Das Gold des Mayani

Erschienen: Januar 2000

Bibliographische Angaben

  • Gallup: Buffalo Medicine Books, 1995, Titel: 'The Gold of Mayani', Originalsprache
  • München: Goldmann, 2000, Seiten: 282, Übersetzt: Gunnar Kwisinski

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Andrew M'butu, Polizeibeamter in Kenia, ist so warmherzig wie starrköpfig. Er besitzt keine Waffe, fährt in einem klapprigen Motorrad zu seinen Einsätzen und läßt sich von seinen Vorgesetzten nicht einschüchtern. Mit Charme, Witz und der Hilfe seines kinoverrückten Assistenten, der sich gelegentlich für Steve McQueen hält, löst er rätselhafte Todesfälle. In den sechs Geschichten wird die Natur Afrikas lebendig, deren Magie und Schönheit Satterthwait brillant beschwört.

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Letzte Kommentare:
15.11.2010 17:57:59
tassieteufel

Egal was man von Walter Satterthwait liest, es macht Spaß! Zwar reicht "Das Gold des Mayani" keineswegs an den den tiegründigen Humor von Miss Lizzy , oder die rethorischen Höhenflüge humorvoller Art von Oskar Wilde im Wilden Westen heran, doch auch bei den 6 Kurzkrimis um Sergeant Andrew M`butu von der kenianischen Polizei, merkt man, daß der Autor weiß wovon er schreibt. Mit viel Kenntnis und Liebe zu Land und Leuten hat der Autor hier seine Charaktere in Szene gesetzt. Herrlich der trockene Humor von Sergeant M`butu, gelungen auch der indische Arzt Dr. Murmajee, der am liebsten Europäer obduziert oder Constable Kobari, der eine Schwäche für Actionfilme hat und sich gelegentlich für Steve McQueen hält oder der arrogante, selbstgefällige Cadet Inspektor Moi vom CID bei dem man sich ständig fragt, ob nun seine Dummheit oder die ständig wechselnde Farbe seiner pastellfarbenen Safarianzüge schlimmer ist.
Alle Geschichten sind geprägt vom Misstrauen und Unverständnis zwischen Europäern und Afrikanern, dabei nimmt M`butu wieder eine Sonderstellung ein, zwar ist er Kenianer, stammt aber vom Stamm der Giriama ab und nicht wie die meisten Polizisten von den Kikuyu, daher ist seine Sicht der Dinge meist etwas anders. Der Aufbau der Geschichten folgt dem klassischen Muster: ein unbekannter Toter, kein erkennbares Motiv und somit auch kein Verdächtiger. Der Sergeant und sein Constable ermitteln meist gegen den Widerstand von Vorgesetzten und
präsentieren dann eine überraschende Auflösung. Miträsteln ist hier also unmöglich. Trotzdem haben die Geschichten einen ganz eigenen Reiz, denn sie vermitteln viel Lokalkolorit und die Eindrücke des Autors, der dort selbt eine Zeit gelebt hat.

Fazit: wunderbar gelungen gezeichnete Charaktere und viel afrikanisches Flair verleihen den Kurzkrimis viel Charme und zeichnen ein gelungenes Bild von Kenia.