Die Wahrheit

Erschienen: Januar 1999

Bibliographische Angaben

  • New York: Warner, 1998, Titel: 'The Simple Truth', Seiten: 470, Originalsprache
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 1999, Seiten: 5, Übersetzt: Gunter Schoß, Bemerkung: gekürzt
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2001, Seiten: 574
  • München: audio media, 2007, Seiten: 5, Übersetzt: Gunter Schoß, Bemerkung: gekürzt
  • Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2009, Seiten: 5, Übersetzt: Gunter Schoß, Bemerkung: gekürzt

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Jörg Kijanski
Das meint Krimi-Couch.de: Krimi-Spaß auf hohem Niveau

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Jun 2003

Mit "Die Wahrheit" beweist Baldacchi einmal mehr, warum er die Nummer 1 im Genre Justizthriller ist. Anspruchsvolle Thrillerkost mit ausführlichen Einblicken in die US-Justiz kombiniert mit einer kurzweiligen Story. Doch Vorsicht! Baldacchi ist kein Page-Turner und erst recht nichts für "Urlaubsleser". Seine Storys leben von unzähligen Protagonisten und etlichen Handlungssträngen, die teilweise erst zum Finale miteinander verwoben werden. Konzentration ist gefragt und noch besser ein Zettel, auf dem man sich eine Personen-übersicht anlegt.

Michael Fiske ist Assessor von Chief Justice Harold Ramsey, Oberster Richter des United States Supreme Court, dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Eines Tages stößt er auf eine Petition, die eine enorme "politische Sprengkraft" besitzt, so sich denn ihre Begründung als zutreffend herausstellen sollte. Rufus Harms, seit 25 Jahren im Militärgefängnis von Ford Jackson einsitzend, stellt einen Antrag auf Begnadigung. Er behauptet an der Ermordung eines kleinen Mädchens unschuldig zu sein und dies beweisen zu können, obwohl er die Tat damals vollbracht hat. Entgegen allen Vorschriften entwendet Michael die Petition und beschließt, zunächst den Gefangenen im Gefängnis zu besuchen, um sich von dessen Glaubwürdigkeit zu überzeugen.

Michael besucht Rufus im Gefängnis und dieser teilt ihm seine Vermutung mit, dass ihr Gespräch abgehört wird und sie damit beide ihrem Tod entgegensehen. Verantwortlich seien der befehlshabende Offizier des Stützpunktes, Colonel Frank Rayfield, sowie der Gefängnisarzt Vic Tremaine. Während Michael kurz nach seiner Abfahrt aus dem Gefängnis tatsächlich erschossen wird, versucht Tremaine Rufus mit einer Spritze zu töten. Hierbei erscheint Rufus jedoch einen Herzinfarkt zu erleiden, so dass sich Tremaine angesichts des anwesenden Personals gezwungen sieht, Rufus in ein Krankenhaus zu verlegen. Dort kann dieser mittels einer Krankenschwester Kontakt zu seinem Bruder Joshua aufnehmen und mit dessen Hilfe gelingt ihm kurz darauf die Flucht.

Als John Fiske vom Tod seines Bruders erfährt, bittet er den zuständigen Detective Buford Chandler, ihn in seine Ermittlungsarbeit einzubeziehen. Bei einer Durchsuchung von Michaels Büro treffen sie auf dessen Arbeitskollegin Sara Evans, die John berichtet, wie sie Michaels "Fehlgriff" unfreiwillig mitbekommen hat. Allerdings hat sie nur einen flüchtigen Blick auf die Eingabe werfen können und dabei lediglich den Namen Harms gelesen. Sara und John versuchen gemeinsam Michaels Mörder zu finden und stoßen erneut auf den Namen Harms, nachdem dessen Flucht in der Presse bekannt wird.

Eine entscheidende Rolle könnte Rufus Anwalt Samuel Rider spielen, in dessen Büro das entscheidende Dokument zum Beweis von Rufus Unschuld vermutet wird, doch Rider selbst kann keine Auskunft mehr geben, denn auch er wurde zwischenzeitlich gemeinsam mit seiner Frau ermordet...

Als darüber hinaus ein zweiter Assessor ermordet wird, schaltet sich auch das FBI in Person des Agenten McKenna ein. Dieser versucht bereits nach kurzer Zeit Chandler davon zu überzeugen, dass John der Mörder seines Bruders war, da er durch eine auf ihn ausgestellte Lebensversicherung ein klares Motiv hatte. Ein Alibi fehlt ebenfalls...

Und was passiert am Supreme Court? Dort kämpft der Oberste Richter Ramsey um die Beibehaltung eines alten Grundsatzurteils, wonach alle Militärangehörigen ausschließlich der Militärgerichtsbarkeit unterstehen. Auf den Fall Harms bezogen hieße dies, dass allein aufgrund der Feststellung, dass er zum Tatzeitpunkt Soldat war, seine Petition keine Aussicht auf Erfolg haben kann. Mangels Zuständigkeit des Obersten Gerichtshofes...

Um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften soll an dieser Stelle die Inhaltsangabe beendet werden, obwohl noch weitere Handlungsstränge die erhöhte Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Umso beeindruckender ist Baldacchi's Geschick, diese immer wieder zusammen-zuführen, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Auch das Finale bietet einige überraschende Wendungen und ist durchaus gelungen. Ebenfalls werden mehrere Protagonisten, allen voran John, Sara und Rufus, fein herausgearbeitet und bleiben somit keine konturlosen Figuren. Aber auch die "Kämpfe vor Gericht" bieten hohen Lesegenuß. Auch ohne Jurist zu sein, kann man den detaillierten Ausführungen weitestgehend problemlos folgen. Wer nicht frühzeitig aufgibt (örtliche Polizei, FBI, Militär, Richter, die Brüder Harms, John und Sara, und...) erlebt hier "Krimi-Spaß" auf hohem Niveau!

Die Wahrheit

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Letzte Kommentare:
23.04.2014 09:53:45
Emely

Obwohl ich Baldacci mag:
was für ein verworrener Mist.
man wird im Zickzack durch verschiedene Morde gejagt, deren Sinn sich nur unklar erschließt. Die eigentliche Ursache für das ganze Disaster erfährt man nicht wirklich. Es gibt nur Gesprächsfetzen, aus denen man sich seinen Reim machen soll, aber eine Aufarbeitung am Ende, die vielleicht etwas Licht in die Sache gebracht hätte, gibt es nicht.

17.03.2014 10:10:29
mg11

Wieder ein sehr gutes Buch von David Baldacci. Es ist spannend geschrieben, mit ein paar überraschenden Wendungen.Ein bisschen Action, ein bisschen Gericht, ein bisschen Politik, ein bisschen Tragik. Eine gute Mischung! Das Buch wird auch auf fast 600 Seiten nie langweilig.Kann es nur weiterempfehlen!!

20.07.2010 18:48:24
Chrisu

Rufus Harms sitzt im Militärgefängnis, weil er vor 25 Jahren ein Kind getötet hat. Und jetzt erfährt er, dass er das Mädchen zwar getötet hat, aber er trotzdem unschuldig ist. Er läßt seinen Anwalt kommen und übergibt ihm ein Kuvert, dass eine geheime Nachricht enthält. Sein Antwalt macht eine Eingabe beim Obersten Gerichtshof. Mike Fiske nimmt diese Unterlagen aus der Post und versucht auf eigene Faust Hintergründe auszuforschen - und das kostet ihm das Leben. Auch der Antwalt von Rufus wird tot aufgefunden mit seiner Frau, das ganze sieht nach Mord und Selbstmord aus. Aber eine Freundin und Kollegin von Mike Fiske und sein Bruder versuchen gemeinsam Licht in das Ganze zu bringen und gefährden sich dadurch selber. Erst zum Schluss kommt das ganze Ausmaß zu tage. Ein sehr spannendes Buch mit Einblick in Gerichtspraktiken und die Arbeitsweise dieser Organisation. Ich kann es nur weiterempfehlen.

21.07.2008 19:43:36
WelpeMax

Baldacci ist einfach ein sehr guter Schreiber, was er schreibt, ist in meinen Augen wie Gold, ich bin ein begeisterter Leser seiner Werke und Die Wahrheit ist sehr spannend geschrieben für mich besser als " Das Labyrinth" welches ich auch gut fand, aber an "Die Versuchung" reicht es nicht ganz heran, aber 90° ist schon sehr viel!

28.04.2006 15:31:29
Dirty Harry

Ich habe nun schon etliche Bücher von David Baldacchi gelesen. "Die Wahrheit" ist meines Erachtens hervorragend gelungen.
Diese Story macht Spaß. Nach einem etwas langatmigen Beginn, läßt einen der Ablauf der Geschichte nicht mehr los. Es wird eine knisternde Spannung aufgebaut, und die Geschichte nimmt einen praktisch mit.
Dieses Buch ist absolut zu empfehlen.

16.09.2004 08:35:10
Lutz Grünig

Von Anfang an spannend, sehr gut recherchiert; ein Buch was beim lesen "abbrennt" wie eine Wunderkerze; besonders empfehlenswert für Interessierte an Politik und Juristerei. Ein Klasse Krimi der die Vorstellung vom gesellschaftlichen und politischen Geschehen in den USA transparenter macht.

26.07.2004 15:06:46
Michael

Spannend war es, aber einige Charaktere waren zu deutlich gezeichnet, so dass man trotz allem vorausahnen konnte, was passieren würde. Das liegt sicher auch in der logischen Konsequenz des "Drehbuches" begründet. Ein Buch kann nach x Seiten ja nicht zu Ende sein kann, wenn noch y Seiten folgen ;-)

21.07.2004 11:57:38
tuck

eines der besten bücher die ich je gelesen habe, spanend bis zum schluss, ohne langatmige, langweilige stellen

20.01.2004 17:18:09
Oliver

Mein erstes Buch von ihm. Der langatmige Anfang wird von einer gut konstruierten Geschichte wettgemacht. Man zittert mit dem Sympathischen John Fiske der genialen Auflösung entgegen.

30.12.2003 03:31:50
Vivian

klasse buch kann man nicht mehr zur seite legen!!!!!!!!!!!!!

28.11.2003 10:11:41
Christian

Erstklassig, extreme Spannung, streckenweise Dramatik, bis zur toll erzählten Auflösung. Die Story wirkt manchmal etwas konstruiert, was die Spannung aber nur noch steigert. Aufgrund der vielen Wendungen und juristischen Feinheiten muß man sehr konzentriert lesen. Wer damit anfängt, hört nicht wieder auf....

01.08.2003 23:38:34
Andrea

Mein erster Baldacci. Zuerst ein wenig skeptisch wegen des Umfangs, konnte ich nicht nehr aufhören, als ich mich mal hineingelesen hatte. Viele überraschende Wendungen, sehr spannend, sehr amerikanisch. Die Anzahl der Personen ist ein wenig verwirrend, auch ihre Dienstgrade und Positionen habe ich öfter mal durcheinander gebracht. Tut dem Lesegenuss aber keinen Abbruch!