Der böse Blick

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Norstedt, 1999, Titel: 'Det Onda Ögat', Seiten: 316, Originalsprache
  • München: Goldmann, 2004, Seiten: 352, Übersetzt: Knut Krüge

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Der Sprengstoffexperte Rachid erhält von seinem Imam den Auftrag, eine im Bau befindliche Pariser Metrostation und das darüber liegende Viertel der »Ungläubigen« in die Luft zu sprengen. Als er keine freiwilligen Helfer findet, versucht er, seinen Kollegen Ahmed zu erpressen - denn Ahmed hat eine kleine Tochter, die er über alles liebt ...

Der böse Blick

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Letzte Kommentare:
04.07.2013 00:59:16
Karl-Heinz Wolter

Der Autor zeichnet nicht schwarz-weiß und unterscheidet nicht sofort nach Gut und Böse. Er schildert die Lage der Algerier in Frankreich aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Er berichtet über die Ghettosituation der Algerier in Paris, auch über Colons, das sind diejenigen französischen Siedler, die nach der Unabhängigkeit Algeriens nach Frankreich zurück gegangen sind, über die OAS (Organisation de l’Armée Secrète) und ihre Terroranschläge, über die FLN (Front de Libération Nationale), und FIS (Islamistischer Heilsfront) und GIA (bewaffnete islamistische Gruppierung).

Das Buch hat den Terrorismus zum Thema. Doch es ist ein hochgradig spannender Thriller, aber auch ein politisches Buch. Der Autor schreibt differenziert. Er legt die Lage der Algerier in Frankreich aus verschiedenen Blickwinkeln dar. Er beschreibt nicht nur im Vordergrund die terroristische Tat, sondern beschäftigt sich auch mit deren Hintergründen und Ursachen. Es geht um nationalen und religiösen Fanatismus und um Vorurteile, Rechtsextremismus und Rassismus französischer Ausprägung. Der Algerienkrieg und die Aktivitäten der FLN, der OAS und der FIS und die Terroranschläge in Algerien, bei denen mehr als 100.000 Menschen getötet wurden, sind in die Geschichte verwoben. Er beschreibt die Mittel, mit denen religiöse Fanatisten arbeiten, um Helfer für Terrortaten zu gewinnen oder zu pressen.

Mireille, die Frau Ahmeds, gehört einer unbenannten geheimen Organisation an, die sich um soziale Fragen bei den Minderheitenproblemen kümmert. Als Gegengewicht zur GIA.. - „Sie sah Mhedi vor sich, einen jungen Algerier, dem die Flucht nach Frankreich gelungen war, nachdem man seine gesamte Familie vor seinen Augen abgeschlachtet hatte. Man hatte seine Eltern und drei Geschwister gezwungen, sich hinzuknien, ihnen mit Stahldraht die Hände auf den Rücken gebunden, damit sie sich in ihrer Todesangst nicht losreißen konnten, und einen nach dem anderen die Kehle durchgeschnitten. Für solche Tätigkeiten besaß die GIA eigene Henker, die nur dazu da waren, die Menschen zu Schweigsamkeit und Gehorsam zu zwingen, indem sie die Feinde des Islam exekutierten. Die Organisation hatte Mhedi eine Unterkunft, einen Job und neue Papiere besorgt. Jetzt war er ihre wichtigste Informationsquelle im Herzen der GIA. Es durfte ihm nichts geschehen. Er hatte niemals die Chance gehabt, sein eigenes Leben zu leben.“

Ob der geplante Anschlag gelingt oder nicht, ob es zu einer Katastrophe kommt, gebe ich nicht preis. Der Roman ist wegen seiner differenzierten Herangehensweise lesenswert, aber natürlich auch wegen der hohen Spannung, die er erzeugt. Außerdem ruft er die Ereignisse aus den Fünfziger- und Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ins Gedächtnis zurück. Nachdem ich das Buch bei Seite gelegt habe, ist mein Blutdruck wieder von 160 : 100 auf 124 : 80 herunter gegangen.

08.07.2004 09:12:05
Amikli

Gut geschrieben! Mir gefällts!! Allerdings fand ich den Keltischen Ring spannender, aber vielleicht auch deshalb weil mir das Meer sympathischer ist als Paris :-)
Leicht zum Lesen, nicht zu viele Personen, schön übersichtliche Handlung.