Blondes Gift

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • Leer: Leda, 2002, Seiten: 240, Originalsprache

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Ein rundes Buch - den klassischen Krimi-Fan wird es aber nicht überzeugen

Buch-Rezension von Uh Uh Jan 2004

Kit Meringer, Gregor Jacobi, dessen Lebensgefährtin Margit und Roman, Kits Intimfreund, sind die Hauptpersonen in diesem etwas anderen Roman. Kit ist Architekturstudent in Düsseldorf und erfährt, dass sein Professor, Gregor Jacobi, den Zuschlag für ein Großprojekt in der Düsseldorfer Altstadt erhält. Er soll der einzigartigen Bertholdi-Gemälde und Skulpturen-Sammlung ein angemessenes Ambiente schaffen und den Prunkbau planen. Klar, dass Kit die Chance ergreift. Als Gehilfe des bekannten Architekten wird er schließlich in das Haus der Jacobis eingeführt, wo er auf die Lebensgefährtin und Krimiautorin Margit trifft. Kit, ein gutgebauter, blonder Jüngling, voll im Saft stehend und ungeheuer anziehend, zieht die zurückgezogen lebende Autorin zweitklassiger Krimiromane natürlich sofort in seinen Bann. Es kommt, was kommen muss. Margit lässt sich auf ein unheilvolles Verhältnis mit Kit Meringer ein und lebt darin ihre heimlichen erotischen Phantasien aus.

So steht sie eines Tages unter dem Schutz von Kit - natürlich rein aus Recherchegründen für ihr neues Buch - am Straßenrand und mimt eine Prostituierte. Doch als der erste Wagen hält, bleibt es nicht nur ein Spiel. Am Ende hat sie nach wenigen Stunden beinnahe 250 Mark verdient. Doch damit nicht genug. SM, Männerüberschuss, nach und nach fallen die Tabus, während Gregor brav seiner Arbeit nachgeht und fleißig Pläne (Kits Meinung nach eher bieder Pläne) für das neue Bauwerk zeichnet.

Eines Tages jedoch, riecht Gregor den Braten. Da hilft auch nicht, dass Kit zusammen mit seinem Busenfreund Roman das Schwulenpaar spielt. Gregor bemerkt, wie seine liebgewordene Margit mehr und mehr aus dem Gleichgewicht gerät. Als er Kit zur Rede stellt und dieser ihm nur unverschämt ins Gesicht lächelt, ersinnt er einen tödlichen Plan.

Schließlich geschieht ein Unglück und jeder denkt, Kit weilt nicht mehr unter den Lebenden. Doch da irrt der Betrachter. Die überraschende Wende bringt die Wahrheit ans Licht. Und ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, ob ich über das Ende der Geschichte froh oder traurig sein soll, denn Kit -und da spricht ein wenig das "Alpha-Gen" aus mir - ist bei weitem kein angenehmer Zeitgenosse.

Es ist kein klassischer Kriminalroman, der hier vor mir liegt. Keine Detektivgeschichte, keine Ermittlungen, keine Kommissare, die bärbeißig ans Werk gehen. Dennoch habe ich das Buch zügig und auch gerne gelesen, was natürlich bedeutet, dass es durchaus spannend ist. Wenngleich es nicht die übliche Form der Spannung beinhaltet, sondern eher auf die voyeuristische Neugierde des Lesers zielt.
Der Handlungsstrang ist die bekannte Verlaufsform eines Katastrophenplots. Die Personen sind gut gezeichnet und erscheinen dreidimensional. Kit und Gregor sind die Erzähler. Erzählt wird in der Ich-Form, wobei jedoch, wie aus dem Filmgenre bekannt, im Tagebuchstil die jeweilige Erzählperspektive wechselt.

Der Spannungsverlauf bis hin zum Höhepunkt ist motiviert und begründet und die darauf folgende überraschende Wendung erscheint plausibel. Das Ende, in dem ein "Möchtegernmörder" überführt werden muss, ist gelungen. Alles in allem ist "Blondes Gift" ein rundes Buch und als solches durchaus lesenswert. Den klassischen Krimi-Fan wird es aber nicht überzeugen. Dennoch liegt es meiner Meinung nach über dem Durchschnitt, weil es einfach locker und flockig zu lesen ist.

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