Das Imperium der Wölfe

Erschienen: Januar 2004

Bibliographische Angaben

  • Paris: A. Michel, 2002, Titel: 'L´Empire des Loups', Seiten: 456, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2004, Seiten: 446, Übersetzt: Christiane Landgrebe
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2005, Seiten: 446
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2009, Seiten: 446
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Joachim Kerzel

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Peter Kümmel
Brutal wie die purpurnen Flüsse, doch bei weitem nicht so fesselnd

Buch-Rezension von Peter Kümmel Dez 2003

Wie schon in seinem Thriller "Die purpurnen Flüsse" lässt Jean-Christophe Grangé lange Zeit zwei Handlungsstränge unabhängig voneinander nebeneinander verlaufen, um diese erst sehr spät zu vereinen. Gut gemacht, dass er nicht ständig hin und her springt, sondern jeweils lange Abschnitte bringt.

Anna Heymes, die Ehefrau eines hohen Pariser Polizeibeamten, zweifelt an ihrem Verstand. Nicht nur, dass ihr das Gesicht ihres eigenen Mannes zuweilen fremd ist, auch ihr Gedächtnis spielt ihr merkwürdige Streiche. Mit der Erklärung eines Neurologen, dass ein Teil ihres Gehirns nicht mehr richtig arbeitet, gibt sie sich nicht zufrieden. Als sie vermutet, dass man sie manipulieren will, forscht sie nach, ob das Gesicht ihres Mannes chirurgisch verändert wurde. Ihr Schrecken ist groß, als sie entdeckt, dass ihr eigenes Aussehen verändert wurde. Sie muß wissen, was mit ihr passiert ist. Gemeinsam mit der Psychiaterin Mathilde macht sich Anna daran, ihre Vergangenheit zu erforschen.

Bestialische Morde und brutale Polizeibeamte

Im anderen Handlungsstrang werden wir wieder frappand an die "purpurnen Flüsse" erinnert durch bestialische Morde und brutale Polizeibeamte. Im Pariser Türkenghetto wurden innerhalb weniger Monate drei durch Folterungen grausam zugerichtete Frauenleichen gefunden. Alle drei Frauen waren rothaarig und sahen sich ähnlich. Da sie sich illegal in Frankreich aufhielten, wurden sie nicht vermisst und keiner kennt sie. Der junge Polizist Paul Nerteaux wird mit dem Fall betraut. Ohne Zustimmung seiner Vorgesetzten reaktiviert er den als brutal und korrupt bekannten Jean-Louis Schiffer aus dem Ruhestand, der sich im Türkenviertel auskennt wie kein anderer. Die Zusammenarbeit der beiden gestaltet sich schwierig, denn Paul kann sich mit den harten Ermittlungsmethoden seines Kollegen, der gleich das Heft in die Hand nimmt, nicht so recht anfreunden.

Mit dem "Imperium der Wölfe" begibt sich Grangé keinesfalls ins Tierreich. Denn bei den "schwarzen Wölfen" handelt es sich um eine politische Gruppierung in der Türkei, die ihre Ziele mit terroristischen Mitteln zu erreichen versuchen. Grangé versucht, deren Ideologie dem Leser nahe zu bringen, doch tut er sich ein wenig schwer damit. Da Schiffer in der Wahl seiner Mittel wahrlich nicht zimperlich ist, sind die beiden Ermittler schon bald auf der Spur der "schwarzen Wölfe". Bisher hat die Gruppe wohl dreimal die falsche Frau erwischt, doch wer ist die Frau, die wirklich umgebracht werden soll?

Akribischer Aufbau des Plots, eine meisterhafte Erzählweise

Grangé hat seine Stärken und die liegen im akribischen Aufbau seines Plots und seiner meisterhaften Erzählweise. Der französische Autor vermag mit seinen Worten zu spielen und seinen Protagonisten Tiefgang zu verleihen. Doch konzentriert sich Grangé hier zu wenig auf seine Stärken. Und so geht im Zuge einer bei weitem zu blutrünstigen Handlung zu vieles verloren, was den an sich gut erdachten Plot ausmacht. Das Tempo, was der Autor zu Beginn vorlegt, kann er hier nicht über die gesamte Handlung hinweg halten. Und so geht auch einiges von der gut aufgebauten Spannung verloren, nachdem der Leser die ersten klärenden Zusammenhänge verkraftet hat. Der Showdown in der Türkei ist recht enttäuschend. Überhaupt scheint der Schluß seiner Bücher der Schwachpunkt des Autors zu sein, denn so richtig überzeugen konnte er damit bisher noch nie.

Grangé ist kein Schreiber, der eine Beziehung zwischen dem Leser und seinen Protagonisten aufbaut, obwohl seine Figuren sehr vielschichtig sind und sehr detailliert eingeführt werden. Auch emotional haben sie sehr viel zu bieten. Doch bereits aus früheren Romanen des Autors weiß man, dass man oft nicht allzu lange Gelegenheit hat, sich an seine Protagonisten zu gewöhnen.

Neugier auf unbekannte Handlungsorte und Darsteller

Daß er keinen Serienhelden erdacht hat, gibt Grangé dafür die Gelegenheit, immer wieder völlig unabhängig voneinander neue Ideen für seine Stories zu erarbeiten und dadurch Neugier auf unbekannte Handlungsorte und Darsteller zu schaffen.

Eine raffinierte Story ist ihm auf jeden Fall wieder gelungen und man gewinnt wieder neue Einblicke in die Mentalität eines Volkes, dessen festgefügte Strukturen für Außenstehende nur schwer zu erkennen und fast gar nicht zu durchbrechen sind.

Das Imperium der Wölfe

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Letzte Kommentare:
08.06.2014 14:13:32
steve006

Wer die Bücher von Grange liest, sollte nicht unbedingt absolute Realitätsnähe erwarten!
Die story ist sehr spannend, teilweise sind die parallel verlaufenden Handlungsstränge am Anfang irritierend, finden sich zum Ende jedoch zu einem grandiosen Finale zusammen. Als Leser muss man hoch konzentriert mitdenken, um die einzelnen Handlungen und die logischen Schlussfolgerungen nicht zu übersehen. Der Autor schafft es immer wieder in seinen Büchern absolut ungewöhnliche Kriminalgeschichten zu konstruieren, sicherlich nicht immer realitätsnah, aber hoch spannend! Außerdem ist er bereit ungewöhnliche Wege zu gehen, also kein happy end am Schluss, sondern ein großer Knall mit reichlich Leichen.

05.09.2012 15:04:33
BELSL

Das Imperium der Wölfe hätte ein sehr gutes Buch sein können, so muß der Leser dazu bereit sein, sich auf Schräges, Unwahrscheinliches einzulassen.
Gut finde ich an den Büchern Grangés, dass sie das Interesse an fremden Ländern, deren Geographie und Geschichte wecken, Geographie hat mich zu Schulzeiten nie interessiert, aber jetzt googelte ich eifrig nach der Geschichte der Türkei, nach Anatolien.
Grangé müßte seine weit ausufernde Phantasie vielleicht ein ganz klein bißchen beschneiden, bei der ersten Gehirnmanipulation der Hauptfigur Anna konnte ich noch mitgehen, die zweite war mir zu schräg.
In allen Büchern Grangés die ich bis jetzt las spielt die Zusammenarbeit zweier Polizisten eine tragende Rolle, Polizisten die jenseits der Norm sind, diese Darstellung gelingt ihm sehr gut, ich meine zu merken, dass seine Stärke eher darin liegt, sich in die Psyche von Männern hineinzudenken, die Schilderung weiblicher Figuren wirkt viel blasser.
Alles in allem hat mich das Buch sehr gefesselt, ich bin ja aber auch bekennender Grangé - Liebhaber.

28.07.2009 20:45:04
JaneM.

Ein Thriller mit Gänsehautgarantie! Etwas schade ich fand ich es, dass die anfangs fesselnde paranoide (oder doch nicht?) Stimmung von Anna später fast ins Abstruse abdriftete. Der Handlungsstrang der Hirnmanipulation ist schon ein bisschen zu abgedreht- und verliert damit, zumindest für mich, auch das Grauen.
Trotzdem ein gutes Buch, das besonders durch die für Grange typische nicht vorhandene Trennung zwischen Gut und Böse besticht.

26.02.2009 01:36:00
Rolf.P

Jean-Christophe Grangé sagt auf seiner Homepage "DAS NORMALE BÖSE INTERESSIERT MICH NICHT" und das trifft auf seinen neuen Krimi zu.
Wer "Der Flug der Störche" und "Die Purpurnen Flüsse" gelesen hat, der weiß, dass es wohl kein anderer Autor so gut beherrscht Brutalitäten spannend und ekelerregend zu beschreiben. Wenn es darum geht, den Leser dazu zu bringen, angewidert die Mundwinkel zu verziehen, kann Grangè niemand das Wasser reichen.
Auch in seinen Vorgänger-Romanen sparte Grangé schon nicht mit blutrünstigen Details, allerdings nähert er sich diesmal schon beinahe Brett Easton Ellis`schen Ausmaßen! Ich hatte das Gefühl: jedes Mal ein bisschen mehr! Ob das unbedingt notwendig ist?
Die Spirale von Monstrositäten und Abstrusitäten, die sich allmählich auftun, hat Grangé in meinen Augen dann aber doch stark überdreht, die Handlung weist einige Logiksprünge auf, so manche Entwicklung wirkt stark an den Haaren herbeigezogen, Charakterzeichnung findet hauptsächlich klischeehaft statt, und zum Ende hin wurden eher lieblos Zufälle aneinandergeklatscht.
Unangenehm sind mir in diesem Buch auch die vielen misslungenen Metaphern aufgefallen, die sicher nicht alle auf die Übersetzung zurückzuführen sind, sowie die bei Grangé leider obligatorischen, viel zu detaillierten Gewaltszenen.
Das Buch beginnt fulminant spannend, jedoch hört das bei der Hälfte des Buches auf, weil man sich ab hier den Rest der Handlung leider selber zusammenreimen kann. Das Ende fällt dann leider rasant ab und es werden, für meine Begriffe, langatmige Geschichten erzählt.

Teilweise etwas arg an den Haaren herbei gezogen, aber im Großen und Ganzen ein solider Thriller.

28.08.2008 09:47:23
tedesca

Ein superspannender Krimi, düster und gewalttätig, nichts für schwache Nerven. Interessant ist die Darstellung der Pariser Türken-Mafia, die, wie ich gelesen habe, durchaus auf der Realität basiert. Etwas weit hergeholt und sehr vereinfacht erscheint mir hingegen die psychische Manipulation von Anna, da würde wahrscheinlich jeder Wissenschaftler laut aufschreien.

Das Buch bietet immer wieder Überraschungen, mit denen man einfach nicht gerechnet hätte und nimmt laufend neue Wendungen. Die Charaktere sind stark und unabhängig, gewinnen noch mehr durch die wunderbare Stimme von Joachim Kerzel. Etwas ungewohnt ist allerdings der häufige Wechsel der Perspektive. Grangé baut hier über einen längeren Abschnitt (etwa die Hälfte des Buches) Identifikationspersonen auf, die er dann wieder fallen läßt und andere, die zunächst nur in Nebenrollen in Erscheinung traten, ins Rampenlicht rückt.

Ein spannender Thriller, der ja auch hervorragend verfilmt wurde - Jean Reno at his best!

27.08.2008 12:25:40
Fatul

Für mich war das der bisher schwächste Grangé. Zwar ist die Erzählweise gewohnt flüssig, aber sowohl die Charaktere als auch die Story haben mich im Laufe des Buches immer weniger angesprochen. Zu den Protagonisten konnte ich überhaupt keine Beziehung aufbauen, die Todesfälle haben mich nicht weiter berührt und der Schlußteil war einfach schwach. Insgesamt für mich nur maximal Durchschnitt

16.05.2008 22:27:52
frolleinvomamt

Ich fand die erste Hälfte sehr spannend.
Von der Leseerwartung her war klar, dass die beiden Handlungsstränge zusammmengeführt werden müssen, und eben darauf hab ich dann gewartet.
Einige Logikfehler fand ich verzeihlich.
Aber mal wieder passt das Ende nicht zum Rest der Geschichte (hat mich auch bei den "Flüssen" sehr gestört). 90% düster und brutal, am Ende Voodoo.

17.03.2008 16:59:36
buchblock.com

2003 kam das Buch „Das Imperium der Wölfe“ in die Buchläden. Es ist das insgesamt vierte Werk vom französischen Journalist und Autor Jean-Christophe Grangé.

Dieses Buch weist zwei intensive Handlungsstränge auf. Der Eröffnende dreht sich um Anna Heymes, eine französische Frau, die in einem Süßwarenhandel als Verkaufskraft arbeitet. Sie ist mit dem im Innenministerium angestellten Laurent Heymes verheiratet. Ein Mann, den sie glaubt, sehr zu lieben. Bis diese Störungen auftreten. Immer öfter überfallen sie Blackouts in denen Anna ihr Mann komplett Fremd ist.

Das Ehepaar sucht einen Spezialisten auf. Doktor Ackermann, ein aus dem Elsass stammender Neurologe, soll sich ihrer annehmen. Er führt einige Tests durch und schlägt letzten Endes eine Gehirnbiopsie vor. Anna findet diese Idee nicht gut. Sie flüchtet und stellt ihrerseits Ermittlungen an. Sie lernt daraufhin eine Psychiaterin kennen, die ihre eigenen Probleme mit sich rumträgt.

Der zweite Handlungsstrang dreht sich um die Serienmorde im 10. Arrondissement von Paris, das auch Klein-Türkei genannt wird Drei Frauen werden getötet und auf bestialische Weise verstümmelt. Das Interessante am Ganzen: Alle Frauen sehen sich ähnlich. Paul Nerteaux nimmt sich diesem Fall an, kommt jedoch nicht weit, wenngleich er Vermutungen hat, die am Ende ihrer Richtigkeit zeugen sollen. Nichtsdestotrotz sucht er Rat beim – eigentlich schon pensionierten – Ex-Polizisten Jean-Louis Schiffer. Er gilt als Experte des 10. Arrondissements.

Dieses Buch beginnt spannend, man will es geradezu verschlingen. Vor allem der Handlungsstrang rund um Anna Heymes ist gut und interessant geschrieben

Dazu geht Grangé sehr genau auf alle wichtigen Personen ein. Paul, der seinen Vater früh verlor und sich schuldig an seinem Tod fühlt. Genau aus diesem Grund schlägt er eine Karriere als Polizist ein. Schiffer, der berühmt, aber auch berüchtigt ist. Ein exzellenter Polizist, der aber selber auch jede Menge Dreck am Stecken hat und nebenbei Türkenfeindlich ist, was Paul missfällt.

Es kommen noch einige Figuren vor, die ebenfalls ihre Geschichte zu erzählen haben.

„Das Imperium der Wölfe“ ist in der dritten Person geschrieben, bis auf ein Kapitel, wo Grangé in die erste Person wechselt. Am Ende des Kapitels erfährt der Leser auch wieso.

Wie erwähnt beginnt das Buch fulminant spannend. Jedoch hört das bei der Hälfte des Buches auf, weil man sich ab hier den Rest der Handlung leider selber zusammenreimen kann. Das Ende fällt dann leider rasant ab und es werden, für meine Begriffe, langatmige Geschichten erzählt.

Dennoch ist dieses Buch empfehlenswert, weil es ein Thriller ist, der wirklich ein Thriller ist. Die Handlung wird detailliert beschrieben, ebenso die Personen und die Umgebung. Dass die Morde für den Leser grauenvoll erscheinen, macht das Buch nur noch besser. Eben ein typischer Grangé.

11.02.2008 17:34:07
Sarah

Also ich fand den Krimi eigentlich total spannend.Doch das Ende musste meiner Meinung echt nicht sein.Ich habe mit einem schöneren Ende gerechnet,aber naja ein HappyEnd hätte es nicht sein müssen.

30.12.2007 20:44:01
udo knietsch

ich habe diese buch gekauft, weil ich keinen lesestoff hatte. nach den ersten seiten fühlte ich mich an den "pakt der wölfe" und "die purpunen flüsse" einnert.
toll, aber verwirrend geschrieben. dies meine ich, der die woche indestens 500 - 1000 seiten liest, meist aber fantasie oder sf.
brutal, offen, blutig, aber auf der anderen seite auch sentimental und flüssig erzählt.
ich freue mich auf die fernsehübertragung.

30.10.2007 13:04:40
gowron

Hallo,

wer "Die purpurnen Flüsse" schon verworren fand, sollte von "Das Imperium der Wölfe" am besten gleich die Finger lassen. Grangé liefert eine Vielzahl von Charakteren, deren Intentionen teilweise bis zum Ende des Werkes nicht wirklich deutlich werden. Zudem baut er eine rekordverdächtige Zahl von unerwarteten Wendungen in die Handlung ein, die stellenweise doch sehr verwirren, auf mich aber vor allem auch manchmal recht unglaubwürdig wirkten.

Grundsätzlich ist die Handlung spannend, wenn auch an vielen Stellen ziemlich brutal und blutig. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Wirklich überzeugt hat es mich aber - wie auch die spätere Verfilmung - nicht.

Fazit: Leicht überkonstruierter Thriller, der mit zahlreichen überraschenden Wendungen aufwarten möchte, dabei aber manchmal den Fokus auf das Wesentliche verliert.

Viele Grüße,

Gowron.

20.10.2007 10:17:38
Claudinsche

Ab und an ziemlich eklig, aber dafür nicht so spannend. Hatte mir mehr von diesem Buch versprochen. Was sich seitenweise manchmal in die Länge zog, waren die sehr detaillierten Erzählungen der Hinrmedizin, wie man was am besten macht und und und . Zum Schluß, finde ich auch, das alles holterdipolter ging. Schade.
Gegen *Flug der Störche* kommt bisher kein anderes Buch von Grangé gegen an.

29.08.2007 07:49:52
Bartensen

Nicht ganz so fesselnd wie die Purpurnen Flüsse, aber durchaus spannend. Natürlich auch wieder grenzwertig brutal. Eingebettet in einen spannenden Hintergrund (wie authentisch dieser ist, mag mal dahingestellt sein). Manchmal allerdings wirken die Zutaten doch sehr an den Haaren herbeigezogen ... Flickwerk sozusagen.

Klar , auch interessante Charaktere hat der Mann zu bieten, auch wenn die beiden Bullen den Hauptfiguren in den Purpurnen Flüssen doch sehr ähneln.

Aber wie üblich bei Grangé, ist das Ende mal wieder sehr schwach. Und hier zieht es sich doch etwas ...

01.05.2007 17:05:24
K.-G. Beck-Ewe

Über Vierfünftel der Länge ist dieser Roman sehr dicht und spannend geschrieben, doch dann verlassen uns sehr viele der Hauptfiguren, so dass das letzte Fünftel des Romans ein wenig enttäuschend ausfällt – womit aber irgendwie auch der Eindruck einer größeren Authentizität entsteht.

03.04.2007 11:18:52
Paddy

Ich muss sagen, dass ich vom Buch ziemlich überrascht war, so viel Brutalität ist man nich so oft ausgesetzt. Obwohl ich echt sagen muss, dass das Buch was hatte.Ich fands echt mal was anderes

14.11.2006 07:56:44
Marcel

Gnadenlos und kaltblütig erzählt..ein echter Grange eben.

Durchaus empfehlenswert, auch wenn sich der "französische" Teil besser und schlüssiger liest als der "türkische" gegen Ende des Buches. Hier ging mir vieles dann doch zu sehr hopplahopp.

Kein Meisterwerk wie "der Flug der Störche", aber dennoch kurzweilig und unterhaltsam.

22.05.2006 22:44:47
Volker

Wer Brutalität mit Spannung verwechselt, ist hier richtig. Aber ganz so übel ist das Buch nicht, zumindest nicht in der ersten Hälfte. Danach wird doch offenbar, dass zwanghaft ein Lösung der Geschichte erzwungen werden muss, die nun mal nicht zu überzeugen vermag.

07.07.2005 10:59:05
Michael Knarr

Nach dem "Flug der Störche" endlich wieder ein Kracher. Allerdings nur die ersten 2/3. Diese 2/3 sind allerdings schon um längen Besser als sein letzter Roman "Der Steinerne Kreis". Ob und was sich Grange an den Haaren herbeigezogen hat im Zusammenhang mit den Grauen Wölfen ist mir eigentlich recht egal. Ich lese die Romane zur Unterhaltung. Will ich reales Hintergrundwissen lese ich Sachbücher. Wobei ich davon ausgehe, dass Grange schon ordentlich recherchiert hat. Wenn man sich seinen Lebenslauf ansieht, kann man davon ausgehen, dass er über Hintergrundwissen verfügt.

Vor der Verfilmung habe ich wirklich Angst. Jean Reno spielt die Hauptrolle (garantiert als Chiffre) und wird ebenso garantiert das Ende des Film überleben. Die Verfilmung der Flüsse war ja ebenfalls mehr als schwach (im Vergleich zum Buch). Und wenn wir ganz großes Pech haben, ist der Film ebenfalls erfolgreich und wir kriegen in 2 - 3 Jahren "Das Imperium der Wölfe schlägt zurück" in unserem Kino vorgesetzt.

Freue mich übrigens schon auf den nächsten Grange.

17.06.2005 13:16:22
Mustafa Sahin

Ich denke das Buch von Grangé ist ein sehr gelungener und sehr interessanter Roman bzw. Thriller, den ich vor einem Monat mit großem bestaunen gelesen habe. Es stimmt, dass es im Roman viele bestialische Morde gibt und, dass die Polizisten sehr korrupt, vorurteilig und auch sehr brutal sind, doch im großen und ganzen gehört dieses zu einem Thriller wie die Kakoa zu der Milch!
Ich möchte aber hier auch sagen, dass ich mich als Türke doch etwas verspottet gefühlt habe. Im Roman werden politische Gruppen als Mafiosen gesehen und die wahren gegener der Türkei verschönert.
Trotz allem hat Grangé die Probleme der unterschiedlichen Kulturen und die unmenschliche Behandlung von illegalen Arbeitern durch ihre Arbeitgeber sehr preziese beschrieben und er versucht den Menschen zulehren, dass es nicht mehr so weiter geht!!

Ich würde für das Buch, die Schulnote 1- geben, weil in dem Buch doch viele rassistische Eindrücke sind.

30.05.2005 10:59:11
YanlizKurt

Ich finds schade, dass die "grauen Wölfe" hier
als brutale Mafia abgestempelt werden! Die grauen Wölfe sind Angehörige der Nationalen Bewegung in der Türkei und sind nicht brutal o.ä. Aber wenn man Ihnen oder der Türkei zu nahe kommt, dann kann sollte man lieber aufpassen. Der Wolf steht für Freheit und Stolz, darum sich das viele zum eigenen Symbol!
BOZKURT!!!

26.05.2005 19:11:11
PLN

Also das buch hab ich nicht gelesen aber über den film weis ich schon bescheid,bin echt gespannt wie er die türken darstellen wird manche sachen mit Bozkurt sind im film übertrieben worden naja wollt nur mal fragen ob jemand weiß wann der film in Deutschland in den kinos läuft

25.02.2005 00:20:44
Mesut Özcan

ich denke dass er ist einen guten author und ich amussiere mich wenn ich seinen buche rede. meine favourit author und ich will seinem neuen buch schneller kaufen ich denke und also glaube er hat einem bestseller für alles geschrieben

18.02.2005 17:13:12
Lundegaard

Das beste seiner Bücher. Paris ist ein schöner Handlungsort und thrillen tut\'s auch ein wenig.
Grangé kommt eindeutig zu überbewertet daher - seine Krimis wirken am soliden Stand eines Cruz-Smith eher zusammengeflickt und flach, sind aber durchaus mögliche Urlaubs -oder U-bahn Kost.

02.12.2004 17:02:52
Sonja

Spannend, Grausam, Blutig, GEIL!!!
Auch wenn keins seiner späteren Bücher an den Flug der Störche herankommt. Meiner Meinung nach das einzige Buch, in dem es ein vollkommenes Ende gibt. Toll zu lesen sind sie aber alle! Kann\'s kaum erwarten bis das neue auf deutsch erscheint.

03.11.2004 17:13:38
Rüdiger

Ich kann mich den lobenden Worten der Vorredner nur anschließen - bis auf den Schluss. Der vortreffliche Eindruck des Buches wird durch die haarsträubenden Erklärungen im letzten Viertel des Buchs zunichte gemacht. Schade!

21.10.2004 14:07:18
Pascal

Ich muss den "Samedi Plus" zitieren:

"Er packt seine Leser bei den Eingeweiden, er bringt den Herzschlag des Lesers auf den Rhythmus der Erzählung. Der Schock der Erinnerung bleibt im Gedächtnis haften."

Das beschreibt es am Besten. Egal, ob realistisch oder nicht.

Wem der Flug der Störche und die purpurnen Flüsse gefallen hat, wird dieses Buch lieben. (Ist meines Erachtens aber noch brutaler - also Achtung)

27.08.2004 11:53:54
K.-G.Beck-Ewerhardy

Über Vierfünftel der Länge ist dieser Roman sehr dicht und spannend geschrieben, doch dann verlassen uns sehr viele der Hauptfiguren, so dass das letzte Fünftel des Romans ein wenig enttäuschend ausfällt – womit aber irgendwie auch der Eindruck einer größeren Authentizität entsteht.

29.03.2004 21:27:21
Klementi

Ich bin absolut zufrieden mit dem neuen Grange. Ich finde es ist ihm zum zweiten Mal ein annehmbarer Schluß gelungen, dafür hat er sich vorher schon viel abgedrehtes erlaubt.
Grange ist mein Lieblingsautor neben Jeffery Deaver und beide haben das gewisse Etwas, was einem einen Zug vermittelt.
An Flug der Störche reichen die Wölfe nicht aber die Klasse der Flüsse schafft das Buch. Ich habe es verschlungen und bin traurig, dass ich nun wieder 2 - 3 jahre warten muss. Absolut empfehlemswert - geil 98 Grad

14.03.2004 15:37:41
ismail adem

habe das buch in istanbul gekauft und in 3 tagen fertig gelesen. wusste nicht um was es sich genau handelt.hatte beim kauf keine zeit die kurzfassung hinten zulesen. einfach genial der grangé.ich bin tuerke lebend in istanbul seit 2 jahre, und glauben sie mir die details sind sehr gut recherchiert und der politische hintergrund ( die woelfe,mafia,etc. ) ist immer noch real in der form. deshalb hut ab und gratulation an jean christoph. ismail

29.02.2004 16:29:21
Harry Bosch

Von wegen böser Wolf. Nicht sehr spannend, haarsträubende Geschichte, kann man aber schnell lesen und ist wenigstens blutig. Mittelmaß bestenfalls

06.02.2004 11:07:20
tina

wer hat angst vor dem bösen wolf? nach diesem buch hoffentlich alle!