Der Name der Rose

Erschienen: Januar 1982

Bibliographische Angaben

  • Mailand: Bompiani, 1980, Titel: 'Il nome della rosa', Originalsprache
  • München: Hanser, 1982, Seiten: 654, Übersetzt: Burkhart Kroeber

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Ein italienisches Benediktinerkloster im Mittelalter. Der Franziskaner William von Baskerville und sein Novize Adson aus Melk sind in diplomatischer Mission unterwegs. Sie sollen im prächtigen Kloster eine politisch brisante Konferenz von Gesandten des Papstes und Mitgliedern des Franziskanerordens vorbereiten. Doch unmittelbar nach ihrer Ankunft geschieht ein Mord. Und er bleibt nicht der einzige, eine ganze Mordserie folgt. Wer aber ist der Mörder? Und welche Motive gibt es für die Taten? Der erfahrene William wird beauftragt, sie aufzuklären. Sogleich macht er sich auf die Suche nach Spuren. Dabei stößt er auf eine mysteriöse Bibliothek und den greisen Jorge von Burgos, den rätselhaften Herrn der Bücher. Was hat dieser mit den Morden zu tun? Und was ist das für ein einzigartiges Buch, das er so eifersüchtig bewacht, als habe es geradezu magische Kräfte?

Der Name der Rose

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Letzte Kommentare:
08.02.2010 22:31:12
Sandra

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass ein Leser, der einen \'Whodunnit Pageturner" lesen möchte und erwartet, einen solchen im Namen der Rose vor sich zu haben, enttäuscht wird. Aber meiner Ansicht nach ist dies nur eine Frage der fälschlichen Erwartung, denn Eco bedient sich der Methoden der Kriminalliteratur, aber er schreibt, zumindest meines Erachtens, keinen. Das Buch lässt sich auf zahllose Lesarten interpetieren, und nur die erste, augenfälligste, ist die des Krimis. Das Treffen zwischen päpstlichen und kaiserlichen Gesandten ist weitaus mehr als ein Vorwand des Schöpfers, William von Baskerville an den Schauplatz einer Verbrechensserie zu bewegen. Meiner Meinung nach geht es auch nicht in erster Linie um die Wissensschau eines Mediavisten, zu zeigen, wie kenntnissreich er hinsichtlich Zeit und Theologie ist. Allein die Art und Weise, WIE dieser "Disput" geführt wird, ebenso wie die Formulierung der Argumente, ist ein kluger Kommentar zur Diskussion über die "Wahrheit", egal auf welcher Ebene und in welchem Zeitalter sie geführt wird. In diese Perspektive auf den Text greift auch Jorge von Burgos\' grundlegendes Motiv, diese Mordserie überhaupt zu ersinnen und in Gang zu setzen: es solle also Wahrheiten geben, die nie ans Licht der Welt kommen dürfen, sei es nun aus religiöser Pietät, der Staaträson, und wie so oft in solchen Fällen soll auch der Zweck die Mittel heiligen.
Ich könnte mich ewig darüber auslassen, da ich dieses Buch mehr liebe als jedes andere; ich habe es mit elf das erste Mal gelesen (weil mir verboten worden war, den damals berühmten Film zu sehen) und mindestens zwanzig Mal seitdem, und jedes Mal aufs Neue entdecke ich eine neue Lesart für mich, eine neue Perspektive auf den "Sinn", den der Autor im Sinn gehabt haben mag.
Noch ein kurzer Nachtrag zu den "Abschweifungen" - ich halte diese gar nicht für Abschweifungen. Tatsächlich lassen sie sich alle auf ihre Art den verschiedenen "Motiven", die hier abgehandelt werden, zuordnen, wie zum Beispiel die Rede des Abtes über die subtile Sprache der Edelsteine sowohl den \'Plot\', als auch einige der Charaktere und ihre Persönlichkeit näher beleuchtet. Jeder Teil des Buches wurde nicht ohne Grund geschrieben, ausgewählt und beibehalten, zumindest so wie ich den Text verstanden habe.

12.01.2010 17:09:04
Flooooreeence

Ich finde das Buch ist super - total empfehlenswert für Leser, die gerne Krimis lesen und nebenbei noch über diese Zeit bescheid wissen wollen. Dennoch hab mich die seitenlang hingezogenen Lateintexte gestört, die ich direkt umgeblättert habe :D da ich kein Latein kann :)
trotzdem ist das buch lesenswert ! also keine scheu vor den vielen seitenzahlen ;)5/5 Sternen

25.11.2009 14:46:47
Stefan83

Nun wie beginnt man die Rezension zu einem Meisterwerk der Literaturgeschichte, einem modernen Klassiker, den eigentlich jeder, und sei es nur dank der Verfilmung aus dem Jahre 1986, kennt? Mir fiel der Einstieg nicht leicht und es hat eine ziemlich lange Zeit gedauert, bis ich nach Beendigung der Lektüre von "Der Name der Rose" etwas halbwegs Brauchbares auf Papier bringen konnte. Zu bewegt, berührt und in Bewunderung gefangen, hat mich dieses Buch zurückgelassen.

Ecos erster großer Roman, der ihm gleich weltweiten Erfolg brachte, ist sicherlich alles andere als ein geeigneter Lesestoff für Zwischendurch. Wer die filmischen Szenen mit Sean Connery in der Hauptrolle des William von Baskerville in Erinnerung hat, wird erstaunt sein, als wie viel komplexer sich die literarische Vorlage erweist. "Der Name der Rose" ist intellektuelle und philosophische Hochliteratur, welche dem Leser ein großes Maß an Geduld abverlangt, die aber auch gleichzeitig den Beweis antritt, dass ein Autor, der über Jahre hinweg ein wichtiger Vertreter der Semiotik und führender Kritiker in Italien gewesen ist, sein theoretisches Wissen über die Niederschrift guter Bücher in die Praxis umzusetzen vermag. So sei jedem, den bereits der Film gefallen hat und der gewillt ist auch ein wenig mehr Zeit in ein Buch zu investieren, dieses Werk ans Herz gelegt, dessen Handlung hier für die Unkundigen nochmals kurz angerissen sei:

Es beginnt im späten 14. Jahrhundert, wo sich, an der Schwelle des Todes angekommen, der greise Mönch Adson in seiner Zelle des Klosters zu Melk (im heutigen Österreich) an eine denkwürdige Begebenheit aus seiner Jugend erinnert: Im November des Jahres 1327 besucht er gemeinsam mit dem Franziskanerpater William von Baskerville, unter dessen Obhut er steht, eine Benediktinerabtei im ligurischen Appenin. Dort sollen sich die führenden Köpfe des Franziskanerordens mit einer Gesandtschaft des Papstes Johannes XXII. treffen, um theologische Fragen des Für und Wider der Armut der Kirche zu erörtern und damit gleichzeitig die Machtpositionen abzustecken. William fungiert dabei als Gesandter des damaligen Kaisers Ludwig IV., der die Forderung der Minoriten nach theologischer Anerkennung der Armut Christi unterstützt, weil er sich davon einen Vorteil im Machtkampf mit dem prunksüchtigen Heiligen Stuhl erhofft. Bevor es jedoch überhaupt zu dem politisch-theologischen Treffen kommen kann, bittet der Abt des Klosters den für seinen Scharfsinn bekannten Bruder William (ein früherer Inquisitor, der das Amt freiwillig niedergelegt hat), um die Untersuchung eines mysteriösen Todesfalls. Ein Mönch scheint auf äußerst ungewöhnliche Weise Selbstmord begangen zu haben. William, der sich gemeinsam mit Adson prompt an die Arbeit macht und Nachforschungen anstellt, sieht sich bald mit einer ganzen Reihe von Morden konfrontiert, die stets nach den sieben Posaunen der biblischen Apokalypse inszeniert zu sein scheinen.

Und die Zeit drängt, denn mit der Ankunft der päpstlichen Legation, kündigt sich auch die von Bernard Gui an. Ein alter Widersacher Baskervilles und glühender Verfechter der heiligen Inquisition...

Analog zu diesen bereits erwähnten sieben Posaunen ist auch das Buch in sieben Tage unterteilt, welches Elemente des Schauer- und Detektivromans ebenso beinhaltet, wie philosophische und literarische Anspielungen, und damit Merkmale des klassischen Bildungsromans. Überhaupt lässt sich Ecos Werk nicht konkret einem Genre zuordnen. Es behandelt Fragen der Kultur, Religion und Geschichte des späten Mittelalters, thematisiert aber gleichzeitig auch die Empfindungen und Gedanken der einzelnen Figuren, welche als Gerüst einer Handlung dienen, die in ihren Verzweigungen epische Ausmaße annimmt. Für den Leser ist es hier nicht immer einfach den Überblick und damit den roten Faden der Handlung im Auge zu behalten. Seitenlange Dialoge und Monologe. Ganze Absätze in Latein. Ungeduldige werden das Buch wohl bereits nach wenigen Seiten in die Ecke geknallt haben. Wer sich jedoch Zeit nimmt, sogar rückblickend manches überdenkt und sich auf Ecos Stil einlässt, wird bald mit jeder Zeile in eine äußerst dichte und verdammt spannende Geschichte hineingezogen. Trotz der ausführlichen Schilderung größerer Konflikte und der Thematisierung theologischer Fragen (Häresie, Dolcinianer, Aristoteles Werke), welche ein komplexes und vielfarbiges Bild des mittelalterlichen Lebens in mehreren Verzweigungen und Nebenlinien zeichnen und die meiner Meinung nach die Lektüre dieses Buches erst so kostbar machen, bleibt die Aufklärung des Verbrechens stets der erzählerische Hauptstrang des Romans. Und der lebt natürlich in erster Linie von den beiden Hauptfiguren.

William von Baskerville ist dabei, man kann es schon am Namen erahnen, ganz deutlich dem Vorbild des literarischen Meisterdetektivs Sherlock Holmes nachempfunden, mit dem er nicht nur seine Vorliebe zur Beobachtung und Deduktion, sondern auch ein paar anatomische Gemeinsamkeiten (z.B. die schmale Adlernase) teilt. William ist seiner Zeit voraus, ein Visionär, der jedoch nie anachronistisch wirkt und sich trotz anderen Denkens perfekt in die Gemeinschaft seiner Ordensbrüder einfügt. Auf der anderen Seite wiederum steht Adson von Melk, der Erzähler, welcher die Geschehnisse aus Sicht seiner damaligen jugendlichen Erfahrung schildert und als staunender Beobachter gleichsam als Identifikationsfigur für den Leser dient. An seiner Seite erlebt man die Geschehnisse rund um das Benediktinerkloster und lässt sich gefangen genehmen von einer Geschichte, die bis zur letzten Seite aufs allerbeste und spannendste unterhält. Das Ende macht dann nicht nur sprachlos und nachdenklich, sondern setzt die Krone auf ein in allen Belangen faszinierendes Buch.

Insgesamt ist "Der Name der Rose" ein literarisches Meisterwerk, das von seiner sprachlichen Qualität und der enormen Tiefe lebt. Ein Buch, das sicherlich Aufmerksamkeit und Mitdenken erfordert, aber dafür auch lehrreiche Stunden bietet, ohne zu belehren. Ausgezeichnet recherchiert, sprachlich gewandt und nicht zuletzt auch erstklassig übersetzt. Ein Roman, welcher die Phantasie anregt und der für alle Zeiten einen besonderen Platz in meiner ganz privaten Bibliothek einnehmen wird.

08.02.2009 11:51:52
Gaspar

Ein Klassiker des Kriminalromans, der auch ein Subgenre ähnlicher Geschichten hervorbrachte. Trotz seiner Schwierigkeit wurde das Buch zum absoluten Bestseller. Das Buch ist zugegebenermaßen dick und nicht so seicht und leicht geschrieben wie viele andere. Wer Latein beherrscht, liest schneller. Der Stil besteht zuweilen aus nicht enden wollenden Aufzählungen, was auch auf mich leicht ermüdend wirkte. Ansonsten war dieses Mysterium genau das, was ich suchte. Da Eco sehr genau recherchiert hat, wusste ich nach Abschluss mehr über das Mittelalter als vorher und das ist für mich ein Gewinn.

31.03.2008 12:44:03
Jenny*

also ich muss in zwei wochen darüber ein referat halten ich habe angefangen es zu lesen vor ungefähr eienr woche ^^ bin erst auf seite 200 dennoch möchte ich nach dem ganzen vorwort natürlich jez da es spannend wird wissen wer gewinnt deshalbe hatte ich mir das hör buch ausgeliehen das is auch etwas schwer zu verfolgena ber es geht zudem is dort halt auch wirklich nur das wesentliche enthalten und so msus ich mri ncih das ganze drum rumgelaber antun;-)also ich empfehle jedem der zwar krimis mag dennoch das hörspiel und nicht das buch da es wirklich oft stellen sind wo einfach nicht zur handlung in dieser spezillen situation passen...naja alles in allem ist es ganz spannend und wenn man krimis mag dann ist es auch hörens wert;-) lg jenny

09.06.2007 17:29:39
Katarina

Ich lese gerade "Der Name der Rose" und mir platzt bald der Kragen. Zwar bin ich schon auf S. 500 angelangt, dennoch frage ich mich: Warum muss Eco nur so viel Belangloses über die Kirchengeschichte in einen Krimi hineinbringen? Wenn er schon so viel bescheid weiß über die Ketzer, Fra Dolcino und gewisse Kirchenbewegungen aus dieser Zeit, warum dann in einen Krimi verpacken??? Ich bin an das Buch mit großer Vorfreude hingegangen, da ich Krimis über alles liebe und verschlinge, der Plot dieser Geschichte ist ja an und für sich sehr gut, doch, wie gesagt, das dauernde seitenlange Gelabere über die Historik der Kirche geht mir so dermaßen auf die Nerven, dass ich schon ziemlich oft knapp davor das Buch nicht mehr weiter zu lesen.

Natürlich gibt es sicher viele, die diese Geschichte anspricht. Mich aber leider nicht!

07.03.2007 22:10:40
arp

man denkt wirklich macnhmal "jetzt komm mal wieder zurück zur handlung" aber das ist gerade das geniale. denn es ist typisch für schreiber lateinischer texte, so weit und oft auszuschweifen und aufzuzählen. macht den roman also authentischster als vieles andere

16.02.2006 16:08:39
Lili D.

Ich finde das Buch sehr interessant, aber die Lateintexte haben mich gestörrt. Ausserdem finde ich es toll, dass William von Baskerville nicht wie andere Dedektive dargestellt ist wie z.B Bärlach (der Richter und sein Henker). Eigentlich mag ich Krimis nicht,aber der Name der Rose ist sehr spannend.

01.11.2005 16:00:09
leseratte

Es wurde hier soviel über das Buch gesagt, was soll meine Meinung noch beitragen? Aber ich kanns nicht lassen: DAS BUCH IST FANTASTISCH!

Klar, ein seltener Leser wird das Buch nicht mögen (wird wahrscheinlich hier auch nicht vorbeikommen). Denn es gibt viele Passagen, wo man einen langen Schnauf braucht. Tja, eine grosse Portion Offenheit gegenüber der mittelalterlichen Geschichte im Allgemeinen und der Kirchenhistorie im Speziellen wir wohl auch unabdingbar sein. Doch wie wunderbar ist es, dass man Kulturgeschichte gratis mitgeliefert bekommt?

Besonders erwähnenswert finde ich (um einen zusätzlichen Beitrag zu den anderen Meinungen hinzuzufügen), dass in diesem Buch neben der psychologischen Spannung auch eine Art Thriller-Spannung gibt. Die Szene, wo William und Adson durch die Bibliothek streifen ist einfach Weltklasse und Steven King, John Grisham und Konsorten ebenbürtig.

29.08.2005 16:00:30
Der Nuntius

Beim Namen der Rose handelt es sich ohne Zweifel um eines der genialsten Bücher, die je geschrieben wurden.
Eco versteht es ausgezeichnet, mehrere Handlungsstränge neben- und inneinander fliessen zu lassen.

Mag sein, dass der Text ab und an sehr fachlich und speziell wird, doch die Behauptung aufzustellen, ohne diese Stellen käme ein "kurzer aber spannender Roman zutage" (s.o.) halte ich für absurd, da diese Stellen den Roman ergänzen, vorantreiben und ihn zu einem lesenswerten Buch machen. Wer die \'Nachschrift zum Namen der Rose\' gelesen hat, weiss, dass sich Umberto Eco durchaus Gedanken darüber gemacht hat, wie er Leser, die einen krachenden und blutigen Kriminalroman erwarte, nicht enttäuscht. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb er dem Roman letztendlich nicht den Arbeitstitel trug: \'Die Abtei des Verbrechens\'.

Ein faszinierendes Faktum im Roman ist die Tatsache, dass Eco dem Leser weismacht, vor ihm liege die "deutsche Übersetzung meiner italienischen Fassung einer neugotisch-französischen Version einer im 17. Jahrhundert gedruckten Ausgabe eines im 14. Jahrhundert von einem deutschen Mönch auf Lateinisch verfassten Textes", so dem Leser also glauben gemacht wird, es handele sich um eine wahre Geschichte (die ja dann so realistisch und glaubwürdig geschildert wird, dass man es tatsächlich fuer eine solche halten könnte), sowie dass einige Passagen, insbesondere die Liebesszene zwischen Adson und dem Bauernmädchen, aus diversen Zitaten aus verschiedensten Werken irgendwelcher Autoren (mochten sie auch teilweise nicht zeitgenössisch aus der Sicht Adsons sein) zusammengezimmert wurden. Doch dadurch, dass das Werk ja angeblich, wie im Vorwort bemerkt, durch die Jahrhunderte gegangen und hier und da Änderungen erfahren hat, zieht sich der Autor geschickt aus der Affäre.

Der Name der Rose ist ein Buch, welches durchaus mehrmals gelesen werden sollte, um es in vollem Umfange zu begreifen, nicht zuletzt weil es voller Anspielungen auf antike, mittel- und neuzeitliche, literarische und reale Personen und Ereignisse ist

Umberto Eco ist mit diesem Buch eines der gewaltigsten Meisterwerke der Weltliteratur gelungen.

07.07.2005 18:10:04
Hansi

Grundsätzlich ein zwar spannendes Buch, wenn da nicht ein dickes "aber..." folgen würde. Ich habe Bücher mit der gleichen Seitenanzahl in einem Viertel der Zeit gelesen. Es ist teilweise derart schwer und zäh zu lesen, dass man die Lust verlieren könnte. Vor allem verzweigt der Autor immer wieder in Belanglosigkeiten und seitenlangen Aufzählungen. Wenn man diese Teile der Story - die eh unwichtig sind für die Frontstory - rausstreichen würde, käme ein kurzer aber spannender Roman zutage...

06.06.2005 17:37:21
Matthias

Der Roman verspricht eindeutig mehr als es hergibt. Zwar erweckt die Story beim Leser ein gewisses Verlangen weiter zu lesen, dieses wird allerdings durch die unzähligen viel zu sehr detailierten Beschreibungen von Wahrgenommenen, sowie die oftmals plumpen Zitate wieder zu nichte gemacht. Letztlich ist man dann doch froh, wenn man durch ist...

15.05.2005 17:40:39
Metal Heart

Das Buch sollte von jemandem gelesen werden der einen literarisch hohen Standpunkt besitzt und ein grosses Auffassungsvermögen für sprunghafte und komplizierte Inhalte hat. Es ist ausserdem mühsam, dass man sich die Hauptpersonen von Anfang an fast auswendig einprägen muss, um beim Lesen nicht immer die Seite mit der Personenbeschreibung aufzuschlagen, da man ja wissen muss, welche Eigenschaften die verschiedenen Personen besitzen. Die vielen Stellen mit den Fremdwörtern oder besser gesagt mit den "Fremdsätzen" braucht extrem viel Geduld und eine Vorraussetzung vom Beherrschen von den Fremdsprachen: Französisch, Italienisch, Englisch und Latein.
Wer aber glaubt diesen Aspekten gewappnet zu sein und vielleicht ein gewisses Faible für das Mittelalter mitbrintgt, den erwartet ein Buch, das in seiner Geschichte einen hohen Stellenwert verdient und einem einen grossen mittelalterlichen Einblick gewährt!

12.05.2005 20:53:25
caca

Das genialste an diesem historischen Roman ist, dass er aus der Sicht eines Chronisten des Mittelalters geschrieben ist. (Adson von Melk)

Aus diesem Grund mag es auch für viele schwierig zu verstehen sein.

Endlich gelingt es einem Autor die Stimmung und die Philosophie dieser Zeit in einem Roman einzufangen ohne irgendwelche Wertungen aus heutiger Sicht darin einzuflechten.
Selbst der Gelehrte William von Baskerville der von anderen Handlungsträgern wegen seiner verrückten, fortschrittlichen Gedanken belächelt wird, würde heute als verstockt und engstirnig gelten.

Eco beweist mit seinem Werk seine unvergleichliche Kenntniss des Mittelalters und das Gabe sich in diese Zeit hinein zu versetzen.

Wenn nicht dieses Buch lesen, welches dann?

03.05.2005 12:58:49
Pascal

Habe jetzt endlich meine vorzeitige Erbschaft gelesen. Leider habe ich mich doch sehr gelangweilt. Stellenweise ist es spannend, gerade dann, wenn sich das Buch mit dem Film trifft, aber ansonsten kam ich mir in diesem historischen Theologiestudium sehr verloren und unterbelichtet vor.

Als sehr mühsam empfand ich die ständige Nachschlagerei. Zur Erklärung, da mir die aktuelle Ausgabe nicht geläufig ist: Ich habe die 18. Auflage von 1983 (immer noch als HC!) gelesen. In dieser sind am Ende des Buches zwei Anhänge. Einer mit Übersetzungen lateinischer Phrasen, nach Seitenzahl sortiert und ein weiter in Form eines Vokabulars. Alphabetisch geordnet, ohne Zuordnung zu einer Textstelle. Also, statt die Erklärung in die Fusszeile der entsprechenden Zeile zu drucken, ist man ständig am blättern.

11.04.2005 16:52:52
Maren

Übrigens, zum Namen des Buches: Um den Titel verstehen zu können, ist die heute kaum noch bekannte Bedeutung der Rose als Symbol wichtig. Während heute eine Rose als Zeichen der Liebe gilt, stand sie insbesondere im Mittelalter für die Liebe bzw. für die Liebe zu einer Frau, wenn nicht sogar für die Wollust. Insofern spielt der Titel auf die - auch sexuelle - Liebe des Hauptcharakters Adson von Melk zu einem gewöhnlichen Mädchen an, deren Namen er nie erfährt. (wikipedia.org)

11.04.2005 16:44:53
Maren

Ich bin in der 11. Klasse eines Gymnasiums, wir haben das Buch im Unterricht gelesen. Die reine Handlung des Buches ist sicherlich sehr spannend. Allerdings finde ich es für einen "normalen" Menschen schwer zu verstehen. Ohne das Buch im Unterricht zu besprechen, hätte ich bei weitem nicht so viel verstanden. (Was vielleicht auch an meinem Alter liegen mag.) Das ist natürlich für viele auch ein Reiz das Buch zu lesen. Aber jemandem, der Bücher nur liest, danach ins Regal stellt und nicht weiter darüber nachdenkt, würde ich es nicht empfehlen. Ich bin davon überzeugt, dass Eco ein Genie ist, aber für meinen Geschmack erzählt er viiiel zu detailiert. Alles wird haarklein beschrieben, auch Hintergrundinformationen, und das langweilt manchmal sehr. Man hat die ganze Zeit das Gefühl: "Mensch, jetzt komm doch endlich mal zur Sache". Außerdem ist es wichtig zu sagen, dass das Buch KEIN TYPISCHER KRIMI ist!

30.03.2005 19:18:18
Cansu Azman

Ich bin in der 9.Klasse! Und Krimis sind angesagt also haben wir uns vorgenommen dieses Krimi zu lesen ! Ich finde es sehr spannend...
Ich bin 16 Jahre alt, also ist es nicht nur für erwachsene gedacht!!!!!
Aufjedenfall empfehlenswert!!
Viel Spaß beim lesen an alle!!
Eure Cansu Azman

29.03.2005 10:14:11
Carry

also ich find das buch einfach nur spitze.
stimmt schon, sind oft schwierige phrasne dabei, aber doch immer recht interessante und welche von denen man wirklich war lernen kann.
teilweiße fand ich das buch auch witzig...
nur eine frage bleibt mir nach dem lesen noch offen, woher kommt der titel "der name der rose" eigentlich?? ist er wirklich auf "das mädchen" bezogen, das spielt aber eigentlich gar keine sooo große rolle

23.03.2005 10:48:17
angela

es ist ein spannender krimi!
warum passiert das ganze in einem kloster???
viele fragen tretten auf!
man macht sich gedanken über das buch und das leben!
ich gebe euch einen tip last euch dieses buch nicht endgehen!!!

08.03.2005 09:02:20
Lars@Krimi-Couch

Lieber anonymer Schreiberling,

wo steht denn hier etwas von einer Empfehlung der Krimi-Couch??? Eine Empfehlung von unserer Seite zeichnet sich zum einen durch eine ausführliche Besprechung und zum anderen durch eine hohhe Krimi-Couch-Wertung aus. Zu "Der Name der Rose" kann ich hier keine Rezension entdecken und die Krimi-Couch-Wertung steht auf "---".

Die 79°, die Du offensichtlich als zu niedrig empfindest, ist eine Durchschnittswertung von Usern wie Dir, die sich bis dato aus 28 Stimmen errechnet.

Wenn Du also hier schon etwas nicht mehr "ernst nehmen" kannst, dann maximal die Meinung von Lesern, die sich zu den Büchern auf der Krimi-Couch äußern. Was wir von der Krimi-Couch selbst zu einem Buch sagen und was wir davon halten, hat mit dieser Durchschnittswertung nichts zu tun.

Lars

08.03.2005 03:51:58
habe ich vergessen

Jeder kennt wohl Psycho von Alfred Hitchcock. Seine größte Stärke hat der Film inzwischen verloren, weil man schon vor dem Ansehen weiß, wer der Mörder ist. Was würde ich nicht darum geben, diesen Umstand zu vergessen.

Die Verfilmung von "Der Name der Rose" liefert keine Erklärungen über Nebenschauplätze im Buch. Wer auf Seite 300 schon die Auflösung der Geschichte haben will, den kann man auch nicht mehr helfen. Gerade dass man bis zum Ende im Dunkeln tappt, ist die größte Stärke eines Krimis.

Es kann nicht darum gehen, irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde beim Lesen zu brechen. 79 % für "Der Name der Rose" ist ein schlecher Scherz. Wenigstens weiß ich jetzt, dass ich Buchempfehlungen von Krimi-Couch nicht mehr ernst nehmen kann.

23.02.2005 15:07:46
Agi

Ich muss "Der Name der Rose" für den Deutschunterricht lesen. Ich bin beim 5. Tag (und soll morgen eigentlich fertig sein ^^") und streckenweise liest es sich auch echt gut und baut Spannung auf. Aber es gibt auch sehr langweilige und schwierige Phasen, da muss man sich richtig durchbeißen. Nebenbei schauen wir jetzt den Film. Der hilft ein wenig zum Verständnis ist aber meiner Meinung nach bisher keine gute Umsetzung das Buches.

17.02.2005 19:28:58
Coco

ich bin ungefähr auf seite 300 und total fasziniert, ich hab aber ungefähr bei seite 100 gemerkt dass ich es nicht verstehn werde ohne den film anzusehn...das hab ich gemacht und jetzt kann ich mich von dem buch nicht mehr losreisen. allerdings bin ich auch unter totalem zeitdruck, da ich wie einige andere hier auf dieser seite mich freiwillig bereit erklärt habe ein referat über umberto eco zu halten.
und werde wohl kein halbes jahr dazu zeit haben... ich halte jeden für verrückt der diese geschichte nicht vergöttert, für mich ist umberto eco einer der raffiniertesten schriftsteller.

15.02.2005 18:55:24
Laura

Ich habe das buch auch im rahmen des deutschunterrichts gelesen, hatte aber vorher auch schon den film gesehn. ich war froh, dass ich nich nmehr genau wusste wie der film endete, denn nacxhdem ich mich an die schreibweise der geschichte gewöhnt hatte, konnt ich kaum mehr aufhören zu lesen. es ist ein einfach einzigartiges buch, auch wenn es zeitweise recht zäh zu lesen war, doch die story bleibt ienfach toll!!!

15.02.2005 11:08:05
pepita

porqe narices lo poneis todo en aleman?? el libro esta bien, pero el final me ha decepcionado bastante. no la resolucion del crimen, si no ese "ultimo folio"
el libro me parece optimo en cuestion de la trama de los asesinatos, pero totalmente irreverente en cuestion de el caracter atribuido a los monjes, tanto benedictinos como franciscanos

13.02.2005 19:42:42
Benjy

Der Name der Rose ist eines der schwierigsten, wenn nicht sogar das schwierigste Buch, das man lesen kann. Es sit unglaublich schwer zu verstehen wovon manchmal gesprochen wird und oft wird geredet und geredet und doch gar nichts gesagt. Ich glaube man muss erst den Film gesehen haben um das Buch richtig zu verstehen

12.02.2005 15:33:39
Julia

Ich musste dieses Buch erst wegen meiner Deutsch-Lehrerin lesen. Ich hatte den Film schon vorher gesehen und dachte, das würde doch spannend sein. Ich habe fast ein halbes Jahr daran gesessen, aber es hat sich gelohnt. Am Ende habe ich die halbe Nacht durchgelesen um endlich die Lösung zu erfahren. Ich muss sagen, dass man Lateinschüler gewesen sein muss, um das Bch ganz zu verstehen, aber ich fand es ganz toll!!!

13.01.2005 20:44:22
Cecot, Magdalena

Auch ich habe mich entschieden ein Referat über dieses Buch zu schreiben. Am Anfang fiel es mir schwer das Buch zu lesen und mussteTextstellen mehrfach lesen. Doch nach einigen Seiten klappte es ziemlich gut. Ich bin noch nicht fertig mit dem Buch, doch ich weiß, dass es eines der besten ist, die ich bisher gelesen habe.

15.12.2004 22:37:25
Anja S.

Ich habe dieses Buch als Teenager heiss und innig geliebt: damals habe ich es als einen super spannenden Krimi gesehen, erst beim weiteren Lesen sind mir die profunden historische und philosophischen Kenntnisse des Autors aufgefallen.
Gefaehrliche Buecher spielen ja auch in neueren Krimis eine Rolle, etwa in "Das Buch, in dem die Welt verschwand" oder "Die Philosophin".

05.12.2004 14:29:25
Kathrin

Ich wollte dieses Buch schon immer mal lesen, allerdings hatte ich nie die Zeit dazu und musste immer andere Bücher für die Schule zuerst lesen. Dann habe ich es mir einfach als Referatsbuch ausgewählt (als ich die Möglichkeit endlich hatte) und somit endlich gelesen. Ich bin absolut begeistert davon, die Spannung ist wahnsinnig, absolut fesselnd! Allerdings habe ich festgestellt das die Idee ein Referat darüber zu halten nicht gerade gut war, denn das ist bei weitem nicht einfach...
Ein negativer Nebeneffekt an diesem Buch ist in meinen Augen, dass man sich absolut dumm und ungebildet vorkommt.

17.11.2004 21:45:57
Swen Piper

Geniale Mischung aus Kriminalroman, historischer Lektüre und Lehrbuch. Teilweise wirkt das Buch etwas kopflastig und wissensüberladen, trotzdem sehr spannend und gelungen, fast schon ein Klassiker. Sollte man gelsen haben.

16.11.2004 20:43:00
Mehmedi Kujtim

Umberto Eco ist ein verdammt schlauer Kerl. Der Leser wird am Anfang sehr verwirrt, indem er Jahreszahlen und sich selber mit einbezieht. Man meint die "Geschichte" sei war, obwohl man weiss, dass es ein fiktiver Text ist. Er will, dass der Leser zuerst das "Spiel" mitspielt - also schön liest - dann soll der Leser ein Opfer vom Text und von Umberto Eco wird, schussendlich verarscht er uns, in dem wir ihm glauben.

"Der Name der Rose" ist ein sehr komplizierter Roman, manche Textstellen muss man mehrmals lesen, um das Gesamte zu verstehen -
ist übrigens weiter zu empfehlen.
Das Buch ist klasse

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

Lies die Geschichte, erkunde den Tatort und bringe Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Kriminalfall. Welche Auffälligkeiten bringen die Ermittlungen voran? Welches Indiz überführt den Täter? BEHIND THE DOOR ist der unterhaltsame und kurzweilige Rätselspaß auf Krimi-Couch.de.

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