Magritte und Georgette machen Ferien
- Eisele
- Erschienen: April 2026
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Witzige und unbekümmerte Nachforschungen mit belgischem Charme.
Die Autorin Nadine Monfils ist eine grosse Bewunderin des belgischen Surrealisten René Magritte. Der Maler ist für sein schrulliges Wesen und seine Vorliebe für Detektivgeschichten bekannt. Diese Charaktereigenschaften dienen Monfils als Grundlage für ihre witzigen und bizarren Geschichten, in denen Magritte und seine Frau Georgette die Hauptrolle spielen.
Keineswegs beschaulich
Die Magrittes freuen sich auf ihren Urlaub in Knokke-le-Zoute an der belgischen Nordseeküste. Sie erhoffen sich ruhige und beschauliche Tage am Meer. Spaziergänge mit ihrem Hund Loulou sollen ihnen die gewünschte Entspannung bringen. Doch während eines gemütlichen Ausflugs dem Strand entlang findet Loulou bei den Wellenbrechern die Leiche von Roger Doorman. Er war Magrittes Zimmernachbar im Hôtel de la Plage, in dem sie abgestiegen sind. Magritte hat ihn nicht gemocht.
„Irgendetwas stimmte mit dem Kerl nicht. Der Gesang passte nicht zum Federkleid. Wie in dem Märchen mit dem Frosch, der wie eine Kuh aussehen will.“
Für die örtliche Polizei sieht es wie ein Unfall aus. Doch Magritte und Georgette finden Hinweise, die auf Mord schliessen lassen. Sie beginnen, auf ihre eigene unbekümmerte, aber effiziente Art Nachforschungen anzustellen.
Porträt eines Künstlers
Es ist diese leichte Unbekümmertheit im Erzählstil, die so einnehmend ist. Alles wirkt zugleich surreal und spritzig. Besonders interessant sind die Verknüpfungen mit Magrittes Bildern und seinen Charaktereigenschaften. Seine Gedanken schaffen eine Beziehung zu seinen berühmten Gemälden. Und immer wieder lässt die Autorin Bemerkungen zu weiteren berühmten Persönlichkeiten einfliessen, die in Magrittes Leben eine Rolle spielen. Das hat eine besondere Wirkung auf die Handlung, genauso, wie die witzigen Dialoge. Nadine Monfils weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem Roman nicht um eine Biografie handelt. Sie verbindet das Wissen über den belgischen Surrealisten bewusst mit einer amüsanten Detektivgeschichte und schafft damit ein liebevolles Porträt.
Fazit
Dieser Krimi ist eine erfrischende Abwechslung. Die Mischung aus belgischer Lebensart, der Begeisterung für René Magritte und einfacher Detektivarbeit hat etwas Besonderes. Der Roman ist leicht zu lesen und lässt bestimmt keine Langeweile aufkommen. Wer schrullig-humorvolle Geschichten mag, ist mit diesem Buch gut bedient.

Nadine Monfils, Eisele

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