Vor dem Frost

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Stockholm: Leopard, 2002, Titel: 'Innan Frosten', Seiten: 501, Originalsprache
  • Wien: Zsolnay, 2003, Seiten: 560, Übersetzt: Wolfgang Butt
  • München: dtv, 2005, Seiten: 519
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2011, Seiten: 6, Übersetzt: Ulrich Pleitgen, Bemerkung: gekürzt

Couch-Wertung:

72°

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91°-100°
2 x 81°-90°
2 x 71°-80°
0 x 61°-70°
0 x 51°-60°
1 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:77.666666666667
V:5
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":1,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":1,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":1,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":1,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":1,"91":1,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}
Alex Breuer
Etwas konstruiert, aber ein 'echter' Mankell

Buch-Rezension von Alex Breuer Sep 2003

Sechs Schwäne waren am Strand, drei Paare. Zwei von ihnen hatten sich niedergelegt. Die übrigen waren dabei ihre Federn zu reinigen oder immer noch mit ihren Schnäbeln nach Brotkrumen zu suchen. Der Augenblick war da. Er erhob sich, nahm eine Sprayflasche in jede Hand und sprühte eine Benzinwolke auf jeden einzelnen Schwan, und noch bevor sie entkommen konnten, hatte er eine Flasche fallen lassen und die andere angezündet.

Das brennende Benzin setzte die Schwingen der Schwäne sofort in Brand. Die brennenden Feuerbälle versuchten ihren Schmerzen zu entkommen indem sie über dem See abhoben, bevor sie mit knisternden und rauchenden Schwingen ins Wasser stürzten und starben. Wie geborstene Trompeten dachte er. Genauso werde ich mich an ihren letzten Schrei erinnern.

Am Abend des 21. August 2001 erhält die Polizei von Ystad einen seltsamen Anruf. Der Anrufer besteht darauf brennende Schwäne über dem Marebosee gesehen zu haben. Kurt Wallander fährt hinaus zum See um zu untersuchen was passiert ist. Er nimmt seine Tochter Linda mit, die einige Wochen später in den Polizeidienst in Ystad eintreten soll.

Sie finden keine Spur. Aber bereits nach einigen Tagen ruft ein entsetzter Bauer an und erzählt, dass jemand einen seiner Jungstiere verbrannt hat. Alles deutet darauf hin, dass ein Sadist dahinter steckt, der Tiere quält.

Ein paar Tage später verschwindet eine Hobbygeologin, die alte Pfade in Skåne kartographiert, und danach eine von Lindas besten Freundinnen. Die Spur führt direkt in den Dschungel Guyanas und zu christlichen Weltuntergangspropheten. Lindas Polizeikarriere scheint beendet noch bevor sie angefangen hat...

Zweierlei finde ich an diesem Buch bemerkenswert. Erstens scheint es Mankells Antwort auf den 11.September zu sein. Eine Gruppe gläubiger Fanatiker, inszeniert im Dschungel Guyanas einen Massenselbstmord. Versprengte dieser Gruppe sammeln sich zum Angriff auf Menschen und Kirchen in Skåne und laufen sich mit Morden und Entführungen warm.

Zweitens bereitet Mankell offensichtlich einen Generationswechsel vom alternden, zu fetten, saufenden, ewig gestressten, Diabetes geplagten und mit allem hadernden Kurt zu seiner unsicheren, aufbrausenden und Selbstmord gefährdeten Tochter Linda hin. In diesem Buch hat Linda ihr Debüt als zukünftige Polizeiaspirantin. Sie sucht über lange Strecken ihre Freundin Anna und hat das unbestimmte Gefühl, dass diese in irgendeiner Form mit den Vorkommnissen in Ystad zu tun hat. Sie fädelt sich zunächst gegen den Wiederstand ihres Vaters, in die Ermittlungen ein. Nachdem Kurt Wallander einige Zusammenhänge besser erkennt lässt er sie an seiner Seite mitarbeiten.

Ehrlich gesagt, Kurt Wallander als Einzelkämpfer hat mir persönlich besser gefallen. Besonders die Passagen in denen Linda ihre Freundin Anna sucht, fallen eher zäh aus. Mankell deutet sehr versteckt eine Parallelbegabung zu ihrem Vater an. Aber bevor Anna mit ihrem Vater gleich ziehen kann, muss Henning Mankell sich noch viel einfallen lassen.

Der Plot insgesamt erscheint mir etwas konstruiert. Warum die Fanatiker in Kurt Wallanders Revier einfallen wollen, ist mir beim Lesen des Buches an keiner Stelle richtig klar geworden. Eine diffuse Abneigung gegen Abtreibungen ist mir zu wenig für einen derartigen Rundumschlag.

Insgesamt jedoch, ein echter Mankell. Seine präzisen Schilderungen psychischer Hintergründe und sozialer Verhältnisse sind unerreicht. Es lohnt sich also, das Buch zu kaufen und wenn auch nur, um zu erfahren, wie es weiter geht, auch nach dem Frost.

Vor dem Frost

Vor dem Frost

Deine Meinung zu »Vor dem Frost«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
23.04.2017 05:23:20
Sabine

Durch "Vor dem "Frost" habe ich mich ab etwa Seite 200 nur hindurchgequält, oft mehrere Seiten überschlagen. Zäh wie ein altes Steak, konstruierte Handlung, oft unbeholfene Sprache - oder lag dies an der Übersetzung?
Ich habe den Eindruck, dass Mankell nur Seiten schinden wollte.
Schade - viele seiner anderen Krimis habe ich verschlungen.

18.03.2016 16:25:10
Anke

Nachdem ich nun alle anderen Wallander-Bücher dieser Reihe gelesen hatte, habe ich mich wirklich sehr auf das letzte, mir noch unbekannte, Buch gefreut. Leider kam ich ziemlich schnell auf dem Boden der Tatsachen zurück...Ich weiß nicht, was sich Herr Mankell mit dieser Story gedacht hat, aber das Buch ist wirklich schlecht. Nur der gewohnt gute und angenehme Schreibstil lässt einen positiven Kommentar zu.
Dadurch, dass der Leser ziemlich schnell weiß, wer der Mörder ist und was hinter dieser ganzen (bei den Haaren herbeigezogenen) Geschichte steckt, ist es wirklich mühsam das Buch zu lesen. Ich habe mich ab Seite 200 zwingen müssen, dass Buch fertig zu lesen.
Die Figur der Linda ist einfach nur nervig und kommt richtig unsympathisch rüber...man fragt sich nur: Und die soll Polizistin werden? Zumal sie im letzten Buch (Der Feind im Schatten) ganz anders rüber kommt.
Es war vielleicht ein kühner Plan von Mankell die Story mal aus Lindas Sicht zu schreiben, jedoch ist dieser total nach hinten los gegangen.
Von mir: Keine Empfehlung zum Lesen, außer man hat abends Probleme mit den Einschlafen!!!

27.07.2015 17:11:02
Huston

Erst habe ich tapfer weiter gelesen, aber etwa in der Mitte des Buches konnte ich diese seltsame Suche
nach Anna nicht mehr nachvollziehen. Das war nur noch langweilig! Der erste Wallander, den ich weggelegt habe. Da fehlte total die Spannung und die Merkwürdigkeiten um diese Suche wurden immer größer - aber keineswegs interessanter. Dieses Buch kann ich nicht empfehlen.

26.07.2014 10:58:53
Borkum

Ein fürchterlich langweiliges Buch, aber eines der potentesten Schlafmittel, die mir untergekommen sind. Ich mag die ersten Bücher von Wallander, weil sie kurzweilig und spannend waren. Dieses Buch jedoch war an Zähigkeit nicht zu übertreffen. Normalerweise brauche ich 1 -2 Tage, um ein Buch zu lesen, wenn es mir gefällt. Nachdem ich 70 Seiten von diesem Buch gelesen hatte gab ich auf und las nur noch, wenn ich möglichst schnell einschlafen wollte. Fast nie kam ich auf mehr als eine Seite, bis mich der Schlaf packte. Auf diese Art war das Buch für mich für mich über Monate sehr wertvoll, sparte ich doch an Schlafmittel. Auch war es derartig abstrus, dass es mich gefreut hätte, wenn ALLEN, auch Wallander, der Garaus gemacht worden wäre.

27.03.2014 12:15:52
steve006

Ein etwas anderer Mankell, der sich um Religion, Sektenwahn und um eine kompliziertere Vater-Tochter-Beziehung dreht. Die Handlung wird aufgrund der Komplexität etwas zäh beschrieben, die Längen sind aber typisch für Mankells Erzählstil. Das Buch schildert recht gut die etwas unfreiwillige Übergabe der Verantwortung vom Vater auf die Tochter, man fühlt sich als Leser in die Familie „Mankell“ und Wallander mit einbezogen.
Von mir gibt es 80 Punkte.

13.09.2013 13:52:15
Darix

Der Tenor des Buches ist die Übergabe von Kommissar Kurt Wallander an seine Tochter Linda. Die Einführung wirkt etwas gestelzt, beinahe langatmig und langweilig. Der Schreibstil Mankells ist bei der Schilderung der Handlung, der Beschreibung der Charaktere, dem Forschen, Ermitteln, Orientieren der Täterermittlung, klar und fesselnd. M. neigt teilweise eindeutig an zuviel Gefühl und psycho-religiösen Beschreibungen. Das muss an mögen. Stärken des Buches sind die Ermittlungsarbeiten vom guten alten Wallander, dessen intelligente, beinahe weise, manchmal widersprüchliche, immer menschliche Handlungsweisen. Die ausführlichen Schilderung und ausführlichen Darstellung der Gefühls- und Gedankenwelt der/des Täters, hätte ich mir geraffter gewünscht. Das gehört aber zur mankellschen-Atmosphäre, mit dem Versuch dadurch Handlungsweisen plausibel darzulegen. So langsam übernimmt Tochter L. immer mehr die Hauptrolle, why not.
Ein Kriminalroman der besseren Klasse von Mankell.

06.04.2013 22:21:27
Lion

Nächster Wallander, aber diesmal nicht Kurt sondern Linda. Die Geschichte ist extrem spannend, was dazu führt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Einzig und allein gefällt mir nicht, dass viele Ermittler anders erscheinen als in anderen Büchern ( z.B. Ann Britt Höglund)
Kann ich wirklich weiterempfehlen.

19.09.2010 20:15:43
Kasia

Mit großer Freude habe ich zum 2ten Mal "Vor dem Frost" gelesen.
Ich hatte diesmal sogar das Gefühl, dass das Buch noch besser war, als beim letzten Mal :-)
Meine Vorgängerin hat den Schreibstil und auch die Inhalte des Buches bemängelt.
Dazu muss ich anmerken, dass seitdem Linda in "Die Brandmauer" gesagt hat, dass sie Polizistin wird, einige Jahre bis zu dem aktuellen Fall vergangen sind. Es hat sich viel geändert. Weshalb sollte Wallander dann 3 Jahre lang sauer auf Martinsson sein?
Oder warum soll Mankell immer wieder schreiben, dass Wallander Diabetes hat??? Jeder, der die Reihe am Stück liest und kennt muss nicht immer wieder auf gewisse Tatsachen und Selbstverständlichkeiten hingewiesen werden. Das ist meine Meinung.
Diese Geschichte hat eine andere Sprache, was meiner Meinung nach verständlich ist. Es geht hier nicht in erster Linie um Kurt Wallander, sondern um Linda und ihre Geschichte. Ihren ersten Fall sozusagen.
Die Sprache, die Gedanken und der Stil ist Lindas Stil. Das muss dem Leser klar werden.
Ich finde es gut. Wir lernen Kurt Wallander mal aus einer anderen Seite über Linda kennen.
Die Geschichte ist sehr spannend, sehr glaubwürdig und interessant.
Ich finde es schade, dass es bisher nur 1. Fall gibt, in dem Linda ermittelt. Mankell hat zwar nicht 100% gesagt, dass es keinen weiteren geben wird, aber ich hatte beim Interview den Eindruck, dass es so sein wird. Schade.
Jedem, der wie ich an Kurt Wallander hängt und gute Krimiunterhaltung sucht, kann ich diesen Roman empfehlen.

30.06.2009 20:43:31
Hanert

Zunächst: Ich liebe Mankells Krimis und habe nach mehreren Jahren Pause die Bücher sogar zweimal gelesen, am Stück weg.

Als ich mit großer Vorfreude "Vor dem Frost" anfing, war ich schnell enttäuscht und auch richtig verwundert. Den Schreibstil empfinde ich als fremd, beginnend nach einem fast zwei Seiten langen Monolog, als Wallander seiner Tochter von seinem Baumfriedhof erzählt. Mankells Bücher zeichneten sich immer durch die kurzen, schnörkellosen Sätze aus, und gerade der knurrige Wallander bekam sonst nie die Zähne auseinander. Hier sabbelt er plötzlich.

Vieles knüpft auch nicht an die Vorgänger an. Während "Brandmauer" hat Kurt gerade seine Diabetis in den Griff bekommen und abgenommen. In diesem Buch wird er von seiner Tochter häufig als fettes Walross beschrieben, von Diabetis keine Spur. Martinson hat im letzten Teil noch gegen Wallander intergriert, nun ist es sein bester Kollege und bildet seine Tochter aus, weil er so großes Vertrauen in ihn hat. Ann-Britt dagegen, welche in den vorigen Büchern immer als die sensible, sanfte, gefühlsbetonte dargestellt wurde, wird von Linda kühl, abweisend und falsch empfunden. Mit zu viel Schminke im Gesicht. Was auch wieder nicht passt.
Sten Widen hatte im letzten Band bereits seine Sachen gepackt und den Hof verkauft, nun ist er ganz plötzlich wieder da, totkrank, doch dies war in ein paar Zeilen hingeklatscht, was bei solchen schwerwiegenden Ereignissen in Wallanders Leben immer weitaus einnehmender beschrieben wurde, meißt wurde soetwas über das ganze Buch immer wieder aufgegriffen.

Häufig sind auch Dinge unlogisch und es passieren Fehler. Zwei Seiten vorher wird Linda einem neuen Kollegen voegestellt, wohlgemerkt mit vollem Vor- und Zunamen, und später liest man ihre Gedanken, welche sich darum drehen, dass sie noch nicht mal seinen Nachnamen kennt. Ich blätterte extra zurück, weil ich dachte, dass ich mich verlesen hatte, doch dem war nicht so. Sowas gabs bisher nicht in Mankells Büchern. Habe das Buch nicht weiter gelesen, weil es mir... unecht vorkam. Wundere mich nur, dass es bis jetzt hier nicht erwähnt wurde!

Muss also doch bei den alten Büchern bleiben, irgendwann in den nächsten Jahren...

23.08.2008 10:36:04
Swen Piper

Erstmals rückt Mankell die junge Polizeianwärterin Linda Wallander, Tochter Kurt Wallanders, in den Vordergrund. Die Atmosphäre des Buches ist wie meist in Mankells Kriminalromanen sehr dicht und leicht depressiv angehaucht. Die Story ist sehr komplex wird aber spannend erzählt, wenn auch zu Beginn des Buches überflüssige Längen den Leser nerven.

27.07.2008 17:59:30
WelpeMax

Ich schließe mich einigen Vorrezensenten an, das dieses Buch sehr gelungen ist und gerade diese Beziehung zwischen Tochter und Vater war ja immer kurz ein Thema und nun das ganzes Buch plus eine Kriminalgeschichte die es gemeinsam zu lösen gilt mit allen Widrigkeiten, toll das Henning Mankell nochmal zu seiner Lieblingsfigur kommt ! 85°

24.07.2008 18:47:22
Jossen

Ich bin auch sehr begeistert von diesem Buch, genauso wie viele Vorschreiber... Ich bin auch der Meinung, dass die Suche nach Anna zwar eigentlich langweilig ist, aber für mich ist sie irgendwie wichtig, weil sie einfach die Angst von Linda zeigt. Auch die Linda-Kurt-Beziehung find ich genial beschrieben... Anfach realistisch, man streitet, wird zu laut, fährt den anderen an und während dem sagen bereut man es, genauso wurde es auch geschrieben. Konnte mich damit echt gut identifizieren. Schwachpunkt des Buchs find ich, die Gedankengänge von dem "Gläubigen" welche oft zu lang und zu oft ausgeführt werden, hab da nur drübergelesen... Sonst super Handlung, Charaktere gut passend. Daumen hoch!;)

13.05.2008 17:33:43
steffen

Der mit Abstand schlechteste Krimi von Mankell. Er recycelt seine alten Motive, ganz schön dreist! Wenn ihm nichts neues mehr einfällt, soll er es einfach lassen!

04.04.2008 13:54:00
hehablu

Ich habe alle Wallander-Krimis gelesen und war total begeistert. Das Buch "vor dem Frost" hat mich am wenigsten mitgerissen, ich habe es nicht fertig gelesen.

15.01.2008 13:47:43
Thomas71

Mankell neigte meines Erachtens nach schon immer dazu, dass die Qualität seiner Wallanderromane sehr unterschidelich war. Manche, wie zum Beispiel "Mittsommermord" waren superspannend, andere ziemlich langweilig. Nun hat er aber, was die Erzählungen um Kurt Wallander und sein e Tochter Linda angeht, den absoluten Tiefpunkt erreicht. Zeichnete sich Kurt Wallander trotz aller Schwächen in "seinen" Romanen durch Instinkt und Menschenkenntnis aus, so lässt er das in "Vor dem Frost" total vermissen. Wie kann es sein, dass er all seine kriminalistischen Fähigkeiten so komplett verloren hat, nur weil jetzt nicht mehr er, sondern seine Tochter Linda im Zentrum der Handlung steht??? Ich für meinen Teil werde vorerst die Finger von Mankell-Romanen lassen. Aber vielleicht findet er ja doch wieder zu alter Stärke zurück. Die Hoffnung stirb ja bekanntlich zuletzt.

05.01.2008 00:21:36
Vicky

Ich bin Wallander-Fan und habe alle Bucher verschlungen. Dieses hat mit besonders gut gefallen. Die Story war gut, ich konnte lachen, es war spannend und irgendwie mag ich ihn noch mehr als davor!!! Freue mich schon auf den neuen Mankell in diesem Jahr, das ist Protagonistin aber Linda.

08.07.2007 16:41:35
johanna1402

Ich persönlich fande dieses Buch sehr gut. Die Suche nach Anna hat sich zwar ganz schön lange hingezogen und auch Anna´s plötzliche Wandlung war komisch. Linda Wallander kommt ihrem Vater gleich und ich würde mich freuen wenn die beiden noch einige Fälle miteinander lösen

24.06.2007 12:36:14
LudaHid

Der erste Wallander-Fall der mich nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Vor allem die dauernden Erzählungen über das Vater-Tochter-Verhältnis wurde schnell langweilig. Auch die 150 Seiten lange (unwichtige) Suche nach Anna war nicht gerade überwältigend. Naja, bin gespannt ob der nächste hoffentlich wieder besser wird...

24.06.2007 12:35:50
LudaHid

Der erste Wallander-Fall der mich nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Vor allem die dauernden Erzählungen über das Vater-Tochter-Verhältnis wurde schnell langweilig. Auch die 150 Seiten lange (unwichtige) Suche nach Anna war nicht gerade überwältigend. Naja, bin gespannt ob der nächste hoffentlich wieder besser wird...

24.03.2007 14:55:37
Missy Marple

Ich finde das Buch total gut, trotz den etwas faden Anna-such-Szenen.
Linda? Nun ja. Erst ist sie mir mehr als nur sympathisch. Gegen Mitte des Buches wird sie immer nerviger, bis ich sie am Ende am liebsten persönlich kennenlernen würde- so nett ist sie. Tja, noch subjektiver geht's wohl kaum... Aber hier ist zum Glück meine MEINUNG gefragt. Ein einziges Problem habe ich mit Linda: Sie ist für mich so 20 bis 22- in "Wirklichkeit" ist sie etwas älter, oder?

08.02.2007 19:47:26
Kasia

Ich finde (zum Glück darf man seine Meinung hier frei äußern), dass dies ein sehr guter Wallander ist.
Mit "Die 5. Frau" ist dies mein Lieblings-Fall. Das Buch ist sehr spannend und läßt sich in Einem durchlesen.
Linda als zickig zu bezeichnen-na, ich weiß nicht. Mankell zeigt die schwierige Vater-Tochter-Beziehung ganz reel. So war es ja schon immer zwischen den beiden und deswegen verhält sich Linda auch wie eine Tochter ihrem Vater gegenüber, denke ich. Ich finde es gut, wie Mankell Linda in ihren ersten Fall reinstolpern läßt.
Linda ist eine Polizeianwärterin, verschätzt sich, bekommt einen auf die Nase und stellt sich wieder auf die Beine. Sie lernt von den anderen. Sie sieht in ihrem Vater doch nun mehr den besten Polizisten, der Alles zur Aufklärung eines Falles gibt, und nicht nur den Vater, der immer zu spät oder gar nicht kam.
Schade, dass manche Mankell-Fans vom Kauf dieses Buches abraten, denn ich würde es immerwieder kaufen und auch wieder lesen. Und natürlich auch jedem empfehlen, der gerne Mankell und gute Krimis liest.

17.01.2007 13:25:05
Daniel

Ich bin nun fast am Ende des Buches angelangt und bin immer noch begeistert, wie es Mankell es geschafft Linda Wallander mit einzufügen.
Sie ähnelt ihren Vater, doch hat irgendwie etwas anderes an sich, was sehr anziehend wirkt.
Super.

22.11.2006 18:45:06
Puffi

Ich war von diesem Buch ziemlich enttäuscht. Habe alle Wallander- Romane gelesen und war begeistert, doch dieser ist gänzlich misslungen. Ich rate wirklich von einem Kauf ab. Linda stellt sich völlig in den Vordergrund und zickt nur herum. Außerdem sind Lindas Taten und Einsätze, die die laufende Ermittlung betreffen, total unrealistisch bzw. absurd. Wirklich nicht lesenswert!!!

10.09.2006 20:10:35
Lutz

Ich finde dieses Buch vollkommen misslungen und kann nur vom Kauf abraten. ich halte es für eine scheinbar notwendige Überleitung von Kurt auf Lisa Wallander. Andere Autoren lösen solchen Generationenwechsel deutlich eleganter. Meine ganze Kritik unter: http://www.lutzsindermann.de/blog/?p=78

02.08.2006 11:40:16
Linn

Ein tolles Buch! Ich habe mich sehr gefreut, dass Wallander zurück ist, auch wenn er nur am Rande agiert. Ich hatte mich sehr auf Linda gefreut, da sie in den vorherigen Teilen immer einer meiner Lieblingscharaktere war, allerdings wurde sie in "Vor dem Frost" meiner Meinung nach ein wenig zu zickig und negativ dargestellt.

Toll fand ich die Verknüpfung mit Stefan Lindman, den ich ja schon in "Die Rückkehr des Tanzlehrers" toll fand. Ich habe nun auch den Film zu "Vor dem Frost gesehen" und der revidiert meine Vorstellung von Lindman doch sehr. So kann ich mir die Charaktere vorstellen, sehr schön.

Die Geschichte an sich fand ich spannend und gut erzählt, die Thematik hat mir auch gefallen, obwohl ich einige logische Fehler (Alter Lindas, einige Rückblenden zu vorheringen Fällen, Martinsson) unnötig und durchaus störend fand.

Ich hoffe, es werden noch einige Nachfolgewerke kommen, in denen wir uns an Linda gewöhnen können und in denen Wallander selbst auch wieder etwas mehr in Erscheinung tritt.

05.07.2006 12:24:56
Bianca

Habe nur das Hörspiel und nicht das Buch gelesen. Kenne aber viele der Wallander-Romane. Ich finde die Geschichte mal wieder ganz gut. Besonders wegen dem Wieder"sehen" mit Stefan L. und Linda als Polizei-Azubi. Bringt endlich mal Schwung rein.

21.05.2006 11:20:48
dino

Ich fand dieses Buch ehrlich gesagt nicht gerade herausragend. Da waren andere von H. M. schon viel besser.
Die Story an sich fand ich schon interessant, aber zog sich über zu viele Seiten recht langatmig dahin.
Schade eigentlich, ich werde aber trotzdem noch weitere Sachen von H. M. lesen.

07.02.2006 21:19:30
Markus Holl

Es ist ein gutes Buch, man merkt, dass es von Mankell ist, doch es reicht nicht an die Kurt Wallander-Romane hin!
Trotz allem, immerhin ein Wallander-Krimi und ein Wiedersehen mit einem guten Bekannten aus "Die Rückkehr des Tanzlehrers"!

29.12.2005 14:09:13
hans im glück

Hallo zusammen,

zunächst einmal war das Buch insgesamt betrachet nicht schlecht.
Das hauptsächlich aus Lindas Perspektive geschrieben wurde ist abwechslungsreich, führt jedoch hoffentlich nicht dazu, dass die Reihe mit ihr als Protagonistin fortgesetzt wird. Die Geschichten würden, wie diese auch schon, einen neuen Schwerpunkt erhalten. Die Figur Wallander ist eben mit Kurt schon zu dominant besetzt.
Weniger gut ist das ausführlich beschriebene gezicke (insb. Linda) der Wallanders.

18.10.2005 16:16:34
Basti

Ich habe das Buch gerade fertig gelesen und fand es alles in allem sehr gut.
Wie in jedem Buch von Mankell habe ich Schwierigkeiten micht richtig einzulesen und einzustimmen. Bei anderen Büchern geht es von vornherein spannender los.
Aber gerade dieser schleppende Beginn macht das Buch im weiteren Verlauf zu einem echten Erlebnis. Ich finde es ist ein würdiger Übergang von einer Generation zur nächsten.
Desweiteren ist das Thema natürlich konstruiert, es wird ja nie behauptet das Mankell auf Grund von Tatsachen schreibt. Aber seine Fiktion ist realistisch und nicht an den Haaren herbeigezogen. Fanatisten gibt es überall. Man braucht diesen Schwarzen Peter nicht immer in die Ferne schieben, damit es einen selbst ja nicht betreffen könnte.
Die Thematik des reliösen Fanatismus ist schon so häufig durch Sekten aufgetreten, die sich auch auf das Christentum berufen, dass ein solcher Ablauf nicht abwegig erscheint.
Ich habe zuvor auch die Rückkehr des Tanzlehrers gelesen und finde es sehr interessant das Mankell so einen Bogen zwischen Werken spannt, wie ich es nicht vermutet hatte.
Die Erzählung aus Lindas Perspektive macht deutlich, dass die Hauptperson nicht mehr länger Kurt Wallander ist, sondern dass seine Tochter ab jetzt eine große Rolle spielen wird.
Ich denke es wird weitere in einiger Zeit eine neue Geschichte geben, die weiter an diesem Übergang arbeitet, denn Linda ist ja keineswegs bei der Kriminalpolizei. Den Weg von der Ordnungspolizei zur Nachfolgerin ihres Vaters wird sicher bald folgen.
Ich ärgere mich jetzt schon wieder dieses Buch durchgelesen zu haben, da ich nun auf ein neues Werk dieser Reihe brenne, doch darauf muss ich sicher noch lange warten.
Wie ich gehört habe, gibt es zumindest zwei Filme zu dem Übergangsprozess von Kurt zu Linda, die in Schweden schon abgedreht wurden, aber die Filme fand ich immer scheußlich.

Und so hoffe ich das mgölichst bald das nächste Meisterwerk von Mankell auf den Markt kommt. Ich kann es kaum noch erwarten.

05.08.2005 22:07:24
Kaddi

hallo
ich bin zwar noch nicht ganz fertig mit vor dem frost aber ich muss sagen sooo schlecht ist es jetzt auch nicht. auf jeden fall lesenswert. man sollte vielleicht zuvor die Rückkehr des tanzlehrers gelesen haben wenn man stefan lindmann näher kennen lernen will!

01.06.2005 18:03:02
Tina81

Hallo!
Habe gerade "Vor dem Frost" zu Ende gelesen und muss sagen, dass mir die Krimis in denen Kurt Wallander alleine ermittelt besser gefallen haben. Dennoch ist das Buch spannend, besonders in der zweiten Hälfte. Außerdem fand ich die Beziehung zwischen Kurt Wallander und seiner Tochter Linda sehr gut dargestellt, da dies nicht nur aus Wallanders Perspektive geschah, sondern hauptsächlich aus Lindas.
Auch die Thematik "religiöser Fanatismus" wird ausführlich dargelegt und außerdem Verbindungen zu den Anschlägen des 11. Septembers gezogen. Alles in Allem ein wirklich lesenswertes Buch!

16.05.2005 08:56:15
Katrin

Ich muss sagen, dass ich dieses Buch gar nicht mal sooo schlecht finde. Ich möchte mal so sagen, dass es halt mal was anderes ist. Das was mir nicht so gefallen hat, waren die ständigen Rückblenden des Herr Westin, die mir oftmals den Atem genommen haben. Aber auch nur, weil es einfach zu langatmig und langweilig war. Jedoch mussten diese Passagen ja irgendwie sein, damit man überhaupt den Sinn des Ganzen verstanden hat. Aber egal, da sehen wir auch drüber hinweg und belassen es mal wieder dabei, dass Henning Mankell ein Meister ist!!!

27.04.2005 22:10:28
Bullitt

Hallo zusammen!
ich meine, "Vor dem Frost" ist ein allenfalls durchschnittliches Buch der Wallander-Reihe.
Der Plot wirkt höchst unglaubhaft, ein echter Christ könnte sich dazu leicht vor den Kopf gestoßen vorkommen. Ich frag mich, was er sich wohl als nächstes ausdenkt. Immerhin hat Mankell sich diesmal mit detaillierten Grausamkeiten zurückgehalten. Dafür hat er wieder mal mit seiner durchsickernden political correctness genervt, in diesem Fall ists der Bezug zum 9.11. naja.... An die wiederkehrenden Perspektivwechsel, in denen die Gegenseite über mehrere Seiten nahegebracht werden sollen, werd ich mich wohl auch nie gewöhnen können. Spannung kam gegen Ende auf, aber niemals in dem Maße wie z.B. bei meinem Lieblingsbuch "Mittsommermord".

Die Einführung von Linda als mögliche kommende Hauptakteurin steht im Zentrum des Buchs. Allerdings hilft Mankell mit einigen Zufällen in der Ermittlungsarbeit, die ihr zu Hilfe kommen, kräftig nach. Fast logisch, daß sie sogar einen persönlichen Bezug zu Protagonistn der Gegenseite hat, was ihr Gelegenheit verschafft, sich in die Ermittlungsarbeit einzubringen und sich als Rookie zu profilieren.
Überaus schade noch, daß Wallanders Kollegen diesmal in den Hintergrund gedrängt werden. Die zwischenmenschliche Handlung hat sich für meinen Geschmack zu sehr auf Linda und ihren Vater konzentriert.

Der Teppich für die Nachfolge des alternden Kommissars scheint ausgerollt; ich hoffe jedoch, daß die Person des kauzig-kantigen Wallanders nach wie vor den Mittelpunkt der Reihe darstellen wird, so lieb, wie man ihn gewonnen hat.
Nächstes mal vielleicht wieder mit einem ganz stinknormalen Mord ;-)

04.03.2005 21:17:41
Leseratte

Zunächst etwas gewöhnungsbedürf- tig, den Fokus auf Linda zu richten. Doch gibt sich der Autor am Anfange des Werkes viel Mühe, die Protagonistin ausführlich einzuführen. Erleichtert wird der Einstieg der Jungkommisarin durch die Anwesenheit ihres Vaters. Der Fall ist, wie von Mankell gewohnt aktuell und spannend. Ärgerlich finde ich es, dass Linda so gut und ausführlich eingeführt wird, jedoch ihr Vater die Polizeiermittlungen vorantreibt und den Fall sogar im Alleingang löst. Hier gibt der Autor der kommenden Heldin zu wenig Spielraum; sie kann sich meiner Meinung nach nicht etablieren. Auch das Gefühlschaos, welches sie durch durch den gesamten Roman begleitet, erweckt den Eindruck einer unreifen Polizistin.

Auch erkenne ich hier, zumindestens im Verhalten kaum Parallelen zur Linda aus den "alten" Wallander-Romanen. Insbesondere die Impulsivität und Hysterie von Linda waren in früheren Fällen so nicht sichtbar.

Trotzdem ist dieses Werk empfehlenswert. Kommissarin Linda Wallander steckt noch in den Kinderschuhen, so wie es ihr berühmter Vater auch schon stand. Sollten wir ihr und den Folgeromanen um sie eine Chance geben.

15.01.2005 18:00:51
mao

Na ja, ein bisserl an den Haaren herbeigezogen. kaum jagen islamische gotteskrieger das world trade center in die luft, kontert mankell mit christlichen fundamentalisten... etwas zu sehr politisch korrekt nach meinem geschmack.
ansonsten: linda sollte man eine chance geben. immerhin ist kurt ja auch noch mit von der partie und kann so die schwächen seiner nachfolgerfigur kompensieren. habe sowieso nicht verstanden, warum kurt unbedingt auslaufen muss. jetzt ermittelt er weiter, und darum ist das buch doch wieder ein echter wallander-roman geworden - nur eben nicht der beste!

13.09.2004 13:06:16
Hannelore

"Vor dem Frost" hat mir gut gefallen. Obwohl oder vielleicht gerade, weil Kurt Wallander nicht mehr ganz so im Mittelpunkt steht. Ich finde, es ist ein geschickter Schachzug von Mankell, den Generationenwechsel langsam zu vollziehen. Und Stefan Lindmann nun miteinzubeziehen und damit "Die Rückkehr des Tanzlehrers" mit den Wallander-Krimis zu verknüpfen, mir gefällts! Ich habe mich -trotz meiner Vorbehalte aufgrund einiger negativer Meinungsäusserungen hier-bei der Lektüre dieses Romans nicht gelangweilt.

22.08.2004 14:28:35
A-bella

hallo! ich war echt überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat! War ein bisschen skeptisch, dass kurt nicht mehr im mittelpunkt steht, sondern seine tochter. Aber ich habe es sehr gern gelesen und ich habe es sehr spannend gefunden. Vielleicht auch deshalb, weil Wallander immernoch da ist und eigentlich den Fall löst. Freu mich schon auf die Fortsetzung...

06.07.2004 12:45:34
Manuela Juliana

Dieses Buch ist keine Antwort auf das Wallander-Symptom!
Will heissen: Die ersten beiden (chronololgische Reihenfolge spielt keine Rolle) verschlingt der Leser mit Hochgenuss, weil: Krimi at it\'s best.
Spätestens ab dem dritten schleicht sich dann immer häufiger der Eindruck ein, den Protagonisten mit seinen schwermütigen Anwandlungen inzwischen in- und auswendig zu kennen. Dabei stellt man fest, gleichermassen zum Experten für die klimatischen Schwankungen und ihre Auswirkungen auf die Gemütsverfassung der Einwohner zu werden. Werden diese Passagen überflogen, bleiben die Werke wegen des geschickten Spannungs- aufbaus und des schnörkellosen Stils dennoch äusserst lesenswert.
Ist der Leser nach dem dritten Werkt gelangweilt, beginnt er sich spätestens bei der Lektüre des vierten Wallander nach einer Überraschung zu sehnen. Doch da kommt leider nichts. Nun setzt er alle Hoffnung auf Linda: Überrasche mich, lass mich Dich in all Deinen Facetten kennenlesen. Doch leider gelingt es Linda unter den Fittichen ihres übermächtigen Vaters (noch?) nicht, sich zu einer ausgeprägten Protagonistin zu mausern.
Nun ja, es herrscht das Prinzip Hoffnung....

03.06.2004 09:48:57
dani

Im Vergleich zu den bisherigen Mankells relativ enttäuschend, da zwar die Randgeschichte und das Privatleben der Protagonisten recht interessant ist,allerdings gibt es zahlreiche Schwachstellen im Plot. Das Weiter- oder Zuendelesen wird relativ anstrengend, trotz einiger sehr guter Passagen.
Obwohl ich mich eher mit Linda als Kurt Wallander identifizieren kann, war mir "Vor dem Frost" viel zu langatmig.

02.06.2004 02:19:29
Anja S.

Ich habe nur das erste Kapital als Vorabdruck in der "Brigitte" gelesen und habe darufhin beschlossen, das Buch nicht zu lesen, da es sehr langweilig wirkte mit holzige Sprache.

05.05.2004 13:23:32
marco

Mit diesem Buch hab ich jetzt alle Wallander gelesen ,der Spannungsbogen hat wie immer gehalten .Das der Plot teilweise Schwächen hat oder konstruiert ist ,lässt sich nicht ganz von der hand weisen aber für mich wird der Mikrokosmuss um Wallander und jetzt Linda immer verständlicher ,schon beinahe familiär .Das in diesem Buch mehr Schattenseiten Wallanders auftauchen ist nur logisch ,der Blickwinkel hat sich in Richtung Linda verschoben .Ich mag die Bücher nicht untereinander vergleichen ,dafür gibt es zu viele Bezüge und verweise untereinander .Ich freue mich jedenfalls auf die Entwicklung der Figur Linda und bin gespannt wie weit sie im nächsten Buch aus dem Schatten ihres Vaters tritt.

04.04.2004 09:07:39
pet

Das war ja doch noch ein Wallander-Krimi. Ich hatte schon befürchtet, Kurt wäre nur noch eine Nebenrolle zugedacht. Nicht ganz so spannend wie gewohnt, aber eine gute Verknüpfung zwischen Mankells verschiedenen Reihen. Größter Kritikpunkt ist für mich der Klappentext, der den gesamten Inhalt auflistet, dazu sogar noch falsch.

29.03.2004 00:12:11
daniel mores

ganz in ordnung.

die veränderte sicht auf kurt war interessant, ich mochte eigentlich auch die ausflüge in ihr privatleben.

nur war mir anne-britt eigentlich sehr sympatisch, in diesem buch wird sie aber besonders übel dargestellt. stutenbissigkeit? fand ich ein wenig übertrieben. aber vielleicht wird ja das der "haupt-nebenstoff" in den kommenden linda büchern.

was mich auch noch ziemlich gestört hat war, wie "omnipotent" der bösewicht sein soll. er kann pulse mit seinen fingerkuppen an stirnen fühlen, schafft es innerhalb von stunden ein eigentlich normales mädchen in einen religiösen wahn zu stürzen (was ja bei ihm viele jahre gedauert hat) und kann eigentlich alles. das war mir ein wenig zu gekünstelt.
ansonsten ein "netter" wallander krimi.

07.03.2004 10:33:05
Werner Beckmann

Vor dem Frost war der beste von allen Mankells. Und ich muss es wissen, ich hatte sie alle. Ich hatte ihn innerhalb von 3 Tagen durchgelesen.

28.02.2004 15:12:57
Babsi

Also mir hat\'s gefallen. Aufgrund der schlechten Kritiken habe ich das Buch schon lange zu Hause stehen gehabt, bevor ich es gelesen habe. Aber ich muß sagen, ich war mehr als positiv überrascht & freue mich schon auf den nächsten Fall mit Linda.

19.02.2004 17:27:29
Tina

Vor dem Frost war mein erster Mankell und ich muss sagen, dass ich noch selten ein Buch so schnell gelesen hab. Da ich aber die anderen Kommentare gelesen hab, bin ich auf seine früheren Bücher sehr gespannt. Den Kommentaren nach waren die meisten von den anderen Bücher spannender. Also werd ich morgen in die Buchhandlung gehen und mir "meinen" 2. Mankell kaufen!

15.02.2004 11:41:56
janosch

Ein echter Mankell - demzufolge zwar ein gutes Buch, leider aber dennoch nicht zu vergleichen mit den Kriminalfällen rund um Kurt.
Die hintergründige Anwesenheit von ihm ist zwar gegeben. Hierdurch wird einem jedoch umso mehr bewußt, wie sehr er als Persönlichkeit und Protagonist fehlt.

Linda hat leider (noch) kein Profil. Vielleicht kommt das noch - ich würde es mir für die weiteren Romane wünschen.

12.01.2004 20:22:20
Linus9

Ich hab ganz vergessen zu erwähnen. daß ich das Thema (Sekten) gut gewählt fande, mal was anderes!

12.01.2004 20:20:29
Linus9

Linda Wallander - Superfrau! Naja!!! Also erstmal ist sie noch keine Polizistin, mischt aber kräftig bei der Aufklärung des Falles mit und klärt ihn auch teilweise. Dann, kaum in den Polizeidienst getreten, rettet sie einer Suizidgefährdeten das Leben! Ein Traum jeder Polizistin, sowie es wohl der Traum eines jungen Arztes ist, einem Menschen das Leben zu retten. Kurz gesagt: Es gab schon bessere Mankells, obwohl ich seinen Schreibstil in jedem Buch klasse finde. Interessant war auch, mehr über den Charakter von Kurts Tochter zu erfahren und ihre Sichtweise zu sehen. Mal schauen wie der zweite Krimi mit Linda wird! Ich bin gespannt!

30.12.2003 09:48:31
Bjoern Gam

Also mir hat dieser Mankell Roman mehr als gut gefallen und ich würde ihn unter den Top 5 Mankell Romanen einordnen. Er hat mir vom Anbeginn bis zum Ende hin sehr gut gefallen. Klar an den grandiosen "Mittsommernachtsmord" kommt er nicht ran. Aber mir gefiel gerade die Thematik in "vor dem Frost" sehr gut. Auch hat es mich gefreut, dass Stefan Lindmann nun in Ystad ist. Klar, hat dieser ganze Handlungsstrang etwas von irgendwelchen Soap-Operas, aber es ist doch spaßig mitzuerleben, wie sich die Figuren seit Anbeginn entwickelt haben.

17.12.2003 09:05:47
Daniel Lienhard

Auch dieser Mankell-Roman, obwohl es bessere gibt, ist absolut lesenswert. Einzelne Schilderungen sind typisch für den Autor und geben dem Krimi eine besondere Note, wie sie eben nur Mankell erreicht. Ich freue mich auf den nächsten.

24.11.2003 15:59:34
Volker Jansen

Mich hat dieses Buch ziemlich gelangweilt: die Konstruktion "Sekten und Terror" ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen, die langatmigen Schilderungen zum Verhältnis Kurt und Linda machen den Roman nicht spannender. Ist das Pulver des Autors verschossen?

23.11.2003 00:38:15
Jürgen

Ich fand es besonders seltsam, dass in "Vor dem Frost" ein gewisser Stefan Lindmann vorkommt, der ja in "Die Rückkehr des Tanzlehrers" den Kommissar mimte. Und die seltsame Schwärmerei von Linda für ihn ist mehr als unnötig.
Nebenbei ist die Sektengeschichte totaler Humbug. Alles in allem kann tatsächlich objektiv gesehen der Plot als "Schrott" bezeichnet werden.
Mir gefiel jedoch "Wallanders erster Fall" weit besser. Und zwar nicht alle Geschichten, aber immerhin einige. "Vor dem Frost" ist neben "Pyramiden" (aus "Wallanders erster Fall") für mich der mit Abstand schlechteste Wallander-Roman.

22.11.2003 22:40:10
LitKit

Eigentlich bin ich ein Mankell-Fan, aber bei "Innan frosten" lief es mir kalt den Rücken herunter. Aber nicht vor Spannung, im Gegenteil.
Es ist nach seiner Kurzgeschichtensammlung ´"Wallanders erster Fall", das schlechteste Mankell-Buch, das ich gelesen habe.

Sicherlich ist die Einführung der Linda als neue Hauptperson neben Kurt Wallander durchaus gelungen, jedoch ist das Plot der Story gelinde gesagt "Schrott",
Unmotivierte Handlungen, absolut aufgesetzte Motive (Schwangerschaftsabrüche) und Sektenstrukturen, die eher an Jugendbandenmentalitäten erinnern, als an bedrohliche Gotteskrieger.
Dazu noch die absolut offene Darstellung der Gegenseite, so dass die Spannung erst gar nicht aufkommen kann. Ein linearer Handlungsstrang, der weder spannend noch Tiefgang hat und so durchschaubar ist, wie frisch geputztes Glas. Und dabei ist gerade er doch der Meister der subtilen und mystischen Spannung.

Ich glaube, Mankell hatte unheimlichen Zeitdruck, denn dieses Buch ist kein Mankell - noch nicht einmal ein früher Haug.

Schade Henning, ein dunkler Schatten fällt auf deine Karriere. Das hast du doch gar nicht nötig.

03.11.2003 14:04:56
Elettra

Alles in allem fand ich "Vor dem Frost" ein gelungenes Romandebut für Linda Wallander. Leider ist man als Leser jedoch durch Kurt Wallander ein höheres Niveau gewöhnt und deshalb ist das Buch als "der neue Mankell" eher enttäuschend. Zu viele Zufälle, zu konstruiertspannungslos im Vergleich zu beispielsweise "Mitsommermord". Einerseits fand ich es noch spannend, Lindas Sicht ihres Vaters Kurt zu lesen, andererseits fühlt ich mich durch ihre negative Beschreibung manchmal um meine Sympathie für Kurt Wallander "betrogen".

02.11.2003 20:00:22
christine

Zu viele Zufälle, zu langatmig, wenig Spannung, schlechtes Thema - alles in allem - eine Enttäuschung. Das Buch hat mich, entgegen allen anderen Wallander Romanen (habe sie alle "gefressen"), sehr viel Mühe gekostet zu Ende zu lesen.
Trotz allem werde ich die Fortsetzung von Linda Wallander lesen, in der Hoffnung, dass der Autor an seine alten Qualitäten anknüpft.

06.10.2003 22:57:47
----

Es war ein tolles Buch! Sehr spannend, dass wir Linda besser kennen lernen. Sehr spannendes Thema(religions fantaismus) und Henning Mankell hat mal wieder ein SUPER roman geschrieben

16.09.2003 14:20:54
Holger

Nur ein sentimentaler Abgesang?

Für mich war das dauernde Zitieren der bisherigen Wallander-Romane (und des "Tanzlehrers") nicht mehr als nettes Spielchen für den Stammleser. Leider hatte ich dabei auch den Eindruck, dass es mit der Wallander-Reihe nun nicht mehr recht weitergehen mag.

Die Story selbst ist, verglichen mit anderen Wallander-Stoffen, ziemlich dünn und entwickelt sich nur zäh. Und ob Linda eine tragfähige Figur für eine Fortsetzung der Reihe werden kann, das muss sich erst noch zeigen...

27.08.2003 18:51:13
Julia Alexandra

Ich wollte schon immer mehr über Linda erfahren - ein tolles Buch.

19.08.2003 19:00:18
ekke

Ich denke genauso über das Buch wie Miriam (3.8.03).
Noch nie, habe ich so lange an einem "Wallander" gelesen.
Schade

15.08.2003 13:38:34
wuselchen

Fazit so aus dem Bauch raus - vor allem zu den Hauptprotagonisten Linda und Kurt

Mankell versucht mir eine Linda schmackhaft zu machen, die mich eigentlich
nur nervt... wer kann schon "per Zufall" noch Stimmen imitieren?
Nach dem 100sten Mal lesen, dass sie ja so ungeduldig ist, den neuen Job zu beginnen, von Enthusiasmus jedoch nur die Ungeduld zu spüren ist, frag ich mich, ob sie nicht besser meinen Stuhl polstern würde?

Weshalb soll denn Linda so schwermütig sein wie Kurt?
Die ist noch etwas zu jung - für mich stimmt das nicht mehr.

Ich mag Kurt, weil er - schwermütig, desillusioniert, realistisch und müde - immer wieder aufsteht, kämpft und trotz allem weitermacht - eine richtige "Kampfsau" halt.

Die Geschichte: langatmig, etwas unglaubwürdig, das Motiv des Hauptschurken nur angedacht - da gibts doch besseres von Mankell...

03.08.2003 12:53:58
miriam

Ich fand das Buch eher mäßig. Die Story war nicht wirklich schlüssig und sehr langartmig, erst zum Schluss (letzten 100 Seiten) kam Spannung auf. Besonders geärgert hat mich das Mankell seinen "ehemaligen Helden" Kurt Wallander plötzlich in einem so schlechten Licht erscheinen ließ. Das hat er nicht verdient- ich mochte Kurt.

31.07.2003 04:05:59
miguel

den neuen mankell hab ich noch nicht gelesen, erliegt bei mir neben dem bett. ich freue mich aber ganz bald in mein bett zu gehen und mich auf"or dem frost " zu stürzen ! nie hab ich besser geschlafen als mit einem mankell-krimi der mir langsam aus der hand schlüpft ! jede schlaftablette sei verdammt ! mankell schafft so ein charmantes wechselbad zwischen "einschlaf und erwach", sprich realität, traum und "soziale wirklichkeit". Ps. vor mankell habe ich keinen einzigen krimi gelesen. . . gute nacht !

20.07.2003 18:39:52
Baiba

Den neuen Mankell kann ich nur als durchschnittlich bezeichnen. Der Autor legt zwar zu Beginn ein paar *Köder* für seine Leser aus, die echt neugierig werden lassen und mich über viele,viele Seiten bei der Stange gehalten haben. Aber alles in allem lässt er seine beiden Hauptpersonen zu oft zu ausführlich rückblicken, sich erinnern, sich streiten,sich wieder gut verstehen. Die eigentliche Krimihandlung zieht sich sehr zäh dahin und verblasst ein wenig vor dem privaten Hintergrund Linda/Kurt.
Das Thema (religiöser Fanatismus) ist zwar ein wahrhaft ernstes, aber Mankell verliert sich in zu vielen Details,einiges ist zu konstruiert, um nachvollziehbar real zu wirken.
Für mich kein Krimi der Extraklasse, wenn auch die Personen so schön vertraut sind und man sich als Leser *heimisch* fühlt in Ystad und Umgebung; es gibt bessere Romane,v.a. auch vom Autor selbst.
Dieser- VOR DEM FROST- ist für mich nicht stimmig/nicht *rund* genug.
Zu viele Zufälle, zu viele Ungereimtheiten... Mankell hat zu viel gewollt mit diesem Roman.Uns Linda näher bringen,Familienkonflikte aufarbeiten,auf religiöse Führer und ihre vita hinweisen(auch sie sind letzlich Opfer einer Vergangenheit)und dann das Ganze in den Zusammenhang zum 11.September stellen... meiner Meinung nach ist das reichlich gewagt. Alles zu bemüht, zu offensichtlich aufklärerisch! Seht, nicht nur in uns fremden Religionen gibt es Terrorismus, nein auch in der bei uns verbreiteten,christlichen Religion können böse Fanatiker ,vermeintlich guten Willens, Schlimmstes anrichten. Der erhobene Zeigefinger, und dass er uns Lesern aber auch jedes Detail, das zu religiösem Wahn führen kann, erklärt, nervt!

20.05.2003 14:55:36
Johanna

Würde gerne wissen, wie ihr an das Buch herangekommen seid, da es doch erst im Juli 2003 bei uns erscheint. Würde es gerne Pfingsten mit in den Urlaub nehmen...

03.11.2002 22:10:33
Debbie

Ich habe in den Sommerferien eigentlich auch ein wenig Arbeiten wollen. Aber ich begann mit "Vor dem Frost", und wollte nicht mehr aufhören zu lesen! Danach gleich die neue von Liza Marklund, und schon war der Urlaub vorbei. Ich bin wirklich gespannt auf Linda's weiteren Kriminalkommisar-Karriere!

17.09.2002 09:57:57
Alexandra

"Ein echter Mankell" - Die Aussage von Alex Breuer trifft's auf den Punkt genau.

Echte Kurt-Fans dürften kaum enttäuscht sein vom neuen Roman und von der neuen Heldin Linda, denn Mankell bedient sich bekannter und erfolgrerprobter Ingredienzien: Die Geschichte, die Mankell zu erzählen hat, ist wie so oft brutal (das fängt bei den brennenden Schwänen an) und reicht weit in die Vergangenheit und bis ans andere Ende der Welt zurück. Auch der Showdown ist Mankell-gerecht.

Linder erobert peu à peu mehr Terrain in dem Roman, während Kurt gleichzeitig etwas mehr in der Hintergrund gerät, so dass eine ganz langsame und behutsame "Entwöhnung" der Fans von Kurt zu Linda gelingt.

Ich finde auch die Figur der Linda insgesamt in ihrer Schilderung und Motivation, Polizistin zu werden, durchaus glaubwürdig, nur dass sie (schon zu Beginn ihrer Karriere) so sehr wie ihr Vater handelt und denkt, fand ich etwas störend, aber zum Glück hat sie nicht die gleichen Weltuntergangsgedanken wie Kurt!

Der Perspektivenwechsel, der Mankell insgesamt gut gelingt, bringt auch mit sich, dass man die Familiengeschichte der Wallanders nochmals aus Lindas Perspektive erzählt bekommt, was durchaus seinen Reiz hat und insgesamt den zweiten konstanten Erzählstrang Mankells, nämlich das Alter, das Altern und das Verhältnis zur älteren bzw. jüngeren Generation (Kurt und sein Vater, Linda und Kurt sowie Linda und ihr Großvater) komplettiert. Und sicher dürfen wir im Falle einer Fortsetzung noch weiter am Privatleben der Wallanders teilhaben, dafür ist mit der Figur der Mona gesorgt, die in Vor dem Frost geradezu darauf angelegt ist, weiter erzählt zu werden.

Die Sprache ist immer noch genauso knapp und von Aussagen zum Wetter geprägt wie in den vorangegangenen Wallander-Romanen.

Also alles in allem nichts Neues, aber das Bewährte gekonnt umgesetzt und mit der "gewagten, absurden, provokanten, richtigen..." Verbindung zum 11. September sicherlich einen Gedanken mehr nach dem Lesen wert.