Schwarze Witwen

Erschienen: Januar 2005

Bibliographische Angaben

  • New York: Dutton, 2003, Titel: 'A Visible Darkness', Seiten: 243, Originalsprache
  • München: Knaur, 2005, Seiten: 315, Übersetzt: Helmut Splinter
  • München: Knaur, 2006, Seiten: 315

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Peter Kümmel
Hält nicht, was das Debüt versprach

Buch-Rezension von Peter Kümmel Jul 2004

Das Titelbild bietet bereits beim zweiten Band so etwas wie Corporate Identity. So prangt wie schon bei Kings Debütroman der vom Verlag verliehene Aufkleber "Thriller des Monats" auf der Vorderseite des Buches. Das Licht, das durch die dicht an dicht im Wasser stehenden Baumstämme vormals noch in einem dunklen Grün schimmerte, hat nun eine rötliche Braunfärbung eingenommen.

Anders jedoch sieht es im Inneren des Buches aus. Die Protagonisten sind zwar die gleichen geblieben, doch die Landschaft der Everglades in Florida, die bei "Das Messer im Sumpf" im Vordergrund stand, ist der Großstadt gewichen.

Der Leser kennt den Mörder bereits von der ersten Seite an. Damit ist zwar der Spaß beim Rätselraten um den Täter schon vertan, doch bleibt ja noch die Frage nach den Hintermännern.

Wir begleiten den Täter auf dem Weg in das Haus der alten Dame. Vorsichtig schraubt er die Schrauben aus dem Fenster, dringt in das Haus ein und erstickt die Frau im Schlaf. Genau so leise bringt er das Fenster wieder in Ordnung und entfernt sich vom Tatort. Für die Polizei ein natürlicher Todesfall, so wie auch bei vier anderen verwitweten alten Frauen kurz vorher. Nicht jedoch für die Tochter der Ermordeten. Diese wendet sich mit Fragen zur Lebensversicherung ihrer Mutter an den farbigen Anwalt Billy Manchester.

Diesen kennen wir schon als Freund von Max Freeman, Kings Protagonisten, der in einer Hütte mitten in den Everglades lebt, seitdem er den Polizeidienst quittiert hat, nachdem er einen jugendlichen Straftäter erschossen hatte. Billy bittet Max um Hilfe, als er bei den fünf Todesfällen Zusammenhänge entdeckt. Alle fünf Witwen hatten relativ hohe Lebensversicherungen abgeschlossen, diese jedoch bereits zu Lebzeiten an eine Investment-Gesellschaft verkauft, weil sie Geld benötigten. Ein vollkommen legales Geschäft, bei dem die Investoren die Versicherungsbeiträge weiterzahlen müssen, solange die Versicherten leben. Der Gewinn für die Gesellschaft fällt also um so geringer aus, je länger die alten Damen am Leben bleiben. Für Max ein auf der Hand liegendes Mordmotiv.

Max glaubt zwar nicht an die Spekulationen seines Freundes, fühlt sich aber ihm gegenüber verpflichtet und beginnt zusammen mit dem unsympathischen Versicherungsdetektiv MCane zu ermitteln.

King lässt seinen Protagonisten Max als Erzähler fungieren, bringt jedoch immer wieder Zwischenkapitel, in denen ein unsichtbarer Erzähler den Mörder Eddie begleitet.

Leider kann "Schwarze Witwen" nicht das halten, was Kings Debütroman versprach. Dies liegt vor allem an der Wahl des Schauplatzes. Zwar wäre es auf die Dauer auch langweilig, würden sich die Täterjagden in den Everglades von Buch zu Buch wiederholen, doch hat King hier seinen Vorteil eines attraktiven und originellen Schauplatzes vollends verspielt. Dabei bilden Milieuschilderungen die Stärke des Autors, die er ruhig etwas mehr einsetzen könnte. Auch der Großstadtdschungel mit seinen zwielichtigen Gestalten ist gut dargestellt. "Schwarze Witwen" könnte aber genauso gut in einer beliebigen anderen amerikanischen Großstadt spielen und mutiert somit zu einem Allerwelts-US-Standard-Thriller.

Ebenfalls wieder mit von der Partie ist die Polizistin Sherry Richards. Zwischen Max und Sherry begann es im vorherigen Fall bereits zu prickeln. Leider entwickelt sich diese Beziehung jedoch nicht so recht weiter. King flechtet zwar manche Episode aus der Vergangenheit von Max und Billy ein - so erfährt man auch, wie sich ihre Mütter kennenlernten -, verpasst es jedoch, seine Charaktere weiter zu entwickeln. Man erfährt in einem Satz, dass Max´ Anwesenheit in den Sümpfen nicht gern gesehen ist und man ihn von dort vertreiben möchte, damit ist das Thema aber auch schon abgehakt.

In Kings Thriller fehlen einfach die Überraschungen. Kein Tempo, keine unerwarteten Wendungen, keine falschen Fährten. Der Plot ist relativ einfach aufgebaut und leicht durchschaubar. Diesen zweiten Fall hat Jonathon King meiner Meinung nach leicht daneben gesetzt.

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Letzte Kommentare:
06.05.2008 13:39:52
Daniel

der computer spinnt ich hatte den satz noch nicht beendet

...beanntworten könnte würde ich mich freuen und wundern woher derjenige das weiß
mfg Daniel

06.05.2008 13:37:59
Daniel

es ist doch komisch was manche leute für geld um sich drogen zu kaufen alles machen würden oder?
gab es so etwas schon mal in echt?
wenn jemand das

09.10.2007 18:16:28
Kerstin

Ein neuer, diesmal ziemlich unblutiger Fall für den liebenswerten Ex-Cop Max, der, wenn er einmal die Spur aufgenommen hat, nicht mehr davon abzuhalten ist, zu ermitteln. Mit Hilfe seines Anwaltsfreundes und einer Polizistin kommt er einem Versicherungsbetrug auf die Schliche, in dem auch ein zurückgebliebener Serienkiller verwickelt zu sein scheint!

29.12.2005 13:29:04
Cornelia

Das Buch war super! Aber ich muss dazu sagen dass das Erste besser war!
Ich finde die Hauptdarsteller sind sehr gut beschieben und sehr sympathisch!
Man kann sich super in die Geschichte mit einbeziehn! Und man weiß nie genau wie es weiter geht!
Es ist wirklich spannend bis zum letzten Satz!!!!!

02.03.2005 21:38:22
Nowoofer

Also ich fand das Buch auch nicht so schlecht, wobei das erste besser war.
Die Hauptdarsteller sind sehr sympatisch und die Story ist mal was anderes. Das Buch ist kein Hightlight aber schön und unkompliziert zu lesen. Man kann sich relativ einfach in die Szenerie als Augenzeuge hereinversetzen.

13.02.2005 19:20:40
Susanne

Ich habe soeben "Schwarze Witwen" ausgelesen. Das zweite Buch von J. King ist auch spannend bis zum Schluss. "Das Messer im Sumpf" fande ich besser, aber dieses Buch würde ich in meiner Top-10-der-besten-Krimis mit aufnehmen. Der pensionierte Polizist oder zukünftige Privatdetektiv oder für die Polizei ermittelnde Max ist ein toller Typ, sein Freund, der stotternde Anwalt sehr bildlich dargestellt. Fazit: Eine Freude das Buch zu lesen, spannend und man sollte doch bitte das erste Buch gelesen haben. Sonst gehen viele Anspielungen zu Personen des Buches verloren.....

14.10.2004 15:08:57
Dominic

Als Einstimmung für mein Florida-Urlaub bin ich eher zufällig über Jonathon King’s ersten Thriller „Das Messer im Sumpf“ gestolpert. Ich bin ganz ehrlich, denn eigentlich kann ich meine bisher freiwillig gelesenen Bücher an zwei Händen abzählen, doch dieses Mal konnte ich nicht mal mehr warten, bis die Deutsche Version von „A Visible Darkness“ auf dem Markt ist. Auch ist die nächste Geschichte „Shadow Men“ bereits in der Pipeline. Ich habe mir also das Englische Buch direkt aus den Staaten liefern lassen und bin erneut begeistert.
Einmal mehr liefert Jonathon King eine sehr spannende und unterhaltsame Geschichte und einmal mehr geniesst man jede Minute, den Ex-Cop Max Freeman bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Die Kombination Anwalt/Ex-Polizist bietet dafür eine interessante Grundlage, was wir ja auch bereits aus „Ein Fall für zwei“ kennen. Auch fehlt es an einer gewissen Romantik diesmal nicht. Anders als bei „Das Messer im Sumpf“ kennt man als Leser relativ schnell Motiv und Täter, da King zwischen den Handlungen seinerseits und jenen des Mörders switcht. Wer jedoch nun glaubt, das dämpfe die Spannung, hat weit gefehlt. Das Vorhüpfen und wieder Aufrollen liefert eine packende Dynamik.
„A Visible Darkness“ oder eben “Schwarze Witwen” ist zeitlich wohl die Fortsetzung des ersten Buches, handlungsmässig aber unabhängig. Gezielt liefert Jonathon King die erklärenden Informationen aus dem ersten Buch nach. Mein Tipp jedoch: Zuerst das erste Buch lesen und dann das zweite umsomehr geniessen, denn je mehr man den Ex-Cop Max Freeman kennt, umso mehr versteht man ihn.
Fazit: Selbst einem Büchermuffel wie mir kommt da nur eines in den Sinn: Kaufen, kaufen ,kaufen und sich bereits auf die nächsten Folgen feuen!