Das Labyrinth

Erschienen: Januar 1997

Bibliographische Angaben

  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 1997, Titel: 'Total control', Seiten: 638, Übersetzt: Michael Krug
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 1999, Seiten: 638, Übersetzt: Michael Krug
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2001, Seiten: 638
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2003, Seiten: 638
  • Wien: Ueberreuter, 2007, Seiten: 1007, Bemerkung: Großdruck
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2008, Seiten: 6, Übersetzt: Regina Lemnitz

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73°
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Markus Traud
Hochspannung im Umfeld Internet und Hochfinanz

Buch-Rezension von Markus Traud Jun 2003

Nachdem ich "Absolut Power", den ersten Roman von David Baldacci sehr gut fand, war ich gespannt, ob er dieses Niveau auch in seinem zweiten Buch aufrecht erhalten kann. In "Das Labyrith" hat Baldacci die Handlung in einem Umfeld aus Internet-Unternehmen, der Hochfinanz und der Juristerei angesiedelt.

Sidney Archer ist eine Top-Anwältin in einer Kanzlei für Firmenrecht, die gerade den Kauf eines Internet-Unternehmens durch ein anderes anbahnt. Ihr Mann Jason ist im mittleren Management des kaufenden Unternehmens. Eine typische erfolgreiche Yuppie-Ehe mit einer kleinen Tochter. Doch dann stürzt das Flugzeug, mit dem Jason angeblich zu einem geheimen Bewerbungsgespräch fliegen wollte und in dem auch der Präsident der amerikanischen Zentralbank war, ab. Im Laufe der Handlung stellt sich heraus, dass das Flugzeug sabotiert wurde, Jason anscheinend doch nicht an Bord war und er scheinbar auch noch geheime Firmenpapiere an die größte Konkurrenz beim Kauf des Internet-Unternehmens geliefert hat. Die Welt um Sidney Archer scheint immer mehr zusammenzubrechen.

Die Story wird sowohl aus der Sicht Sidney Archers, als auch ihres Mannes und des ermittelnden FBI-Beamten Saywer erzählt.

Wiederum ist es David Baldacci gelungen, einen Thriller zu schreiben, der mit überraschenden Wendungen, spannender Action und detailreicher Kenntnis des beschriebenen Umfelds aufwarten kann. Was aus meiner Sicht das Wichtigste ist und für mich einen guten Thriller ausmacht, ist die Tatsache, dass man nicht nach 50 Seiten schon mehr oder weniger weiß, wie es ausgeht und wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind. Immer wieder schwenkt die Handlung plötzlich in eine völlig neue Richtung und Handlungsfäden aus den ersten Seiten, die man schon längst vergessen hat, werden wieder wichtig. Die Personen werden relativ glaubhaft dargestellt, so dass man deren Handeln nachvollziehen kann. An einigen Stellen gegen Ende des Buches gibt es zwar meiner Ansicht nach einige kleinere "Ausreißer" von dieser Regel, die aber den Gesamteindruck nicht allzu sehr trügen.

Auf ein gutes Drehbuch ausgelegt

Die Einblicke in die Bereiche zukünftige Internet-Technologie und die Konkurrenz der Unternehmen, um diese neuen Technologien zu erlangen, ist gut beschrieben, wenn auch nicht allzu tiefgehend. Auch die Verknüpfungen des Finanzsektors werden gut dargestellt. Natürlich kann man nicht erwarten, dass hier bis ins Detail erklärt wird, denn es handelt sich ja um einen Roman, der solche Infos hauptsächlich dazu benutzt, eine Handlung aufzubauen. Aber die Einblicke und Gedanken, in wieweit moderne Technologie in den falschen Händen gefährlich sein kann, sind recht interessant.

Ähnlich wie bei Grisham kann man bei den Romanen Baldaccis natürlich nicht leugnen, dass sie in gewisser Hinsicht immer auch schon so ausgelegt sind, dass man auch ein gutes Film-Drehbuch daraus machen kann. Aber im Gegensatz zu Werken wie z.B. Crichtons "Timeline" hat "Total Control" immer noch den Aufbau und die Struktur eines Romanes und nicht die "Momentaufnahmen", in denen man quasi schon den Film sieht, die aber die Ausgestaltung der Charaktere kaum möglich macht.

Insgesamt betrachtet ist "Total Control" aber wieder ein spannender und gut zu lesender Thriller, der zwar nicht ganz an "Abolut Power" heranreicht, aber doch klar in der "Oberliga" mitspielt.

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