Der Kapuzenmörder

Erschienen: Januar 1994

Bibliographische Angaben

  • London: Headline, 1992, Titel: 'Murder Wears a Cowl', Seiten: 249, Originalsprache, Bemerkung: als P. C. Doherty
  • Frankfurt am Main: Eichborn, 1994, Seiten: 304, Übersetzt: Rainer Schmidt
  • München: Droemer Knaur, 1997, Seiten: 269
  • Augsburg: Weltbild, 2001, Seiten: 304

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

0 x 91°-100°
1 x 81°-90°
0 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:90
V:0
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":1,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}

Ein Serienmörder ist unterwegs. Er lauert Mätressen auf und schneidet ihnen die Kehle durch. Das ist in London im Jahre 1302 noch nichts Beunruhigendes. Doch als es eine Lady aus besten Kreisen trifft, wird die Sache brisant für König Edwards Meisterspion Hugh Corbett!

Der Kapuzenmörder

Der Kapuzenmörder

Deine Meinung zu »Der Kapuzenmörder«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
17.09.2018 14:16:02
tassieteufel

Im Herbst des Jahres 1302 geht ein Hurenmörder in London um und meuchelt die Damen der Nacht, in dem er ihnen die Kehlen durchschneidet und ihre Genitalien verstümmelt. Die Behörden unternehmen zunächst wenig in dem Fall, erst als Lady Catherine Somerville, ein Mitglied der Schwestern der heiligen Martha, die sich um Prostituierte kümmern, ebenfalls mit durchschnittener Kehle aufgefunden wird, wird man auf die Sache aufmerksam. Lady Somerville war die Witwe eines engen Mitstreiters von König Edward, der daraufhin Hugh Corbett, seinen Obersekretär und Meisterspion damit beauftragt, den Fall aufzuklären. Doch das ist nicht die einzige Aufgabe die Hugh übertragen bekommt. Sein Erzfeind Amaury des Craon, der als Spion für den französischen König arbeitet, ist wieder in London und mit ihm ein Meisterdieb, dessen Ziele völlig im Dunkeln liegen.

Auch der 2. ins Deutsche übertragene Teil für Hugh Corbett (leider schon der 6. im englischen Original!!) überzeugt wieder mit einer dicht erzählten und vor allem gut recherchierten Geschichte. Wie im Nachwort vom Autor erläutert wird, basieren einige der Ereignisse auf realen Geschehnissen, ebenso sind verschiedene Charaktere des Buches überliefert, so dass hier ein wirklich stimmiges und dichtes Bild von den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen Anfang des 14. Jahrhunderts gezeichnet wird. Durch die plastische und bildhafte Erzählweise des Autors, kann man schnell in die damalige Zeit abtauchen. Paul Doherty entführt den Leser in finstere Gassen, dunkle Hinterhöfe und üble Spelunken und läßt ihn teilhaben am blutigen Werk des Mörders.
Die Ermittlungen von Hugh Corbett und seinem Diener Ranluf führen recht schnell in die Westmister Abbey, wo der Ermittler des Königs feststellt, dass hier einiges im Argen liegt. Neben den Mordermittlungen kommt Hugh dann auch noch einem Diebstahl von unerhörter Dreistigkeit auf die Spur, der zwar nichts mit den eigentlichen Morden zu tun hat, aber von ziemlicher politischen Brisanz ist.
Paul Doherty hat einen unterhaltsamen Erzählstil, der dem Leser lange vergangene Geschichte auf sehr kurzweilige und anschauliche Weise näher bringt und zudem noch den Spannungsbogen durchweg hoch hält, einmal angefangen kann man das Buch nur schwer aus der Hand legen und wer ein Faible für gut recherchierte historische Krimis hat, der sollte bei der Reihe unbedingt zugreifen.
Die Entlarvung des Mörders ist durchaus stimmig und glaubwürdig, allerdings kann ein gewitzter Krimileser schon eine Weile vor Corbett ahnen, wer als Mörder in Frage kommt, aber da es hier noch reichlich andere Enthüllungen gibt, trübt das die Lesefreude nicht.


FaziT: wieder ist es Autor Paul Doherty gelungen, rund um belegte historische Ereignisse und reale Charaktere eine spannende und wunderbar erzählte Krimistory zu stricken, die von Anfang bis Ende überzeugt. Leider wurden die ersten 4 Teile und die letzten 5 Bände der Serie nicht mehr ins Deutsche übertragen.

15.12.2009 11:41:12
Stefan83

Das "Ripper"-Thema gehört wohl zu den meist Benutztesten im Genre des Kriminalromans und findet sich in den Werken vieler Autoren in den verschiedensten Formen wieder. Auch Paul Harding alias Paul Charles Doherty greift die Umstände der Morde in Whitechapel auf, um sie für die Handlung des sechsten Bandes aus der Hugh-Corbett-Reihe etwas verändert zu verwenden. Und obwohl der Leser ob dieser Vielzahl von Rippern langsam zu ermüden droht, schafft es Harding dem Ganzen ein paar neue Facetten abzugewinnen und einen äußerst spannenden historischen Krimi auf Papier zu bringen. Dabei führt uns der Autor, der selbst in jungen Jahren ein Priesteramt anstrebte, um dann letztendlich doch an der Universität von Liverpool Geschichte zu studieren, erneut in das Umfeld einer Abtei:

London im Jahre des Herrn 1302. In den dreckigen und düsteren Gassen Londons treibt ein grausamer Serienmörder sein Unwesen, der Huren, Prostituierten und Kurtisanen von einem Ende der Stadt bis zum anderen die Kehle durchschneidet. Ein Fall, der von der Justiz eher träge verfolgt wird, bis Lady Catherine Somerville, Mitglied der Schwestern der Heiligen Martha und Witwe eines treuen Gefährten Eduards I., ebenfalls tot in Smithfield aufgefunden wird. Als der König durch einen Brief vom Bürgermeister und dem Stadtrat davon hört, befiehlt er Hugh Corbett, seinem Obersekretär, Sonderbeauftragten und Geheimsiegelbewahrer, nach London zu reisen, um die Morde aufzuklären und ihnen ein Ende zu bereiten. Corbett, dem eigentlich eine Auszeit versprochen wurde, versucht sich zu weigern, muss dabei aber einmal mehr feststellen, dass der cholerische und gewiefte König zuletzt doch stets seinen Willen bekommt. Zum Ritter geschlagen macht sich Sir Hugh samt seiner Gehilfen Ranulf und Maltote auf den Weg. In London muss er schnell feststellen, dass sich aufgrund der Abwesenheit des Königs viel zum Schlechteren gewandt hat und es zunehmend schwieriger wird zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Zudem weilt auch sein Erzfeind, Sir Amaury de Craon, der persönliche Abgesandte und Spion König Philipps von Frankreich, derzeit in der Stadt.

Hat er vielleicht mit den Morden zu tun? Oder ist der Täter gar unter den Mönchen der Abtei von Westminster zu finden? Und was verbirgt eigentlich der schweigsame Sheriff? Corbett muss als sein Können einsetzen, um Antworten auf diese Fragen zu finden...

Nach "Der Prinz der Finsternis" ist dies nun der zweite Paul Harding, den ich gelesen habe und dieser hat mir noch mal um einiges besser gefallen. Der Autor hat wahrlich ein Händchen dafür das düstere Mittelalter zum Leben zu erwecken, die finsteren Gassen und Hinterhöfe Londons aufs trefflichste zu beschreiben. Schon nach wenigen Seiten ist man selbst rettungslos in der Epoche versunken, schaut man dem Mörder bei seinem blutigen Werk über die Schulter, ohne anfangs irgendeinen Anhaltspunkt zu haben, um wen es sich dabei handelt. Unwillkürlich hält man den Atem an, wenn dieser erneut einem Opfer im Dunkeln auflauert und die Klinge im Mondlicht aufblitzt. Wenn es um stimmungsvolle Bilder geht, versteht Harding sein Fach. Wie beim Vorgänger hat er jedoch ein wenig Probleme bei der Zeichnung seiner Figuren, die alle sehr steril und kalt bleiben, weder Sympathien noch Antipathien wecken. Während mir die Protagonisten anderer Autoren sofort bildlich vor Augen sind, kann ich Corbett schlecht einordnen, dessen Launen und Angewohnheiten sich stets ändern. Dass er zudem Meisterspion, Ermittler, Sekretär und Schwertkämpfer in einem ist, macht ihn nicht unbedingt glaubhafter.

Dies ist allerdings ein kleiner Kritikpunkt, der die Unterhaltung nur wenig trübt. "Der Kapuzenmörder" ist bis zum Ende äußerst spannend, wenngleich der aufmerksame Beobachter vielleicht schon etwas früher den Täter erraten hat. Äußerst interessant auch, wie Harding das Thema um die Templer anreißt, die in den folgenden Romanen aufgrund von Philipps Handlungen ja noch eine große Rolle zu spielen haben.

Insgesamt ist "Der Kapuzenmörder" ein atmosphärisch dichter, aber auch gleichzeitig historisch fundierter (siehe Nachwort) Kriminalroman, der für einige Stunden bestens unterhält und das Mittelalter in England mit all seinen Facetten zu Leben erwecken weiß. Die Hoffnung bleibt, dass diese derzeit vergriffenen Bände irgendwann nochmals neu aufgelegt werden.

07.12.2004 20:16:11
buchmädchen

also ich find ja das das buch wirklich gut ist und obwohl ich es hasse ein buch 2x zu lesen fand ich es so spannend, dass ich es nach einem jahr gleich nochmal gelesen habe und es war fast noch spannender als beim ersten mal

02.01.2004 22:02:48
Dr. SANATI

Ein sehr gut recherchierter, spannender und empfehlenswerter Krimi, den ich in 3 Tagen trotz Zeitknappheit durchgelesen und genossen habe.