Die Umarmung des Todes

Erschienen: Januar 2003

Bibliographische Angaben

  • Tokio: Kodansha, 1997, Titel: 'Auto', Originalsprache
  • München: Goldmann, 2003, Seiten: 608, Übersetzt: Annelie Ortmanns

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Thomas Kürten
Schaschlik japanisch

Buch-Rezension von Thomas Kürten Aug 2003

In Japan überraschend ein Bestseller, zum besten Kriminalroman des Jahres von der dortigen Kritik hochgejubelt und schließlich mit Literaturpreisen dekoriert. Das ist die Geschichte des Romans Die Umarmung des Todes in wenigen Worten zusammen gefasst. Das ist wohl auch der Grund, weswegen der Roman in deutscher Übersetzung zunächst als Hardcover erschien und seit Anfang 2005 erst als Taschenbuch erhältlich ist.

Die Geschichte von vier Frauen, Yoshie, Masako, Kuniko und Yayoi, die gemeinsam Nacht für Nacht in einer Fabrik am Fließband Lunchpakete packen. Für sie alle ist die Nachtschicht eine Flucht vor den Lasten des Tages und den Menschen im engsten familiären Umkreis, die ihr Leben so schwer machen. So packen sie lieber das klein geschnetzelte Fleisch und die Sushi-Häppchen in Plastikschälchen und verdienen damit Akkordlohn.

Solidarität am Fließband

Nach ausführlicher Einführung der vier Charaktere, bringt ausgerechnet die Zärtlichste und Jüngste ihren Mann kurz vor der Nachtschicht um. Yayoi wendet sich an Masako, die ihr zunächst planlos verspricht, bei der Entsorgung der Leiche zu helfen. Am Fließband reift die Idee, den Toten zu zerstückeln und dann im Hausmüll zu entsorgen. Um das zu unbemerkt zu schaffen, braucht Masako aber die Hilfe von Yoshie und Kuniko, die ihr ohnehin noch Geld schulden und daher von ihr abhängig sind. Die Frauen arbeiten gründlich, aber beim deponieren der Müllbeutel ist Kuniko zu nachlässig und Teile der Leiche werden entdeckt.

Die Frauen haben Glück, dass Kenji, das Opfer, kurz vor seinem Tod von Nachtclubbesitzer Satake gewaltsam vor die Tür gesetzt wurde. Als die Polizei davon erfährt, buchtet sie diesen gewalttätigen Mann ein, der bereits einmal wegen Mordes hinter Gittern saß. Seine Schuld kann nicht bewiesen werden, aber da seine über Jahre erfolgreich aufgebauten Etablissements während seiner Untersuchungshaft geschlossen werden müssen, sinnt er auf Rache. Und er glaubt auch schon zu wissen, wer ihn in diese Lage gebracht hat...

Ein Roman ohne einen Helden

Ungewöhnlich und interessant, wie Natsuo Kirino ihre Geschichte vom Leben im Schatten der japanischen Gesellschaft zeichnet. Alle auftretenden Figuren sind auf gewisse Weise kriminell. Es gibt kein Gut und kein Böse; ebenso gibt es keine eindeutige Hauptfigur. Die Handlung ist verteilt auf die Schultern von mindestens sieben Personen. Dabei wechselt die Erzählperspektive mit nahezu jedem Kapitel und die Psyche eines jeden Charakters wird dem Leser auf diese Weise unmittelbar dargelegt. Nachteil dieser häufigen Perspektivwechsel ist, dass viele Ereignisse doppelt oder sogar dreifach erzählt werden. So wird dem Leser klar, wie unterschiedlich einzelne Situationen von verschiedenen Charakteren wahrgenommen werden. Wer sich an solchen Wiederholungen nicht stört, kann sich voll auf die unterschiedlichen und gründlich durchdachten Charaktere einlassen, die mit Hingabe und Perfektion gestaltet wurden.

Und noch etwas ist bemerkenswert. Kirino hätte ein Gemetzel beschreiben können. Jede der Frauen hätte genug Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld, ohne die ihr Leben viel sorgloser wäre. Genug potenzielle Opfer. Und die perfekte Entsorgung über die Lunchpakete liegt auch nahe. "Soilent Green" lässt grüßen. Solche Motive sind alt und abgegriffen. Hätte die Autorin diesen naheliegenden Vermutungen entsprochen, wäre ihr Roman langweilig und vorhersehbar geworden. Aber Kirino geht weiter, beschreibt die charakterlichen Veränderungen der vier Frauen, wie ihre Freundschaft nach und nach zerbricht und wie es schließlich doch noch Menschen gibt, die das große Geheimnis der vier Frauen ergründen können. Phantasiereich auch, wie diese Menschen dann die erlangten Informationen zu nutzen wissen.

Kirino schreibt mitunter nüchtern, detailliert und sehr in die Psyche gehend. Fast bis zum Schluss versteht sie es, den Leser zu überraschen. Eine runde Sache, vital und authentisch erzählt. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind greifbar beschrieben, die Charaktere, letztendlich auch der der geheimnisvollen Masako, wirken real. Ich möchte nicht wissen, was ein Amerikaner aus der Grundlage der ersten 150 Seiten gemacht hätte; bei Natsuo Kirino ist es jedenfalls ein kleines Meisterwerk geworden.

Die Umarmung des Todes

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Letzte Kommentare:
28.03.2015 20:14:56
Iris Wehle

Ein Buch, welches ich nach dem ersten Lesen nicht vergessen konnte und in Abständen immer wieder lese. Jede der handelnden Figuren hat sich vor meinen Augen in Bilder verwandelt. Sehr stimmig und nie blutrünstig sondern die Dinge beschreibend wie sie sind oder sein könnten.
Eine eindeutige Leseempfehlung

19.06.2014 20:49:35
Asienliebende

Als ich das Buch vor vielen Jahren las, war ich ziemlich lange begeistert - von der Art der Erzählung, der Thematik an sich, der sich etwickelnden Figuren. Seitdem warte ich auf mehr Stoff dieser Autorin, der aber leider nicht kommt ...
ich fand das Buch nicht so blutrünstig, wie man in manchen Rezensionen lesen kann, allerdings gibt es manchmal Beschreibungen, die sehr ins Detail gehen. Dies aber niemals sensationsheischend, sondern immer mit einem nüchternen Blick für Ästhetik.
Klare Empfehlung!

23.03.2013 22:02:14
PMelittaM

Vier Arbeiterinnen einer Lunchpaketefabrik geraten in einen Todesfall, der sich sehr makaber entwickelt und alle vier in große Gefahr bringt.

Die Autorin beschreibt ein sehr trostloses Japan. Alle Charaktere führen ein Leben, das anders ist, als sie es sich wünschen würden, Träume und Wünsche haben sich nicht erfüllt – oder wenn, dann nur oberflächlich. Alle versuchen – zumindest im Laufe des Romans – aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen, teilweise aber mit sehr makaberen Mitteln.

Die Charaktere hat die Autorin sehr tiefgehend gestaltet. Da ist die junge Ehefrau und Mutter, der durch eine Tat im Affekt plötzlich ein anderes Leben offensteht, die ehemalige Bankangestellte, die sich ihrer Familie entfremdet hat und plötzlich wieder eine Aufgabe hat, die Witwe, die ihre Schwiegermutter pflegen muss und die verlebte Mittdreißigerin, die so gerne ein Leben im Luxus führt und sich dafür in die Schuldenfalle begibt. Aber auch die handelnden Männer haben Probleme, der Nachtclubbesitzer, der ein dunkles Geheimnis in sich birgt, der Geldverleiher, der sich mit der Yakuza einlässt und der Brasilien-Japaner, der sich im Heimatland seines Vaters ein besseres Leben erhoffte. Sie alle verursachen beim Lesen durchaus Probleme, denn alle sind so gezeichnet, dass man kaum weiß, ob man sie mögen (oder zumindest verstehen) oder hassen soll. Ich persönlich hatte nur eine Figur, die ich ziemlich schnell abgelehnt habe und deren Handlungen ich nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte aus verschiedenden Perspektiven, die Sicht jedes der o. g. Charaktere kommt dabei zum Tragen. Die Erlebnisse greifen dabei nicht nur ineinander, zum Teil wird die selbe Situation aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei ist besonders der Showdown grandios – er wird aus zwei Perspektiven erzählt und ist ungeheuer emotional – nicht nur für die beteiligten Charaktere, auch für den Leser, man schwankt hier zwischen allerlei Gefühlsregungen. Mich ließ das Buch sehr nachdenklich zurückund auch nach dem Lesen zunächst nicht los.

Irgendwo habe ich gelesen, jemand hätte das Buch geschmacklos und unmoralisch genannt – und ja, so könnte man es sehen. Aber man muss auch die Moral dahinter sehen. Die Autorin lässt die Charaktere Dinge tun, die einen zunächst abstoßen, die aber auch die Frage aufwerfen, warum tun sie das? Und das zu ergründen ist eine Aufgabe, die das Buch uns stellt, die die Autorin aber nicht wirklich beantwortet, die Frage bleibt – zumindest teilweise, auch nach der Lektüre des Buches bestehen.

Das Buch ist auch ein gesellschaftskritischer Roman – und dabei nicht unbedingt auf die japanische Gesellschaft beschränkt. Ich habe beim Lesen öfter vergessen, dass die Geschichte in diesem Land spielt, für mich gab es relativ wenige Anhaltspunkte dafür. Trost- Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit, Armut, schlechte Arbeitsbedingungen, das sind durchaus globale Probleme – und die Frage stellt sich schon, zu was Menschen fähig sein könnten, wenn sie die Chance sehen, daraus zu entkommen.

Trotz dieses schwierigen Themas, trotz des teilweise überaus makabren Plots ist das Buch ein Pageturner. Es ist sehr flüssig geschrieben und auch sehr spannend, außerdem immer wieder überaschend. Mit den japanischen Namen hatte ich kaum Probleme, wer allerdings das erste Mal ein Buch, das in Japan spielt, liest, wird sich zunächst einlesen müssen.

Empfehlen kann ich das Buch sehr, lesen sollten es allerdings erwachsene und für schwierige Thematiken aufgeschlossene Menschen. Es gibt hier mehr als einen Tabubruch, damit muss man umgehen können, zumal gerade diese Szenen sehr nüchtern beschrieben werden.

06.01.2011 10:20:08
Wallace und Gromit

Eine wirklich spannende Lebensgeschichte aus Japan, mit einem guten roten Faden. Manche Szenen kann man schon erahnen, doch der Krimi ist niemals langweilig und hat einige interressante Wendungen und Ösen und auch der SM-Kult zum Schluß kommt sehr gut rüber und ist realistisch dargestellt. Der Erzählstil wird sehr eindringliche und man kann sich bald kaum noch losreissen.

02.01.2011 00:58:07
Ulrich Leive

Die Geschichte geht gut los und zieht den Leser unmittelbar in den Bann. Sogwirkung. Auch als männlicher Leser hat man eine gewisse Sympathie für die Täterin. Und mit Abstrichen auch für ihre Gehilfinnen. Dann aber gruselt es einen nach und nach vor diesen japanischen Frauen. Und dann scheitern sie an sich selbst, durch Blödheit der einen, durch Vertrauensseligkeit der anderen, wie das im Leben eben oft so ist...
Die Spannung ebbt nicht ab und steigert sich noch, die Autorin legt auch gern mal irreführende Schildchen aus. Soweit so gut. Dann - (so schade!)
- Das Ende ist total daneben gegangen. Da wird alles verquast und pseudo-psychologisch, man geistert plötzlich in einem anderen Genre, in blutmystischer Wahnsinnsromantik herum. Völlig unüberzeugend und befremdend! Das tut mir wirklich leid, weil der Roman ansonsten so "absonderlich" gut ist.
Aber wenn das Ende so entgleist, dann bleibt ein ekliger Nachgeschmack.
Ich glaub\', Japan ist nich\' mein Land ;-)

22.01.2010 23:14:38
liv schindler

ein ungewöhnlicher krimi, der keinem bisher bekannten klischee folgt.
während man noch am grübeln ist, wie man selbst reagieren würde...verhalten sich die porotagonistinnen schon.so wie man es womölgich selbst tun würde ;)
allerdings nix aber auch gar nix für schwache nerven.
und:die moderne japanische gesellschaft verliert ein wenig ihr *high-tec*-image...

07.12.2009 13:00:57
Maggie

Einfach gail - Das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Präzise Darstellung der einzelnen Charakteren-hervorragende Situationskomik. Hochspannung vom Anfang bis zum Ende. Schön bösartig und voller Überraschungen. Habe das Buch fast in einem durchgelesen konnte es nicht weglegen. Habe das Buch vor drei Jahren gelesen und mich dann auf die Suche gemacht nach anderen Werken von Frau Kirino. Leider auf deutsch lange nichts gefunden bis neulich Teufelskind. Ein weiterer Leckerbissen.

29.09.2009 14:45:28
Semra

Ich habe "Die Umarmung des Todes" von meiner besten Freundin in türkischer Sprache geschenkt bekommen.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen.
Die Charaktere und Handlungen wurden sehr gut und vorstellbar beschrieben, einfach phantastisch & spannend!
Ich kann es nur weiterempfehlen.

29.09.2009 14:29:04
Semra

Ich habe "Die Umarmung des Todes" von meiner besten Freundin in türkischer Sprache geschenkt bekommen.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen.
Die Charaktere und Handlungen wurden sehr gut und vorstellbar beschrieben, einfach phantastisch & spannend!
Ich kann es nur weiterempfehlen.

27.08.2009 19:47:03
Martin Drossel

Normalerweise fresse ich Bücher, 3 pro Woche sind normal. Krimis, Thriller und alles was einem den Atem raubt. Bei diesem Werk habe ich mir allerdings Zeit gelassen, genau eine Woche habe ich gebraucht um mir Namen und Orte einzuprägen. Ich bin total begeistert vom Schicksal dieser Hausfrauen, die im normalen Leben kein Wässerchen trüben würden, im vorliegenden Ernstfall allerdings über sich hinauswachsen. Was soll ich sagen was nicht schon von meinen Vorgängern ausführlich beschrieben wurde. Dieses Buch geht meines Erachtens nach über die 100% Grenze hinaus. Hat es hier schon mal so etwas gegeben? Ich bin sehr gut unterhalten worden, ein Buch das fesselt, von der ersten bis zur letzten Seite. So wie ein Buch sein sollte. Viel Vergnügen!!!

04.02.2009 21:41:18
Chrissi

"Die Umarmung des Todes" ist ein absolut fesselndes Buch. Ich habe es parallel zu meinem Urlaub in Tokyo gelesen und konnte die beschriebenen Bilder und Szenen im Trubel der Großstadt erleben und die Stadtviertel erkunden. Für Japan-Fans und zur Einstimmung auf einen Urlaub nach Japan Hundertprozent empfehlenswert. (Mit der Einschränkung, dass man sich nicht zu sehr in die Geschichte stresst, wenn man in einem der 24-Stunden-Läden ein Lunchpaket kauft.) Einer der besten Krimis, den ich bisher gelesen habe.

24.01.2009 19:35:57
exped

Für mich als Mann, ein faszinierendes Buch aus der Feder einer Frau.600 Seiten, die fesseln!"Lonesome Cowgirl" auf japanisch mt einem Ende das noch lange nachwirkt.
Stilistisch hervorragend mit klar gezeichneten Personen, und einer superben Dramaturgie in Form einer Parabel die sich zu einem Zentrum jenseits aller Moral verdichtet.Zunächst ein Mord und vier Frauen. Klassisches Setting. Solidarität unter Frauen, Überlebendskampf im modernen Japan. Nett und gut geschrieben.Aber dann, ab der Hälfte, der Showdown auf Meta-Ebene. Masako und Satake. Zwei starke Charaktere. Ein Kampf auf Leben und Tod um Liebe und Lust.Das ist was die Qualität dieses Romans ausmacht, weit jenseits von Krimi und Thriller-Kategorien. Grenzerfahrung, der ursprüngliche Mord nur als Anlass eine Dynamik in Gang zu setzen, die in einem existentiellen Showdown mündet, das ist große Literatur.Frauen dominieren diesen Roman, die männlichen Protagonisten sind bis auf Satake schwach gezeichnet und austauschbar, das ist vielleicht das einzige Manko, aber verschmerzbar. ;-)

26.08.2008 14:15:58
JapanfreaKK

ich hab mir das buch aus der bücherei ausgeliehen und konnte auf dem weg nach hause gar nicht die finger davon lassen . zwar bin ich erst 14 aber immer noch ein riesenfan von pshychothrillern . ein sehr bemerkenswertes buch das unter die haut geht. ich empfehle es jeden der der gern und viel liest :D
und definitiv ein buch für japan fans die nicht nur auf mangas stehen;)

27.05.2008 01:18:46
Rolf.P

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den für uns sehr eigen klingenden Namen hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen.
In dem auch literarisch anspruchsvollen Buch von Natsuo Kirino um den Kampf von 4 Hausfrauen für ein anderes, besseres Leben und gegen ihre Einsamkeit lernt man viel über die japanische Gesellschaft von heute. Es dauert, bis man die handelnden Personen wirklich kennen und auch, teilweise, lieben lernt. Und zudem wird einem eine völlig neue und auch andere Mentalität vermittelt.
Die Autorin versteht es wunderbar, dem Leser eine Mischung aus Entsetzen und Amüsement einzuflößen. Man hält es kaum für möglich, versteht die beteiligten Frauen aber voll und ganz. Jede von ihnen führt ein unwürdiges, grausames Leben, von ihren Familien missbraucht und abgelehnt, voller Geldsorgen, ohne Perspektive und ohne Freude. Die Arbeit in der Fabrik wird ebenfalls sehr plastisch beschrieben, und man erhält Einblicke in einen Teil der japanischen Kultur, den man sonst nicht zu Gesicht bekommt.
Um die Selbstverständlichkeit, mit der die vier Frauen die ausgetretenen Pfade ihres alten Lebens hinter sich lassen, verstehen zu können, setzt sich Kirino intensiv mit den Figuren und deren Psyche auseinander. Die Tat an sich ist nicht das eigentlich Schockierende, erschreckender sind die Konsequenzen, die sich daraus ergeben und die Art, wie die verschiedenen Personen damit umgehen. Etwas hinterhältig ist dabei die Tatsache, dass man als Leser kaum umhin kommt, mit den Täterinnen mitzufiebern. Man drückt ihnen insgeheim die ganze Zeit über die Daumen, dass sie mit ihrer Tat davon kommen, was über kurz oder lang auch moralische Fragen auswirft.
Ein Krimi, wie ich ihn selten gelesen habe. Durch seine Charaktere ein sehr lebendiges, glaubwürdiges Buch. Die Geschichte ist nachvollziehbar, detailreich und sehr spannend geschrieben.
Abschließend gesagt kann ich das Buch nur empfehlen, es ist auf jeden Fall ungewöhnlich und sticht aus der Maße der alltäglichen Bücher deutlich heraus.

24.05.2008 02:59:32
Steffi

Dieses Buch habe ich mir letztes Jahr von einer Bekannten geliehen, und obwohl es über 600 Seiten hatte, habe ich es innerhalb weniger Tage verschlungen. Das Buch hat für mich gleich auf mehreren Ebenen eine hohe Relevanz: - es beleuchtet das Thema der in Japan latent vorhandenen Gewalt auf eindrucksvolle Weise, - es ist von leicht schwarzem Humor durchdrungen, ohne aufdringlich zu sein, - es lässt sich stilistisch schwer festlegen (ein reiner Krimi ist es für mich jedenfalls nicht!), und - es vollbringt das seltene Kunststück, gleich mehrere Figuren in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken, und dennoch alle gleich wichtig zu nehmen.
Besonders diese absolut eindringlichen Schilderungen der Charaktere sind mir im Gedächtnis geblieben. Selbst ausgesprochen "schräge Vögel" beginnt man zu verstehen, wenn auch nicht unbedingt zu mögen. Und ein wenig Einblick in die japanische Kultur bekommt man auch noch. Wenn das mal keine Leistung ist.
ein absolut empfehlenswertes Buch!!

22.05.2008 17:41:50
Manda

Dieses Buch ist mein absolutes Lieblingsbuch! Es geht einem tief unter die Haut... und direkt ins Herz! Die Figur der Masako Katori hat mich vollends gefangen genommen, aber auch die Figur von Mitsuyoshi Satake hat mich gepackt. Ich habe dieses Buch innerhalb von 4 Jahren 10x gelesen!!! Und ich werde es immer wieder lesen. Warum? Weil es einen nicht mehr loslässt.

23.03.2008 21:43:28
Schrodo

Viele (vor allem Frauen) äußern sich sehr positiv über dieses Buch. Frau Kirino schreibt einen Roman (kein Krimi!?) über eine Frau die ihren alles verzockenden Mann killt und ihn anschließend in kleine Packete verpackt und entsorgt. (gefällt den Lady´s wohl *lach*)
Mein Ding ist das nicht, aber trotzdem lesenswert….nicht nur für Frauen?!

10.02.2008 19:20:52
leseratte54

Meine erste japanische Literatur. Ich war angenehm überrascht. Mittelpunkt der Geschichte war nicht der Mord, sondern die Folgen der Tat. Spannend die Charaktere und Nebenfiguren.
Interessant auch die Beschreibung der japanischen Kultur.
Ich kann das Buch nur weiter empfehlen!

17.12.2007 14:00:16
Amouna

Wow, was für ein Buch! Das beste Buch, was ich dieses Jahr gelesen habe, die Charaktere sind durchweg Sympathieträger, was das Ganze noch spannender macht. Durch den Perspektivenwechsel fühlt man sich eingebunden und kann gar nicht abwarten, wie es weitergeht. Das Ende fand ich gut, weil offen, von mir 100°!

12.12.2007 19:28:18
Sonny

Ich bin begeistert. Das war wirklich mal ein etwas anderes Buch. Es wurde sehr intensiv auf alle Protagonisten eingegangen, ohne dabei langatmig zu werden. Und die Story an sich läßt kaum Wünsche offen. Einzig das Ende hat mich dann doch enttäuscht.
Trotzdem auch von mir 90°

26.10.2007 13:13:59
Eva-Lotte

"Die Umarmung des Todes" habe ich schon vor zwei Jahren gelesen, und das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich es noch heute zu meinen Lieblingsbüchern zähle. Die Atmosphäre nimmt einen gefangen, und die Handlung ist einmal ganz anderer Art als sonst. Ich frage mich, wann es endlich "Grotesque" von Natsuo Kirino auf deutsch gibt.

14.10.2007 20:53:07
annie_cabbot

Als Krimileserin, die sich eigentlich ungern zu weit von Großbritannien entfernt, muss ich sagen, dass dieses Buch unglaublich spannend, atmoshpärisch, ungewöhnlich und nachhaltend beeindruckend war! Kann ich nur empfehlen! Habe mich den Frauen dieses Buches sehr nah gefühlt!

07.08.2007 20:02:43
Krimilotte

Kann mich da Claudinsche´s Komentar nur anschliessen. Konnte gar nicht schnell genug lesen, wie ich gern wollte. Flüssig zu lesen und recht makaber an einigen Stellen. Hatte mit diesem Buch auch meine erste Expedition ins Japansche Krimigenre und diese war ein voller Erfolg.

Kann dieses Buch guten Gewissen weiterempfehlen.

03.08.2007 13:53:55
Alokasie

Ich muss sagen, das Buch war gut, aber nicht das Beste, das ich gelesen habe. Es war mein erstes Buch das in Japan gespielt hat und es waren viele interessante Infos der Kultur dabei. Es hat mich auch nicht besonders gefesselt, nachdem man von vornherein wusste, welche Person ermordet wird. Und der weitere Verlauf war auch nicht besonders spannend. Vielleicht bin ich einfach Mo Hayder und Co. gewohnt.
Die Charaktere fand ich auch gut dargestellt. Das Ende fand ich etwas traurig, was mich etwas schockiert hat, dass ich es so empfunden habe.
Alles in allem fand ich es ein gutes Durchschnittsbuch.

31.05.2007 16:34:39
Claudinsche

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Schon eine Kunst bei über 600 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Faszinierend finde ich die ausgezeichnet beschriebenen Frauen und ihr (trostloses) Leben. Bis..., ja bis *es* passiert. Also für Leute, die eher die *weichere Gangart* lieben zu lesen, die sollten dieses Buch nicht in die Hand nehmen. Lesetechnisch hatte ich es noch nie mit Japan und Co., aber es ist interessant mal eine andere Kultur und einen fremden Lebensstil näher kennenzulernen.
Mein Fazit zu diesem Buch, ganz klar: Daumen hoch, höher, am höchsten :-)

24.11.2006 18:29:54
Diana

Ich fand das Buch sehr spannend. Die Personen waren sehr genau und interessant geschrieben. Das Ende fand ich aber lasch und einfach. Hätte es mir etwas anders vorgestellt. Trotzdem ein sehr gutes Buch. Am Anfang haben mich die vielen Seiten etwas abgeschreckt, das Buch war aber in drei Tagen durchgelesen. Außerdem war es mein erstes Buch, welches in Japan gespielt hat. Man hat viel über die Japanische Lebensweise gelernt.

08.11.2006 09:31:27
Marcel

Ein sehr faszinierendes Buch, in dem nach einer gewissen Zeit nicht mehr die Kriminalhandlung im Fordergrund steht, sondern die persönlichen Schicksale aller Charaktere (was aber den Reiz des Buches ausmacht).

Noch nie habe ich ein Buch in den Händen gehalten, wo mir die Traurigkeit und die Ausweglosigkeit der Darsteller so über die Finger in den Körper gekrochen ist. Jeder Mut und alle Zuversicht die zwischenzeitlich aufzublitzen scheint wird gnadenlos im Keim erstickt. Die Charaktere scheinen quasi verdammt zu sein, den Sumpf des Schicksals und der Tristheit nicht entkommen zu können.

Das Ende "schockt" dann aufgrund der Dramaturgie extrem und wird mir lange unvergessen bleiben.

Fazit: große litherarische Kunst, eingewebt in eine nicht alltägliche Kriminalstorry. Unbedingt lesen und durchhalten, auch wenn die ein oder andere Seite am Anfang zu langatmig erscheint! Top!

03.11.2006 13:52:12
Christin

Liebe Leser, ich habe noch nie ein besseres Buch gelesen.Man lernt die Charaktere perfekt kennen, so dass man sich selber damit Identivizieren kann...Der gesamte Aufbau ist so gut, dass ich das Buch nicht mal zehn Sekunden weg legen konnte.Ich musste einfach weiter lesen...Echt nur zu Empfelen

02.09.2006 21:44:46
Katja

Aufgrund meines Interesses an Japan und weil ich Krimis liebe, war "Die Umarmung des Todes" der ideale Einstieg in japanische Krimiliteratur, von der allerdings momentan noch nicht viel in deutscher Übersetzung vorzuliegen scheint. Gibt es in Japan keine vergleichbare Krimiszene? "Die Umarmung des Todes" ist m.E. dementsprechend kein typischer Kriminalroman, sondern eine Mischung zwischen Krimi und Psycho-Drama. Aufschlussreich ist der Blick in den japanischen Alltag, weitab von der Ginza, auf das Leben in den Vororten mit den winzigen Häusern und den riesigen Appartmentblocks. Die schillernde Vorstellung vom schrillen Pop-und-Anime-Japan, vom Technikwunderland und dem verrückten Tradition-Moderne-Clash löst sich hier auf in einen japanischen Alltag, in dem nur Geld und Marken zählen, in dem Einsamkeit und Übermüdung herrscht. Natsuo Kirino beschreibt die Situationen der vier Frauen und der beiden Männer anschaulich, bringt ihre Charaktere auf den Weg, die gleichzeitig individuell und stereotyp sind. Das Stereotype ist der Auslöser dafür, dass sich im Kopf des Lesers die Story weiterentwickelt (auf zum Teil recht unschöne Art und Weise), während die Individualität der Figuren schließlich (vor allem was Masako und Satake angeht) den Leser doch wieder überrascht. Nichts wird tatsächlich so, wie man es sich ausgemalt hat. Das Interessante an dem Roman ist, dass er über die sich entziehende Handlung hinaus keinerlei Fixpunkt bietet, weder hinsichtlich persönlicher Vorlieben für einzelne Charaktere, noch für ein moralisches Urteil über ihre Handlungen. Der Leser empfindet dadurch den Strudel nach, in dem sich die Figuren befinden, die immer zwischen den Extremen Hoffnung und Fatalismus schwanken. Der Krimi ist spannend und unterhaltsam, aber er ist nicht gemütlich oder bequem. Er hinterlässt das Gefühl, Einblicke in eine Realität genommen zu haben, die man lieber zugedeckt gelassen hätte. Vielleicht könnte man sich mit dem Gedanken trösten, dass der Japaner eben doch irgendwie anders ist, als der Europäer. Aber ist das wirklich der Punkt?

26.02.2006 20:29:39
Gyorg

Das Buch gehört mit zu den besten die ich je gelesen habe!
Schon von Anfang an hat mir die Atmosphäre und der Schreibstil sehr gut gefallen. Charaktere und Schauplätze sind alle individuell und lebensnahe.
Der Spannungsfaktor ist natürlich am meisten zu loben. Schon nach kurzer Zeit konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand geben und es bis zum großen Finale förmlich gefressen *g*

08.12.2005 18:47:50
Valerie

Ich konnte nicht mehr aufhören es zu lesen. Es ist jetzt zwar schon ein Jahr her, aber es geht mir immernoch nach. Wahnsinn!
Mich hat die destruktive Art des Buches in den Bann gezogen und die Geschichte allgemein fasziniert. Es bewegt sich an \'Abgründen\'... Ganz toll.

10.11.2005 13:22:31
Misko2002

Habe mir auch auf Sylt das Buch durchgelesen und muss sagen einfach super und genial. So lebensecht wie hier die vier Charaktere und darüber hinaus die soziale Verhältnisse beschrieben werden, kannte ich in dieser Form noch nicht. Es ist eine Mischung aus Thriller und Drama. Kann es anstandslos empfehlen.

06.11.2005 12:59:08
eNemY

Obwohl ich mich anfänglich nicht einmal dazu überwinden konnte mit dem Lesen des Buches zu beginnen, muss ich im Nachhinein sagen, dass die "Umarmung des Todes" eines der besten Bücher ist, die ich jemals gelesen habe!
Die Story fesselt einen und "zwingt" zum ständigen weiterlesen.
Interessante Fakten, gemischt mit Alltäglichem und Absurdem. Unbedingt empfehlenswert!!!

30.08.2005 17:18:07
Hagow

Ich schließe mich der Meinung von Ka1 völlig an. Kirino hat ein faszinierendes und zugleich verstörendes Buch geschrieben, das ich sicher nicht so schnell vergessen werde, wie es mir oft mit Büchern geht, die zwar okay sind, aber dann sozusagen vergessen werden.
Ich bin gespannt auf ein neues Buch von Kirino.

17.08.2005 14:26:37
Ka1

Ich fand das Buch super gut. Erstens war es sehr interessant einiges über die japanische Gesellschaft und Lebensart zu erfahren und zweitens war es ein k l a s s e Krimi. Um nicht zu sagen: genial.
Die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven war doch so was von gut. Mir hat auch der Schreibstil sehr gut gefallen und ich würde gerne noch weitere Bücher von ihr lesen.

27.07.2005 11:45:03
Daniel

Hallo liebe Krimi-Leser,

ich fand das Buch extrem schwach.
Es ist das schlimmste, wenn ein Buch extrem
dick ist und extrem wenig passiert !!!
Diese ständigen Wiederholungen ( kein Geld...)
und Abschnitte, die über 100 Seiten sind, welche
man gut in 30 Seiten packen kann, langweilen.
Dazu weiss man immer wie es weitergeht und
dann endet. Vom Schreibstil und den einzelnen
Charakteren her ist es nicht schlecht, aber
Spannung kommt bei Natsuo Kirino null die Bohne auf, brutal (wie manche schreiben) ist es auch nicht.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass manch
einer ein ganz anderes Buch gelesen hat als ich.
Fazit: 30 Prozent und den Langweil-Wälzer
schnell auf dem Dachstuhl verstecken

10.06.2005 15:41:00
Hartmut Hein

Müssen Romane eigentlich und ihre Charaktere eigentlich immer "realistisch" wirken, wie auch T. Kürten meint? Ist der Trick bei Kirino nicht, daß Realität sich vielleicht ganz anders \'abspielt\' in den Perspektiven der Figuren, als wir überhaupt nachvollziehen können? Insofern ist Satake eine großartige Figur, ebenso Masako, die man einfach nicht "versteht" (wer\'s behauptet, konstruiert sich die Kontexte, z.B. soziale Hintergründe, ja zunächst selbst zusammen). "Irreal" wäre für diese beiden aber auch ein falscher Begriff - Maßstäbe gehen verloren. Das haben Autorin und Übersetzerin (die vielleicht mal eine Stilblüte produziert, aber m.E. in der wohl im Deutschen notwendigen "Nachdichtung" gute Arbeit geleistet hat) offenbar auch intendiert: Die Auseinandersetzung mit den Figuren, mit moralischen Wertungen findet beim Leser statt. Insofern: (Post-)Modern erzählt, näher an Murakami als an Mankell, noch dazu spannend, Anleihen beim polyperspektivischen Erzählen und Kino (Kurosawa) - empfehlenswert!

07.06.2005 21:09:52
Gerhard Pelzmann, Graz

Ein äusserst aussergewöhnliches und spannendes Buch - mein Lieblingskrimi.

Ein Schritt ergibt den Nächsten, eine scheinbar logische Konsequenz der Ereignisse - wie eine Kugel, die ins Rollen kommt, eine Schneeflocke, die als Lawine alles ihr im Weg stehende vernichtet. -

Unverständlich für jemanden, der diese Schritte nicht nachvollzieht.

Der Roman lebt auch von der Unverbrauchtheit der Menschen und Örtlichkeit. Ich kenne nur zwei andere Krimis, die in Japan spielen.

Ich hoffe, es gibt bald ein neues!

Das mir das Buch sehr gut gefallen hat, kann man auch daran sehen, dass ich diese Zeilen ca. 1,5 Jahre nach der Lektüre schreibe.

24.05.2005 14:28:41
Ulrike

Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Die Tat rückt in den Hintergrund, es ist vielmehr eine gelungene Charakterstudie der handelnden Personen, die psychologisch sehr gut dargestellt werden.
Es gibt keine Hauptperson, jede Person wird sehr detailiert beschrieben, mit all ihren Schwächen, Problemen und auch dunklen Seiten.
Total interessant fand ich auch die Einblicke in die japanische Gesellschaft.

08.04.2005 12:17:31
B.Neumann

Schwer enttäuscht von einem hochgelobten Krimi, der mit 35 Bewertungen immerhin bei 93 GRAD eine ziemlich heiße Sache zu werden schien!
Kann Anja S. nur beipflichten, was den Stil betrifft: äußerst schwache Dialoge in einer dürftigen Sprache, die das Weiterlesen zur Arbeit werden ließen. Nach 150 Seiten, als eine nochmalige, detaillierte Beschreibung der Tranchierarbeit der befremdenden Amateurmetzgerinnen erfolgte, kam das endgültige AUS und die Eingliederung in den eBay-Bücherstapel.
Spekuliere einfach mal, das dieser Frauenclan bei einer der nächsten beschriebenen Nachschichten die tiefgefrorenen japanischen fastfood-Produkte mit absonderlichen Nahrungsergänzungsmitteln aufstocken werden...
Na dann guten Appetit!
(Ist sich Frau Kirino eigentlich im Klaren, das bei weltweiter Popularisierung ihres Buches ein Exporteinbruch japanischer fastfood-Produkte möglich wäre? VORSICHT!: Yakuza!!!)
Aber großartig ist (wie schon bei K. Ablows "Psychopath") die Einbandentwurfsgestaltung vom Design Team München.

FAZIT: 34 Grad und keine weiteren Kommentare

P.S.: als Nächstes ein zufälliger Insider-Tip aus dem Krimi-Couch-Forum: Bill Fitzhugh\'s "Der Kammerjäger" - mal was Lustiges nach so viel geballter Brutalität - LESEN WIR MAL!!

22.03.2005 08:47:58
vayu

ein wirklich sehr spannendes buch!!! ich lese es gerade auf englisch, kann auch kaum aufhören und nutze jede freie minute.......aber die deutsche übersetzung scheint nicht so toll zu sein. schade, -- ich kann nur jedem, der genug englisch kann, empfehlen, es in englisch zu lesen, ES LOHNT SICH !

28.02.2005 08:10:57
Pascal

Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Die Story schwankt zwischen rabenschwarzer Satire, beklemmender Milieustudie und atemberaubendem Krimi. Trotz der 600 Seiten wurde das Buch nie langweilig. Sehr interessant auch die verschiedenen Perspektiven.

Das letzte Kapitel war leider zu "gewöhnlich" für dieses tolle Buch, aber trotzdem ein wahrer Anwerter für den Jahresblitz.

13.02.2005 22:11:42
Konrad

Aus Japan kannte ich bisher nur Bücher des Weltklasseautors Haruki Murakami. Natsuo Kirino ist eine unglaublich begabte Autorin, die es fertig bringt, mit ihrer Erzählweise den Leser völlig in den Bann zu ziehen. Ein ungewöhnliches, enorm spannendes Buch. Macht Lust auf mehr!

26.01.2005 15:18:11
Annette

Das Buch ist sehr spannend, aber entweder schlecht geschrieben oder schlecht übersetzt.
Beispiel :
"Es machte ratsch und ihr Geduldsfaden riß...."
-oder-
"Er foppte den
Hund mit seiner Schuhspitze."
Es gibt noch jede Menge ähnliche
literarische
Ausrutscher. Und das muss ich mir nicht antun .

22.01.2005 18:30:16
Cornelia Wildner

habe schon über die Hälfte gelesen und bin kaum in der Lage, as Buch wegzulegen. Es ist das beste und spannendeste Buch, das ich gelesen habe.
Hoffentlich kommen noch mehr Bücher von der Autorin bald auf den Markt.

29.09.2004 16:03:03
Anja S.

Dieses Buch ist sehr spannend, aber auch sehr deprimierend (die desolaten Lebensumstaende aller auftretenden Personen). Waehrend ich noch nachvollziehen konnte, warum Yayoi ihren Mann toetet, habe ich doch etwas Schwierigkeiten gehabt, den "Zerstueckelungsservice" zu verstehen, aber vielleicht ist Masako Katori eine so der Welt entfremdete Person, dass sie diesem zugestimmt hat... Yoshie\'s Beteiligung fuer Geld ist da schon eher verstaendlich.

25.08.2004 00:48:01
Margret Eckstein

Es stimmt. Ich habe schon in dem Sinne schon alles durch - von Joy Fielding bis Higgins Clark etc. Aber so etwas habe ich noch nie gelesen und beim Lesen durchge- macht. Es war dermaßen faszinierend, dass es mir im immer noch im Kopf herum-schwirrt. Das letzte Mal, wo ich so voll drauf war, ist den Büchern von D. Brown zuzuschreiben. Natürlich weichen die Inhalte dieser Bücher total von \'Umarmung des Todes\' ab - trotzdem haben mich diese Bücher auch eingenommen. Nur - bei diesen über 600seitigen so genannten Krimi habe ich echt einen ganzen Tag im Bett verbracht - ich kam von dem Lesestoff überhaupt nicht mehr los. Wie da akribisch und detailgetreu die Entsorgung beschrieben wird - anfangs noch emotionsbeladen, nach der Gewöhnung eben wie Fließbandarbeit.
Im Juni habe ich das Buch in 2 Tagen gelesen und noch immer bin ich voll drin und schwärme immer noch meinen Bekannten und Freunden von diesem Buch vor: keiner versteht es. Aber vielleicht wird sich doch einer von jenen mal den Titel merken. Seltsam finde ich nur, dass, wenn ich erkläre, dass es sich um eine japanische Autorin handelt, sofort ein Rückzieher gemacht wird. Man sieht es an den Gesten, an der Mimik etc. Verstehen würde ich es eventuell, wenn das Buchprodukt aus China kommen würde (Tierschutz etc.), aber so?

Nun gut, auf jeden Fall war das Buch aufregend, ergreifend und unvergessen -

M. E.

15.07.2004 08:44:59
Chrissy

Als ich den Klappentext las, dachte ich: Schon wieder so ein ödes Frauenbuch. Da ich aber kein anderes "Lesefutter" zur Hand hatte, habe ich doch angefangen zu lesen. Und ich muß ganz ehrlich sagen, dass es mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Ich bin selten von einem Buch so positiv überrascht worden!

24.06.2004 18:08:16
Big

Dieses Buch ist absolut Genial !!! ich konnte mich garnicht mehr davon los reissen ! und bei einem schließe ich mich an: Die Umarmung des Todes geht unter die Haut.

14.06.2004 15:28:42
angelika

Ungewöhnlicher Krimi. Atmosphärisch dicht, streckenweise sehr düster und deprimierend hat das Buch auf mich eine absolute Sogwirkung beim Lesen gehabt, so dass ich mal wieder für meine Umgebung kaum ansprechbar war.Vor allem die Figur der Masako Katori hat mich gepackt und lange nicht mehr losgelassen.

26.05.2004 18:01:04
W. Riemke

Der Roman ist interessant, spannend und geht stellenweise so unter die Haut, dass man ihn wohl nie vergessen wird.

28.03.2004 17:15:54
Ukyo Kamimura

Ohayou!
Ich lese das Buch gerade und muss sagen das es wirklich sehr gut und interessant geschrieben ist!Am liebsten will ich garnicht mehr aufhören zu lesen! Ein wirklich gelungenes Werk!
yoroshiku,
ya Kami-chan

28.08.2003 14:39:48
Kira Rehwald

konnichiwa....
das buch ist einfach gut vor allem lieb ich solche dicken Krimis

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

Lies die Geschichte, erkunde den Tatort und bringe Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Kriminalfall. Welche Auffälligkeiten bringen die Ermittlungen voran? Welches Indiz überführt den Täter? BEHIND THE DOOR ist der unterhaltsame und interaktive Rätselspaß auf Krimi-Couch.de.

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