Der andere Sohn

Erschienen: Februar 2021

Bibliographische Angaben

- OT: Det sista livet

- aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein & Max Stadler

- HC, 528 Seiten

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Vor zehn Jahren ist in der schwedischen Kleinstadt Karlstad eine junge Frau spurlos verschwunden. Ihre Leiche blieb verschollen, den einzigen Verdächtigen Billy musste man laufen lassen. Doch die Tat ist nie vergessen worden, die Schuldzuweisungen sind nie verstummt. Nun wird der Cold Case neu aufgerollt. Als sich der amerikanische FBI-Agent John Adderley nach einem missglückten Undercover-Einsatz in Baltimore eine neue Identität zulegen muss, ist für ihn sofort klar: Er will nach Schweden zurückkehren, zu seinen Wurzeln. Denn John hat noch eine alte Schuld zu begleichen. Billy ist sein Halbbruder und hat John schon früher angefleht, ihm zu helfen. Er sei unschuldig und die Provinzpolizei damals wie heute nur auf der Suche nach einem Sündenbock, beteuert er. Trotz des Risikos, dass Johns Verfolger aus Baltimore ihm in seine alte Heimat folgen, reist er nach Karlstad und wird Teil des Ermittlerteams. Das bringt nicht nur ihn in tödliche Gefahr.

Der andere Sohn

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Letzte Kommentare:
24.02.2021 22:37:14
Schneckchenleser

Ein schönes Cover, ein interessanter Klappentext haben mich mal wieder verleitet ein Buch zu kaufen und zu lesen und ich denke, ich hatte wieder ein gutes Gespür für ein gutes Buch. Es war zwar nicht perfekt, aber definitiv ein gelungenes Debüt und eine durch und durch spannende Geschichte, die sehr unterhaltsam war, zwar gefielen mir nicht alle Charaktere und auch konnte ich mich wenig mit ihnen identifizieren, aber der Plot rund um John Adderley, der von Baltimore nach Schweden kommt war gut gemacht. Trotz einiger Seiten fehlten mir am Schluss so manche Hintergründe und so manche Information, aber da es ja als Serie angelegt ist, könnte in dieser Richtung noch mehr kommen, ich werde ein Auge offen halten.

18.02.2021 00:00:14
Leserin

Auf die Lektüre des Romans habe ich mich sehr gefreut. Der Klappentext versprach spannende & anspruchsvolle Unterhaltung. Im Roman „Der andere Sohn“ gibt es zwei verschiedene Handlungsstränge & zwei Zeitebenen – 2009 und 2019, jedoch wenige Zeitsprünge oder Rückblenden.

Baltimore, 2019: Als der FBI-Agent John Adderly nach einem vermasselten Undercovereinsatz untertauchen muss, entscheidet er sich ausgerechnet für seine alte Heimat – Karlstad in Schweden.
Im Jahre 2009 verschwand Emelie Bjurwall, Unternehmer- Tochter und Erbin des schwedischen „AckWe“-Konzerns spurlos. Gefunden wurde lediglich ihr Blut und die DNA von Johns Halbbruder, Billy. Zehn Jahr später möchte John den ungelösten Fall endlich aufklären: Ist Billy wirklich der Mörder?

Die Exposition war unheimlich spannend!
John leidet an einer Posttraumatischen Belastungsstörung; er ist eigentlich ein interessanter Protagonist. Ich finde es auch toll, dass die Handlung nicht in Stockholm angesiedelt ist. Immer wieder ist vom „varmländischen Dialekt“ die Rede. Man kann den Roman flott lesen. Die Figurenkonstellation ist für Vielleser wahrscheinlich nicht überraschend – die problematische schwedische Bourgeoisie kennt man schon aus den Romanen von Stieg Larsson oder Henning Mankell. Die toughe Geschäftsfrau, die mit dem Softie – Ehemann liiert ist, ist leider auch nichts Neues. Die schwedische „Unterschicht“ steht im Krimi in krassem Kontrast zu den Großindustriellen. Der Grundgedanke des Romans rund um John gefiel mir wirklich gut, meines Erachtens ließ die Ausarbeitung jedoch stark zu wünschen übrig – Der Handlungsverlauf war für mich völlig vorhersehbar, die Figuren leider (!) erschreckend flach: John verhält sich für einen blitzgescheiten FBI-Agenten oft ziemlich unklug, überhaupt ist die Beschreibung der Charaktere im Roman ziemlich klischeehaft & eindimensional: „[…] die berüchtigte Anwältin […] hatte große dunkle Augen. Er nahm an, dass sie oder ihre Verwandten vom Balkan stammten.“
Manche Passagen lesen sich wie Szenen aus einem schlechten Achtziger-Jahre-Film: „Dann ließ sie das Oberteil zur Taille hinabfallen. […] Sie hatten sich beide hemmungslos verausgabt […].“ Oft verhalten sich die Protagonisten nicht wie normale Menschen. Das fand ich schade. In einem guten Thriller sollten weder der plot noch die Figuren konstruiert wirken. Im Verlauf der Geschichte gelingt es den Autoren nicht, eine spannungsgeladene Atmosphäre zu evozieren. Die Erzählweise ist linear, der Roman endet mit einem Cliffhanger, der Protagonist denkt bzw. sagt das für den aufmerksamen Leser/ die aufmerksame Leserin Offensichtliche, das fand ich richtig ärgerlich. Insgesamt fehlt es einfach an Raffinesse.

Fazit:

„Der andere Sohn“ ist ein schwacher Reihenauftakt, daher kann ich leider nur zweieinhalb von insgesamt fünf möglichen Sternen vergeben. Aus dem Stoff hätten die Autoren mit adäquaten erzählerischen Mitteln viel mehr machen können. Es kann eigentlich nur besser werden – ich hoffe auf mehr „Feintuning“ in Band zwei, da ich trotz aller Kritikpunkte neugierig auf Johns nächsten Fall bin.

16.02.2021 18:42:49
Heidrun

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, die sich anfange abwechseln. Der erste Strang spielt 2009 als Emily verschwand. Im zweiten Strang, der 2019 spielt, geht es um John, der im Zeugenschutzprogramm nach Schweden in seine Heimatstadt kommt, der seinen Bruder ein gerechtes Verfahren sichern will. Sein Bruder war angeklagt, für das Verschwinden von Emily verantwortlich zu sein. Er wurde aus Mangel an Beweisen wieder freigelassen. Jetzt wird der Fall neu aufgerollt. Später spielt es nur noch 2019.
Das Buch lässt sich flüssig lesen. Der Schreibstil ist angenehm. Es wird viel ermittelt, wie es bei skandinavischen Krimis üblich ist. Dadurch entsteht eher eine subtile Spannung. Die Figurenzeichnung war glaubhaft, wenn auch leicht überzogen. So eckt John mit seinen "amerikanischen" Verhalten bei seinen schwedischen Kollegen immer mal an, besonders lustig bei der Küchenwoche.
Mit diesen Buch habe ich neue skandinavische Autoren entdeckt, denen ich auch weiter folgen werde. Da das Buch mit einen Cliffhanger endet, werde ich auch das nächste Buch lesen.

16.02.2021 06:47:40
miss.mesmerized

Nach einem gefährlichen Einsatz gegen ein Drogenkartell muss John Adderley durch das FBI-Zeugenschutzprogramm eine neue Identität erhalten. Er bittet darum, nach Schweden versetzt zu werden, das Land, in dem er die ersten 12 Jahre seines Lebens verbracht hat. Widerstrebend stimmen seine Vorgesetzten zu, da sonst der Prozess platzen würde. Es ist jedoch keine Nostalgie, die ihn zurücktreibt, seine Mutter bittet um seine Hilfe. 10 Jahre zuvor wurde sein Halbbruder des Mordes an der Erbin eines Klamottenimperiums beschuldigt, aus Mangel an Beweisen jedoch wieder freigelassen. Nun wird der Fall erneut aufgerollt und die Mutter fürchtet, dass es wieder keine fairen Ermittlungen gibt. John wird in das Ermittlungsteam eingeschleust und kann bald nicht nur die Leiche finden, sondern auch nachweisen, dass es Manipulationen bei den Ermittlungen gab. Offenbar sitzt der Täter in den Reihen der Polizisten.

Das Autorenteam Mohlin/Nyström kennt sich bereits seit Kindheitstagen und hat mit „Der andere Sohn“ nun zum ersten Mal gemeinsam einen Kriminalroman verfasst, den Auftakt einer Reihe, die in der schwedischen Stadt Karlstad angesiedelt ist. Die Geschichte liefert genau das, was man von skandinavischer Spannungsliteratur gewohnt ist: eine sauber gestrickte, komplexe Handlung, die jedoch auch Raum lässt, um einen Blick in die Gesellschaft und kulturellen Eigenheiten zu gewähren. Der Protagonist John nimmt dabei eine interessante Zwischenposition ein: weitgehend in den USA sozialisiert und beruflich durch die Arbeit beim FBI geprägt, spricht er zwar die Sprache seiner neuen Kollegen, hadert jedoch mit so mancher Eigentümlichkeit, an die er sich nur schwer gewöhnen kann.

Was geschah mit Emelie in der Nacht vor 10 Jahren? Und wo ist die Leiche der jungen Frau? Nach einer Party wollte sie noch einen mysteriösen Mann treffen, doch ihre Spur verliert sich, das letzte Lebenszeichen ist eine große Menge Blut an einem Felsen, ganz in der Nähe finden sich Spermaspuren, die zu Johns Halbbruder führen. Doch dieser leugnet die Tat und auch die junge Frau gekannt zu haben. Sobald John sich näher mit ihr befasst, zeigt sich, dass die Studentin zwei ganz unterschiedliche Seiten hatte, die offenbar zu ihrem Verhängnis wurden. Als John die Manipulationen am Beweismaterial entdeckt, nimmt die Handlung nicht nur eine Wende, sondern auch das Tempo ordentlich Fahrt auf. Und immer muss der Ermittler auch damit rechnen, dass seine wahre Identität entdeckt wird, was ihn das Leben kosten könnte.

Ein überzeugender Auftakt, auch wenn der Anfang mit John Vorgeschichte in Baltimore etwas ausführlich war und nicht in unmittelbarem Zusammenhang zum Cold Case steht. Jedoch scheint dies in den Folgebänden wieder relevant zu werden. Der Fall bietet einige überraschende Wendungen, die durch akribische Polizeiarbeit und nicht durch bloßen Zufall ausgelöst werden. Die Spannung wird gelegentlich durch kleine interkulturelle Missverständnisse – Gott bewahre: Küchendienst für den ehemaligen FBI–Ermittler und viel zu kleine Autos mit Gangschaltung– unterbrochen, die zur Abwechslung auch zum Schmunzeln einladen.

14.02.2021 14:52:33
carola1475

Spannender Auftakt zu neuer Krimi-Reihe

Nach einem schief gelaufenen Einsatz lässt sich der FBI-Agent John Adderley im Zeugenschutzprogramm als Ermittler bei der schwedischen Kriminalpolizei einschleusen, um seinem Halbbruder zu helfen, der vor 10 Jahren unter Mordverdacht stand und nur aus Mangel an Beweisen auf freien Fuß kam und dessen Fall nun erneut untersucht werden soll.

Die beiden Handlungsstränge auf verschiedenen Zeitebenen – 2009 in Karlstad, Schweden, als ein junges Mädchen verschwand und 2019 in Baltimore USA – sind beide für sich spannend und werden mit dem Umzug Johns nach Schweden 2019 zum aktuellen Handlungsstrang, in dem John seine Ermittlungen zum cold case anstellt.

Seine mehr oder weniger eigenmächtige Ermittlungsarbeit wird wiederholt durch Panikattacken beeinträchtigt, was meiner Meinung nach auch die Glaubwürdigkeit des Ermittlers selbst beeinträchtigt.

Gegen Ende des Buchs gibt es einige Twists, Wendungen, die die Auflösung in die Länge ziehen, das empfand ich als etwas zu viel Dramatik.

Die Geschichte ist logisch erzählt, der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen, wobei der Protagonist für mich keine Identifikationsfigur ist. Das ambivalente Verhältnis, das John zu Mutter und Bruder hat nach den vielen Jahren ohne Kontakt, ist gut und glaubhaft beschrieben.
Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten und gipfelt in einem Cliffhanger.

Das Cover erscheint mir nach der Lektüre nichtssagend und der deutsche Titel führt eher in die Irre. Hier wäre eine Übersetzung des Originaltitels vielleicht angebrachter gewesen.

14.02.2021 11:10:42
buchleserin

Nach einem misslungenen Undercovereinsatz erhält FBI-Agent John Adderley eine neue Identität und reist aus den USA nach Schweden, in seine alte Heimatstadt Karlstadt. Dort wird ein Cold Case neu aufgerollt und John wird Teil des Ermittlerteams. Der einzige Verdächtige war damals sein Halbbruder Billy. Doch der hat immer wieder seine Unschuld beteuert. Eine Leiche wurde bisher nicht gefunden. John möchte endlich die Wahrheit herausfinden.
Der Anfang dieses Kriminalromans hat mir sehr gefallen und auch FBI-Agent John Adderley als Ermittler, der immer wieder von Panikattacken überrascht wird. Doch nach und nach fand ich die Handlung immer langatmiger und auch die Ermittlungen gingen nur langsam voran. Einige Kapitel fand ich ziemlich zäh zu lesen. Doch einige Fragen haben mich beschäftigt. Wer hat die junge Emilie getötet? Ist sein Bruder wirklich unschuldig? Wer könnte es sonst gewesen sein? Natürlich war ich neugierig auf die Auflösung. Also weiter mit den Ermittlungen. Zum Ende hin konnte die Handlung jedoch wieder an Fahrt aufnehmen. Insgesamt konnte mich dieses Krimi-Debüt doch nicht so mitreißen, wie anfangs gedacht. Ich fand diesen Kriminalroman nur mäßig spannend. Doch John Adderley ist ein ganz interessanter Protagonist. Die Ereignisse um John Adderley gehen weiter, denn man ist auf der Suche nach ihm. Die Story um den Undercovereinsatz fand ich sehr interessant. „Der andere Sohn“ ist der erste Band einer Reihe.

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

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