Die Republik

Erschienen: Oktober 2020

Bibliographische Angaben

- HC, 528 Seiten

Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

2 x 91°-100°
1 x 81°-90°
3 x 71°-80°
1 x 61°-70°
0 x 51°-60°
2 x 41°-50°
1 x 31°-40°
1 x 21°-30°
1 x 11°-20°
1 x 1°-10°
B:58.615384615385
V:13
W:{"1":0,"2":1,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":1,"21":0,"22":0,"23":0,"24":1,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":1,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":1,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":1,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":1,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":1,"75":0,"76":0,"77":0,"78":1,"79":0,"80":1,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":1,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":2}

Was wäre, wenn …
Maxim Voland schreibt die deutsche Nachkriegsgeschichte neu!

Europa, 1949: Die neu gegründete DDR umfasst nach einem unglaublichen Coup das gesamte deutsche Staatsgebiet, mit  Ausnahme des westlichen Teils von Berlin. Gegenwart: Die DDR ist führende europäische Macht – ein hochmoderner Überwachungsstaat mit einem glücklichen Volk. So scheint es. Während internationale Agentenorganisationen im autonomen West-Berlin ihre Pläne schmieden, wird die DDR von einem furchtbaren Vorfall erschüttert: Über den Platz der Akademie zieht eine Giftgaswolke und fordert zahlreiche Tote. Ein Unfall? Ein Anschlag? Welche Macht steckt dahinter? Ein desillusionierter Stasi-Oberst, der französische Dolmetscher Christopher und die junge DDR-Bürgerin Alicia geraten in eine Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die das Ende Europas bedeuten könnte ... 

Die Republik

Die Republik

Deine Meinung zu »Die Republik«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
11.01.2021 09:31:56
ein Leser

Ich hatte mir bei diesem hochangepriesenen Buch mehr vorgestellt. Ich bin in der DDR aufgewachsen, konnte daher wirklich mit jedem Gag und jedem ostdeutschen "Fachbegriff" etwas anfangen. Da die Story insgesamt vorher in den Medien als sehr gut, gelungen und einfallsreich geschildert wurde, hab ich mir das Buch gekauft....voller Erwartungen.
FAZIT: die Story ist vom Grundgedanken her wirklich gut. Aber das Buch dann durch solch eine überzeichnete Agenten-Metzelei zu zerstören, so was hatte ich nicht erwartet. Eher viel raffinierter gezeichnete und schriftstellerisch viel besser eingeführte Personen, die den Leser irgendwie mitreißen. Das ist nicht passiert. Nach dem ersten Drittel und gut einem Dutzend Toten hat man ohnehin nicht mehr viel Lust, das Buch zu Ende zu lesen. Es gestaltet sich zunehmend schleppender, weil das Gehirn sagt: unrealistischer, künstlich aneinandergereihter...Kram. Man ist sozusagen fast ausgestiegen aus der Story.
Insgesamt denke ich auch, die schriftstellerischen Qualitäten von Herrn Voland halten sich in engen Grenzen. Die Sätze wirken nicht raffiniert und ausgefeilt und phantasieanregend im Gehirn (was ja gute Literatur eigentlich sein sollte), sondern aneinandergereiht. Also bis zu einem weltklasse Schriftsteller ist der Weg noch sehr sehr weit nach oben bzw. eher unerreichbar.

19.11.2020 16:01:28
bookaholic.aurora

Was wäre, wenn es das Deutschland wie wir es kennen gar nicht geben würde? Was wäre, wenn die 1949 gegründete DDR das gesamte deutsche Gebiet, mit Ausnahme von Westberlin, auch heute noch umfasst? Mit diesem Gedankenexperiment beschäftigt sich Maxim Voland im Buch „Die Republik“. Wir begleiten Gustav Kuhn, einen MfS-Oberst, Cristopher, einen französischen Übersetzer zu Besuch bei seiner Familie in der DDR, und die britische Agentin Harper, inmitten eines funktionierenden Sozialismus. Die DDR ist eine Weltmacht und alles scheint perfekt, als plötzlich eine Giftgaswolke losgeht.
Die Idee hinter der Geschichte ist Klasse. Eine wunderbare „Was-wäre-wenn-Geschichte“ die eindrucksvoll zeigt was Sozialismus bedeuten kann. Dennoch muss ich sagen, dass es mir ein bisschen zu viel Blut und Tod war. Ich hatte das Gefühl, dass in jedem Kapitel mindestens 10 Leute sterben, was nicht unbedingt notwendig für die Geschichte war. Ansonsten war der Inhalt top und sehr spannend. Schwierig ist es jedoch, wenn man sich nicht sehr gut mit dem geschichtlichen Aspekt auskennt. Es war meiner Ansicht nach sehr viel, dass man nicht versteht, wenn man es nicht schon weiß und ich hätte mir hier noch etwas mehr Erklärung gewünscht.
Was einem bei dem Buch sofort ins Auge springt ist das leuchtende Cover, was mir sehr gut gefällt und mich sofort angesprochen hat. Der Schreibstil des Autors war auch nicht schlecht, jedoch nicht besonders.
Insgesamt war die Idee sehr gut, an der Umsetzung kann man aber noch arbeiten. Ein bisschen weniger Tod, dafür ein bisschen mehr Erklärung und meine Bewertung wäre noch besser ausgefallen. Für alle, die sich aber sehr für die deutsche Geschichte interessieren, ist es meiner Meinung nach das perfekte Buch.

17.11.2020 10:35:53
Oberchaot

Gustav Kuhn, MfS-Oberst, sitzt mit seinem Patenkind in einem Restaurant, während nebenan eine Giftgaswolke unzählige Menschen tötet. Da sich unter den Opfern auch Nadja, eine wichtige Person für Gustav befindet, möchte er sich rächen. Seine oberste Chefin, die Ministerin, ist Helene Feist. Was ist das für ein Gift? Woher kommt es? Gibt es noch mehr solche Anschläge? Warum sind die gesuchten Karten so begehrt?
Mit dem gleichen Thema beschäftigen sich auch im Westen Harper und ihr Chef Bristol aus dem Geheimdienst.
Christopher, ein Dolmetscher, lebt in Frankreich, wird in die DDR an eine Beerdigung eingeladen. Auch er wird in die ganze Sache hineingezogen.
Diese drei Hauptpersonen und ihre Begleiter gelangen in brenzlige Situationen, können sich aber oft retten, und am Schluss erkennt man den Zusammenhang.
Schön und vor allem hilfreich am Buch finde ich die Personenbeschreibungen so wie das Glossar. Ohne dieses hätte ich nicht alle Ausdrücke und Abkürzungen verstanden.
Mir hat die Idee des Buches gut gefallen. So weit her geholt ist es auch gar nicht. Zum Teil werden mir Massaker etwas zu brutal beschrieben. Auch mit den Ausweglosigkeiten in gewissen Situationen konnte ich nicht immer zufriedenstellend umgehen. Aber insgesamt ein spannendes und sehr zu empfehlendes Buch.

10.11.2020 17:15:35
hiclaire

Sowohl das Vorwort des Autors, als auch seine Skizzierung der historisch veränderten Ausgangslage Deutschlands haben mir gefallen und mich neugierig auf seine Geschichte werden lassen, desgleichen der spannende Auftakt auf den ersten Seiten. Danach wurde es schon etwas schwieriger, denn eine ziemlich undurchsichtige Gemengelage und häufig wechselnde Handlungsstränge haben mir den weiteren Einstieg nicht leicht gemacht. Die spezielle Ausgangslage ist in der Kurzbeschreibung erläutert und auf den Inhalt kann ich schlecht ausführlicher eingehen ohne zu spoilern bzw. die Spannung zu nehmen. Deshalb komme ich gleich zu meinen Eindrücken.
Dieser Giftgasvorfall in Ostberlin schreckt in Ost und West diverse geheim- und nachrichtendienstliche Gruppierungen auf, zwischen denen in der Folge ein verbissener Wettlauf um Informationen und Hintergründe entbrennt. Was es genau damit auf sich hat, blieb für mich lange Zeit vage und nicht sehr verständlich. Gegen Ende klären sich die Zusammenhänge, was mich aber kaum noch interessiert hat, denn zu dem Zeitpunkt überwog bei mir bereits die Enttäuschung.
Mal abgesehen von den geheimdienstbedingten Verwirrungen, kam ich mit dem ersten Drittel noch ganz gut klar. Die Schilderungen der prosperierenden DDR und der kapitalistischen Auswüchse in Berlin-Deutschland/West-Berlin fand ich interessant und nicht schlecht gemacht. Vielleicht ein bisschen polarisierend, aber das darf ruhig sein und ist leider auch nicht völlig unrealistisch. Die Hauptfiguren werden nach und nach vorgestellt, Ex-Stasi Oberst Gustav Kuhn gleich im Eingangskapitel, etwas später Harper, Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes. Mutig und kämpferisch, aber ziemlich schräg. Eine Person, der ich nicht viel abgewinnen konnte. Noch etwas später betritt mit Chris eine weitere (und die einzige mir halbwegs sympathische) Hauptfigur die Bühne. Seine Einreise in die DDR wird detailliert geschildert und schafft eine beklemmende Atmosphäre, die sich authentisch anfühlt. Eine der für mich besten Szenen des Buches. Anlässlich einer Beerdigung besucht er zum ersten Mal seine DDR-Verwandtschaft und ein wenig saarländisches Lokalkolorit sorgt kurzzeitig für Auflockerung (hier kam mir der Gedanke, der Autor könnte Saarländer sein *g*), bevor sich der Schwerpunkt in Richtung von Schießerei und Gemetzel verschiebt. Ein Feuergefecht jagt das andere, drastisch geschildert, mit spritzendem Blut (und anderen Substanzen) und Bergen von Toten. Unterbrochen, oder auch ergänzt, je nachdem wie man es betrachten möchte, von ebenso detaillierten wie (für mich) gänzlich uninteressanten Erläuterungen zu Waffen und Munition. Anstrengend fand ich auch den ständigen Gebrauch militärischer Abkürzungen.

Die Ausgestaltung der veränderten Gesellschaft und die politischen Dimensionen treten in den Hintergrund und bleiben lediglich Kulisse für einen martialischen Actionschwinger, der nahezu überall hätte spielen können. Einhergehend mit den reißerischen Entwicklungen in der Handlung wird auch die Sprache zunehmend plakativer, die adjektivische Charakterisierung der „Bösen“ immer dicker aufgetragen *augenroll*. Aufgrund der inhaltlichen und sprachlichen Entwicklung war die Lesefreude bei mir spätestens im letzten Drittel komplett dahin, die Auflösung hat mich nicht überzeugen können und ich war, ehrlich gestanden, froh am Ende angekommen zu sein. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es wahrscheinlich vorher abgebrochen.
Fazit
Nach der Leseprobe und dem Einstieg hatte ich mit einer subtileren Geschichte gerechnet. Mit mehr Tiefgang und Stimmigkeit, auch hinsichtlich der Figuren. Und mit mehr Präsenz des fiktiven gesellschaftlich-historischen Hintergrundes, von dem ich anfangs den Eindruck hatte, dass er dem Autor ein Anliegen war – welches er dann im weiteren Verlauf aus den Augen und sich in einer explosiven, aber eher platten Action-Story verloren hat. Schade!

10.11.2020 11:08:57
buecherwurm1310

Ich fand die Idee, die im Klappentext skizziert ist, irgendwie spannend und wollte daher das Buch unbedingt lesen.
Das Deutschland, wie wir es kennengelernt haben, wird es nicht geben, denn 1949 wird die DDR gegründet und umfasst das gesamte deutsche Gebiet mit Ausnahme von Westberlin. Während sich die DDR zu einem mächtigen Staat entwickelt, tummeln sich in Westberlin die Agenten von vielen Nationen. Dann gibt es einen Anschlag in Ostberlin. Eine Giftgaswolke tötet viele Menschen. Es handelt sich um Sarin. Aber woher stammt dieses Gift und wie kam es zu der Freisetzung? Der Stasi-Offizier Gustav will diese Geschichte aufklären. Sowohl er, als auch die DDR-Bürgerin Alicia mit ihrem Cousin, dem französischen Dolmetscher Christopher, der gerade zu Besuch ist, geraten in eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes. Europa ist in Gefahr.
Diese utopische Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, fand ich spannend. Der Autor Maxim Voland hat mich mit seinem gut zu lesenden Schreibstil gleich gepackt.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, allerdings konnte ich mich mit keinem wirklich anfreunden. Aber nicht nur in der DDR ist man alarmiert, auch der Westen ist beunruhigt und die MI6-Agentin Harper beginnt ebenfalls der Sache nachzugehen. Jeder versucht auf seine eigene Art den Fall aufzuklären und dennoch kommen sie zum gleichen Ergebnis. Es wird für alle gefährlich.
Auch in diesem utopischen Roman ist die DDR der Überwachungsstaat, den wir kennen. Die Menschen haben sich in das für sie bestimmte Leben hineingefunden und erscheinen zufrieden. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben der DDR-Bürger, was ich sehr interessant finde.
Es ist ein spannender, teils actionreicher Thriller.

BEHIND THE DOOR
Der Raum. Die Tat. Das Rätsel.

Lies die Geschichte, erkunde den Tatort und bringe Licht in das Dunkel um einen mysteriösen Kriminalfall. Welche Auffälligkeiten bringen die Ermittlungen voran? Welches Indiz überführt den Täter? BEHIND THE DOOR ist der unterhaltsame und kurzweilige Rätselspaß auf Krimi-Couch.de.

mehr erfahren