jedoch wirklich in die Atmosphäre eintauchen könnte. Dazu wird zu wenig vertieft. Ein paar Weisheiten vor dem "Tempel der Himmlischen Glückseligkeit", ein schneller Blick hinter die Kulissen der Prostitution, kurze Einkaufsbummel in den Straßen der Großstadt und ein paar Restaurantbesuche sind doch etwas wenig für einen Autor, der selber mehrere Jahre in Singapur verbracht hat.

Der überraschende Schluß entschädigt ein wenig

Besser gelingt ihm die Beschreibung seiner Charaktere, insbesondere den seines Protagonisten Rodolfo, der seinen Platz noch nicht gefunden hat und dessen Einsamkeit spürbar wird. Dennoch wird einem keine der Figuren so recht sympathisch.

Spannung bezieht der Plot hauptsächlich aus dem Wissen, dass etwas faul ist, nicht aber aus packenden Szenen. Dazu fehlt der Story einfach das Tempo und dem Schreibstil des Italieners die nötige Abwechslung. Gelegentlich wird man von der relativen Eintönigkeit der Sprache ein wenig eingelullt. Dafür entschädigt jedoch der überraschende Schluß für manchen Hänger.

Insgesamt ist "Die schöne Hand des Todes" kein schlechter Roman, doch irgendwie nicht ganz das, was man aufgrund des Klappentextes hätte erwarten können.

Die schöne Hand des Todes

Die schöne Hand des Todes

Deine Meinung zu »Die schöne Hand des Todes«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
02.07.2005 22:22:20
Kristina

ich habe dieses Buch in einem Zeitschriften handel am Bahnhof gekauft! Ich hatte mir zwar durch die Buchbindung ein anderes bild von diesem Buch gemacht! Hatte mich jedoch überrascht als ich darin lass! Das Buch hatte mich in wahrstem Sinne des Wortes gefangen! Egal was ich tat immer hatte ich es in der hand! Ich habe mässige Beruteilungen über dieses buch gelesen! Aber mich hat es fasziniert, ich kann es nur weiter empfehlen! Man Sollte Nariciso\'s Bücher alle übersetzten, wenn sie alle so gut sind wie "die schöne Hand des Todes" dann werde ich sie alle Lesen! Ich werde mir in nächster zeit das Buch "der Traum eines einsamen Mörders" bestellen, je nach dem wenn ich zeit finde! Großartig! mehr kann ich dazu nicht sagen!