Der Club Dumas

Erschienen: Januar 1995

Bibliographische Angaben

  • Madrid: Alfaguara, 1993, Titel: 'El club Dumas. La novena puerta', Seiten: 493, Originalsprache
  • Stuttgart; Wien: Weitbrecht, 1995, Seiten: 464, Übersetzt: Claudia Schmitt
  • München: Goldmann, 1997, Seiten: 471
  • München: Goldmann, 2000, Titel: 'Die neun Pforten', Seiten: 473
  • Berlin: List, 2005, Seiten: 464

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Wer Bücher liebt, lebt gefährlich: Diese Erfahrung muss jetzt jedenfalls Lucas Corso machen, der im Auftrag von Antiquaren, Buchhändlern und Sammlern nach prachtvollen Erstausgaben, skurillen Sonderauflagen und wertvollen Wiegendrucken sucht. Zwei bibliophile Kostbarkeiten werden dem Bücherjäger zum Verhängnis: ein kostbarer okkulter Band, dessen Drucker vor Jahrhunderten auf dem Scheiterhaufen endete, und das Kapitel eines Originalmanusktriptes von Alexandre Dumas. Sind beide wirklich echt? Manche Bücherschätze entzünden offensichtlich Leidenschaften, die geradewegs in den Wahnsinn führen...

Der Club Dumas

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Letzte Kommentare:
05.12.2010 12:42:21
Roderich

@ Daidalos:

Und Sie glauben beurteilen zu können, was ein "miserabler" oder "gelungener" erzählerischer Kniff ist? Dafür reicht eine oberflächliche Lektüre des Buches sicher nicht aus. Eine ausführlichere Begründung Ihrer Thesen wäre hilfreich (Wo z.B. ist die Sprache "dilettantisch" - "dilettantisch" haben Sie übrigens falsch geschrieben, was mir wiederum dilettantisch vorkommt -, und was ist "dilettantisch" genau; Unvermögen des Autors? Das bezweifle ich.).
Ich finde aus Sicht eines Lesers, der eine gewisse Affinität zu Büchern (in Literatur) hat, ist "Der Club Dumas" ein gelungenes Buch, dass sich gut liest und mit einigen außergewöhnlichen erzählerischen Techniken überzeugen kann. Zudem schwingt im Werk selbst die nicht endende Diskussion um qualitative und minderwertige Literatur mit, im Prinzip als eine Art Eigenreflexion. Dazu kann sich jeder Leser ein eigenes Bild machen. Wer mystische und fantastische Elemente in Literatur nicht mag, der sollte sich von der Lektüre aber nicht zu viel versprechen.

14.09.2009 20:35:35
Daidalos

Nur eine kurze Bemerkung meinerseits, in der ich auf die - streckenweise schöne, streckenweise überraschend dilletantische - Sprache und die - sicherlich streitbaren - dramaturgischen und charakterlichen Aspekte der Geschichte nicht weiter eingehen möchte.

Mal davon abgesehen, dass ich das Buch insgesamt schon recht schwach fand - allein wenn eine Romanfigur in jedem zweiten Kapitel denkt, sie sei eine Romanfigur (nicht verfremdend, sondern schlicht als miserabler erzählerischer \'Kniff\'), möchte ich kaum weiterlesen - offenbart sich doch gerade am Ende noch eine ganz große Schwäche [Achtung: Spoiler-Warnung - dies könnte manchen schon zuviel verraten!]:

So wird der Schlüssel, der den gesamten interessanten Teil der Handlung (die Kombination der \'richtigen\' Bildtafeln) mit der \'Lösung\' (den Pforten) verbindet, zwar in einer kleinen Tabelle geliefert, aber nicht erklärt, sondern vielmehr mit der Bemerkung (wörtl.) abgetan: "Aus jeder Bildtafel lässt sich eine Nummer, ein magisches Element und ein Schlüsselwort ablesen [...L]esen Sie, wenn Sie möchten. Obwohl Sie das wahrscheinlich nie verstehen werden."
Also: die Tafeln verraten einem das \'Lösungswort\', aber wie, bleibt ganz geheim - für mich als mitratenden Leser ist das überaus ärgerlich.

09.01.2009 15:36:34
Marius

Ich kann mich dem Großteil meiner Vorredner anschließen und muss auch zugeben, dass "Der Club Dumas" ein wirklich gutes Buch ist . obwohl ich es allerdings gar nicht als Krimi bezeichnen würde, genausowenig wie viele andere Titel, die hier im Portal auftauchen. Denn eigentlich lese ich in der Regel keine Krimis. Egal, hat ja eigentlich nichts mit dem Buch zu tun.Eine Sache, die hier bisher nicht erwähnt wurde, ist, dass der "Club" beachtliche Parallelen zum "Foucaultschen Pendel" von Umberto Eco aufweist, die so zahlreich und stark sind, dass man nicht umhin kommt, zu sagen, dass Pérez-Reverte das "Pendel" als direkte Vorlage genommen hat, was teilweise auch durch deutliche Anspielungen im Buch erkennbar wird. Beide Bücher ähneln sich in jedem Fall sehr, was Thema, Aufbau und Anspruch anbetrifft.Daher kann ich auch jedem Leser des "Foucaultschen Pendels" empfehlen, den "Club Dumas" zu lesen, wie ich es getan habe. Ich war zwar anfangs skeptisch, als sich die Parallelen mehrten, ob das ganze nicht einfach ein dreistes Plagiat ist, aber zunehmend fand ich dann, dass es sich eher um eine Hommage mit Augenzwinkern an das "Pendel" und an Umberto Eco handelt. Zudem gibt es auch große Unterschiede, was die Handlung im Detail anbetrifft, sodass man nicht Gefahr läuft, sich zu langweilen. Auch wer jetzt den "Club" gelesen hat, kann gerne zum "Pendel" greifen, weil es einfach ... nun ja, genial ... ist, obwohl der Anspruch an den Leser dabei noch ein ganzes Stück höher liegt. Aber der gebildete Leser will ja gefordert werden ...

10.08.2008 14:44:57
HerrHansen

Eines der besten Bücher, die mir in den vergangenen Jahren in die Hände gefallen sind.

Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich nicht durch die Verfilmung Die neun Pforten" vorbelastet war.

Ich habe es vor kurzem für einen günstigen Euro auf dem Flohmarkt erstanden - der Klappentext hatte mich schon neugierig gemacht und da ich einen Hang (um nicht den Begriff "Spleen"zu verwenden) zu alten Büchern habe. musste es einfach mit. Zugegeben, es fängt relativ langatmig an, aber mit fortschreiten der Handlung erhöht sich auch das gefühlte Tempo. Interessant ist auch der wechsende Erzählstil des Autors. Sprachlich ist es ein wahrer Leckerbissen und nicht wie viele Bücher heute einfach schnell und bruchstückhaft übersetzt sondern flüssig - etwas was heute viel zu selten vorkommt.

Ergänzt wird die handlung durch zahlreiche Abbildungen, was für das Verständnis der Handlung sehr vorteilhaft ist.

es lohnt sich, deshalb von mir 98°

19.11.2007 15:19:25
Prof.P

Wenn man hier verraten würde wer Irene Adler ist, würde man ja den Leuten die Spannung nehmen die es noch nicht durch haben!?

@Wimmer: weitere Tipps die für mich in die gleiche Richtung gehen:

Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes

Maria Szepes - Der rote Löwe

14.04.2006 21:32:43
Zarah

Nachdem ich bereits die "Neun Pforten" mit Johnny Depp gesehen hatte, hab ich mir auch die Romanvorlage von Arturo Perez - Reverte zugelegt, welche natürlich erwartungsgemäß um einiges besser war. So kommt das Manuskript von Alexandre Dumas im Film gar nicht vor und alles in allem kann man sowieso sagen, dass das Buch den Film allein im Punkt Spannung um einiges übertrifft. Es ist sehr komplex und abwechslungsreich geschrieben, Langeweile kommt praktisch nicht vor. Ich kanns persönlich nur weiterempfehlen.

12.01.2006 18:14:30
Baby Jenks

Echt interessantes Buch, auch wenn es größtenteils von Büchern von Alexandre Dumas handelt und es empfelenswert ist diese vorher zu lesen, bevor man mit "der Club Dumas" anfängt. Vielleicht hätte sich P.-R. mehr auf das Buch "Die Neun Pforten" konzentrieren sollen, wie im Film. Na ja, trotzdem lesenswert!

23.10.2005 21:17:39
Mike Rayden

Das Buch hatte mich sofort gefesselt, die Geschichte, die Sprache
und die Personen fazinierend. Ich habe das Buch einmal ganz
durchgelesen und dann nochmal, meine Muttersprache ist
english (ich habe das Buch in english schon bestellt) die Dt.
version war eine leihgabe. Am ende hätte ich gerne mehr
gewusst. Dear Mr. Arturo P-R, gibt es irgendwann eine
Vorgeschichte- oder gar ein sequel?

17.08.2005 22:40:32
Gerd

Ein Roman mit einer bemerkenswert guten Sprache (jedenfalls für einen "Krimi") und guter Wissensvermittlung. Leider ist das Ganze etwas langatmig und mit zuwenig Spannungspassagen, wodurch Disziplin gefordert ist. Für das Genre "Krimi", so der Roman denn dort überhaupt angesiedelt werden kann, kein so glücklicher Stil. Nichts für eine spannende "Lesenacht".

27.06.2005 08:36:17
Andreas

Der Krimi war zwar interessant aber doch etwas langatmig. Der Autor erzählt für meinen Geschmack vieles, was eigentlich nicht zum Thema gehört. Man muß auch lange lesen, bis man weis, was nun überhaupt die Geschichte des Romanes ist.

Fazit: Nichts für`s "schnelle" Lesen.

12.04.2005 08:16:41
Pascal

Das Buch war trotz einiger Schwachstellen sehr interessant. Vorallem die Bilder und Tabellen waren abwechslungsreich. Auch schön war, das es einen richtigen Erzähler gab.

Der Schluss hat mich entäuscht. Zuerst kam ich mir irgendwie betrogen vor, aber nach einigem überlegen war es dann doch ok.

Leider habe ich nicht wirklich verstanden, was Irene Adler für eine Person war, oder was es sich mit Ihr aufsich hatte. Mich würden an dieser Stelle Meinung von anderen Lesern interessieren.

05.02.2005 14:00:25
Bea

Ein tolles Buch! Ich mag es sehr, wenn ich auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt bekomme! Der Stil von A. P-R ist anspruchsvoll und das ist bei Krimis nicht so oft der Fall! Obwohl gerade in der letzten Zeit häufen sich solche etwas anspruchsvolleren Bücher. Muss ja nicht immer aus den USA kommen! lg Bea

28.01.2005 11:16:10
Bina

Sehr, sehr gutes Buch. Mir haben auch die Illustrationen echt klasse weitergeholfen, denn dadurch versteht man eindeutig mehr, als wenn man sich das alles vorstellen muss. Auch die Charaktere der Bibliophilen haben mich sehr fasziniert. Nur das mit der Beschützerin hab ich nicht so richtig verstanden, ist mir dann am Schluss klar geworden. Habe nach dem Buch dann auch den Film gesehen, doch ich kam nicht umhin, immer wieder zu sagen "Das war im Buch aber ganz anders, viel Besser!".

30.09.2004 15:49:05
Ulrich

Ich kann auch nicht die Meinung der meisten guten Bewertungen nachvollziehen. Denn ich schleppe mich durch die Seiten mit lateinischen Abkürzungen, die irgendwie misteriös sein sollen, dann gibt es Zeichnungen aus der Zeit des Buchdrucker-Anfangs, angeblich auch diabolisch...
Vielleicht soll spannend sein, wie Corso detektivisch an die Analyse dieser alten Folianten geht; mir ist das zu trocken. Eben: Geschmackssache.

21.09.2004 14:33:14
Wimmer

Wer weiß weitere (tolle Alliteration, oder!?) Bücher im Stile von "Der Club Dumas" oder "F. Pendel"? Also Bücher über alte Bücher, Schriften, Geheimnisse, Mystik etc. ...
Bitte schreibt mir recht fleißig! DANKE!

21.09.2004 14:14:53
Wimmer

Ein großartiges Buch; ich habe den Film zuerst gesehen,die Lektüre ist aber tausendmal besser, es geht eigentlich um was ganz anderes als im Film. Dieser behandelt nur die halbe Wahrheit der ganzen Raffinesse! Ich scheue keinen Vergleich mit Umberto Eco´s "Das foucaultsche Pendel"! (das habe ich jetzt hoffentlich richtig geschrieben, kann grad nicht nachschauen!)

06.08.2004 16:57:12
dyke

Wohl weniger ein Buch für Krimi-Fans, eher für die Freunde der phantastischen Literatur und dort gehört es zu den Highlights der letzten Jahre.

22.01.2004 16:21:54
birra

Das Buch gefallt mir sehr. Ich hab das im diesen Jahr gelesen bevor ich den Film gesehen habe.
Ich bin sehr interessant uber den Bucher entlich wie "Der Club Dumas".

03.02.2003 15:25:15
joe

frage bitte: gibts im inet sites wo ich bücherkunde lernen kann Es ist wahnsinnig interessant. danke schickt infos auf meine mail danke

03.02.2003 15:23:48
joe

das buch ist genial und gehört schon lange zu meinen favorien. ich hatte das buch schon gelesen bevor es in den kinos kam. und.....das buch is natürlich besser...:-)

26.09.2002 16:25:43
bee

Ich kann die bisher einzige Wertung hier mit 99 Grad nicht ganz nachvollziehen, nicht weil mir das Buch gefallen oder nicht gefallen hat, sondern weil kaum ein Buch eine solche Wertung verdienen kann. Egal, "Der Club Dumas" ist eigentlich kein Krimi im klassischen Sinne, sondern man wird durch den Klappentext auf eine völlig falsche Fährte geführt. Satanismus spielt dabei eine wesentliche Rolle. Ein merkwürdiges Buch, das sicher nicht jedermanns Sache sein kann...