Düster (Die Fälle von Ex-Kommissar Stahl 2)

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  • Erschienen: August 2026
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Krimi-Couch Rezension vonOkt 2026

Ein neuer Fall für Ex-Kommissar Hans J. Stahl.

Nach seinem letzten Fall in Katzenbrunn hat sich der ehemalige Kommissar Hans J. Stahl dort mit seiner neuen Lebensgefährtin, der dort lebenden Wirtin Geli, eigentlich endgültig zur Ruhe gesetzt. Das Leben könnte für ihn eigentlich nicht schöner sein. Dann beginnt Geli ihn aber zu einem Urlaub zu drängen, was überhaupt nichts für Ex-Kommissar Stahl ist. Er ist froh in Katzenbrunn bei ihr zu sein. Mehr benötigt er nicht. Dann erreicht ihn aber ein Anruf aus dem Luxushotel „Seebad Palais“ auf der Nordseeinsel Liekenoog.

Am Apparat ist Hoteldirektorin Jensen. Diese hat viel über den ehemaligen Kommissar in den Zeitungen gelesen und möchte ihn nun für die Suche nach einer seit einigen Tagen vermissten jungen Frau engagieren. Ihre Kellnerin Elise ist seit einer Lesung des berühmten Autors Robert Wagner verschwunden. Dieser gastiert einige Zeit in ihrem Hotel und liest nicht nur aus seinen bekannten „Juliette“ Romanen, sondern nutzt dort scheinbar auch die kreative Energie für sein neues Schaffenswerk. Elise wurde das letzte Mal kurz nach der letzten Lesung gesehen und ist seitdem spurlos verschwunden. Leider ist der ortsansässige Polizist mit dem Fall ein wenig überfordert und daher benötigt sie nun seine Hilfe.

Ein brutaler Serienkiller auf einer netten Urlaubsinsel

Hans J. Stahl nutzt diese Gelegenheit um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Er kann wieder ermitteln und für Geli springt ein Urlaub im Luxushotel dabei heraus. Also nimmt er den Fall an und schon kurz darauf befinden sich Hans und Geli auf der Reise nach Liekenoog. Doch schon bei der Anreise geht der Plan von Hans nicht mehr so ganz auf, denn Geli flirtet vor seinen Augen mit einem erfolgreichen Schokoladenhersteller, der ein Stammgast im „Seebad Palais“ ist.

Kurz nach ihrem Ankommen stellt sich die Vermutung von Hans J. Stahl, dass die Vermisste schon lange tot ist, als traurige Wahrheit heraus. Ihre Leiche wurde vom Leuchtturmwärter am Fuße von eben genau diesem gefunden. Verstörender als die Leiche an sich, war aber ihr Zustand. Sie wurde nackt dort platziert und man hatte ihr ein Auge ausgestochen. Stahl vermutet schlimmes, denn so eine Tat deutet nicht auf einen Gelegenheitsmörder hin, sondern eher auf einen Serientäter.

So beginnen Stahl und sein junger Kollege Jochen Böhm mit ihren Ermittlungen, um den Mörder hinter dieser schrecklichen Tat zu finden. Vor allem die Obduktion der jungen Frau stellt sich als große Herausforderung für den jungen Kommissar Böhm dar, der in seinem ganzen bisherigen Leben noch nie so engen Kontakt zu einer Leiche hatte. Während die Ermittlungen der beiden auf der Stelle treten, geschieht der nächste bestialische Mord an einer weiteren jungen Frau nach dem gleichen Schema. Der Urlaub scheint hin und während Geli sich ihre Zeit mit dem Schokoladenhersteller vertreibt, decken Hans J. Stahl und Jochen Böhm eines der größten Geheimnisse dieser beschaulichen Nordseeinsel auf.

Ivar Leon Menger setzt die kriminalistischen Abenteuer des Ex-Kommissars Hans J. Stahl fort

Der Sommer ist vorbei, die Abende werden länger, die Menschen verbringen wieder mehr Zeit mit dem Lesen und so bietet es sich natürlich an, dass der Darmstädter Autor Ivar Leon Menger sein nächstes Buch veröffentlicht. Dieses ist nun schon der fünfte Krimi des „Menger“ Kosmos und spielt zeitlich ein wenig nach den Ereignissen seines Bestsellers „Finster“.

Um diese wirklich „düstere“ Geschichte zu erzählen, erlaubt Menger seinen in „Finster“ eingeführten Figuren noch eine weitere Runde. Doch man sollte nicht annehmen, dass es sich um einen schnöden zweiten Teil mit einem ähnlichen Plott handelt. Menger hat seine beiden Hauptfiguren genommen, auf eine fiktive Nordseeinsel gesetzt, neue verdächtige Nebenfiguren erfunden, einen bisher unbekannten Serienmörder dazu gepackt und schon ist das Setting für eine weitere spannende Thrillergeschichte mit dem Flair der 1980er Jahre komplett.

Das Einzige, was sich hier wirklich durch die Geschichte zieht, sind die beiden Hauptfiguren Hans und Geli, die Juliette Romane, die auch Einzug in Mengers andere Geschichten gefunden haben, die verschiedenen Protagonisten in den jeweiligen Kapiteln sowie die falschen Fährten und die nervenaufreibenden Cliffhanger am Ende der jeweiligen Kapitel. Auch in „Düster“ gelingt es Menger wieder, uns Leser an der Nase herumzuführen. Falsche Hinweise werden gestreut, fast alle Namen könnten Bezug zu der Figur aus einer Handlung im Buch haben, die in der Vergangenheit liegt und einen Hinweis auf den Täter gibt - und irgendwie scheint nichts wirklich zusammen zu passen.

Ivar Leon Menger gelingt es abermals, uns Leser bei der Stange zu halten; denn mit seiner neuen Geschichte beleuchtet er wieder einen Abgrund der menschlichen Erziehung. Was wäre, wenn man nicht behütet in einem guten Umfeld aufwächst? Natürlich ist das nicht die Erklärung für alles Böse auf der Welt, hat aber in dieser Geschichte wenigstens für einen unfassbar brutalen Serienkiller gesorgt.

Auch wenn das Thema eher (im wahrsten Sinne des Wortes) „Düster“ ist, schafft es Menger abermals, in diesem unbeschwerten Erzählton von den Schrecken zu berichten. Dazu kommen noch die vielen kleinen oder auch großen Anspielungen auf die 1980er Jahre, die man als Kind genau dieser Epoche alle verstehen und in Erinnerungen schwelgen kann. An manch einer Stelle habe ich auch gedacht „Ach ja, das gab es ja damals auch…“. Doch nicht falsch verstehen: „Düster“ ist kein billiger „Stranger Things“ Abklatsch, bei dem man auf die Welle der 80er Jahre Retro Mystery Erzählungen aufspringen möchte, sondern ein harter Thriller, der halt in dieser Epoche angesiedelt ist. Menger ist halt auch in dieser Zeit groß geworden und bietet mit dieser Geschichte wieder einmal eine nette Reise in seine Vergangenheit.

Fazit

Mit „Düster“ hat Ivar Leon Menger mich erneut passend abgeholt. Die Handlung war kurzweilig, aber durch die Cliffhanger am Ende der Kapitel ziemlich spannend gemacht. „Düster“ ist ein gu

Düster (Die Fälle von Ex-Kommissar Stahl 2)

Ivar Leon Menger, dtv

Düster (Die Fälle von Ex-Kommissar Stahl 2)

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