Magritte und Georgette machen Ferien

  • Eisele
  • Erschienen: April 2026
  • 0
Magritte und Georgette machen Ferien
Magritte und Georgette machen Ferien
Wertung wird geladen
Monika Wenger
78°1001

Krimi-Couch Rezension vonAug 2026

Witzige und unbekümmerte Nachforschungen mit belgischem Charme.

Die Autorin Nadine Monfils ist eine grosse Bewunderin des belgischen Surrealisten René Magritte. Der Maler ist für sein schrulliges Wesen und seine Vorliebe für Detektivgeschichten bekannt. Diese Charaktereigenschaften dienen Monfils als Grundlage für ihre witzigen und bizarren Geschichten, in denen Magritte und seine Frau Georgette die Hauptrolle spielen.

Keineswegs beschaulich

Die Magrittes freuen sich auf ihren Urlaub in Knokke-le-Zoute an der belgischen Nordseeküste. Sie erhoffen sich ruhige und beschauliche Tage am Meer. Spaziergänge mit ihrem Hund Loulou sollen ihnen die gewünschte Entspannung bringen. Doch während eines gemütlichen Ausflugs dem Strand entlang findet Loulou bei den Wellenbrechern die Leiche von Roger Doorman. Er war Magrittes Zimmernachbar im Hôtel de la Plage, in dem sie abgestiegen sind. Magritte hat ihn nicht gemocht.

„Irgendetwas stimmte mit dem Kerl nicht. Der Gesang passte nicht zum Federkleid. Wie in dem Märchen mit dem Frosch, der wie eine Kuh aussehen will.“

Für die örtliche Polizei sieht es wie ein Unfall aus. Doch Magritte und Georgette finden Hinweise, die auf Mord schliessen lassen. Sie beginnen, auf ihre eigene unbekümmerte, aber effiziente Art Nachforschungen anzustellen.   

Porträt eines Künstlers

Es ist diese leichte Unbekümmertheit im Erzählstil, die so einnehmend ist. Alles wirkt zugleich surreal und spritzig. Besonders interessant sind die Verknüpfungen mit Magrittes Bildern und seinen Charaktereigenschaften. Seine Gedanken schaffen eine Beziehung zu seinen berühmten Gemälden. Und immer wieder lässt die Autorin Bemerkungen zu weiteren berühmten Persönlichkeiten einfliessen, die in Magrittes Leben eine Rolle spielen. Das hat eine besondere Wirkung auf die Handlung, genauso, wie die witzigen Dialoge. Nadine Monfils weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem Roman nicht um eine Biografie handelt. Sie verbindet das Wissen über den belgischen Surrealisten bewusst mit einer amüsanten Detektivgeschichte und schafft damit ein liebevolles Porträt.

Fazit

Dieser Krimi ist eine erfrischende Abwechslung. Die Mischung aus belgischer Lebensart, der Begeisterung für René Magritte und einfacher Detektivarbeit hat etwas Besonderes. Der Roman ist leicht zu lesen und lässt bestimmt keine Langeweile aufkommen. Wer schrullig-humorvolle Geschichten mag, ist mit diesem Buch gut bedient.

Magritte und Georgette machen Ferien

Nadine Monfils, Eisele

Magritte und Georgette machen Ferien

Ähnliche Bücher:

Deine Meinung zu »Magritte und Georgette machen Ferien«

Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer und respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Bitte Spoiler zum Inhalt vermeiden oder zumindest als solche deutlich in Deinem Kommentar kennzeichnen. Vielen Dank!

Letzte Kommentare:
Loading
Loading
Letzte Kommentare:
Loading
Loading

Dr. Drewnioks
mörderische Schattenseiten

Krimi-Couch Redakteur Dr. Michael Drewniok öffnet sein privates Bücherarchiv, das mittlerweile 11.000 Bände umfasst. Kommen Sie mit auf eine spannende und amüsante kleine Zeitreise, die mit viel nostalgischem Charme, skurrilen und amüsanten Anekdoten aufwartet. Willkommen bei „Dr. Drewnioks mörderische Schattenseiten“.

mehr erfahren