Richter leben besser (Die Siggi Buckmann-Reihe 4)
- Heyne
- Erschienen: Juni 2025
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Wenn man den Feind zum Freund hat.
In der vierten Folge der Siggi-Buckmann-Reihe gerät Richter Buckmann selbst in die Fänge des Justizsystems. Er scheint mächtige Feinde zu haben, die es schaffen, ihn ins Gefängnis zu bringen. Trotz der scheinbar aussichtslosen Situation findet er in einem Mithäftling nicht nur einen Bewunderer seiner Arbeit, sondern auch einen Freund und Beschützer.
Haftbefehl für einen Richter
Der Comedian Eulendorf wird auf ungewöhnliche Weise in einem Hotelzimmer ermordet. Sofort gerät seine Ex-Geliebte Jacqueline Parley ins Visier der Ermittlungen. Die geradezu toxische Beziehung der beiden liefert zweifellos ein mögliches Mordmotiv. Doch Parley holt sich bei der Journalistin Robin Bukowsky Unterstützung. Robin soll eigene Recherchen anstellen und herausfinden, wer wirklich hinter dem Mord steckt.
«Das hat mir imponiert. Sie vertreten Ihre Meinung ungeachtet dessen, dass Sie Ihnen vielleicht Probleme bereiten könnte. Sie sind bereit, gegen den Strom zu schwimmen.»
Um ihren Auftrag erfüllen zu können, muss Robin sich wiederum mit ihrem Freund, Richter Siggi Buckmann, versöhnen. Die beiden haben sich Wochen zuvor zerstritten und keiner ist gewillt, nachzugeben. Nun muss die Journalistin den ersten Schritt machen, denn nur Buckmann ist in der Lage, korrekte Informationen zusammenzutragen und ihr zu helfen. Weil der Fall Eulendorf den Richter zunehmend interessiert, stellt er eigene Nachforschungen an. Doch dann wird er verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Der Haftgrund ist eine Farce und entbehrt jeglicher rechtlichen Grundlage. Wer will dem Richter schaden?
Humor und Justiz
Diese Geschichte handelt von korrupten Staatsanwälten und politischen Grössen, die ihre Macht schamlos ausnutzen. Richter Buckmann hat aufgrund seines Berufs viele Feinde, aber dass diese so mächtig sind, dass sie ihn ins Gefängnis stecken können, ist doch überraschend. Wie geschickt Siggi und seine Lebensgefährtin vorgehen und wie es ihnen gelingt, den oder die Täter zu entlarven, das erzählt Thorsten Schleif unterhaltsam und auf amüsante Weise. Dabei legt er sein Augenmerk auf die Justiz und die Politik. Die enge Verflechtung der beiden Systeme wirft Fragen auf und macht nachdenklich.
Thorsten Schleifs Romanfiguren wirken echt und lassen eine angenehme Nähe zu. Die unterschiedlichen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ergänzen die Handlung perfekt. Etwas ganz Besonderes sind die Selbstgespräche des Richters mit seiner Katze. Sie sind einfach köstlich und lassen den Leser immer mal wieder schmunzeln. Im Gegensatz dazu sorgen die unterschiedlichen Wendungen für Spannung. Es wird gelogen, betrogen und bestochen, was das Zeug hält.
Das offene Ende lässt eine Fortsetzung der Serie erwarten, was zu begrüssen ist.
Fazit
Dieser Krimi ist weder blutrünstig, noch nervenaufreibend. Er sorgt jedoch mit Spannung, interessanten Aspekten und Humor für ein tolles Lesevergnügen. Die Geschichte ist leicht zu lesen, unterhaltsam und Thorsten Schleif nimmt die Justiz und die Politik mit einem Augenzwinkern unter die Lupe.

Thorsten Schleif, Heyne




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