Trügerischer Spiegel

Erschienen: Januar 1993

Bibliographische Angaben

  • München: Goldmann, 1993, Seiten: 380, Übersetzt: Sabine Ivanovas
  • New York: Warner, 1990, Titel: 'Mirror image', Seiten: 442, Originalsprache
  • Wien: Tosa, 1997, Seiten: 380
  • München: Goldmann, 2003, Seiten: 380

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Wolfgang Weninger
Handwerklich solide ohne Höhen und Tiefen

Buch-Rezension von Wolfgang Weninger Feb 2004

Die Fernsehjournalistin Avery Daniels ist unterwegs mit Flug 398 auf dem Weg nach Dallas. Doch gleich nach dem Start stürzt das Flugzeug ab, geht in Flammen auf und nur wenige Menschen entkommen dem Inferno. Avery, die bei der Flucht aus der Feuerhölle noch die Tochter des texanischen Politikers Tate Rutledge rettet, wird als dessen Frau indentifiziert. Unfähig sich wegen ihrer Verletzungen zu artikulieren, verpassen ihr die Ärzte gegen ihren Willen das Aussehen der verstorbenen Senatorsgattin. Und in ihrem Unterbewusstsein bekommt sie mit, dass jemand dem Senator auf seiner Wahlkampftournee nach dem Leben trachtet.

Avery wittert eine Sensationsstory und beschließt, auch nach ihrer Genesung die Rolle der Politikerfrau zu spielen, um zum Einen das geplante Attentat zu vereiteln und zum Anderen einen Bericht abzuliefern, der reif für den Pulitzerpreis wäre. Aber sie hat nicht mit ihren Gefühlen und denen von Tate Rutledge gerechnet. Avery verliebt sich zusehends mehr in den charmanten Politiker und sein Töchterchen, dem sie versucht eine gute Mutter zu sein. Doch Carole Rutledge war ein berechnendes Biest, von dem sich Tate nach der Wahl scheiden lassen wollte. Er straft Avery mit Missachtung und auch der Rest der Familie lässt sie spüren, dass sie nicht willkommen ist. Doch Avery ist stur und auch der Killer, der offensichtlich gemeinsame Sache mit der verstorbenen Carole gemacht hatte, ist mit der neuen Frau des Senators plötzlich nicht mehr einverstanden ...

Die Texanerin Sandra Brown hat schon mehr als fünfzig Romane veröffentlicht, zum großen Teil Liebesromane, aber auch zwanzig Spannungsromane, von denen der 1993 in deutscher Sprache erschienene Thriller "Trügerischer Spiegel" in der Übersetzung von Sabine Ivanovas bei Goldmann erschienen ist, und 2003 bei Blanvalet in der Übersetzung von Sabine Beckmann auf den Markt kam.

Ihr Faible zum Liebesroman kann die Autorin allerdings auf den 380 Seiten nie verbergen. Trotz tödlicher Bedrohung dreht sich alles um Gefühle und Sexualität. Und je länger Sandra Brown die spannende Ausgangsidee vertieft, umso intensiver werden auch die Beschreibungen der zumeist gepeinigten Seelenzustände im Gleichklang mit der zum Großteil unerfüllten körperlichen Be(s)tätigung.

Der Spannungsaufbau ist durchaus gelungen. Die Personen, die sich im texanischen Wahlkampf rund um Avery Daniels bewegen, sind durch die Bank zielorientierte Menschen, denen Gefühle absolut nichts bedeuten und die politischen Emporkömmlinge ordnen den Wahlsieg allem Anderen unter, allerdings aus den unterschiedlichsten Motiven. So bleiben dem Leser fast alle Charaktere reichlich unsympathisch und er muss mit der falschen Carole Rutledge mitbangen und hoffen, dass sich alles zu einem gefühlsduseligen Happy End ausgeht.

Da sich die investigative Tätigkeit der Journalistin im Wesentlichen auf die Beobachtung der vermeintlichen Familie und deren nicht immer ganz astreinem Liebesleben besteht und schlussendlich auch die Präsentation der eigenen Gefühlswelt überhand nimmt, kann man "Trügerischer Spiegel" im weitesten Sinn zwar als brauchbaren Spannungsroman verkaufen, richtig glücklich werden mit dieser Lektüre aber eher Leser, die Gefallen an leichter Kost aus der Beziehungskiste finden, bei der die Logik gelegentlich unerheblich ist und die dennoch vor einigen Leichen nicht zurückschrecken. Wer nicht immer nur beinharte Krimikost lesen will, darf sich hier an einem handwerklich solide produzierten Suspense-Thriller versuchen, der ohne große Höhen und Tiefen auskommt.

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Letzte Kommentare:
11.02.2009 18:23:42
Malu

Mein erstes Buch was ich von Sandra Brown gelesen habe, ist schon ewig her.
"Ein Hauch von Skandal" glaube so 1991 rum erschienen. Das Buch ist mir noch gut in Erinnerung.
Ich lese Bücher von Sandra Brown sehr gerne. Sie hat einen unverkennbaren. Schreibstil. Indem auch der Sex nie zu kurz kommt.
Für mich sind ihre Bücher eine gute Abwechslung zwischen den reinen Krimis.

11.02.2008 21:45:20
Sabrina B.

Dieses Buch fand ich durchgehend spannend, eins der besten von Sandra Brown! Allerdings darf man es nicht lesen, wenn man etwas gegen eine Liebesgeschichte neben der Thriller-Story hat!

29.04.2007 14:38:08
lesegern

Dies war das dritte Buch welches ich von ihr gelesen hab und es war ganz ok. Der Anfang und das Ende waren gut zu lesen, in der Mitte fand ich es allerdings ein wenig langatmig und zu sehr auf sex versessen. Etwas mehr Krimi und weniger Sex hätten dem Buch ganz gut getan.

05.04.2007 16:28:02
coldplay

ich fand diesen roman sehr gelungen. doch leider konnte man mit ein bisschen psychologie früh absehen wer hinter allem steckt.
ein super plus für den schreibstil, das buch lässt sich sehr flüssig lesen. zu empfehlen.

07.10.2006 06:42:08
Arthur_Dent

Mal ehrlich: so einen schwachsinnigen Mist können doch nur die Amis verzapfen. Was als raffiniert angelegter Thriller beginnt, versinkt nach dem ersten Drittel in lächerlicher Unglaubwürdigkeit und könnte nach fast genau der Hälfte als "netter Laien-Porno" bezeichnet werden. Da haben wir also die ach-so-starke Heldin, die nach einem Flugzeugabsturz im "falschen Körper" weiterleben muß, weil ein Leichenbeschauer Mist baut. Und den superduper-aussehenden, immer und überall überzeugenden Möchtegern-Politiker samt psychisch gestörtem Töchterchen. Und den hochgelobten plastischen Chirurgen, der nicht einmal merkt, dass er das falsche "Opfer" operiert. Und eine Familie, die man mit viel gutem Willen oberflächlich nennen könnte ("strohdumm" würde es aber eher treffen) und eine mehr als dünne Storyline, bei der man als Leser nicht aus dem Kopfschütteln herauskommt. Merkt wirklich keiner in der Familie, dass da eine völlig fremde Frau am Esstisch sitzt? Die plötzlich mit links statt mit rechts schreibt? Die plötzlich die Nettigkeit in Person ist und nichts mehr mit dem giftspuckenden Ekel zu tun hat? Die sich aufopfernd um ihre Tochter kümmert, statt sie, wie sonst, auszuschimpfen? Kurz: Die das personifizierte Gegenteil der "alten" Carole ist? Nicht, dass ich etwas gegen Sandra Brown hätte, im Gegenteil - "Die Zeugin" und "Blindes Vertrauen" waren geniale Thriller allererster Kajüte, aber hier verrennt sie sich in einer fixen Idee, in einer mehr als an den Haaren herbeigezogenen Story und sorgt dafür mehr oder weniger beabsichtigt für einen Lacher nach dem anderen.

02.07.2006 13:45:59
Judith

ich finde des Buch ist ihr wirklich gelungen! Sie weiß halt wie mans macht !Man ist einfach in das Buch gefesselt und lebt das alles wie ein Spielfilm aus!bei diesem Buch geht es um Macht, Sex und Intrigen!

27.05.2006 23:37:42
Lotty666

Trügerischer Spiegel ist eins Ihrer besten Bücher. Wenn nicht sogar ihr bestes, was ich gelesen habe und ich habe viele Bücher von ihr. Spannend bis zur letzten Seite. Das Buch ist so gut das ich es schon fünf Mal gelesen hab.

03.11.2005 19:32:54
Jessica Berens

Ich habe das Buch in 3 Tagen gelesen, und musste zu meinem Bedauern immer wieder unbrechen, um zu arbeiten!
Ich kann trotzallem nur sagen, dass dieses Buch genial ist, und nur zu empfehlen!
Dieses war das zweite Buch von Sandra Brown, das ich gelesen habe, und sicher nicht das letzte! Ich habe habe schon " Blindes Vertrauen" vor mir liegen, und ich werde es mit Freude lesen!
"Trügerischer Spiegel" ist nur zu empfehlen, und kommt auf jeden Fall in die Sammlung meiner Lieblingskrimis!!!

11.01.2005 10:02:46
Franzi

Ich finde es ist ihr bestes Buch, naja war auch das erste was ich von ihr gelesen hab ! sandra weiß in dem buch genau wo man eine spannende stelle einbauen muss, wenn man es nicht erwartet . aber ein hauch von skandal ist auch sehr gut