Wer war Jack the Ripper

  • Autor:
  • Verlag: Hoffmann & Campe

Erschienen: Januar 2002

Bibliographische Angaben

  • Hamburg: Hoffmann & Campe, 2002, Seiten: 414

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Michael Drewniok
Eine Menge Hochmut plus Sendungsbewusstsein

Buch-Rezension von Michael Drewniok Jul 2003

Er ist nicht einmal der schlimmste unter den historischen Serienmördern und im Vergleich zu den meisten modernen Nachfahren geradezu ein Waisenknabe gewesen. Aber er war auf seine Art tüchtig, trieb sein Unwesen in malerischer Kulisse, wurde niemals erwischt und war vor allem mit einem ausgeprägten Sinn für Selbstmarktung begabt: Jack the Ripper, der Schrecken des Londoner Elendsviertels West End, der im Sommer und Herbst des Jahres 1888 mindestens fünf Prostituierte nicht nur ermordete, sondern schlachtete und in Stücke schnetzelte, sich seiner Taten höhnisch brüstete, von der Polizei gejagt wurde und spurlos verschwand, wie er gekommen war - ein Jahrhunderträtsel, für das in den seither verstrichenen Jahrzehnten Generationen von Sensationsjournalisten in Sauregurkenzeiten ausgesprochen dankbar waren.

Bzw. sind, denn hier haben wir die aktuelle Version der Ripperforschung vor uns, ein Werk, das sich nicht nur deshalb schwer übersehen lässt, weil es mit multimedialem Donnergetöse unter die zwangsfaszinierte Leserschaft geworfen wird. Es wurde nämlich außerdem von St. Patricia Cornwell verfasst, der Schutzheiligen der Literatur-, Film- und Fernseh-Pathologen, die mit ihrer kriminalistisch inzwischen weltweit tätigen Skalpell- Detektivin Kay Scarpetta seit vielen Jahren ein Millionenpublikum in den Bann zieht.

Da Cornwell selbst vom Fach und außerdem erfolgreich ist, muss sie wohl mehr von der Materie verstehen als ihre eher schweigsamen Kolleginnen und Kollegen am Seziertisch. Ergo klingt es für den "True Crime"-geschulten Zeitgenossen ("Mit RTL2 auf der Kadaver- Farm des FBI!") logisch, dass ihrer Heldin tatsächlich gelang, woran bisher viele hohle und einige kluge Köpfe gescheitert waren.

Also: Jack the Ripper ist - ein Deutscher; man könnte ihn auch als Münchner in der Hölle bezeichnen, denn dort wurde Cornwells Mörderschwein (und diese Bezeichnung wird hier mit später noch zu erläuternder Absichtlichkeit benutzt) Walter Richard Sickert 1860 geboren. Später wanderte er mit seiner Familie nach England aus, nahm aber seine teutonische Lust an Demütigung und Gewalt mit unter die ahnungslosen Angelsachsen. Durch eine fiese Laune der Natur zudem zwischen den Beinen mit einem funktionsuntüchtigen Gemächt geschlagen, begann sich dieser Sickert nach Cornwell irgendwann in den 1880er Jahren an den Frauen dieser Welt, die er nicht "haben" konnte, zu "rächen", indem er sie reihenweise und voll des Zorns zerpuzzelte.

Weil Sickert dämonisch schlau und die Polizei ziemlich dämlich war, schlüpfte er der Gerechtigkeit mordend durch die Maschen und starb mit 81 Jahren friedlich im Bett - jedenfalls galt dies, bis Patricia Cornwell, die Rachegöttin der geschundenen Menschenkreatur, auf der Bildfläche erschien. Mit viel Geld, Ehrgeiz und Vorurteilen stürzte sie sich auf das Ripper-Rätsel, und bald war klar, dass sie nicht ruhen würde, bis die Maske gefallen wäre, koste es was es wolle - Geld oder Glaubwürdigkeit.

Ein Heer cornwellscher Mit-Forscher ergoss sich über die westliche Welt, um Archive und Bibliotheken auf den Kopf zu stellen, Sickert-Gemälde, Briefe und sogar seinen Schreibtisch zu kaufen. (Es hätte sich ja ein Geheimfach öffnen und ein Geständnis herausfallen können.) Anderthalb Jahre ließ Cornwell bienenfleißig untersuchen, brüchige Briefmarken von uralten Briefumschlägen hebeln, um Ripper-Spucke auf DNA-Brocken zu sichten, ein Sickert-Gemälde auseinandernehmen, heuerte Pathologen, Genealogen und Archäologen an - und verglich vor allem Fotografien, Zeichnungen, Papiere und Wasserzeichen, bis sich nicht nur ihr der Kopf drehte. Siehe da, die Indizien häuften sich dafür, dass Sickert tatsächlich Jack the Ripper war!

Nur zu echten Beweisen wollen sie sich leider nicht formen lassen. Anscheinend brachte es Cornwell nicht über sich einzugestehen, dass die Behauptung "Case closed" eine arge Übertreibung - höflich ausgedrückt - ist. Aber wie sie uns in einem (erschütternd schlecht in Szene gesetzten) "Warum ich das tue"-Erinnerungs-Kapitel informiert, ist sie felsenfest davon überzeugt, dass Sickert 1) der Ripper ist und 2) ein Monstrum, ein Tier, ein Unhold, der endlich zur Strecke gebracht werden muss. Letzteres drückt sie etwas (aber nicht sehr) zurückhaltender aus. Es entstand freilich der Verdacht, dass sie schon recht früh an Sickerts Schuld glaubte. Ab diesem Zeitpunkt scheint sie alle Beweise in ihr bereits gefügtes Bild integriert zu haben.

Sogar der kriminalistische Laie merkt, dass sehr oft etwas faul ist an Cornwells Argumentation. Indiz wird auf Indiz getürmt. Vieles überzeugt; so ist es durchaus möglich, dass Sickert, der wohl in der Tat kein liebenswerter Zeitgenosse war, einige Ripper-Briefe verfasste, um sich an der dadurch hervorgerufenen Verwirrung zu ergötzen. Doch Cornwell behauptet nicht mehr und nicht weniger, dass die archivierten Ripper-Mails, Hunderte an der Zahl, so gut wie sämtlich von Sickert geschrieben, gepinselt, gemalt oder sogar per Flaschenpost verschickt wurden. Doch sie verschweigt, dass es weitaus mehr "Bekennerpost" als die von ihr postulierten 211 Ripper-Schreiben gab - und die stammten garantiert nicht ebenfalls von Jack und/oder Sickert!

Fast zwanghaft stellt Cornwell Vergleiche zwischen den Zeichnungen des Rippers (Jawohl, Jack hat sich künstlerisch betätigt!) und des Künstlers Sickert an. Für die deutsche Ausgabe haben dessen Nachkommen eine fotografische Wiedergabe untersagt. Die Zeichnungen durften abgedruckt werden. Sie verdeutlichen, was die Gemälde wohl unterstrichen hätten: Die von Cornwell behaupteten stilistischen Übereinstimmungen können einfach nicht überzeugen, selbst wenn die von ihr beauftragten Spezialisten ihrer Auftraggeberin erzählten, was diese hören wollte.

Noch weniger gilt dies für die Analyse des Sickertschen Motivschatzes. Frauenhass und psychopathische Mordlust quillt da nach Cornwell aus jedem Pinselstrich. Das ist einfach grotesk, besonders wenn man es im Gesamtzusammenhang sieht: Walter Sickert ist für Patricia Cornwell das Böse schlechthin. Jede Sekunde seines Daseins hat er nach ihrer Überzeugung danach getrachtet zu tücken, zu lügen und zu morden. Dabei ist es ihm mehr als ein halbes Jahrhundert gelungen, die bestrebte, aber beschränkte Polizei zu foppen und nicht nur weiter zu morden, sondern Myriaden kaum verhohlener Hinweise auf seine Untaten zu streuen, welche leider vor Patricia Cornwell & Team leider niemals bemerkt wurden.

Nein, so funktioniert es nicht. Cornwell ist in mehr als einer Beziehung über ihr Ziel hinausgeschossen. "Wer war Jack the Ripper" hat nicht grundlos ordentlich Gegenwind erfahren. Davon erfahren wir von der Autorin freilich nichts. Sie verfügt über das Glück der Tüchtigen bzw. Prominenten: Es klingt zunächst so überzeugend, was sie schreibt. Wer kennt dagegen schon die Einwände eines Prof. Dr. Klaus Bartels von der Universität Hamburg, der unter http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/bartels3.html recht überzeugend gegen Cornwell argumentiert und dabei einige unschöne mögliche Wahrheiten äußert? Am Bestseller-Ruhm des Werkes wird er garantiert nicht rühren können.

In Cornwells Kreuzzug gehen die positiven Aspekte ihres Ripper-Buches leider unter. Wo sie sich darauf beschränkt Tatsachen wiederzugeben, kann sie nämlich durchaus überzeugen. Ihre Darstellung von London im ausgehenden 19. Jahrhundert ist deutlich, ehrlich, unsentimental und dadurch um so eindrucksvoller. Die Grausamkeit einer Welt ohne soziales Netz wird überdeutlich, auch wenn Cornwell allzu leicht in feministische Fahrwasser gerät, auf denen es sich vortrefflich gen Reiseziel Wut & Betroffenheit segeln lässt. Doch das viktorianische England war für den armen Mann letztlich dieselbe Hölle wie für die arme Frau.

Die pathologischen Grundseminare, mit denen Cornwell uns immer wieder beglückt, sind natürlich ebenfalls gelungen. Schließlich verdient sich die Verfasserin ihren Lebensunterhalt damit, deshalb sollte sie sich auskennen. Deshalb wirkt es nicht einmal penetrant, wenn sie ums immer wieder darauf hinweist, welcher Apparat sich heute in Bewegung setzen würde, käme der Ripper noch einmal aus seinem mythischen Versteck hervor. Jawohl, heute würde man ihn erwischen, das glaubt man Cornwell - möchte man ihr glauben, denn ein Anliegen ihres Ripper-Buches ist die Suggestion, dass heutzutage ein grässlicher Irrtum der Natur, wie ihn ihrer Meinung nach Walter Sickert/Jack the Ripper darstellt, dank der modernen Wissenschaft nicht mehr ungesühnt sein Unwesen treiben kann. Wer's glaubt ...

Interessant ist natürlich die (nie ausgesprochene) Tatsache, dass es einer US-Amerikanerin bedurfte, den schwerfälligen Europäern beim Lösen des Ripper-Mysteriums auf die Sprünge zu helfen. Da spielt eine Menge Hochmut plus Sendungsbewusstsein mit, den wir aus anderen Zusammenhängen gut kennen.

Wer war Jack the Ripper

Wer war Jack the Ripper

  • Autor:
  • Verlag: Hoffmann & Campe

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Letzte Kommentare:
24.06.2019 22:16:50
Weiße Rose

Das Buch ist gut geschrieben und spannend. Patricia Cornwell hat viel recherchiert und hat sich viel Mühe gemacht, der Wahrheit sehr nahe zu kommen. Natürlich gibt es keinen 100% Beweis, das es Sickert war, aber es gibt auch viele Indizien, die dafür sprechen. Gemalte Bilder von Künstlern sagt oft viel über den Menschen selbst aus. Er hatte auch viele Ateliers und Unterkünfte in der Nähe der Verbrechen. Ich glaube, er war nicht nur ein kranker und grausamer Mensch, sondern auch intelligent, denn er hat sich nie erwischen lassen. Ein Rätsel wird es immer bleiben.

07.03.2014 10:11:15
Tim German

Ich persönlich bezweifle ja, dass der Ripper jemals aufgehört hat zu morden. Er hat vielleicht seine Vorgehensweise geändert oder hat sich bedeckt gehalten.
Niemand wird jemals seine Identität aufdecken, ich meine genauso viele Kriminalisten sagen das die DNA unter den Ripper-Briefen von einer Frau stammt???!
Es wird immer ein spannendes Misterium bleiben und sollte doch jemand jemals seine Identität aufdecken, wäre der Reiz des Falles völlig verflogen und 3 Jahre später würde ihn niemand mehr kennen.

13.02.2014 10:34:34
Jackdaw

The HISTORUM FORUM

Maybe Patricia Cornwell purchased the wrong Walter Sickert paintings in her search for clues?

Maybe Stephen Knight and his book The Final Solution held a few truths?

Jack the Ripper : The Art of Conspiracy

http://historum.com/blogs/jackdaw+1888/918-jack-ripper-art-conspiracy.html#comments

Regards
Jackdaw

01.04.2013 12:59:42
Theiler Patricia

Ich finde eher, dass einige der Meinungen hier viel Hochmut enthalten. Keiner der Schreibenden hat auch nur einen Beweis gestreift, und masst sich an, besser Bescheid zu wissen. Ueber Cornwell's Art darf man geteilter Meinung sein, aber wenigstens hat sie einiges einsehen können.
Sehen Sie doch ein, dass wir alle hier rein gar nichts wissen.

18.03.2011 16:37:48
Henning Lange

Ich finde es einfach schrecklich was alles wegen Jack the Ripper geschehen ist und vermutlich war es der sexuell gestörte Lehrer Montague John Druitt meiner Meinung nach,da er sich zum Beispiel 1888 nach dem letzten sicherem Todesopfer selbst umgebracht hatte!
FURCHTBAR!x( : (!654321ß009876534245143173671363636363636363636363636363636

18.12.2010 20:11:39
Doeter

Ein sehr oberflächliches, einfach gestricktes Buch, das einem Märchenbuch sehr nahe kommt.
Als Resumee kann man ablesen, dass die gute Frau Cornwell eine Romanschreiberin ist, die ein wenig in diversen Quellen reserchiert hat, aber nicht viel gefunden hat...
Viel Leerlauf und wenig Informationen, viel Vermutungen und manche Querverweise eher kindlicher Logik entsprechend...

Insgesamt keine lesenswerte Quelle..

13.02.2010 20:49:35
Sefa

Hallo Guten Abend,
Ich hallte einen Referat über Patricia Cornwell\'s buch " Wer war Jack the Ripper" in der 10. Klasse Realschule.
Als FÜKOM thema haben wir Geschichte und Deutsch eingebunden, und somit Jack The Ripper + London 1988

Hätten sie vllt eine zusammenfassung für mich.
Ich würde mich sehr Freuen

18.01.2010 17:46:37
Nils, Ripperologe

Das Buch ist recht ordentlich,
ich denke aber, da es sehr nah
liegt das Sickert während der
morde in frankreich war, er nicht
der täter war. Das buch ist recht
unterhaltsam doch vieles ist wirklich
an den haaren herbeigezogen.
Sie hat für alles rund 5mio. € ausgegeben,
durch das buch wird sie das wohl
nicht einholen, aber ich muss sagen
das das werk trotz der lügen, die
doch vorhanden sind, sehr gut geworden ist. Die Wirklich "Jack the Ripper" gestalt
wird nie geklärt. Was man auch tut,
man wird nur einen ausschließen können:
Den Elephantenmensch. Er hätte nie in 40min. 5km zurücklegen können, da die straßen holprig, und seine beine voll mit tumoren waren, wie in seinem gesicht und rechten arm, wodurch er ausscheidet da der ripper rechtshänder war, und den rechten arm konnte der elephantmensch nichtmal richtig heben.
Viel spass beim lesen
Nils

09.12.2009 20:43:04
Berthold

Ich habe mir das Buch auf Englisch gekauft, zunächst ohne Näheres über Cornwell zu wissen; auch Sickert war mir kein Begriff (oh Schande!).
Eine Google-Suche ergab, dass die Theorie von der Mehrheit der Historiker abgelehnt wird.
Nun ist es natürlich so, dass Biographien, die von den Erben (Sickert Trust) autorisiert sind, möglicherweise mit Vorsicht zu genießen sind, was den Wahrheitsgehalt über mögliche kompromittierende Dinge betrifft.
Also habe ich zunächst einmal das Buch gelesen, um mir eine Meinung zu bilden.
Spannend und gut lesbar geschrieben ist es auf alle Fälle.
Mein Eindruck war allerdings, dass da aus relativ wenig Fakten (und noch mehr Vermutungen) viel zu "sichere" Schlüsse gezogen wurden.
Im Unterschied zur Autorin wäre ich zum Resümee gekommen, dass man sich den Mann näher ansehen sollte, wenn das alles jetzt passierte; dass es aber keineswegs für einen "so gut wie sicheren" posthumen Schuldspruch reicht.
Heute habe ich im Web verschiedene Sites über Ripperologie gelesen, und meine Skepsis bezüglich Cornwells Hypothese wurde dabei sehr gut bestätigt.

24.10.2009 18:16:52
Anja Föhlich

Ich habe das Buch voller Spannung gelesen - und war entsetzt! Es ist spannend, bildhaft und lebendig geschrieben - Cornwell ist eine hervorragende Schriftstellerin, keine Frage. Leider aber ist sie eine miserable Journalistin!Sie hält sich an keine einzige Grundregel des investigativen Journalismus - und das obwohl sie als Journalistin bereits gearbeitet hat:So ist es beispielsweise bodenlos (und dies lernt man bereits am ersten Tag in einer Redaktion) einen Verdächtigen vor der Verurteilung bereits als Mörder zu bezeichnen, so wie sie dies mit Sickert bereits nach einigen Seiten tut.Zum zweiten vermischt sie die Identitäten - dies ist suggestiv und polemisch, keinefalls aber objektive Recherche, wenn sie etwa beschriebt: "Als Sickert die Prostituierte ermordete..." - der "Ripper" mordete! Und Sickert kann MAXIMAL verdächtigt werden, der Ripper zu sein, bewiesen ist dies nicht und verurteilt ist er dafür auch nicht geworden, es grenzt also an Rufmord, diese Formulierungen in einem solchen Stil zu bringen.
Desweiteren vermisse ich jede logische Struktur in diesem Buch: Cornwell schwenkt von den detailierten Schilderungen des East End zu Werken Sickerts hin zu Schriftproben, zum psychologischen Profil des Ripper zurück zu den Werken hin zu der modernen Mordermittlung wieder zu der Schilderung des Eatsend zu weiteren Schriftproben wieder zu Werken Sickerts. usw. Man fragt sich: Hatten wir das nicht schon? Wo gehört das denn jetzt dazu? Greift sie voraus, erläutert sie es später noch ?Aber sie erläutert nicht, sie lässt die Sichtweisen im Raume stehen - Vermutungen, halbgar und nicht wirklich fundiert - aber durch dieses wirre Einbetten in Fakten über die Lebensumstände der Whitechapel-Bevölkerung wirken sie wie Beweise oder wenigstens stichhaltige Indizien.Der Aufbau? Das, was Patricia Cornwell grade von Notizzetteln in die Hände fällt, wird flugs notiert, so scheint es: Sie beginnt mit einem Thema, dabei fällt ihr ein: "Das könnte ich dazu noch erwähnen!", dann schent ihr ein anderes Zettelchen in die FInger zu fallen: "Ach ja, das wollte ich ja auch noch erzählen. Hab ich schon? Nein, ich glaube nicht!" - ob es nun chronologisch Sinn macht oder Struktur hat? Egal...
Mal davon abgesehen, dass sie Fakten unterschlägt bzw. verdreht: Es ist bodenlos, Sickert aufgrund dieser dürftigen Beweislage als Mörder einzustufen, denn die Indizien (auch wenn sie zwanzigmal wiederholt und ausgewalzt werden) lassden sich auf sehr dürftige Tatsachen zusammenfassen: Es gibt DNA-Hinweise, dass einige der Briefe, die nach Ansicht der meisten Experten von Trittbrettfahrern und sensationshungrigen Journalisten geschrieben wurden, evtl. von Sickert oder einem seiner Verwandten verfasst wurden. Ein Beweis für die Täterschaft ist dies keineswegs, da Sickert sich damit einreihen würde in die Reihe vieler, die sich an der Verwirrung der Londoner Polizei geweidet haben dürften - Sickert war scharf auf Publicity, so ein "schwarzer Humor" hätte sicherlich zu ihm gepasst. Weitere Fakten? Fehlanzeige: Er passt größtechnisch nicht zu den von Zeugen beschriebenen Personen, die der Ripper sein könnten (macht nix, vielleicht ist er gebückt gegangen), die Haarfarbe passt nicht (Perücke, klar mit angeklebtem Schnurrbart!),. Er war nachweislich zu gewissen Zeiten während der Morde gar nicht in der Stadt sondern in Frankreich (aber vielleicht ist er ganz fix mal zurückgefahren, har gemordet und ist zurück nach Frankreich gehetzt). Das war es an Indizien. Ansonsten bleibt die Psychologie: Sickert war ein nächtlicher Streuner und fasziniert von hässlichen Menschen. Dies hatte er mit vielen künstlerisch tätigen Menschen gemeinsam. Viele Maler bevorzugen "charaktervolle" Gesichter mehr zum Zeichnen, das sie viel interessanter sind als bildhübsche. Auch empfinden viele Künstler eine Ruhelosigkeit.
Sickert ist an einer Fistel operiert worden - wo genau diese saß, ist nicht bekannt, aber Cornwell schlussfolgert nicht nur, dass sie am Penis gewesen sein muss, sondern auch gleich noch, dass sie so schlimm gewesen war, dass Sickert impotent war - voila: der perfekte Serienkiller!
In diesem Stile geht es weiter-
Ich selbt war entsetzt von der chronologischen und faktischen Wirrheit des Buches, geschockt von der schlampigen Recherche und den darausfolgernden Schlussfolgerungen - und begeistert vond er lebendigen Schilderung der Lebensumstände.
Aber es ist ein Roman! Kein Tatsachenbericht - und beim Romaneschreiben sollte Cornwell bitte, bitte auch bleiben!

25.05.2009 00:43:58
Enrico Q.

Ohne Frage ist die Frage nach der Identität Jack the Rippers ein äußerst spannendes Unterfangen.Das Buch der selbsternannten Detektivin Patricia Cornwall jedoch strotzt nur so von Logikbrüchen, sie suggeriert einzig ihre festgefahrene Meinung. Von vornherein sucht sie extra sogenannte "Beweise", um genau W.S. zu überführen, angeblich.
Dabei schaut sie jedoch nur geradeaus (Tunnelblick) und analysiert mitnichten kritisch, schaut nie nach rechts und links.Nur eins: W.S. war nachgewiesener- maßen im Herbst 1888, als die Taten begangen wurden, in Frankreich. Tut mir Leid, Frau Cornwall, aber jemanden zu verdächtigen, der sogar ein Alibi besitzt, zeugt einzig von übersteigerter Selbstüberschätzung.Gute Einwände, Herr Bartels. Sehr gute Gedankenführung.

07.03.2009 21:54:37
Barbara

Obwohl "da Cornwell selbst vom Fach ist" reichlich diffus ausgedrückt ist (von "welchem Fach" - ist sie etwa selbst eine "Möderin"?) nehme ich an, der Autor jener Zeilen erliegt dem weit verbreiteten Gerücht, Mrs Cornwell wäre Pathologin.

Dem ist aber nicht so, sie hat jeglich fachliche Berater, was gerne übersehen wird.

Schade eigentlich, dass sie sich in Sachen Ripper so ganz alleine auf sich selbst verlassen hat, denn nicht nur jeder Experte auf dem Gebiet, sondern auch jeder einigermaßen Eingelesene weist mit Sicherheit mehr Fachwissen auf dem Gebiet auf als Mrs Cornwell, die mitunter noch nicht einmal die richtigen Namen der Opfer kennt.

Ganz zu schweigen davon, dass sie einen Mann zum Täter erkoren hat, der für einige der Tatzeiten ein einwandfreies Alibi besitzt.

20.07.2008 12:24:25
martin

Das Buch hat natürlich einen gewissen Reiz. Aber es gibt nicht wirklich etwas zu erfahren, was nicht längst bekannt wäre. Und so kann man auch in besseren Quellen nachlesen, wie der Ripper seine Opfer gemordet hat.
Schade ist schon, dass manche Leute aus der Begeisterung für Cornwell und ihre Romane heraus die berechtigte Kritik an ihrem Ripperbuch beiseite wischen.
An MDs Kritik gibt es doch nichts zu mäkeln.

27.04.2008 19:15:20
katrin

ich fand das buch absolut faszinierend und selbst wenn sie unrecht haben sollte ist das buch es wert gelesen zu werden!!!
auch wenn ihre schlußfolgerungen nicht stimmen sollten ist das buch eine gute möglichkeit mehr FAKTEN über jack the ripper zu erfahren.
ich wusste zum beispiel nicht wie die frauen umgebracht wurden...

07.11.2007 20:22:42
Frank

Ich bin auch dafür das Buch zu pfählen.
Ein unglaublicher Blödsinn,gepresst zwischen Buchdeckel.
P.Cornwell präsentiert uns endlich die wahre Indentität des Rippers.Na danke.Da werden sich aber alle Polizisten Englands dusselig gefreut haben.Angeblich hat sie ihr eigenes Geld für ihre "Recherchen" ausgegeben.Im guten Glauben daß das stimmen mag - vergebe ich ein halbes Prozent.Oh,kann ich nicht eingeben.Macht nix,kriegt sie 0.

07.11.2007 19:50:32
Angi

Das Buch ist echt der Hammer.
Ich würde es jederzeit emfählen.
Diese Buch finde ich so fastzierend, dass ich es soger als Buchreferrat Vortragen werde!
Diese Buch ist so was von fesseld, das man es kaum schafft aufzuhören zu lesen.
Sehr guten Lob an die Autorin.

10.11.2005 16:36:57
Torsten Janssen

Habe mir 2 mal "From Hell" mit Johnny Depp, Robbie Coltrane ( als geniales Pendant zu Sherlock Holmes und Dr. Watson) angesehen. Zugegeben die Theorie hat etwas für sich, daß der Leibarzt seiner Majestät Königin Victoria die Morde begangen hat. Als Nachgewiesen gilt übrigens, daß der Enkel seiner Majestät Albert Victor, Duke of Clarence (1864 - 1892), der ältere Bruder des späteren Königs Georg VI, der Großvater der jetzigen Königin, ein Verhältnis mit einer Prostituierten hatte, die dann schwanger wurde und ein Mädchen namens Alice bekam. Ob der Syphyliskranke Prinz wirklich der Erzeuger gewesen sein soll, bleibt fraglich. Hätte der Prinz überlebt, und die Monarchie den Skandal, hätte dieses Mädchen eines Tages britische Königin werden können. Lt. "From Hell" waren die ermordeten Prostituierten alles Freundin und Trauzeugin des Pärchens. Um dem Königshaus den Skandal zu ersparen, brachte der Freimaurische Arzt diese Frauen um. Später wurde er auf Geheiß der Königin in eine "Nervenheilanstalt" gebracht, diese wollte dann auch nicht weiter mit der Affäre belästigt werden. Nun sie erreichte ihr Ziel, und ihre morganatische Urenkelin wurde totgeschwiegen. Übrigens hätte man das Thronrecht Victorias selber angreifen können, den ihr Vater starb bereits 1820, ein Jahr nach ihrer Geburt und galt als Impotent. Nachgewiesener Maßen ist Victoria die Quelle der Bluterkrankheit in den europäischen Königshäusern. Die letzte russische Zarin, die die Krankheit an ihren Sohn Alexej weitergab, war eine Enkelin Victorias. Was wurde nun aus der Tochter des Duke of Clarence? Weiß das jemand ? Bitte antworten. Grüße

06.11.2005 00:24:47
MR.X ^^

ich finde den ganzen fall über Jack the ripper total spannend und auch fesselnd durch die ausführung und die hingabe seiner taten
aber ich habe echt keine ahnung wer nun wirklich der ripper war und warum das bis heute nicht geklärt werden konnte
ich verlasse diesen raum mit dem satz
wer war jack the ripper?:
Er war ein gebildeter äußerst dreister Mörder

01.11.2005 09:22:25
Tryker

Ich finde dieses Buch sehr und jack the ripper hatte mich schon sehr lange interessiert. Jetzt mache ich in der Ausbildung eine Selbstvertiefungsarbeit (ähnlich wie Diplomarbeit). Ich habe dieses Thema gewählt: "Jack the Ripper". Interessant: Ich las mal ein anderes Buch und darin stand, dass der Schlitzer soll Maybrick heissen und wurde von seiner 26 Jahre jüngeren Ehefrau vergiftet.
Aber im allgemein deuten viele auf Walter Sickert.

gruss

24.10.2005 15:37:42
Milani

Trotz aller Kritik ist das Buch extrem fesselnd. Patricia Cornwell schafft es überwiegend logisch und plausibel die Identität des Rippers zu entlarven.Um noch etwas zu bemerken: Für mich eine Kritik wie die obige nichts wert. Soviel Sarkasmus und trotzdem keine einleuchtende Erklärung! Für mich erscheint es, als ob da jemand schon seine vorgefertigte Meinung gehabt hätte, bevor er das Buch überhaupt lesen konnte...

08.10.2005 18:56:26
Christian

Definitiv eines der besten Bücher über den Ripper! Der Fall wird wohl nie aufgeklärt werden, aber es ist halt der Mythos des Rippers, der den geneigten Leser immer wieder fasziniert. Nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher als die anderen Ripper- Sachbücher(Das Tagebuch von Jack the Ripper). Durchgehend gelungen.

14.09.2005 18:16:03
Michael Drewniok

Ungekehrt wird ein Schuh daraus: Was man sich nicht erklären kann aber glauben will - das muss einfach existieren ... Aber Scherz beiseite: P. Cornwell mag aufwändig und redlich recherchiert haben - ihre Beweisführung muss trotzdem nicht zwangsläufig stimmig sein; zumindest überzeugt sie nicht bzw. bietet zahlreiche Ansatzpunkte für skeptische Kritik der konstruktiven, weil nachhakenden Art, die nicht pauschal als (neidische) "Gegenstimmen" notorischer Querulanten abqualifiziert werden sollten.

14.09.2005 17:24:10
Frau Steireif

Es ist nicht verwunderlich dass ; wie hier - immer wieder Gegenstimmen zu irgendeinem Thema kommen. Ich habe das Buch gelesen und mir selber Gedanken gemacht und finde es doch schon komisch dass es soviele Zufälle gibt , im Fall Jack the Ripper und Sickert.Ich denke auch dass Frau Cornwell dieses Buch nicht wahllos so niederschrieb ; sondern dass sie viele Recherchen machte und sie hat sich ja auch mit der englischen Polizei ausführlich darüber unterhalten ; wobei die Polizei Frau Cornwell unterstützte in ihren Recherchen und ich denke dass die mehr darüber berichten können ; als die Personen welche hier diese HP einrichteten ; nur um eben mal wieder eine Gegenstimme für irgendwelchen Erfolg bringen zu müssen.
Aber das kennt man ja ; was man sich nicht erklären kann oder was man nicht glauben kann - das existiert einfach nicht. Ist unfair - aber eine gängige Art.

12.09.2005 21:24:58
gert schlüter

Noch habe ich dieses Buch nicht gelesen, aber wenn man querliest, im Umfeld, fehlt die verifizierte Tatsche, dass der Ripper, anatomische Kenntnisse besessen haben muss. um so mehr ich über das Buch lese, werde ich es wohl nicht lesen. Dass Sickert malen konnte ist bewiesen, dass er auch Schlächter oder Chirurg war, auch? Eines muss aber doch Vorraussetzung sein, oder lernt man auch, ohne Praxis, fachgerechte Zerlegung? Bei dem stolzen Preis, ist Abwarten, mit Sicherheit kein Fehler. Wünsche aber trotzdem, gute Verkaufzahlen. Kaspar Hauser und Jack bleiben auch im 21 ten, spannend und bleiben hoffentlich bis zu meinem Ende, ein echtes Geheimnis.

Gert Schlüter

09.07.2005 00:14:22
Sussu

naja ich finde er ist für uns heute ein sehr interessanter mann,er war schlau und trotzdem sehr gefährlich!naja man hat heute noch angst,wenn man von ihn redet!es ist unglaublich das alles ist 1888 passiert also vor ca.117 jahren und trotzdem macht er uns in dieser heutigen zeit noch angst!ich glaube er war ein mann der keine liebe in sich hatte oder keiner hat ihn gezeigt was liebe überhaubt ist!er war krank einfach psyschisch krank aber jedoch noch sehr schlau!also FRAUEN wir müssen auf uns aufpassen den es lauern heute auf uns noch mehr kranke männer die lust haben zu morden!

06.07.2005 13:44:46
d.fleschner

hallo ich bin jetzt 17 jahre alt und beschäftige mich seit einigen jahren mit dem thema jack the ripper und lese dieses buch.
ich muss zu geben es ist ein sehr interessantes und sehr gut geschriebenes buch.
dennoch empfinde ich es als eine frechheit zu sagen das sickert es war ohne auch nur die vielen tatverdächtigen in erwegung zu ziehen, geschweige denngegen argumente an zu bringen die die anderen als verdächtige ausschließen.
Und bisher wird sich immer nur auf die kononischen fünf beschrenk dabei gibt es mehrere opfer.

ich ziehe meinen hut vor patricia cornwell die das in ein paar jahren schafft woran andere seit jahren arbeiten.
respect vor dieser leistung, aber das buch ist echt gut geschrieben.


mit freudlichen grüßen d. fleschner

28.06.2005 12:54:26
Heidi

Hallo!

Ich bin gerade am lesen dieses Buches, doch wurde ich schon durch einige Kriterien gestört! Ganz zu schweigen von den Zeitsprüngen, die einen immer wieder aufs neue irritieren!
Klar das unsere heutige Gerichtsmedizin sich verbessert hat im gegensatz 1880 (und weiter).
Doch sie will uns vermitteln, das es die damalige Polizei etc. nicht wirklich interessiert hat, wer der unheimliche war! Doch werden diese bestimmt genauso nach beweisen gesucht haben, sie werden auch alles versucht haben, was in ihrer Macht stammt. Denn sie sind bestimmt nicht davon ausgegangen, das er nur die "unwürdigen" umbringen würde!
Ihr Täter ist Walter Richard Sickert, ein grandioser Maler, der durch kleine Indizien ihr immer wieder zeigte, das er es gewesen sei. Die anderen Tatverdächtigen kamen für sie nicht in Frage - was ich als ein Fehler betrachte - !
Sickert war ein Künstler und konnte mit rechts sowie links schreiben zeichnen und malen.
Mir fiel auf, das sie sich in ihrem Buch widersprach, in den ersten Kapiteln behauptet sie, das Sickert ein Linkshänder gewesen sein muss, auf grund der Tatsache das er meistens links malte, etc. und somit passte es, das bei dem ersten Opfer der Schnitt durch die Kehle von rechts nach links immer schwacher wurde. Allerdings ein paar Kapitel weiter, behauptet Sie, Sickert sei rechtshänder!

Ich finde, das sie sich oft in Ihrem Buch, der Theorier "Wer war Jack the Ripper" , widerspricht!

Sie knüpfte sich an kleine Indizien und sah mehr in ihnen als vielleicht war!

Vielleicht hat sie recht!

Doch kann sich überhaupt jemand sicher sein, wer er war!?!

Ich glaube es wird immer ein gutes rätsel bleiben!!

09.06.2005 13:51:26
JackX

Patricia Cornwell hat mich in ihrem Buch an genau der Stelle "verloren", als sie die anderen gängigen Ripper-Theorien recht arrogant und kurz angebunden mal so eben beiseite wischt. Insbesondere hat mich ihr Kommentar zu der von Stephen Knight vorgelegten (und auch im grandiosen Comic "From Hell" von Alan Moore und Eddie Campbell analysierten) "William Gull-These" gestört: Sir Gull, so schreibt Frau Cornwell allen Ernstes, könne ja (neben seinem fortgeschrittenen Alter) unmöglich der Ripper gewesen sein, weil er als Leibarzt der Königin und des Prinzen Eddy ja nun wirklich des Nachts anderes zu tun hatte (!!!), als durch Whitechapel zu geistern und Prostituierte abzuschlachten. Von dieser hanebüchenen Art der Argumentationsführung sind dann auch leider noch mehrere ihrer Indizienketten. Die Autorin, die, wie zu lesen war, sehr viel Geld in die Recherche investiert hat, konnte sich am Ende wohl einfach nicht damit abfinden, dass die gesammelten Fakten nicht unbedingt die erwünschte Lösung präsentieren. So wurde dann höchst unseriös nach Gutdünken zurechtgebogen, was zurechtzubiegen war. Als These mögen die Ausführungen der Autorin ja durchaus ihre Berechtigung haben, die Unverfrorenheit, mit der sie permanent behauptet, das Rätsel um Jack the Ripper definitiv gelöst zu haben, stößt allerdings schon ab.

07.06.2005 18:18:04
Torsten Janssen

Vor ungefähr 10 Jahren habe ich das Buch "Jack the Ripper"gelesen, in dem der Autor (Name wird nachgereicht) behauptet, daß der englische Thronfolger Edward (später Edward VII), der älteste Sohn Königin Victorias, aufgrund prüder und strenger Erziehung ein nachgewiesener blaublütiger Sittenstrolch, das letzte, prostituierte Opfer geschwängert habe. (Und nicht sein Sohn, der 1892 verstorbene, wie im Film "From Hell" mit Johnny Depp behauptet wird). 2 dem Königshaus treu ergebene homosexuelle Medizinstudenten hätten, dann, auch aus Mordlust und Interesse an der Anatomie und um dem Königshaus den Skandal zu ersparen, die Prostituierten getötet. Die beiden Taten an einem Tage, entstanden dadurch, daß sie vom Opfer beobachtet wurden. Es ist in dem Buch minutiös beschrieben. Mrs. Cornwell hat nur wieder eine neue Theorie angefügt. Weitere mögli. Täter sind: Lewis Carroll (Es soll in "Alice im Wunderland" versteckte Hinweise geben), Rudolf von Habsburg, der Leibarzt Victorias, oder der den Fall untersuchende Oberinspektor selber. Ein Jahrhundertmord ist allerdings für mich gelöst, die Entführung und Ermordung des Lindberg Babys. Der deutsche Mediziner und Biologe Marc Benecke hat nachgewiesen, daß die Leiter aus Holz bestand, welches aus der Behausung Bruno Hauptmanns stammt. Hauptmann ist allerdings für mich nur ein Mittäter. Der eigentliche Haupttäter ist sein deutscher Kumpel Isodor Fish. (Gest. 1934 in Leipzig). Grüße

07.06.2005 15:31:07
julia

Ich finde die Seite sehr informativ!!!! allerdings ist es doch auch wahnsinn was er vollbracht hat.....! ich meine er hat nie spuren hinterlassen, er war ziemlich schlau...... da frage ich mich nur: warum wird er immer so schlecht gemacht? ok, er hat gemordet, aber wie bereits gesagt er hat das alles ziemlich schlau gemacht.. also dumm war er nicht!auch wenn der fall gelöst wurden ist.

29.04.2005 09:20:45
Tony

Ich fand das Buch sehr spannend, es gibt durchaus Berechtigung das Sicker in irgend einer Form was mit den Morden zu tun hat. Sicher es gibt auch Hinweise bei anderen
Verdächtigen, wie beim dem verrückten Friseur der früher Arzt war und wo sie die Ringe gefunden haben, die einem Opfer gehört haben soll, aber vielleicht auch nicht. Es könnte auch so sein das Sickert mit diesem die Morde zusammenbegangen hat, und nach seinem Tod
aus Rache für ihn weitergemacht hat. Das wäre doch möglich.

24.04.2005 21:47:15
milla

Der Fall Jack the Ripper ist gelöst? Mitnichten, denn das, was Frau Cornwell hier vorlegt, ist nicht mehr als eine interessante Theorie, die sie zwar mit einigen schwachen Indizien zu belegen glaubt, die aber meiner Meinung nach viel zu sehr den eigenen Wünschen entspricht als knallharten Fakten. Mit teilweise sehr weit hergeholten Schlussfolgerungen und Argumentationen, die frei jeder Logik sind, versucht Frau Cornwell krampfhaft alle Puzzlestücke in ihre Theorie zu pressen, auch wenn diese augenscheinlich nicht passen. Sätze wie "Es gab keine Beweise dafür, dass Sickert begeisterter Anhänger von Pferderennen war, es gab aber auch keine Beweise dagegen" sind typisch, aber nichtssagend. Und noch bevor der Leser seinen Zweifeln über unlogische Argumentationen nachgehen kann, wird ihm der Wind mit Aussagen wie "Das Verhalten Sickerts ist eben nicht offenkundig" aus den Segeln genommen. Auch die immer verwirrender werdenden Zeitsprünge und das abrupte Ende tragen nicht zum Spannungsaufbau bei. Frau Cornwell, das war wohl nix!

12.04.2005 23:16:40
Schozi

Meiner Meinung ist diese Buch nicht all zu spannend. Sehr trockene Geschichte.
Mich verwirrt die vielfalt der Orte und Nahmen und auch die zugehörigen Zeitangaben sind manchmal nicht nachvollzeihbar - man muss das halbe Buch durchblättern und immer wieder nachlesen.
Alles sehr theoretisch.
Mich würden die erwähnten Gemälde die nicht gezeigt werden können interessieren.
Trotz allem sind die Spekulationen für mich schlüssig.
Für mich war er der Schlitzer.

Noch würde mich Interessieren, wie Frau Cornwell schläft.
Diese Details die sie schildert - man muss sich damit doch intesiv und über Jahre befassen. Diese grausamen Taten aufzuarbeiten hinterlassen doch Spuren in einem, wenn man sich eingehend damit auseinandersetzt.
Da sie in der Richtung ausgebildet ist wird sie wohl eine `Dicke Haut` haben. Aber kommen da nicht die Träume?
Wie verarbeitet man das?.

20.03.2005 01:09:58
SHANA

Hi

Meine Meinung ist es, das ausgerechnet eine eigentlich unbedeutende Schrifstellerin ( die zwar mit imensen finanz. Aufwand ) unbedingt einen * Jack the Ripper * konstruieren will, meine Güte, ich verstehe, sie will Geld verdiehnen, auch akzeptabel, aber einen Serienkiller zu überführen, ohne schlüssige DNA -Proben, die sich bei den Leichen sicherlich finden hätten lassen, ganz zu schweigen von anderen forensischen Beweisen die er zurückgelassen hat und die Fingerabdrücke auf den Briefen...wenn man heute die Möglichkeit hätte, die Leichen im ürsprünglicheren Zustand ( zum Zeitpunkt ihrer Auffindung ) - würde man trotzdem nicht auf den Ripper kommen - es fehlen leider auch die gegensätzlichen DNA-Vergleichsmöglichkeiten eines potenziell Verdächtigen, also liebe Frau Caroll behaupten Sie bitte nicht einen schlüssigen Beweis für etwas gefunden zu haben WEAS UNMÖGLICH NOCH JEMALS ZU KLÄREN IST AUßER EINEM HELLSEHER WIRD ES OFFENBART WER DER RIPPER WAR und dann bin ich mir sicher, daß von unserer ach so aufgeklärten, allmächtigen u. allwissenden Wissenschaft auch dem kein Glaube eingeräumt wird und daher der Ripper leider für immer im Dunklen bleibt, genau wie man über seine Motivation sich unklar ist - * Lustmorde * beschreiben * die einen - ich würde sagen der Mörder hat versucht in seinen Morden nicht nur seine Perversität versucht auszuleben, sondern er versuchte eine * perfekte * reine * etwas besonderes * zu schaffen * gleichzeitig aber sich dessen bewußt das er so viele Beweise zurücklassen konnte wie er wollte und sie ihm dennoch nicht schnappen würden - wer weiß ob er nicht in den Reihen des Polizeiapparates zu scuhen gewsen wäre ( Nebenstrassen von ausschließlich Hauptstrassen ) - hatte er Zugang zu Patroullien u. Einsatzplänen der Polizei ( wußte er welcher Polizist wann wo ankommen würde) - Fragen über Fragen und nach solch einen, entschuldigung, geschmacklosen Buch, finde ich es als eine Verhöhnung der grausam verstümmelten Opfer gegenüber, wenn sie auch zu den alleruntersten Schichten gehörten, so waren sie dennoch Menschen.

So ein Buch würde ich mit Sicherheit nicht weitermpfehlen, sorry.

13.03.2005 20:14:43
melanie

ich weis nicht was manche leute erwartn von dem buch? Den nach so langer zeit kann mann nicht mehr mit sicherheit genau sagen wer jack the ripper war. Ich fand das, daß buch erzählt eine durch haft glaub würdige teorie wer er sein könnte. Jack the ripper wird immer eine legende bleiben, die viele menchen noch nach 100 jahren in ihren bann ziehen wird.

10.03.2005 12:40:32
Caro

Ich war von dem Buch sehr enttäuscht, denn ich hatte mir erwartet, dass Ich nach der Lektüre das Buch aus der Hand lege und sagen kann: Jetzt kenne ich die Identität des Rippers. Außerdem war es beim Lesen oft sehr zäh. Keines von den Büchern, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.

Stattdessen haben mich dich unzählig aneinander gereihten Indizien nicht überzeugt.
Meiner Ansicht nach sind viele der von Cornwall gemachten Aussagen reine Interpretationssache.

Gelangweilt haben mich auch die ständigen Hinweise darauf, wie man heutzutage bei den Ermittlungen vorgehen würde und wie stümperhaft man damals gearbeitet hat. Klar gibt es heute bessere Methoden, aber auch heutzutage wird nicht jedes Verbrechen aufgeklärt.
Und wie es tatsächlich damals gewesen ist kann von uns keiner sagen, denn wir waren ja nicht dabei.
Mir hat auch generell der historische Blickwinkel bei vielen Tatsachen gefehlt.

Kurz und knapp: Ein Buch, das ich nicht wirklich ernst nehme und das ich auch nie verschenken würde.

10.03.2005 11:27:45
André

Ich habe das Buch gestern zu Ende gelesen und heute den Artikel von Dr. Drewniok gelesen. Ich glaube, er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Sickert hat wahrscheinlich einige der Briefe verfasst, doch das genügt selbstverständlich nicht, um ihn als Täter zu überführen. Zudem glaube ich an das vom FBI-Profiler John Douglas in den 80ern erstellte Täterprofil: "Der Täter war jemand WIE Kosminski [der jüdische Frisör]". Und dieses Profil passt nicht auf Sickert. Vielleicht hat Cornwell recht, doch Beweise hat sie nicht geliefert. Nur ein Haufen Indizien.

16.01.2005 15:52:23
Helly

Ich denke auch , dass patricia cornwell sich da ein wenig übernommen hat...sie biegt sich die augenscheinlichen "Beweise" so zurecht wie es ihr passt und ist von anfang an überzeigt, sickert sei der mörder. Vorallem ein kapitel in dem sie beschreibt wieso sie dies tut und so weiter ist total überzogen da deutlich rauskommt , dass sie es selbst nicht wagt an ihren thesen zu rütteln. Ich habe mir sehr viele Bilder sickerts in Kunstmuseen und im internet angesehen und kann dort keine mordlüsternen Phantasien erkennen. Auch die gerade ermordeten Prostituierten die er gemalt haben soll , sehen für mich keineswegs tot aus...Das Buch war kein Sachbuch eher ein interessanter aber unglaubwürdiger Roman!

23.11.2004 21:07:10
mestan

Wer nun der wirckliche
(ripper) war werden wir wohl auch in 100 jahren nicht erfahren es wirt uns immer ein rätsek bleiben wer der wirkliche ripper war? ich befasse mich schon seit mehr als 5 jahren trotz der vielen bücher die ich über ihn gelesen habe bin ich immer noch nicht entschlossen wer der wahre ripper gewesen ist.übrigens habe ich das buch von patricia cornwell noch nicht gelesen.ich bin gespannt was sie uns zu bieten hat,

15.11.2004 20:31:34
Revan11

Ich fand das Buch klasse,denn es gibt kaum ein Buch oder Film der die Taten des Rippers so detailiert beschreibt wie dieses.Zwar glaube ich auch dass P.Cornwell den falschen Täter ausgemacht hat, jedoch macht dies die sache doch noch viel mysteriöser, oder?!

01.11.2004 12:45:37
sweetassugar

Ich habe das Buch erst vor kurzem gelesen und bin völlig begeistert, wie sie diesen schon lange aufgegebenen und alsungelöst abgestempelten fall neu aufgerollt und perfekt gelöst aht. wieso ist bis jetzt niemand drauf gekommen, wo doch alles so offensichtlich scheint? Schwer zu verstehen, ich bin jedenfalls überzeugt, dass sickert der täter ist!

01.11.2004 12:08:30
Stephano

Sie auf jeden Fall eine seltsame Meinung zu haben (sie hat wohl irgendwas nicht so wirklich verarbeitet), bei Jack the Ripper wird das nochmal deutlich. Ihre Theorien sind sehr hirnrissig, nach dieser Theorie müssten viele Künstler ekeligste Massenmörderin sein (mal so pauschal in den Raum gestellt), was ich jedoch nicht wirklich annehme. Ich denke Ihre Suche nach Jack the Ripper hat einen anderen Hintergrund...
Vernünftige Infos gibts bei scotland yard: http://www.met.police.uk/history/ripper.htm
Tolle und objektiv aufgearbeitete Hintergrundinformationen zu Jack the Ripper gibts übrigens bei www.jacktheripper.de

29.10.2004 20:31:55
Alexandra

Eigentlich finde ich das Buch gar nicht so schlecht.Es gibt viele sehr glaubhafte Argumente von P.Cornwell das tatsächlich Sickert,Jack the Ripper war.Allerdings könnte man das auch von J.Maybrick denken,wenn man das Tagebuch von J.the Ripper gelesen hat.Warscheinlich werden wir in hundert Jahren noch nicht rausfinden wer wirklich der Mörder war,weil einfach zu viele Hinweise verschwunden sind oder einfach nicht mehr nachzuvollziehen sind!
Tja,das wäre auch anders wenn man noch irgendwelche DNA Spuren haben würde.Haben wir aber leider nicht!
Trotzdem war das Buch gut zu lesen.Eher wie ein Roman,nicht wie ein Sachbuch!Gut beschrieben fand ich die äußeren Umstande und die Beschreiben London`s im 1900 Jahrhundert.Auf jeden Fall lesenswert.

29.10.2004 17:53:42
Patrick

Ich habe das Buch noch nicht gelesen werde es aber wohl tun. Habe bisher nur das Tagebuch von Jack The Ripper gelesen in welchem James Maybrick als Ripper entlarvt wurde und diese Theorie dort für mich auch sehr nachvollziehbar ist, bin mal gespannt wie das Buch ist.

20.09.2004 21:30:54
Cassandra

Schlecht war das Buch nicht. Allerdings waren mir die meisten Thesen zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Die Bezeichnung "Sachbuch" fand ich auch nicht ganz passen. Es war meines Erachtens ehr eine Gesellschaftsstudie der damaligen Zeit.
Interessant zu lesen war es aber alle mal. Auch wenn mich Frau Cornwell nicht überzeugen konnte das Sickert der Täter war.

07.06.2004 09:14:50
Holger

Ich habe dieses bemerkenswerte Buch gelesen und finde es ziemlich beeindruckend. Leider kann P. Cornwell nicht überzeugend darlegen, wer der Ripper nun wirklich war. Dem Buchtitel ,, Wer war Jack the Ripper?“ hätte mindestens ein Untertitel folgen müssen: ,, Versuch einer Überführung“. Dieses Buch ist ein Lehrstück und dient als Warnung für angehende Kriminalisten und macht deutlich, was passieren kann, wenn nicht in alle Richtungen ermittelt wird bzw. wenn Indizien und Beweise für die Überführung einer bestimmten Person „zurechtgebogen“ werden. Andererseits wurden Tatverdächtige
bereits mit weitaus weniger Indizien verurteilt. Aufgrund der hervorragenden Schreibe, ist dieses Buch eher ein Roman, als ein Sachbuch. Es liest sich leicht, einfach und verständlich und dürfte auch etwas für „Lesemuffel“ sein. Bemerkenswert finde ich auch die Herausarbeitung von Psychogrammen der in diesem Buch vorkommenden Charaktere. Jack the Ripper wird ein Mythos bleiben, denn aufgeklärt hat auch Patricia Cornwell diesen Fall nicht – auch nicht mit einem Budget von 6 Millionen Dollar (!) für die Recherchen.

24.03.2004 20:31:05
Koheylan

Ich habe es auch gelesen und war fasziniert, zu welchen Ergebnissen Patricia Cornwell gekommen ist. Ich halte ihre These für durchaus möglich, und sie hat mehrere Beweise dafür. Aber naja, die einen haltens für möglich, die anderen nicht. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter, obwohl wohl nie 100% rauskommen wird, wer wirklich der Ripper war. Denn der Mörder, sei es Sickert, Druitt, Maybrick, Prinz Albert Edward oder wer sonst noch ist tot. Aber es ist auf jeden Fall ein interessantes Buch.

18.03.2004 17:31:53
Rose

Ich hab das Buch min. 3x gelesen und finde es ist eine sehr interessante These, über die wahren Geschehnisse des Jahres 1888. Besonders gelungen finde ich die Beschreibung der äußeren Einflüße unter denen die Morde begangen wurden. Jedem, der sich für Jack the Ripper interessiert möchte ich das Buch (trotz der obrigen Kritik) empfehlen.

10.03.2004 14:01:24
Helmut Stiglbauer

Ich habe das Buch nie gelesen, weil es tatsächlich Beweise gibt, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den früheren Baumwollhändler JAMES MAYBRICK als "Jack The Ripper" entlarven. Ich kann nur das Buch "Das Tagebuch von Jack the Ripper - Und die merkwürdigen Umstände der Entdeckung" empfehlen. Wer dieses Buch gelesen hat, wird keine Zweifel mehr haben, dass James Maybrick der Mörder von Whitechapel war.

17.11.2003 16:45:16
adi

etwas zu sehr in die länge gezogen. interessant waren jedoch die schilderungen londons resp. des east ends zur victorianischen zeit

05.11.2003 14:30:27
Marion

sachbuch? na ich weiss nicht.
meiner meinung nach gelingt es patricia cornwell nicht, schlüssig zu beweisen, dass sickert "the ripper" ist. obwohl ich also nicht überzeugt wurde, fand ich das buch als denkanstoss und milieustudie recht interessant und ganz gut geschrieben (habe allerdings nur die deutsche version gelesen) - bis auf die eine schauderbar schlechte beschreibung über pc`s beweggründe, dieses buch zu schreiben. ich werd wohl bei kay scarpetta bleiben.

26.10.2003 13:06:30
Tyler

Es besteht wohl kaum ein zweifel, dass es bereist damals sehr schwer gewesen sein muss bei diesem Fall weiter zu kommen und um so schwerer ist es heute.Doch ist es Patricia Cornwell, vor allem durch hervorragende Recherche-arbeit gelungen sehr viele Indizien gegen Sickert zu finden.So viele dass es zwar nicht bewiesen, jedoch sehr wahrscheinlich ist, dass sie recht hat (88 Prozent)

31.08.2003 12:27:13
Rolf

2 Fragen gibt es, die alle Ripper-Enthüller beantworten müssen: 1.) Warum haben die Morde so plötzlich aufgehört? und 2.) Offensichtlich wusste Scotland Yard mehr
als der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde. Warum? Zu 1 wird vermutet, dass der Täter selbst starb oder verschwand, was zu der Drutt-Lösung und einigen anderen führte. Die plausibelste Antwort zu 2 ist der Hinweis auf Prinz Eddy, die aber heute wohl nicht mehr haltbar ist. Cornwells Antwort zu 1, Sickert habe ja weiter gemacht, nur seien die Morde nicht mehr als Ripper-Taten erkannt worden, ist originell aber unglaubwürdig.Scotland Yard weiter vorzuführen hätte sich ein Egomane wie Sickert nie entgehen lassen. No, Miss Cornwell, Case not closed.

24.07.2003 08:29:54
Marty

Ic fand das Buch eigentlich nicht schlecht. Wenn ich diese Kritik hier aber lese kommen mir auch so meine Zweifel ob Sickert wirklich schuldig ist. 70 Prozent