STARCK und die zweite Frau

  • Maximum Langwedel
  • Erschienen: November 2025
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Monika Wenger
82°1001

Krimi-Couch Rezension vonJan 2026

Temporeich, klug und empathisch. Die unkonventionelle Jagd eines Ex-Staatsanwalts.

Der zweite Band der Trilogie um Andreas Starck setzt direkt nach den Ereignissen des ersten Teils ein: Vier Wochen Freiheit nach fünf Jahren Gefängnis – für den zu Unrecht verurteilten Staatsanwalt beginnt jetzt der eigentliche Kampf.

Freund oder Feind?

Vier Wochen sind seit Starcks Haftentlassung vergangen. Er ist wieder bei seiner Mutter eingezogen und arbeitet nun in einer Waschstrasse. Die Bewährungshelferin hat ihm diesen Job vermittelt, um seine soziale Eingliederung zu gewährleisten. Doch Starcks einziges Ziel ist es, seine damaligen Widersacher aufzuspüren und seine Unschuld zu beweisen. Nachdem er vor fünf Jahren Opfer einer Verschwörung geworden ist, hat er den Glauben an das Rechtssystem verloren. Sein Kampfgeist ist jedoch ungebrochen.

Im Gefängnis hat sich zwischen ihm und dem Kriminellen Duncan eine Freundschaft entwickelt. Mit dessen Hilfe findet Starck Kontakt zur Hackerin und Diebin Vanessa Conrad. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wer für ihn ein Bitcoin-Wallet angelegt und Geld darauf transferiert hat. Das Bitcoin-Wallet war der eigentliche Grund, aber auch das Zeichen, dass der ehemalige Staatsanwalt einigen Leuten mit seinen Untersuchungen gefährlich nahegekommen ist.

Starcks Ziel ist es, die Identität und die Machenschaften des Mafiabosses mit dem Pseudonym «Onkel Pablo» aufzudecken. Dieser ist der Strippenzieher im Hintergrund, der für Starcks persönliche Tragödien verantwortlich ist.

Unterstützung erhalten Starck und Vanessa vom Investigativjournalisten Tom Finder. Je tiefer die drei graben, desto riskanter wird es. Sie brauchen dringend weitere Unterstützung. Doch in diesem Netz aus Korruption wird es schwer zu unterscheiden, wem man trauen kann.

Eine gefährliche Mission

Für Andreas Starck und sein ungewöhnliches Team ist es ein gewagtes Unterfangen. Christian Jaschinski zieht alle Register, damit sein Protagonist endlich rehabilitiert wird. Die Lesenden erleben jeden Schritt der nervenaufreibenden Suche mit. Die Spannung entsteht durch die rasanten Szenenwechsel, die immer wieder neue Perspektiven und Erkenntnisse bieten. Zusätzlich legt der Autor fortwährend falsche Fährten, was für Überraschungen sorgt.

Neben der anschaulichen Einführung in die Welt der Kryptowährung erhält man auch Einblicke in die polizeiliche Zusammenarbeit. Doch der Fokus des Thrillers liegt auf der stetig wachsenden Gemeinschaft rund um Andreas Starck. Damit zeigt Jaschinski, wie wichtig Vertrauen und echte Freundschaft im Leben sind. Erfrischende und humorvolle Dialoge runden das Ganze ab.

«Sie war eine Frau, die in Lösungsstrukturen und äusserst zielorientiert dachte. Also quasi das Gegenteil von dem, was Politiker taten. Was die Frage aufwarf, wofür man die eigentlich brauchte.»

Fazit

Ein fesselnder Thriller, der durch sein Tempo und die klugen Szenenwechsel eine nervenaufreibende Spannung erzeugt. Genauso wichtig sind die positiven zwischenmenschlichen Begegnungen, die Wärme und Anteilnahme vermitteln. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Auch ohne Kenntnis des ersten Bands ein Lesegenuss – wer danach mehr will, kann Starcks Geschichte von Anfang an und weiter entdecken.

STARCK und die zweite Frau

Christian Jaschinski, Maximum Langwedel

STARCK und die zweite Frau

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