Zusammen stirbt man weniger allein

  • Goldmann
  • Erschienen: Juni 2022

- Taschenbuch, Klappenbroschur

- 352 Seiten

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Monika Wenger
70°

Krimi-Couch Rezension vonAug 2022

Überraschender Besuch im Badezimmer

Als Lizzi von einem anstrengenden Tag in der Anwaltskanzlei nach Hause kommt, wird sie im Badezimmer von einem unbekannten Mann überrascht. Er stellt sich als Personenschützer ihres Vaters vor. Lizzis Vater habe ihm, Erik, für den Notfall, eine Kopie ihres Hausschlüssel überlassen. Lizzi ist fassungslos und überrumpelt. Sie hat keine Ahnung, weshalb ihr Vater einen Personenschützer braucht.

Spurensuche

Zur Klärung der Angelegenheit versucht Lizzi, ihren Vater zu erreichen. Das ist jedoch kein einfaches Unterfangen. Die Versuche einer Kontaktaufnahme bleiben ergebnislos. Zusätzliche Nachforschungen sind nicht zielführend und lassen nur eine Erkenntnis zu: Ihr Vater hat ein Parallelleben geführt. Mit Eriks Wissen über ihren Vater machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem Vater. Über Thüringen nach Yorkshire in England führen die kargen Hinweise. Endlich finden die beiden erste Anzeichen, die auf ein Geheimnis schliessen lassen. Dabei tauchen sie tief in Lizzis Vergangenheit ein.

Spritzige Dialoge, einfache Handlung

Die Geschichte beginnt harzig. Es dauert seine Zeit, bis sie Fahrt aufnimmt. Dafür sind die Dialoge spritzig und treffend ausgefallen. Der ständige verbale Schlagabtausch zwischen Lizzi und Erik erinnert an Screwball-Komödien aus den 1930er/1940er Jahre. Da spürt man den Einfluss der Drehbuchautoren. Für eine Geschichte ist es fast zu viel des Guten und wirkt überladen.

«In ihrem Beruf sollten sie immer auf alles gefasst sein.» «Ich dachte, das wäre ich, bevor ich ihnen begegnet bin.» «Wenn sie von meiner Anwesenheit derart profitieren, habe ich Anspruch auf einen Teil ihres Honorars, schätze ich.» (Quelle: Roman)

Die Juristin Lizzi mag in ihrem Beruf eine Koryphäe sein, menschlich weist sie doch einige Defizite auf. Da bleibt nur tiefes Einatmen und zwischendurch ein Kopf schütteln. Ihre unlogischen Verhaltensweisen, die das ungleiche Paar ständig in Nöte bringt, nimmt den grösseren Teil der Geschichte ein. Aber das scheint der Sinn der Sache zu sein, bringt aber keine echte Spannung.

Der Krimi ist nett, ohne grosse Ansprüche an die Leserschaft. Wer witzige Dialoge und eine einfach gestrickte Handlung mag, wird gut bedient.

Fazit

Ein Screwball-Comedy-Krimi in Buchform. Wenig Spannung, aber mit vielen witzigen Einlagen und einer unkomplizierten Handlung.

 

Zusammen stirbt man weniger allein

, Goldmann

Zusammen stirbt man weniger allein

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