Shutter Island

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • New York: Morrow, 2003, Titel: 'Shutter Island', Seiten: 325, Originalsprache
  • München: Ullstein, 2004, Seiten: 363, Übersetzt: Andrea Fischer
  • Berlin: Ullstein, 2006, Seiten: 363
  • Berlin; Hamburg: Lauscherlounge, 2009, Seiten: 6, Übersetzt: Oliver Rohrbeck

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Michael Drewniok
Einbahnticket zur Insel der Irren

Buch-Rezension von Michael Drewniok Feb 2004

Ein seltsamer Fall bringt die US-Marshals Edward "Teddy" Daniels und Charles "Chuck" Aule in diesem Sommer des Jahres 1954 nach Shutter Island. Auf der kleinen Insel unweit des Hafens von Boston im US-Staat Massachusetts steht das Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter. Aus einer der fest verschlossenen Zellen ist die dreifache Kindsmörderin Rachel Solando verschwunden. Jemand muss ihr geholfen haben. Überhaupt werden die Sicherheitsvorkehrungen eher lax gehandhabt. Anstaltsarzt Dr. Cawley behindert die Polizisten bei ihren Ermittlungen. Was geht wirklich vor auf Shutter Island? Die Anlage wird aus Schmiergeldfonds dubioser Politfundamentalisten finanziert. Möglicherweise führt man heimlich Menschenversuche durch, "behandelt" Patienten mit Psychopharmaka und Drogen.

Teddy Daniels kann Solandos kryptische "Abschiedsbotschaft" entschlüsseln: Im streng abgeschirmten Hospitalblock C, in dem die besonders gefährlichen und unheilbaren Fälle leben, gibt es demnach einen Patienten Nr. 67, der nirgendwo registriert ist. Er scheint im Zentrum der mysteriösen Umtriebe auf Shutter Island zu stehen.

Gegen den zunehmend offener werdenden Widerstand von Ärzten und Pflegern und unter dem Eindruck einer anonymen Bedrohung aus dem Hintergrund arbeiten Daniels und Aule fieberhaft an der Lösung des Rätsels. Es bleibt ihnen ohnehin nichts anderes übrig, denn Shutter Island wird durch einen Furcht erregenden Sturm vom Festland abgeschnitten; auch das Telefon ist tot. Dann mehren sich die Zeichen, dass Daniels absichtlich auf die Insel gelockt wurde, denn auch er hütet einige Geheimnisse, die er sorgfältig vor seinem Partner verbirgt und die direkt mit den Ereignissen im und um das Ashecliffe-Hospital verknüpft sind. Aber auch Aule ist nicht der Mann, der zu sein er vorgibt, so dass Daniels schließlich ganz allein steht, während seine Gegner schon die Lobotomiemesser wetzen ...

Wer ist "verrückt", wer "normal"?

Der deutsche Film "Das Kabinett des Dr. Caligari", entstanden 1919, gilt als Meisterwerk des Kinos. Hier seine Geschichte zu erzählen hieße die Lösung des Shutter-Island-Mysteriums zu verraten, was auf keinen Fall geschehen soll, obwohl kritische Stimmen behaupten, der kundige Leser wisse schon nach wenigen Seiten, in welche Richtung der Hase laufen werde. Dem mag so sein, muss aber nicht. Was zählt ist die erzählerische Handwerkskunst, mit der Dennis Lehane so direkt wie bisher noch nie in der Hirn der Dunkelheit vorstößt und eine Stimmung präsenter, aber nie fassbarer Bedrohung schafft.

Wer ist wer auf Shutter Island? Niemand, wie sich herausstellt. Die Kulisse ist erschreckend genug: Auf einer einsamen Insel steht ein Irrenhaus - so muss man es wohl bezeichnen -, erbaut auf den Ruinen einer uralten Festung. Unterirdische Gänge und Höhlen verwandeln das Eiland in ein Labyrinth. Auf einem unheimlichen Friedhof liegt manches Geheimnis gut begraben. Codierte Botschaften künden Furchtbares an. Ein Leuchtturm verbirgt in seinem Inneren Grausiges. Furcht- und hirnlose Supersoldaten warten auf ihren Einsatz. Der Ort ist bizarr, das Geschehen wird immer unwirklicher - beides hat seine Gründe, die sich dem Leser allmählich enthüllen. Die bis ins Klischee überdrehten Elemente des klassischen Gruselfilms haben ihre feste Funktion in dieser Geschichte. Abgesehen davon sind sie zeitlos. Hetzjagd im Irrenhaus auf einer Insel im Hurrikan - unverfrorener geht es nicht mehr, aber es wirkt, so wie es Lehane erzählt. Dazu trägt neben seiner Wortgewandtheit auch die leise Ironie mit, die immer wieder erkennen lässt, dass der Verfasser sehr wohl um die Absurdität dessen weiß, was er uns da vorsetzt.

Aus Klischees werden Thriller-Bausteine

Selbst wenn man ahnt, was auf Shutter Island geschieht, steigt die geschickt geschürte Spannung stetig. Lehane beherrscht wie gesagt sein Handwerk. Es ist deshalb nicht ihm vorzuwerfen, dass die Auflösung des Plots dem Weg dorthin nicht standhalten kann. Begeht man den Fehler, über den schließlich aufgedeckten bösen Plan nachzudenken, fallen einem sofort die gewaltigen logischen Lücken und seine Abhängigkeit von unwahrscheinlichen Zufällen ein, die ihn als reines Konstrukt eines Unterhaltungsromans entlarven.

Dennoch funktioniert das Finale im Rahmen seiner Story. Wir sind freundlich gestimmt, nachdem Autor Lehane uns über mehr als 300 Seiten vorzüglich an der Nase herumgeführt hat. So leicht wie dieses Buch lesen sich nur wenige der Thriller, die derzeit die Bestsellerlisten blockieren. Im Vergleich zu Lehanes Kenzie & Gennaro-Romanen (s. u.) ist "Shutter Island" leichte Kost - aber sehr bekömmliche!

"Normal" und "geisteskrank" sind nicht unbedingt fest definierte Diagnosen. Der Maßstab für das eine sowie für das andere kann ganz erheblich schwanken, so macht es Dr. Cawley Teddy Daniels in einer der vielen eindrucksvollen Passagen dieses Romans beängstigend deutlich. Das Fundament, auf dem sich die mentale Gesundheit gründet, steht auf schwankendem Boden. Wie man ihn stabilisiert, darüber sind sich die Spezialisten keineswegs einig. Auf Shutter Island werden in dieser Hinsicht neue Wege beschritten - aber sind es auch die richtigen?

Die "Behandlung" von Geisteskranken beschränkte sich über viele Jahrhunderte darin, sie sorgfältig wegzuschließen und ruhig zu stellen. Dafür bediente man sich durchaus barbarischer Methoden. Die Angst davor und die kollektive Erinnerung daran haben uns noch heute nicht verlassen. Ashcliffe Hospital ist ein örtlich verlagertes Bedlam, in dem die realen Irren von London seit 1547 ihr elendes Dasein fristeten, ein literarisches Pendant zum Arkham Asylum, hinter dessen dicken Mauern der Joker und andere von Batman ausgeschaltete Psychopathen verschwinden.

Wahnsinn als einzige zuverlässige Konstante

So lässt die finstere Präsenz dieses Ortes auch einen kriminalistischen Profi wie Teddy Daniels nicht unberührt, obwohl er sich betont lässig gibt. Der erfolgreiche Polizist ist durch private Schwierigkeiten aus dem seelischen Gleichgewicht; seine Frau wurde Opfer eines Verbrechens, der Witwer ist latent selbstmordgefährdet. Da kommt ihm viel Arbeit gerade recht. Was Daniels auf Shutter Island erlebt, weckt seine inneren Dämonen indes erst richtig.

Dr. Cawley, der Anstaltsdirektor, die anderen Ärzte und Pfleger: Sie alle spielen Rollen. Als ihnen dies zu misslingen droht, werden sie zur Bedrohung. Chuck Aule wirkt lange als Ruhepunkt im Sturm. Allerdings könnte der gute Freund durchaus ein Spitzel sein, der ihn im Auftrag Cawleys beobachtet und manipuliert. Daniels hat Recht - und er irrt sich. Die Zwiespältigkeit, mit der jede Figur auftritt, ist nicht nur ein Spannung schürendes, sondern wiederum ein integrales Element der Handlung, die sonst nicht funktionieren könnte. So setzt sich auch in der Figurenzeichnung die angenehme Ungewissheit fort, mit der Lehane sein Publikum bei der Stange hält.

Shutter Island

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Letzte Kommentare:
28.01.2017 19:01:33
Erik

Sorry to say: aber als Hörbuch ist das Ganze nichts als gequirllter Kuhdung.
Quasi ohne Abschnittswechsel gelesen beginnt völlig unvermittelt eine komplett andere Szene und ich denke zuerst, ob mein Player gesponnen und irgendwas übersprungen hatte. Also nochmal zurück - und wieder das Gleiche.
Für mich war's reine Zeitverschwendung und ich habe mich gefragt, was der Autor vorher zu sich genommen hat.

20.06.2015 19:08:25
Mental58

Habe gestern den Film gesehen, dass Buch allerdings nicht gelesen. Bin wie fast jeder, nicht draus schlau geworden. Zum gegenwaertigen Zeitpunkt, denke ich Teddy wurde einer Gehirnwsesche unterzogen. Zum Schluss hat er mitgespielt, weil er wusste, dass er niemals von det Insel wegkommt. Aber weil er nicht so leben und enden will, wie die gespenstig wirkende Irre, die er gleich nach dem Eintreffen auf der Insel gesehen hat, aus duesem Grunde hat er, geistig vollkommen gesund, beschlossen lieber zu sterbe n.
Allerdings duerfte nach dieser Logik sein Partner kein richtiger Arzt sein. Muss nochmals den Film anschauen.

19.03.2015 11:12:35
Stefan83

Sehr geehrter Mr. Lehane – einmal mehr sind sie dafür verantwortlich, dass ich meinen üblichen Leserhythmus über Bord geworfen und mir einem ihrer Werke zuliebe die halbe Nacht um die Ohren geschlagen habe, nur um am nächsten Morgen völlig übermüdet zur Arbeit zu taumeln. Und, war es das wert? Nun, das ist keine Frage, die sich bei diesem Autor stellt, der es sogar immer wieder und wieder schafft, mit elegant-wirkungsvoller Feder das familiäre Umfeld für die Dauer der Lektüre in den Rang der absoluten Nichtigkeit zu degradieren und dabei gleichzeitig eine dauerhaft präsente, aber eben nie fassbare Bedrohung im Kopf des Lesers entstehen zu lassen, wie das selbst der Meister des Horror himself, Stephen King, nicht besser könnte. „Nicht aus der Hand zu legen“ - Es gibt wohl kaum eine Phrase in Buchbesprechungen, welche mir persönlich mehr auf den Wecker geht. Und doch – im Falle von „Shutter Island“ trifft sie zu, ist sie die einzig bildlich korrekte Beschreibung für ein Buch, das selbst mein übliches Ausleseverfahren bezüglich konstruierter Thriller-Baustein-Literatur ganz einfach ausgehebelt hat. Denn, lieber Mr. Lehane, sind wir mal ehrlich: Sie wollten hier doch einfach mal die Sau rauslassen und ein bisschen mit den Klischees spielen, oder nicht?

Fakt ist jedenfalls: Ein kurzer Blick auf die Kurzbeschreibung der Geschichte reicht schon, um zu erkennen, dass Lehane sein gängiges Sujet komplett über Bord geworfen hat, um stattdessen den guten, alten Schauerroman wieder zu Leben zu erwecken und nebenbei Hollywoods klassischer schwarzer Serie die gebührende Ehre zu erweisen – mit allem was dazu gehört:

Im Sommer des Jahres 1954 führt ein seltsamer Fall die US-Marshals Edward „Teddy“ Daniels und Charles „Chuck“ Aule auf die kleine Insel Shutter Island, welche unweit des Hafens von Boston gelegen, das Ashecliffe Hospital beherbergt. Eine Hochsicherheits-Klinik für nervenkranke Straftäter. Hier soll die dreifache Kindsmörderin Rachel Solando aus einer fest verschlossenen Zelle ausgebrochen und danach einfach verschwunden sein. Wo hält sie sich versteckt? Und wie konnte sie überhaupt fliehen? Hat ihr jemand geholfen? Teddy und Chuck müssen recht schnell erkennen, dass nichts auf der Insel so ist wie es scheint. Sicherheitsvorkehrungen werden nicht eingehalten, das Personal ist auffällig verschwiegen und auch Anstaltsarzt Dr. Cawley behindert die Ermittlungen, indem er ihnen die Einsicht in die Personalakten der Patienten verwehrt. Ist die ganze Einrichtung vielleicht nur eine Fassade? Was geht wirklich auf Shutter Island vor?

Bald kommen den beiden Marshals Gerüchte von weiteren verschwundenen Patienten zu Ohren. Es sollen illegale Lobotomien durchgeführt, Nervenkranke zu Testzwecken unter Drogen gesetzt werden. Als einzige mögliche Spur dient ein kryptischer Abschiedsbrief Solandos, welcher, von Teddy entschlüsselt, zum streng bewachten und gesperrten Block C weist – der Teil der Klinik, der nur den besonders gefährlichen und als unheilbar eingestuften Insassen vorbehalten ist. Gemeinsam suchen die beiden Ermittler einen Weg, um hineinzugelangen, doch die Zeit ist knapp, denn ein gewaltiger Hurrikan schneidet Shutter Island vom Festland ab – und die Telefonleitung ist tot. Was Chuck noch nicht ahnt: Es ist kein Zufall, dass Teddy die Nachforschungen leitet, denn neben den registrierten 66 Patienten vermutet er noch einen weiteren auf der Insel. Und mit diesem hat er eine ganz persönliche Rechnung offen …

Der verschlossene Raum. (Ja, lieber John Dickson Carr, genau der) Die einsame Insel. Der Hochsicherheitstrakt für Schwerverbrecher (Wer „Arkham Asylum“ gezockt hat, hat gleich das passende Bild dazu) Der Sturm. Die Ratten. Die alte Festung. Die mysteriöse Botschaft. Der Friedhof. Die merkwürdigen Ärzte („Dr. Mabuse“, Dr. Moreau“, „Dr. No“ und „Dr. Caligari“ lassen grüßen). Der abgelegene Leuchtturm.

Dennis Lehanes Darstellung des Settings ist so bizarr wie unwirklich, und doch für jeden aufmerksamen Leser eindeutig als Reminiszenz auf ein ganzes Genre zu erkennen. Eine Reminiszenz, die jedoch nie zum Selbstzweck verkommt, weil der Autor eben all die Elemente so zu verwenden weiß, dass sie trotz ihrer schon künstlichen Anhäufung innerhalb der Handlung – eben aufgrund ihrer zeitlosen Wirkung – funktionieren. Und das obwohl man „so etwas“ wohl schon in dutzenden Gruselfilmen auf ähnliche Art und Weise auf der Leinwand gesehen hat. Wo aber andere Schriftsteller einen lahmen Aufguss abgeliefert hätten, zeigt Lehane einmal mehr, warum er zu den Besten seiner Zunft zählt, in dem er alte Ideen so erfrischend neu verarbeitet, dass man, zuweilen schon abgestumpft von der Blut triefenden Konkurrenz und Splatter-Filmen der Moderne, die archaische Seite der Angst wieder für sich entdeckt. Man hat Spaß am Unwohlsein, genießt den Schauer, lugt um jede Seite herum, als wäre diese die dunkle Ecke in einem finsteren Korridor voller seltsamer Geräusche. Kurzum: Man ist mittendrin. So mittendrin, dass man gar nicht merkt, mit wie viel Spaß an der Freude und welchem Maß an Unverfrorenheit uns Lehane am Ring durch die Manege zieht, dem während der Arbeit an seinem Buch sicherlich zu jeder Zeit bewusst war, wie absurd das von ihm auf Papier gebrachte Konstrukt im Kern eigentlich ist. Ein Hauch von Ironie, ein schmunzelnder Unterton deutet das zwischendurch immer wieder an.

Und doch ist bei all dem Lob natürlich auch Kritik angebracht, denn so zielsicher Lehane die Spannung auch schürt, in dem er die finstere Präsenz mit steigender Tendenz auf seine Protagonisten und deren Geisteszustand wirken lässt: Diese angenehme Ungewissheit, sie muss sich irgendwie und vor allem irgendwann den Gesetzen der Unterhaltung beugen, will heißen, der Auflösung Vorschub leisten, welche wiederum das weiße Kaninchen aus dem Hut ziehen soll. All diejenigen, die aber gerade die Anspielungen und Zitate von „Shutter Island“ erkannt haben, werden wohl schon lange vor dem finalen Akt die Ohrenbüschel über die Krempe haben hängen sehen, da letztlich einfach zu viel in diese Richtung gedeutet hat. Darunter leidet natürlich der Überraschungseffekt, der, wäre er anders inszeniert worden, vielleicht den Roman in noch höhere Gefilde emporgehoben hätte. Am Lesevergnügen ändert dies nichts. Im Gegenteil: Lehane hat diese Abstriche ganz sicher bewusst gemacht, kannte den Preis („Shutter Island“ taugt für eine 2. Lektüre nur bedingt) und nahm ihn in Kauf, um uns Lesern über knapp 350 Seiten äußerst atmosphärisch (unbedingt zur Herbstzeit lesen!) an der Nase herum zu führen.

Die Leichtigkeit und Sicherheit mit der er das tut, der Esprit und Witz der Dialoge – sie sind, und ich muss erneut sagen „mal wieder“, ein Beweis der großen Klasse dieses hervorragenden Autors, der wohl nicht mal ein schlechtes Buch abliefern könnte, wenn er es müsste. „Shutter Island“ ist in jedem Fall ein richtig gutes geworden, neben dem viele Kollegen mit ähnlichen Ambitionen (man nehme z.B. Beckett mit seinen Hunter-Romanen) reumütig zu Boden blicken müssen. In diesem Sinne: Danke für viel zu wenig Schlaf und den steifen Nacken. Das war es wert.

09.02.2012 11:19:07
tassieteufel

1954 wird US Marshal Edward „Teddy“ Daniels mit seinem neuen Partner Chuck Aule nach Shutter Island vor Boston beordert, wo eine Patientin aus einem Hochsicherheitstrakt für geistesgestörte Verbrecher entfliehen konnte. Erste Untersuchungen ergeben, dass Rachel Solando, die Patientin, nicht aus eigener Kraft hätte fliehen können und Verdächtigungen greifen um sich. Sowohl Ärzte als auch einige Patienten verhalten sich merkwürdig und die US-MArshals, wie auch den leser beschleicht das Gefühl, das hier irgendetwas nicht stimmt und verheimlicht wird. Dann zieht ein Hurrikane auf und isoliert die ohnehin schwer zugängliche Insel völlig vom Festland.
Beste Voraussetzungen für einen spannenden Thriller also, doch was Autor Dennis Lehane draus macht ist viel mehr. Ein beklemmendes Kammerspiel vor der beeindruckenden Kulisse eines Hurrikans, mit dem Personal eines Irrenhauses versehen, aus diesen Zutaten entsteht ein verwirrendes Katz und Mausspiel, bei dem jeder sein eigenes Spiel zu spielen scheint und keiner wirklich das ist, was er vorgibt zu sein und nicht nur Teddy Daniels fürchtet um seinen Geisteszustand. Lange ist hier für den Leser nicht abzusehen, wohin das alles steuert und am Ende bekommt man eine Lösung präsentiert, die kaum vorherzusehen war, aber in ihrer Komplexität besticht und das bis dahin gelesene in einem völlig neuen Licht erscheinen läßt.
Die Spannung ist hier von Anfang bis Ende durchgängig hoch, einmal angefangen mit lesen, fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die düstere Atmosphäre die sich von Beginn an aufbaut und das ungewöhnliche Setting bescheren ein beeindruckendes Lesevergnügen mit Gänsehauteffekt!

Fazit: ein wirklich grandioses Buch, das mich noch tagelang beschäftigt hat, Spannung pur!

26.07.2011 00:49:15
Slucide

@Beaz, was bist du denn für ein arroganter Besserwisser und woher nimmst du dir die Frechheit die Interpretation anderer so dermaßen anzugreifen?
Wenn du den Autor wirklich für so genial hälst, wieso meinst du dass gerade deine Interpretation, die so ziemlich jeder genauso sieht, richtig ist?
Spricht es nicht eher für die Genialität des Buches, dass man eben NICHT genau eindeutig sagen kann, ob der Marshall nun verrückt ist oder nicht?
Somit ist es viel plausibler, dass es so aussehen soll als wäre er schon längst ein Patient, in Wirklichkeit ist er aber von Anfang an klar bei Verstand.
Die meisten und das möchte ich nochmals betonen: Die meisten Leute begreifen nicht, dass die letzte Szene im Leuchtturm ein Traum ist und fangen wie du mit Vermutungen an wie: "Oh, wie konnten sie bloß wissen was er ständig träumt?"
Ich rate dir den Film das 7. Mal anzusehen, da du scheinbar nicht so intelligent zugesehen hast, wie du eigentlich meinst.
Und diesmal solltest du dir überlegen, ob alles was dort gezeigt wird auch immer real scheint oder ein Traum vom Marshall ist?Mal ganz ehrlich, ich finde es etwas traurig dass die meisten Leute einfach nur das sehen, was der Regisseur versucht einem vorzugaukeln.
Jeder mit sehr wenig Verstand wird in den Film reingehen und das wiedergeben und glauben was er gesehen hat: Er war längst ein Patient.Genau dieses Fazit vieler Zuschauer zeigt, wie genial und doch so irreführend dieser Film geworden ist.
Die Wärter haben es nicht nur geschafft dem Marshall seine psychische Instabilität einzureden, sondern auch die Zuschauer dazu gebracht es zu glauben.
Und genau da trennen sich die normalen Zuschauer von den wirklich Intelligenten.
Man sollte den Film nicht nur schauen, man sollte seine Warnehmung schärfen und erkennen, wie eigenartig jeder einzelne Satz der Wärter ist. Wie einige Szenen nur geträumt wurden(was viele Zuschauer als real empfanden) und wie erschreckend es ist, wie man einem Menschen psychische Instabilität einflösen kann.Denkt mal drüber nach

09.07.2011 16:52:08
huhu

ist euch aufgefallen dass er im falschen Leuchtturm war. Es gibt 2 Leuchttürme auf der Insel und hat wahrscheinlich den falschen erwischt. sogar auf dem Cover sind 2 Leuchttürme zu entdecken. Ich denke im anderen läuft etwas.retuoerutrutprirpepruteriutoeriutueruputp4wu9uishgglidslhezguudghdshgsssdhfwilfelfhewfdkdhfewufhdslhfiefwhgvildshewlhfdgvwilfeihfildshfilefhdishfwilhdishfsdsfhldfhdsildlhdflhldsfhsfhsfzugfdsgfekfeukfdsfhdk

24.10.2010 20:02:55
Lilli

Meiner Meinung nach ein sehr gutes Buch! Ich habe den Film nicht gesehen und zuerst das Buch gelesen bevor ich mir noch den Film anschauen werde. Daß der Film dem Buch nicht gerecht werden kann steht schon mal fest, aber das ist ja meistens so. Ich fand das Buch wirklich klasse und lesenswert, ich war hin und her gerissen und bin nicht so schnell dahinter gekommen was eigentlich wirklich los ist. Erst ziemlich spät wird man stutzig und fängt zu überlegen an, vorausgesetzt man kennt weder den Film noch die Geschichte. Auch die Schreibweise von Dennis Lehane hat mir sehr gut gefallen, das Buch lies sich flüssig lesen und es war sicher nicht das letzte welches ich von diesem Autor lesen werde!

09.08.2010 18:23:53
Beaz

@Jackson:

Nein, du bist nicht der einzige, der den Film verstanden hat - du gehörst vielmehr zum unerfahrenen, "verblödeten" Mainstream-Publikum, das die inhaltliche Dimension dieses Meisterwerks nichtmal im Ansatz erfasst hat. Tut mir leid, dass ich das so hart formulieren muss, aber was anderes bleibt mir ja gar nicht übrig. Es ist eine Sache, den Film nicht zu verstehen, aber eine völlig andere dann die Dreistigkeit zu besitzen, derartigen Nonsens hier zu postulieren und vollkommen am Thema vorbeizuschreiben mit einer Selbstsicherheit, die vollkommen fehl am Platz ist - das ist eine Frechheit.

Um diese Frechheit zu tilgen, möchte ich meine Interpretation dieses Filmes hier veröffentlichen, es kann ja sein, dass der ein oder andere sich auch belehren lässt...

Es gibt schon hinreichende Indizien, an denen man erkennen kann, dass Teddy tatsächlich paranoid ist und er in seiner scheinwelt lebt.
Dr. Cawley schildert ihm am Ende ja exakt seinen Traum, dass ein Mädchen ihm erscheint und sagt "du hättest mich retten können" etc. Selbst wenn sie ihn unter Medikamente gesetzt hätten, was ja deiner Argumentation zufolge zwingend erschiene, wäre es nich möglich jemanden so zu manipulieren, dass er genau das träumt - und von seinen Erscheinungen hat er im gesamten Film niemandem erzählt.

…und auch die Sache mit Rachel Solando - in seiner Vorstellung trifft er sie ja in der Höhle. Sie sagt, dass sie bereits seit einem Jahr oder so (kann mich nicht mehr genau daran erinnern) unterwegs ist und ihren Standort fortlaufend variiert. Wieso sollten Cawley etc erst jetzt nach einem Jahr die US Marshalls rufen, wenn sie anscheinend ja schon längere Zeit fort ist? Ist ja nicht so, dass sie keine Gefahr für die Anstalt darstellen würde.
Übrigens ist eine genauere Analyse von eben dieser Szene auch sehr aufschlussreich wie ich finde. Ich hab den Film jetz schon bestimmt 6 mal gesehen, deswegen ist mir das aufgefallen. Als sie in der Höhle sind und sie sprechen, geht der Blickpunkt immer wieder von Teddy zu Rachel, die Kamera is dabei so justiert, dass die Lagerfeuerflamme jeweils die Hälfte des Gesichts bedeckt bzw. bis zur Nase aufflackert. Bei Scorsese ist das sicherlich kein Zufall. Ich würde das eben so deuten, dass Teddy sich hier selbst reflektiert - er spricht ja de Facto auch mit sich selbst, da er sich Rachel nur in seinen Gedanken in die Höhle projeziert. Und überhaupt? Wie hätte sie denn überhaupt solange überleben können? Wovon hätte sie sich ernähren sollen? Von Ratten ?

Der Punkt der mich im Film auch nochmal genauer nachdenken hat lassen ist die Unterredung mit Noyce. Gut, dass er sagt blablabla sie spielen mit dir und "you\'re a rat in a maze" etc was btw im englischen Original 10 mal besser kommt als in der deutschen Sync is einfach von der Hand zu weisen, da es auch in meine Interpretation passt. Natürlich spielen sie mit ihm - sie gehen auf seine Wahnvorstellungen ein. Aber dann die Tatsache, dass Noyce ebenfalls vom Leuchtturm spricht, hat mich nachdenken lassen. Ich bin jetzt letztendlich zum Schluss gekommen, dass im Leuchtturm tatsächlich Nazi-Experimente stattfinden. Dafür gibt es, wenn man mal genauer grübelt, auch eindeutige Hinweise. Ich mein, alleine die letzte Einstellung also nach dem Twist: die Kamera schwenkt erst zu dem Wärter der irgendwas in der Hand unter dem Tuch versteckt hält und dann zum Leuchtturm - wird hier ja recht eindeutig indiziert, dass da was nich stimmt. Genauso die Tatsache, dass Dr. Naehring ein ehemaliger Nazidoc ist passt ja perfekt. Und wenn man dann noch etwas tiefer bohrt und sich mit den Darstellern befasst, erscheint es wohl recht offensichtlich in meinen augen. Max von Sydow is dafür prädestiniert, Nazis zu spielen, Lynch (im Film der Vizedirex McPherson) war in Zodiac der Hauptverdächtige, Levine (direx von SI) war in Schweigen der Lämmer Buffalo Bill ... Scorsese hat die Figuren von der Anstalt Shutter Island bewusst mit Schauspielern besetzt, die vorzüglich Serienmörder gespielt haben.

Weiterer Verweis wäre noch gleich zu Beginn des Films, als Teddy von dem Brand redet … er sagt, dass 4 Leute dabei starben, obwohl er nur darauf verweist, dass seine Frau beim Feuer umkam. Implizit steckt aber auch schon hier der Tod der 3 Kinder mit drin – heißt unterbewusst ist ihm schon irgendwie klar, dass die auch umgekommen sind auch wenn er es nicht wahrhaben will…

Auch die Büste, die während dem Donner anvisiert wird: man sieht die Panfigur … Teddys Wahnsinn wird mit einer Figur von der griechischen Mythologie verglichen, was ganz hervorragend passt (Pan verliebt sich in irgendeine Nymphe, die seine liebe nicht erwiedert – er verfällt in größte Depression und schwört der Liebe ein für allemal ab: Parallelen zu Teddys Geschichte sind eindeutig oder?…)

Eine Sache gibt es allerdings noch wo ich unschlüssig bin - Teddys Pflaster. Trägt er ja den ganzen Film über. Möglichkeit 1: rührt von seinem Kampf mit Noyce her. Möglichkeit 2: Lobotomie.
Tendenziell würde ich sagen 1 erscheint mir plausibler, es wäre aber auch denkbar, dass er schon operiert wurde. Ich mein Cawley erzählt ihm ja, dass sie vor Monaten schon mal so weit waren, dass er sich seine Paranoia eingestanden hat und dann ein Rückfall erlitten habe. Könnte mir vorstellen, dass er damals bereits operiert wurde...

Aber genau diese Verwirrung wollte Scorsese ja. Deswegen ist der Film ja ein Meisterwerk, zumindest in meinen Augen. Der Zuschauer wird dazu angerregt, sich das ganze nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Es geht ihm allerdings eher nicht um den Twist. Da gibt es während dem Film wirklich eindeutige Hinweise (das Kind, das ihm erscheint; Chuck bekommt am Anfang seine Waffe nicht weg – Indiz dafür, dass er eben kein Marschall ist; der Direktor, der ihm im Jeep sagt sie kennen sich schon länger als er denkt etc.).
Es geht ihm vielhmehr um die Katharsis, um den Leidensweg von Teddy. Der Film an und für sich ist ja ein Portrait des Wahnsinns, derart kraftvoll bebildert jedoch keineswegs unauthentisch. Allein die erste Vision mit dem Ascheregen auf ihn und seine Frau ist optisch und auch durch den brillianten Soundtrack ein Genuss.

Bleibt noch der letzte Satz.
“Which would be worse, to live as a monster or to die as a good man?”
… mögliche Interpretation (halte ich für die einzig plausible) … Teddy ist nun tatsächlich geheilt… er ist nicht mehr verrückt, er hat seinen Wahnsinn überwunden … nun täuscht er aber einen Rückfall vor, da er die Insel ja nicht verlassen kann – auch wenn er geheilt ist ... tut ja nichts zur Sache, er hat seine Frau auf dem Gewissen. Deswegen akzeptiert er seinen Tod (-> Lobotomie) anstatt als Monster (wohl metaphorisch für Gefangener) weiterzuleben. Sehr vielschichtig der Satz… (Wie man auf die völlig irrsinnige Idee kommt, dass er die Klippen runterspringen will, bleibt mir ein Rätsel.)

Natürlich kann man sagen, dass eben die surrealen Momente im Mittelteil kryptisch wirken und ein wenig lapidar, aber die Auflösung rechtfertigt dies vollkommen. Übrigens genauso wie die schauspielerischen Leistungen nahezu aller Beteiligten. Ich mein über Leos Performance muss ich gar nich erst reden - das war ja gigantisch – schade, dass er für die Oscars 2011 wohl nicht mehr berücksichtigt wird. Aber genauso seine kollegen, die während des Films noch so scheinen als würden sie grandios an die Wand gespielt von Leo bieten rückblickend gesagt jeder für sich hervorragende, akzentreiche Auftritte - besonders Kingsley.

Witzig ist auch, dass Scorsese mal wieder alle gefickt hat. Sieht man den Trailer, erwartet man einen obskuren Horrorfilm mit vielen Schockmomenten.
Naja, was geblieben ist, ist ein melancholischer Psychothriller, der sich glaubwürdig und ohne billige Effekthascherei in die tiefsten Tiefen des menschlichen Verstandes bohrt.

Was für eine Vision! Was für ein Film!
Danke Herr Lehane für einen derart gewaltigen, dichten, hervorragenden Plot, der in dieser Form die letzten Jahre beispiellos ist.

17.05.2010 10:39:00
Kom_Ombo

Schwer, die Wertung für dieses Buch abzugeben, weil mich vieles an etwas erinnert, was ich schon einmal gesehen habe (im TV) - nicht im Kino. :-)

Die letzten Seiten musste ich zweimal lesen, um deren Bedeutung zu verstehen und glaube, den Schlüssel dafür nunmehr in den Händen zu halten.

Im Allgemeinen lässt sich dieses Buch sehr flüssig lesen und hält einen zudem in seinem Bann. Es fesselt und lässt einen Seite für Seite hoffen, dem ganzen Geschehen auf Shutter Island endlich auf die Spur zu kommen.

Trotzdem fällt meine Wertung nicht 100%ig aus, da ich in vielen Szenen eben ein Wiedererkennen hatte und mich die Story eben nicht ganz überraschte und überzeugte.

15.05.2010 22:47:03
Jackson

Leute, ich habe eine Frage:
Ist es nicht so, dass Teddy, nachdem er im Leuchtturm bewusstlos wurde und wieder aufwacht, immernoch weiß, dass ihn alle verarschen wollen? Deshalb spielt er dieses Spielchen mit. Deshalb beantwortet er die Fragen des Glatzkopps so, dass dieser denkt: Teddy glaubt endlich alles (also dass er seine Frau getötet hat usw..). ABER DAS STIMMT JA NICHT !! Und das weiß Teddy auch, er spielt also diese Rolle. So!

Ein Beweis dafür: am letzten Tag sitzt er mit Chuck auf der Treppe, da spricht er so, als wären die beiden immernoch Kollegen. Das tut er nicht, weil die Medikamente nichts gebracht haben, und er jetzt den Eispickel ins Gehirn gerammt bekommen muss. Sondern: um denen, die den Film schauen, überhaupt klar zu machen, dass er noch bei Verstand ist.
Und genau deshalb sagt er auch: besser ist es als guter Mensch zu sterben als wie ein Monster zu leben (so ähnlich). Das bedeutet: er will kein Monster sein; will also nicht, dass er "behandelt" wird.
Dann geht er mit, und bringt sich um, indem er die Klippen herunter springt. Das zeigen die ja nicht ;)

Also wenn das stimmt, dann ist der Film wirklich geil. Was meint ihr?

Bin ich der einzige, der den Film verstanden hat? :P

09.03.2010 22:04:03
Semy

Ich hab weniger ein Kommentar zu dem (meiner Meinung nach) tollem Film, Shutter Island, und sicherlich guten Buch, sondern vielmehr eine Frage...

Ich begebe mich immerwieder auf die Suche nach richtig guten Physcho-Trillern und änlichen Büchern, die die spannung bis zum schluss halten, und man lange oft nicht wirklich weiß, was los ist. Da ich sehr gerne und viel lese.

Bei dem Versuch, stoße ich jedoch leider immer wieder auf "getarnte Krimis" und andere Mordgeschichten, weil ich mich expliziet nicht wirklich mit den Autoren und den Büchern auskenne.

Kann mir jemand eventuell eine gute Empfehlung mit ganz kurzer Inhaltsangabe schreiben, dass ich die Freude mal wieder an einem RICHITG GUTEN BUCH finden kann?

Ich bedanke mich schon mal im Vorraus, fals sich jemand die Mühe macht, und sich mit meinem kleinen Problem auseinander setzt :-)

Grüße Semy

05.03.2010 13:10:21
Dr.Lingo

gab es den Film schon mal?
Also, ich habe das Buch noch nicht gelesen, und den Film auch noch nicht gesehen, aber ich dachte, auf der Krimi-Couch, könnte ich vielleicht mal nachfragen, hier kennen sich doch bestimmt einige gut aus, Also, ich habe nur ein paar Trailer gesehen, und entweder, erlebe ich ein Dejavue, oder sowas, ich bin mir fast sicher, das ich den Film, oder einen der so in der Art ist, schon mal gesehen habe,
oder werde ich verrückt, und sollte mich selber einweisen!?

21.02.2010 15:32:39
Kasia

Ich hab jetzt auf die Schnelle das Buch "Shutter Island" gelesen, welches schon seit Jahren in meinem Bücherschrank steht, da nächste Woche der Film in die Kinos kommt und ich ihn gerne sehen wollte ...

Ich habe "Shutter Island" vor 2 Tagen ausgelesen und es hängt mir heute noch nach.

Ich muss zugeben, dass die Geschichte eine der Besten ist, die mir in den letzten Monaten untergekommen sind.
Ich habe vorher nichts von Dennis Lehane gelesen und wusste auch gar nichts mit dem Namen anzufangen.
Jetzt weiß ich, dass der Name Lehane, zumindest im Bezug auf "Shutter Island", absolute Spannung verspricht und den Leser total in seinen Bann zieht.
Nach mir hat meine Freundin das Buch ebenfalls bereits ausgelesen und wir stehen beide noch ein wenig unter Schock.

Ein absolutes MUSS für jeden, der eine gute Geschichte möchte, eine sehr realistische Atmosphäre, eine ungeheure Spannung und alles, was zu einem guten Buch dazu gehört.
97°!

30.09.2009 12:45:11
Bibliophagos

Die ersten 110 Seiten+- versprachen ein spannendes Buch: Rätselhaftigkeiten und Unerklärlichkeiten luden zum Weiterlesen ein. Allerdings wird die Story mehr und mehr zum LSD-Trip, der so undurchdringlich wird wie ein tropischer Dschungel.
D.L. hat sehr gute Bücher geschrieben, dieses Buch hier ist leider ein Griff ins Leere.
Wertung: 50 Grad. Besser sich einer anderen Lektüre widmen.

06.09.2009 18:08:59
Alexander

Das Buch hatte ein interessantes Thema, lies sich gut lesen und war auch sehr wendungsreich. Positiv anzumerken ist auch, dass der Autor hier auch mal etwas anderes ausprobiert hat. Damit meine ich, dass er sich in einem anderem Subgenre der Spannungsliteratur versucht, die Handlung in den Fünfzigern angesiedelt und als Handlungsort eine Insel vor Boston und nicht den Großraum Boston gewählt hat. Doch beim Lesen des Buches konnte ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass der Roman gezielt für eine Verfilmung geschrieben wurde und ich fand ihn auch nicht so gut wie Kenzie & Gennaroabenteuer. Ich würde ihn daher mir 55 Grad bewerten. Und apropos Verfilmung. Am 8.10. läuft ja dieselbige in Deutschland an. Ich bin ja mal gespannt, ob sie ebenso gut wird wie die beiden anderen Lehaneverfilmungen. Mr. Le-
hane hat es dem oder den Drehbuchautoren ja ziemlich leicht gemacht. (Falls er es nicht selber geschrieben oder an ihm mitgeschrieben hat.)

06.09.2009 17:54:57
Alexander

Das Buch lies recht gut lesen und war auch ziemlich wendungsreich. Doch ich hatte beim Lesen immer den Eindruck, dass das Buch direkt für eine Verfilmung geschrieben wurden ist. Ich fand es daher auch nicht so gut wie die Thriller mit dem Bostoner Detektivpaar Kenzie & Gennaro. Meine Bewertung daher: 55 Grad. Und apropos Verfilmung: Der Roman wurde bekanntlich von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle verfilmt und der Film startet in Deutschland am 8.10.

13.08.2009 18:39:35
Emamju

Flott schreitet die Handlung voran, und persönliches Einteilung der Protagonisten in "verrückt" und "nicht-verrückt" ist nicht einfach.
Es gibt immer wieder Wendungen und Irrungen. Das ganze Buch ist irgendwie irr.

Wer es schon einmal mit einem Psycho-Roman zu tun hatte, der errät sicher schnell was dort eigentlich gespielt wird.
Daher wird das Ende für einige Leser nicht überraschen kommen.
Für die anderen Leser jedoch wird der Schluss gewiss das Sahnehäubchen des Buches!

27.07.2009 08:15:48
Frank

Die USA in den 50er Jahren. Der hochdekorierte US-Marshall Teddy Daniels und sein neuer Partner "Chuck" betreten "Shutter Island". Hier existiert eine Anstalt für die gefährlichsten, gewalttätigen Geisteskranken Verbrecher des Landes. Und dort ist eine Patientin unter mysteriösen Umständen entkommen.
Während ein Sturm auffzieht, der die Insel von der Außenwelt abschneidet, nehmen sie die Ermittlungen auf.
Schwierig das Buch bzw den weiteren Inhalt zu beschreiben, da man ansonsten kaum über übelste Spoiler herumkommen würde.
Es sei aber angemerkt, dass Lehane mit den Erwartungen der Leserschaft spielt, falsche Fährten legt - um dann im letzten Teil des Buches dafür zu sorgen, dass man sprachlos zurückbleibt.
Das ganze natürlich wie gewohnt sprachlich eindrucksvoll und gut lesbar.
Einziges Manko ist die -sich tatsächlich- recht früh abzeichnende "Lösung" des Falles - allerdings versteht es Lehane auch hier mit seinen letzten Sätzen noch einmal dem Leser einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
Verfilmung übrigens ab dem 08.10 im Kino.
95%

14.07.2009 20:12:24
heinrich

Ich habe das Buch spontan hoch bewertet, hatte beim Lesen (gegenüber einigen Anderen hier) den Vorteil, keine ähnliche Geschichte zu kennen. Im Vergleich zu Lehanes Kenzie & Gennaro-Romanen ist »Shutter Island« meiner Meinung nach jedoch keine leichte Kost!
Als ich mit dem Roman fertig war, stellte sich die Frage, was für eine Art Buch ich eigentlich gelesen habe. Lehane hat den Roman sehr vielschichtig angelegt, handelt Kriegstraumata, Geisteskrankheiten und die Streitereien über die richtigen Behandlungsmethoden en passant ab, ohne die permanente Spannung zu beeinträchtigen. Eine Zuordnung auf der Phanta-Couch wäre auch i. O. gewesen – das phantastische Element sehe ich in den für einen Kriminalroman zu unwahrscheinlichen Plot an sich. Ob die inhaltliche Umsetzung im angekündigten Film gelingt, wage ich zu bezweifeln.

11.06.2009 11:05:47
gerd

Hallo ,ja ich habe dieses Buch gelesen und war doch ganz schön erstaunt.
zum einen weil sehr schnell klar ist wie und wo der Hase läuft ( okay,arbeite selbst in der Psychatrie..grins) doch die Art und Weise wie es beschrieben wird
ist schon spannend.
ansonsten seht euch den 1sten Trailer an
Verfilmung hochkarätig besetzt kommt noch in diesem Jahr in die Kinos.

26.03.2009 11:31:07
koepper

Lehane hat mit "Shutter Island" ein sehr, sehr spannendes und sehr, sehr gutes Buch geschrieben. Zwei Cops suchen auf einer unwirtlichen Insel, die ausschlieslich aus einer "Irrenanstalt" besteht nach einer entlaufenen Mörderin. Damit beginnt die Geschichte.
Was dann passiert nimmt schnell kafkaeske Züge an. Teddy Daniels, der mit dem ihm bis dahin unbekannten Kollegen Aule ermittelt, will neben den offiziellen Ermittlungen aúch eine private Rechnung begleichen. der Mörder seiner Frau befindet sich evtl. auch in der Anstalt. Die Geschichte wird im Verlauf der Handlung immer alptraumhafter. Wer ist "normal" wer ist "verrückt". Lehane erzählt dies in gewohnt gutem Stil, die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Die ausführlich beschriebenen Traumsequenzen stören da nicht.
Auch die Ausführungen zur Psychiatrie mit ihren Behandlungsmethoden sind interessant und wichtig für das Verständnis der Handlung.
Ein tolles, düsteres Buch, das ich ohne Einschränkungen empfehlen kann.

26.02.2009 17:25:45
thola

Also ich bin ganz hin und her gerissen von diesem super Psychothriller. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und je mehr ich gelesen habe umso mehr zog mich dieses Buch auf Shutter Island zum US Marshall Teddy Daniels der dort nach einer vermissten Frau sucht die wie es scheint aus der Anstalt verschwunden ist... Dort wird Teddy Daniels mit seiner Vergangenheit konfrontiert nicht nur durch seine Träume sondern auch durch den nicht Verarbeiten Tod seiner Frau und den Krieg,wird er mit Dämonen konfrontiert. Er versucht in der Anstalt den Mann zu finden der für den Tod seiner Frau verantwortlich ist, doch es kommt alles anders... Ein Psychothriller auf hohen Niveau. Respekt...

12.11.2008 20:21:48
Moni

Ich bin seit einigen Tagen durch - und ich kann nicht aufhören an dieses Buch zu denken, und wie uns Lehane an der Nase herumgeführt hat...;-) Absolut klasse und eine Spannung, wie ich sie selten gelesen habe! Alle anderen von Lehane habe ich durch - aber dieses: absolut klasse... Freue mich RIESIG auf den Kinofilm!!!
Und: wen interressiert wo Tornados für gewöhnlich wüten?! Dann würd ich ein Nachschlagewerk lesen... Die Realität holt uns schon noch früh genug ein...

26.09.2008 23:14:06
frolleinvomamt

Die Idee ist gut, wenn auch nicht neu.
Es fängt ja auch spannend an: Die beiden Cops, die sich nicht kennen und dann auf eine Insel befördert werden, um eine entlaufene Psychopathin zu finden.
Aber nach 100 Seiten wird es fade: Die Dialoge sind flach (auch wenn man am Ende weiß warum, macht es das nicht besser), zwischendrin lange Traumpassagen voller Psychomüll, dazu eine aufgepfropfte Kritik psychiatrischer Methoden der 50er Jahre ...
Und spätestens ab der Mitte des Buchs gibt es nur EINE Erklärung beim Leser.
Dass diese dann auch so eintritt, macht manche Rezis, wo der Leser vom Ende überrascht war, verwunderlich.

12.05.2008 16:32:48
Sonny

Die Story hat man so oder ähnlich schon gelesen/gesehen. Aber die Umsetzung ist einfach lesenswert. Lehane bleibt seinem Stil treu. Ehe man sich versieht, ist man durch. Leider. Denn Lehane schafft es immer wieder seinen Charakteren ein Gesicht zu geben.
Absolut empfehlenswert.

29.02.2008 19:22:36
Kerstin

Eine Insel, eine Anstalt voller Verrückter, ein Hurricane und mittendrin ein US-Marshal mit seinem Partner. Sie sollen eine Entflohene suchen, aber ... irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu! Kann es denn sein, dass man versucht, den Marshal auf der Insel festzuhalten?
Ein subversives, hintergründiges, düster spannendes Buch, in dem "wirklich" nichts so ist, wie es zu Anfang erschien!

23.10.2007 20:17:29
tribeaxi

Sehr gut geschriebenes Buch mit einer spannenden Geschichte und einer fesselnden Schreibweise des Autors.
Der Autor hat eine altbekannte Story sehr intelligent,aufrührend und verwirrend in diesem Buch verarbeitet.Ich als Leserin bin so tief in diese Geschichte eingetaucht dass ich mich am Ende gefragt habe was ist wahr und was nicht.Ein extrem gutes und irgendwie auch krankes Buch das ich ganz bestimmt nicht vergessen werde!Deshalb meinen Wertung 95%.

24.09.2007 10:20:50
Leuchty

Shutter Island war mein erstes Buch von Dennis Lehane und hat mir sehr gut gefallen. Es ist leicht und flüssig zu lesen und man möchte ständig wissen wie es weitergeht. Außerdem ist dieses Verwirrspiel von Lehane sehr durchdacht geschrieben und meiner Meinung nach absolut wertsteigernd. :)

06.06.2007 21:12:08
Ruby

Hallo!

Habe das Buch zweimal gelesen, immer wieder zurückgeblättert... Es macht mich wahnsinnig! Kann mir jemand erklären was es mit dem Buch auf sich hat ?!

07.04.2007 16:57:01
Sandra Wypich

Mein erster Lehane,
nicht ganz, habe Mystic River gesehen, leider, nicht weil der Film schlecht ist, nein ich hätte gerne dass Buch gelesen.
Der Autor hat einen sehr guten Schreibstil, ich kann noch nichtmal sagen was so toll ist, es ist einfach gut, habe dieses Buch sehr schnell durch gehabt.
Kurzweile pur, werde mehr von ihm lesen.
Empfehlenswert!!
Kann nicht mehr schreiben ohne was zu verraten, also laß ich es.

05.07.2006 11:01:02
mizimausi

Tja. Was soll ich sagen? Bei meinem Stöbern nach einem guten Buch bin ich auf dieses gestoßen. Angeregt und neugierig, auch durch die vorangegangnen Kritiken, habe ich es gelesen. Ich bin nun fast durch und frage mich noch immer wann es spannend wird. Aber vielleicht ist der Schluss nicht so schlecht wie gemeinhin kritisiert wird:-) ansonsten gilt wie immer: Bild dir deine eigene Meinung, und das geht halt nur wenn man es selber liest:

16.05.2006 17:37:24
vanessa

Ich finde dieses Buch auserordentlich gelungen.Es ist nie langweilig und es fällt einem wirklich schwer dieses Buch aus der Hand zu legen.Es ist für der Leser irreführend,welches mir sehr gut gefällt.Ich kann nur sagen:Lesen!

05.12.2005 23:23:06
Rainer aus Bremen

Das war es nicht.
Nein, das Finale funktioniert nicht, immerhin stimme ich der Meinung des Krimi-Couch Rezensenten zu, dass der Leser an der Nase herumgeführt wurde - viele Seiten lang.

Ach ja, der Hinweis über diesem Eingabefeld:
"Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten." sollte nicht nur für die Leser Ihrer Webseite gelten - der Rezensent hat sich m.E. auch nicht daran gehalten.

So sehr ich alle anderen Bücher von Lehane schätze - *dieses* werde ich nicht weiterempfehlen.
Die Realität, die sonst in allen Büchern des Autors zu spüren ist - hier ist sie vom Tornado (gibt es die überhaupt so weit nördlich?) davongefegt worden.
Spannung um der Spannung willen - bei mir hat es nicht verfangen. Enttäuschung bleibt zurück.

25.11.2005 13:54:07
Marcel

Erst einmal "besten Dank" an "Falcons" und "Tobys" Meinung zu diesem Buch. Mit ihrem Verweis auf einen ganz bestimmten Kino-Film weiß jeder Leser spätestens nach 50 Seiten was der Hintergrund des Buches ist. Man wird dadurch einer der besten Storys überhaupt beraubt...wer also Shutter Island noch nicht kennt sollte diese Feedbacks jetzt überspringen, da man sonst eines echten Lesevergnügens beraubt wird.

Zum Buch: kurzum...für mich ein weiteres Meisterwerk aus der Feder von Denis Lehane.
Tolle Atmosphäre, geniale Erzählung, tolle Charactere und super spannend. Schade, dass es schon zu Ende ist.

Eine echte Perle...

07.06.2005 14:08:03
Pascal

Tolle Story, gut, mit diesen Voraussetzungen (einsame Insel, geisteskranke Kriminelle, Hurrikan, grausame Operationen), kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

Sehr dichte Atmosphäre und spannend erzählt mit vielen kleinen Hinweisen, die dem Leser helfen wollen, den Fall vor Ende des Buches zu lösen – oder eben auf eine falsche Fährte schicken.

Einzig das Ende des Buches hat mich nicht überzeugt. Wahrscheinlich aber doch nur deswegen, weil ich einfach ein anderes Ende vorgezogen hätte.

Eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.

06.03.2005 18:03:22
Don Rivella

Das mit Abstand schwächste Buch von Lehane. Ich habe den \'Twist\' schon nach wenigen Seiten erahnt, aber bis zum Schluss gehofft, dass das Buch anders endet. Leider ist die Auflösung tatsächlich so plump, wie ich es befürchtet (und auch schon tausendmal gesehen und gehört) hatte. Nur für frustresistente.

21.01.2005 09:38:55
Kurt W. John

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, blieb ich verstört und unbefriedigt zurück.
Warum? Weil es zu Ende war, ich aber weiterlesen wollte! Weiter!! Weiter!!! Weiter!!!!
Aber ist das bei Lehane nicht IMMER so?

23.07.2004 02:42:39
Anja S.

Das ist ein sehr spannender und ungewoehnlicher Krimi, teilweise schwer zu verstehen, der die Frage behandelt: "Wer ist hier eigentlich irre?"

20.07.2004 23:30:57
Sven Nielson

Der absolute OBERKNALLER!!! Mysteriös, verzwickt, voller Rätsel und einfach genial. Für mich bisher bestes Buch aller Zeiten. Wer Bücher dieses Genres bevorzugt, darf dieses auf keinen Fall verpassen.
Lehane beschreibt die Geschichte eines US-Marshalls auf der Suche nach einer vermissten Geisteskranken auf einer Anstaltsinsel so glaubwürdig, das der Leser sich selbst bald als wahnsinnig glaubt, und rundet die Story mit einem wahrhaft meisterhaften Ende ab..
Kaufen, Leute...!!!!!!!!!

02.04.2004 09:41:09
deaver

meine nerven! nicht nachdenken, leute -> kaufen! habe alles von lehane bis jetzt gelesen. das hier ist sein meisterstück.

14.03.2004 16:50:09
Harry Bosch

Unglaublich einer der interessantesten Krimi´s seit langem. Der Schluß haut einen um. Wem die Kenzie und Gennaro Romane von Lehane gefallen haben, der wird dieses Buch lieben.

29.02.2004 19:55:52
Dundee

Sehr spannend und unerwarteter Twist am Schluss. Ich musste den Roman zweimal lesen, um alles zu verstehen. Werde mir nun alle Lehanes besorgen.