Nachtschwarz

Erschienen: Dezember 2020

Bibliographische Angaben

- OT: Dark Water

- aus dem Englischen von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann

- Bd. 3

- TB, 448 Seiten

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Sabine Bongenberg
Die schlechtgelauntesten Akteure, die England zu bieten hat

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Jan 2021

Detective Erika Forster hat seit ihrer Versetzung den Kapitalverbrechen den Rücken gekehrt und bringt mittlerweile Drogendealer zur Strecke. Als bei einer Suche nach einem versteckten Drogencontainer in einem See aber die sterblichen Überreste eines vor langer Zeit entführen kleinen Mädchens auftauchen, setzt sie alle Hebel in Bewegung, um mit diesem Fall betraut zu werden. Tatsächlich gelingt es ihr, die Ermittlungsleitung zu bekommen. Aber schon beginnen die Probleme: Die Familie des ermordeten Kindes schweigt, und sogar ehemals beteiligte Kollegen zeigen sich überraschend zurückhaltend, wenn sie um Mithilfe gebeten werden. Erika kommt immer mehr zu dem Eindruck, dass eine Aufklärung des Verbrechens gar nicht gewünscht ist …

“Heulsusen kann ich auch nicht in meinem Team gebrauchen!“

In seinem dritten Buch um die Aktivitäten der Ermittlerin Erika Forster verbreitet der britische Autor Robert Bryndza ausgesucht schlechte Stimmung, wird er doch nicht müde, jeden mit mindestens einer schlechten Eigenschaft zu versehen. Senioren strotzen vor welkem Fleisch; wer im „Mittelalter“ ist, ist dreckig, ungepflegt, und blickt in der Regel auf mindestens eine kaputte Ehe zurück; und es wimmelt von Personen mit Verhaltensauffälligkeiten oder Aggressionsproblemen. Erika „Nennen Sie mich Chefin“ Forster wird immerhin von diesen körperlichen Makeln ausgenommen. Sie hat dagegen kein Problem, ihre Mitarbeiter, so es darauf ankommt, nach allen Regeln der Kunst zusammenzufalten und so richtig rund zu machen. Eine sympathische Ermittlerin hatte ich mir dann doch anders vorgestellt, und überhaupt warf das Miteinander der beteiligten Polizisten einige Fragen zur Kollegialität dieser Truppe auf.

Neben diesen unangenehmen Zeitgenossen hat Bryndza eine durchdachte Geschichte geschaffen: Die Suche nach dem Schicksal des seinerzeit in einem Baggersee versenkten kleinen Mädchens ist logisch aufgebaut, wenn auch das eigenartige Verhalten einiger Familienangehöriger, aber vor allem auch der ermittelnden Polizei, einige Fragen aufwirft. Dennoch werden die Untersuchungen realistisch und nachvollziehbar geführt - allerdings überrascht manchmal die Meinung der Ermittler und des Autors, dass ein zufälliger Aufenthalt an einem falschen Ort hinreichende Haftgründe bieten könnte, und auch die Verhörmethoden der Polizei befremden gelegentlich. Im Interesse der englischen Ordnungshüter bleibt zu hoffen, dass diese Umstände allein aus Gründen der Dramaturgie eingefügt wurden und diese Methoden doch hoffentlich nicht zum Alltag gehören. Mit der Aufklärung des Krimis werden die wichtigsten Fragen des Kriminalfalls beantwortet, nicht aber die Fragen der persönlichen Befindlichkeiten oder die der unangenehmen Wesenszüge.

Fazit

Zurück bleibt ein etwas gespaltenes Gefühl – einerseits wurde der Fall eines verschwundenen Kindes schlüssig aufbereitet, andererseits keimte bei mir der Verdacht, dass sich der Titel Nachtschwarz eher auf die beim Leser zu verbreitende Stimmung bezog - eine Rolle, die aber schon längst ein kleiner, hässlicher Virus übernommen hat, sodass das schon gar nicht mehr nötig war.
 

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