Die Frau vom Strand

Erschienen: Februar 2021

Bibliographische Angaben

- TB, Seitenzahl unbekannt

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Freundin oder Feindin?

Rebeccas Leben ist fast perfekt: Sie lebt mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter in ihrem Traumhaus an der Ostsee. Nur wenn Lucy beruflich unterwegs ist, fühlt Rebecca sich einsam. Das ändert sich jedoch, als sie am Strand Julia kennenlernt. Die beiden Frauen freunden sich an und treffen sich täglich - bis Julia plötzlich spurlos verschwindet. Rebecca begibt sich auf die Suche nach ihr, stellt jedoch bald fest, dass sie ein Phantom jagt. Vieles, was Julia ihr erzählt hat, war gelogen, ihre angebliche Zufallsbegegnung sorgfältig inszeniert. Als Rebecca erkennt, weshalb Julia wirklich ihre Nähe gesucht hat, ist es zu spät. Sie muss eine Entscheidung treffen, um die zu schützen, die sie liebt.Ein Thriller wie ein Bad in der Brandung - er hinterlässt kalte Schauer

Die Frau vom Strand

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Letzte Kommentare:
04.03.2021 14:15:16
buecherwurm1310

Rebecca ist sehr glücklich in Rerik an der Ostsee mit ihrer Frau Lucy und der kleinen Tochter Greta. Als sie am Strand Julia kennenlernt, merkt sie erst, dass ihr während Lucy beruflich in Hamburg ist etwas fehlt. Sie freundet sich mit Julia an. Doch wenige Tage später ist Julia spurlos verschwunden. Rebecca macht sich auf die Suche, doch sie jagt ein Phantom. Dabei erfährt sie, dass die Zufallsbegegnung inszeniert war. Dann wird eine Frau an der Klippe tot aufgefunden und die Polizei muss sich mit dem Fall beschäftigen.
Ich habe schon einige Kriminalromane der Autorin Petra Johann gelesen und alle konnten mich überzeugen. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das als Thriller deklariert ist. Ich muss feststellen, ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist sehr packend und angenehm flüssig zu lesen. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven und dabei gibt es so viele Wendungen, dass ich nie wusste, was da wirklich geschehen ist. Ich hatte das Gefühl, dass jeder lügt oder Wesentliches verschweigt, ja sogar sich selbst etwas vormacht. Daher wurde ich auch mit den meisten Personen nicht richtig warm. Ständig hatte ich irgendwelche Fragen und sobald sich eine geklärt hatte, gab es schon wieder neue. So wurde die Spannung ständig hochgehalten.
Rebecca ist ein richtiges Muttertier, das die kleine Greta nicht aus den Augen lässt. Zu ihrer Familie hat sie kaum Kontakt. Daher freut sie sich auch, dass Julia mit ihr auf einer Wellenlänge ist. Sie haben gemeinsame Erfahrungen gemacht und ähnliche Interessen. Lucy ist sehr intelligent und ein hilfsbereiter Mensch, über den alle nur Gutes berichten können. Mit ihren Freunden Finn und Priska arbeitet Lucy zusammen in ihrer Firma. Die Kommissarin Edda Timm kennt nur einen Lebensinhalt: knifflige Rätsel lösen. Das kann sie bei ihren Fällen oder auch bei Computerspielen. Sie ist nicht unbedingt ein Teamplayer und fordert ihren Mitarbeitern einiges ab.
Auch wenn man glaubt, endlich auf der richtigen Spur zu sein, so hält die Autorin doch immer noch eine Überraschung bereit.
Dieser unvorhersehbare und fesselnde Thriller hat mich überzeugt. Lese-Empfehlung!

01.03.2021 21:31:33
books4ever

Psychologisch raffiniert und fesselnd bis zum Schluss

Mit „Die Frau vom Strand“ ist Petra Johann ein packender, unvorhersehbarer Thriller gelungen, dessen Ende einen so schnell nicht mehr los lässt.
Nach einem Schicksalsschlag hat sich Rebecca mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter Greta in ihr kleines Haus in Rerik an der Ostseeküste zurückgezogen. Eines Tages trifft Rebecca während eines Spaziergangs am Strand auf Julia und freundet sich mit ihr an. Die beiden Frauen treffen sich regelmäßig, bis Julia plötzlich spurlos verschwindet. Rebecca beginnt nach Julia zu suchen und stellt Nachforschungen über sie an - ergebnislos. Vieles, was Julia Rebecca erzählt hat, scheint nicht zu stimmen bzw. bewusst inszeniert gewesen zu sein. Wer ist Julia wirklich und was wollte sie von Rebecca? Mit ihren Fragen setzt Rebecca schließlich eine Kette verhängnisvoller Ereignisse in Gang …

Der Autorin Petra Johann ist es gelungen, von der ersten bis zur letzten Seite eine durchweg hohe, unterschwellige Spannung aufzubauen. Dies liegt unter anderem an den verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Im ersten Teil des Buches steht die Sichtweise von Rebecca im Vordergrund. Der Leser erlebt ihre Begegnung mit Julia, deren mysteriöses Verschwinden und schließlich Rebeccas zunehmend verzweifelte Suche nach Antworten. Durch diese Erzählperspektive konnte ich mich gut in Rebeccas Lage hineinversetzen und ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen.
Im Hauptteil des Thrillers rücken dann die Ermittlungen der Kriminalkommissarin Edda Timm in den Fokus. Kurz nach dem Verschwinden der mysteriösen Julia wird Rebeccas Frau Lucy tot am Fuß der Steilklippen nahe des gemeinsamen Hauses gefunden. Da die Todesumstände unklar sind, beginnt Edda zu ermitteln: War es ein tragischer Unfall, Suizid oder wurde Lucy absichtlich von der Klippe gestoßen? Es scheint, als hätten sowohl Rebecca als auch Lucys bester Freund und Geschäftspartner Finn Hofmeister etwas zu verbergen. Schnell wird klar, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint und dass auch Lucy, von der alle zunächst nur das beste erzählen, ein dunkles Geheimnis hatte.
Im Laufe der Handlung kommen einige unerwartete Wesenszüge der Hauptcharaktere ans Tageslicht und so kam die Auflösung für mich sehr überraschend. Insbesondere das letzte Kapitel hat mich schaudernd zurückgelassen.
Alles in allem ist „Die Frau vom Strand“ ein fesselnder und psychologisch raffinierter Thriller mit einigen unvorhersehbaren Wendungen. Ich werde definitiv noch mehr von der Autorin lesen und vergebe verdiente 5 Sterne.

25.02.2021 19:05:41
TochterAlice

Lucy, die mit Freunden ein überaus erfolgreiches Start-Up für Computerspiele der besonderen Art aufgebaut und Rebecca, Physiotherapeutin in Elternzeit, sind ein Ehepaar, das einander sehr zugetan ist. Doch schnell wird klar: hier gibt Rebecca den Ton an. Lucy ist ihre erste gleichgeschlechtliche Partnerin, sie wurde und wird zudem noch von Männern umschwärmt. Ja, Rebecca ist ein Schuss, der sich den/die Partner*in aussuchen kann und entsprechend tanzt Lucy nach ihrer Pfeife, auch wenn sie sich dessen nicht unbedingt bewusst ist.

Aber: Rebecca wollte ein Kind. Sie hat jetzt eine Tochter. Sie wollte nicht mehr in Hamburg, sondern in Rerik an der Ostsee leben, obwohl das Lucy, die in Hamburg arbeitet, Umstände macht. Beides hat sie erreicht und genießt nun ihr zurückgezogenes Leben mit Kind.

Bis auf einmal eine Frau, die sie unter ganz besonderen Umständen kennengelernt und mit der sie sich angefreundet hat, spurlos verschwunden ist. Und bald darauf passiert noch was viel, viel Schlimmeres. Und es bringt Verbindungen mit sich, an die niemand auch nur zu denken wagte.

Petra Johann hat hier einen sehr ungewöhnlichen Thriller geschaffen: mit sehr charismatischem Personal. Die Entwicklungen waren für mich nicht immer klar und schlüssig nachzuvollziehen, dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen! Für Thrillerfreunde, die einen Sinn für Abgründe im Alltag haben, genau die richtige Lektüre!

20.02.2021 15:54:09
Büchermaulwurf

Spannend und unvorhersehbar
Rebeccas Leben ist perfekt. Sie wohnt mit ihrer Frau Lucy in einem schönen Haus in Rerik an der Ostseeküste. Lucy arbeitet in Hamburg, während Rebecca sich um die gemeinsame Tochter Greta kümmert. Auf einem ihrer Strandspaziergänge trifft sie Julia und freundet sich mit ihr an, froh endlich eine Freundin gefunden zu haben. Ein paar Tage später ist Julia jedoch spurlos verschwunden und Rebecca muss bei ihren Nachforschungen feststellen, dass Julia sie in vielem belogen hat und ihre Begegnung am Strand offenbar kein Zufall war. Doch warum hat Julia ihre Nähe gesucht? Kurz darauf wird Lucy tot am Fuße der Klippen gefunden. Hauptkommissarin Edda Timm beginnt mit ihrem Todesteam zu ermitteln. War es ein Unfall, Suizid oder doch Mord?

Der Thriller von Petra Johann hat mich wirklich begeistert und auch überrascht. Ich hatte den Handlungsverlauf und die Auflösung ganz anders erwartet. Bereits nach den ersten paar Seiten war ich gefesselt und fand die sich komplex entwickelnde Handlung und die realistisch gezeichneten Charaktere äußerst spannend, besonders da einige sehr schwer zu durchschauen waren und es einige Verdächtige gab. Ich wollte unbedingt wissen, wer die Unbekannte vom Strand war und was sie von Rebecca wollte.
Der Reiz lag in den verschiedenen Erzählperspektiven. Der Anfang und das Ende ist aus Rebeccas Sicht erzählt und bietet einen direkten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Im Mittelteil wechselt die Perspektive zu Edda Timm und den Ermittlungen zu Lucys Tod. Diese nehmen zwar viel Raum ein, sind aber sehr spannend, denn es gibt verschiedene Verdächtige, die alle etwas zu verbergen scheinen. Die Autorin legt immer wieder falsche Fährten und schaffte es mich mit dem Ende sprachlos zurückzulassen. Ein Blick in die menschlichen Abgründe ist garantiert. Für mich war das ein perfekter Psychothriller, der ohne großes Blutvergießen auskam und trotzdem spannend blieb bis zum Schluss.
Ich hoffe es gibt noch weitere Fälle für Edda Timm und ihr Todesteam. Ich würde sie auf jeden Fall gerne vor der stimmungsvollen Ostseekulisse wieder treffen.

17.02.2021 18:29:13
Oberchaot

Rebecca und Lucy leben mit ihrer halbjährigen Tochter Greta an der Ostsee. Während Lucy werktags in Hamburg arbeitet, lernt Rebecca am Strand auf mysteriöse Art Julia kennen. Doch bald verschwindet sie auf ebenso schnelle Art wieder, und Rebecca macht sich auf die Suche. Allerdings vergeblich, bis sie auf Lucys Bildschirm eine Entdeckung macht. Kurze Zeit später findet der Nachbar Lucy. Tot, von der Steinküste gestürzt. War es ein Unfall, Suizid oder Mord? Dies gilt es für Edda und ihr Team aufzuklären.
Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Zum Teil etwas langatmig aber doch mitfühlsam sind die teils eher langen Kapitel. Die Chef-Ermittlerin ist mir absolut unsympathisch. Sie will alles machen, können, und überlässt ihren Mitarbeitern die Arbeit, zu der sie sich nicht herunterlassen möchte. Das spürt man sehr gut an Kurt, einem Mitarbeiter, der über diesen Umstand auch nicht sehr glücklich ist. Edda akzeptiert und schätzt als Einzigen ihren ehemaligen Chef und Mentor, pensioniert. Doch auch über diesen erfährt man im Verlaufe der Geschichte etwas Erstaunliches. Interessant und ungewöhnlich finde ich, dass der erste Teil und der Schluss aus der Sicht von Rebecca spielen. Und diese spricht uns Leser persönlich an, stellt uns Fragen. Ich habe das Buch gerne gelesen, Langeweile kam nicht auf, auch wenn es recht umfangreich ist, und kann es daher sehr empfehlen.

17.02.2021 14:03:05
malin19

Tolle Story, mit einigen Überraschungen
Rebecca lebt sehr glücklich mit ihrer Frau und der kleinen Tochter an der Ostsee. Ihre Frau Lucy verdient das Geld in Hamburg , zeitweise fühlt sich Rebecca alleine, da sie noch keine Freunde gefunden hat. Das ändert sich schnell, als sie am Strand Julia, eine junge Frau kennenlernt, mit der sie sich sofort gut versteht. Doch von einem Tag auf den anderen ist Julia verschwunden , und Rebeccas Nachforschungen laufen ins Leere. Keiner scheint Julia zu kennen ...
Der Aufbau der Geschichte, fand ich geschickt gewählt, erst erzählt Rebecca aus ihrer Sicht, dann begleitet man die Ermittlerin Edda Timm, bei ihrem Versuch ,einen Mordfall auf zu klären. Zum Schluss bekommt noch einmal Rebecca das Wort . Immer wieder erfährt man etwas mehr über die angeblich so perfekte Beziehung von Rebecca und Lucy, der Leser weiß nie so genau, was er glauben kann , oder eben nicht . Die Wendungen sind geschickt platziert und sollen den Leser in die Irre führen. Der größte Teil ist auf diesen psychologischen Elementen aufgebaut, aber zum Ende nimmt die Story noch einmal richtig Fahrt auf , und endet mit einer Überraschung. Ich war ziemlich beeindruckt von dieser tollen Geschichte , ich lese viele Krimis/Thriller und würde "Die Frau vom Strand" über dem Durchschnitt liegend beurteilen.

15.02.2021 12:24:57
HexeLilli

Das Cover passt seht gut zum Inhalt. Durch die samtige Oberfläche war es ein Vergnügen das Buch in der Hand zu halten.
Rebecca lebt mit ihrer Frau Lucy und der kleinen Tochter Greta in einem kleinen Dorf an der Ostsee. In der Woche ist sie mit Greta alleine, da Lucy in Hamburg arbeitet und nur am Mittwoch Abend und am Wochenende nach Hause kommt. Dann trifft Rebecca am Strand eine junge Frau, deren Kleider angeblich gestohlen wurden. Sie hilft und und trifft diese von da an jeden Tag.
Nach einer Woche ist Julia plötzlich verschwunden. Alles was sie erzählte war ein einzige Lüge. Und dann findet Rebecca raus, das Lucy diese Frau wahrscheinlich kannte.
Und hier konnte ich schon ahnen wie sich das Ganze weiter entwickelte. Erst wird die Geschichte aus der Sicht von Rebecca erzählt. Im Hauptteil steht die Ermittlungsarbeit der Kommissarin Edda Timm im Vordergrund. Hier zogen sich einige Passagen sehr in die Länge und das Ganze verlor teilweise an Spannung. Zum Schluss kommt noch einmal Rebecca zu Wort.
Diese war mir von Anfang an unsympathisch. Ziemlich gluckenhaft mit ihrer Tochter, dann sucht sie die ständige Nähe zu einer Fremden und spricht nach ein paar Tagen schon von Freundin, für mich leicht naiv. Beim geringsten Problem läuft sie davon. Die Kommissarin, die mit Toten spricht ist auch nicht viel besser.
Trotz allem ein gut zu lesender Krimi, Thriller ist für mich nicht das richtige Wort. Ich fühlte mich durch die ständig wechselnden Perspektiven gut unterhalten.

15.02.2021 09:51:12
Readaholic

Rebecca lebt seit einer Fehlgeburt, nach der sie Hamburg verlassen wollte, mit ihrer Frau Lucy in dem beschaulichen Küstenort Rerik an der Ostsee. Sie haben sich ein Häuschen in Strandnähe gekauft. Inzwischen haben sie ein kleines Mädchen, Greta. Während Rebecca die ganze Woche mit Greta in Rerik ist, arbeitet Lucy in Hamburg und verbringt nur die Wochenenden und einen Abend unter der Woche in Rerik.
Eines Morgens lernt Rebecca, die sehr zurückgezogen lebt, unter ziemlich ungewöhnlichen Umständen am Strand eine junge Frau kennen. Die beiden sind sich sympathisch und verabreden sich jeden Tag für den Rest der Woche. Am Samstag möchte Rebecca Lucy die neue Freundin vorstellen, doch Julia taucht nicht auf, sie ist wie vom Erdboden verschwunden. Rebecca versteht die Welt nicht mehr und beginnt, nach Julia zu suchen, dabei merkt sie, dass Julia nicht mit offenen Karten gespielt hat.
Nach einer Auseinandersetzung mit Lucy verschwindet Rebecca mit Greta. In dieser Nacht kommt Lucy ums Leben. Ein Nachbar findet sie am nächsten Morgen tot am Strand. Bald ist klar, dass es kein Unfall war. Wer hatte einen Grund, die überaus beliebte Lucy umzubringen?
„Die Frau am Strand“ ist ein gut konstruierter und packender Kriminalroman, als Thriller würde ich das Buch allerdings nicht bezeichnen. Momentan scheint dies eine Unart zu sein, jedes Buch als „Thriller“ anstatt als Kriminalroman oder Roman auszuweisen. Ich finde das äußerst ärgerlich. In diesem Fall ist die Story wenigstens wirklich spannend. Die Autorin hat es geschafft, mich mit unvorhersehbaren Wendungen immer wieder zu überraschen. Mir hat die Lektüre gut gefallen.

15.02.2021 05:33:22
miss.mesmerized

Nach einer Fehlgeburt wollten Rebecca und Lucy sich zurückziehen und sind vom turbulenten Hamburg in der Ostseedorf Rerik gezogen. Offenbar tat die Seeluft gut, denn Rebecca wird sogleich wieder schwanger. Jedoch auch Monate nach der Geburt von Töchterchen Greta möchte sie nicht wieder zurück, sehr zum Leidwesen von Lucy, die zwischen ihrer Agentur und dem gemeinsamen Heim pendelt. Obwohl es nur wenige junge Menschen im Ort gibt, fühlt sich Lucy nicht einsam; als sie die gleichaltrige Julia kennenlernt, freut sie sich aber dennoch endlich eine Freundin gefunden zu haben, die beiden Frauen liegen sofort auf einer Wellenlänge. Aber dann verschwindet Julia plötzlich und es scheint, als wäre sie nie dagewesen, sie hat keinerlei Spuren hinterlassen. Unerwartet findet Rebecca allerdings eine Verbindung, die ihr Leben durcheinanderwirbelt und Lucy das Leben kostet.

Mit gleich zwei Mysterien wird man als Leser in Petra Johanns Thriller konfrontiert: wer ist die sympathische Frau, die aus dem Nichts auftaucht und ebenso schnell wieder verschwindet? Und natürlich: wer hätte ein Interesse am Mord von Lucy gehabt? Die allseits beliebte und immer auf Ausgleich bedachte Frau hatte scheinbar keinerlei Feinde und der Tod einer jungen Mutter erscheint völlig unsinnig. Das Ermittlungsteam sieht sich zahlreichen Fragezeichen gegenüber, die sich nur langsam auflösen.

Der Roman lebt vor allem von den Figuren, die wenig durchschaubar sind. Viele lernt man zunächst auch nur durch andere vermittelt kennen, Lucys Tod schon zu Beginn lässt sie nur noch in der Erinnerung ihrer Kollegen und Freunde aufleben – ein Bild das notwendigerweise Lücken aufweist. Auch Rebecca ist zunächst verschwunden, was an sich schon seltsam erscheint und sie verdächtig macht – dies passt wiederum so gar nicht zu dem Eindruck der liebenden Mutter, die sich in dem kleinen Ort und weitgehend isoliert dennoch wohlfühlt. Zuletzt natürlich die unbekannte Frau, die sich als Julia vorstellt, zu der aber außer Rebecca kaum jemand etwas berichten kann. Wo sie herkam, wer sie eigentlich ist und weshalb sie scheinbar gezielt zu Rebecca Kontakt gesucht hat – Fragen über Fragen.

Für mich kein nervenzerreißender Thriller, aber durchaus ein spannender Krimi, der den Leser lange auf die Folter spannt.

11.02.2021 13:27:26
Orange

Im beschaulichen Örtchen Rerik an der Ostsee führt Rebecca ein fast perfektes Leben. Mit ihrer Frau Lucy ist sie glücklich verheiratet, Töchterchen Greta krönt ihr Familienglück. Nur wenn Lucy beruflich in Hamburg ist, fühlt Rebecca sich einsam. Dies ändert sich, als sie am Strand Julia kennenlernt. Die beiden Frauen freunden sich an, treffen sich fortan täglich. Als Julia zu einer Einladung nicht auftaucht, macht sich Rebecca Sorgen. Sie begibt sich auf die Suche, doch niemand kennt Julia oder hat sie gesehen. Vieles was sie erzählt hat, stellt sich als gelogen heraus. Wer ist diese Julia und warum hat sie Rebeccas Nähe gesucht? Als Rebecca dies erkennt, muss sie sich entscheiden. Dann wird Lucy tot am Strand gefunden. Unfall, Mord oder Suizid? Edda Timm und ihr „Todesteam“ übernehmen die Ermittlungen.
Mir hat dieser Thriller aus der Feder von Petra Johann richtig gut gefallen. Der Plot war richtig spannend, sehr komplex und immer wieder kommt es zu Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. Immer mehr Spuren und Verdächtige rücken in den Fokus, was einen ungeheuren Spannungsbogen aufbaut, der bis zum Schluss anhält. Erst nach und nach decken die Ermittler neue Aspekte auf und werden die Zusammenhänge sichtbar.
Das Buch gliedert sich in mehrere Teile, wobei einige aus Sicht Rebeccas in der Ich-Perspektive geschrieben sind, andere die Ermittlungsarbeit beschreiben. Gerade die Kapitel aus Rebeccas Sicht fand ich sehr intensiv, baut man als Leser doch so eine ganz besondere Beziehung auf und erlebt die Handlung quasi aus erster Hand.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und stimmig, so dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.
Mich hat dieser Thriller voll und ganz überzeugt und ich könnte mir vorstellen, mehr von Edda und ihren Todesteam zu lesen.

24.01.2021 12:46:11
Ingetanzt

Das Buch konnte mich ab der ersten Seite überzeugen: Der ganze erste Abschnitt ist aus Sicht von Rebecca geschrieben. Diese wurde mir sehr schnell sympathisch. Beim Lesen wurde schnell deutlich, wie sehr sie ihre Frau Lucy und die gemeinsame Tochter liebt.
Auch die Trauer, die Rebecca immer noch aufgrund einer Fehlgeburt belastet, wurde beim Lesen sehr deutlich. Durch die ich-Perspektive und die tollen Formulierungen und detailgetreuen Beschreibungen gelang mir die Identifikation mit Rebecca problemlos.

Nach diesem ersten Abschnitt ging es aus der Sicht der Kriminalkommissarin Edda (3. Person) und nach einem kurzen Zeitsprung (Lucy ist auf ungeklärte Art und Weise gestorben und Rebecca scheint verschwunden) weiter.
Mit Edda als Protagonistin wurde ich leider nur wenig warm. Besonders im Gedächtnis ist mir folgende Beschreibung von Edda geblieben: "Ihr einziges Interesse neben ihrer Arbeit galt Computerspielen. Sie hatte keine Familie und keine engen Freunde und sehnte sich auch nicht danach" (S.265). Dieses Zitat beschreibt meinen Eindruck von Edda ziemlich gut. Eine Identifikation war daher, trotz meines Interesses für die Kriminalarbeit, leider nicht möglich.

Das Glück war jedoch, dass die Autorin einen unglaublichen Spannungsbogen in die Geschichte eingearbeitet hat. Durch diesen hat mich die Geschichte weiterhin gepackt. Zusätzlich war von Vorteil, dass nur wenige Abschnitte lang das Privatleben von Edda beleuchtet wurde. Die meiste Zeit wurden die Leser mit in die Ermittlungsarbeit einbezogen. Dadurch konnte ich über die fehlende Sympathie hinwegsehen und habe das Lesen weiterhin genossen.

Die Autorin hat mit dem Buch eine durchweg spannende Geschichte geschrieben, bei der ich grundsätzlich immer zum Weiterlesen animiert wurde. Die Wendungen die eingebaut wurden kommen allesamt unerwartet und fügen sich am Ende zu einem großen, schlüssigen Bild.

Meiner Meinung nach liegt hier ein super Buch vor, das einem spannende Lesestunden garantiert.

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

Lies die Geschichte, erkunde den Tatort und bringe Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Kriminalfall. Welche Auffälligkeiten bringen die Ermittlungen voran? Welches Indiz überführt den Täter? BEHIND THE DOOR - spannende und interaktive Kurz-Krimis auf Krimi-Couch.de.

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