Das Bootshaus

Erschienen: Oktober 2020

Bibliographische Angaben

Leena Flegler (Übersetzung)

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Carola Krauße-Reim
Wenn der Albtraum nicht endet

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Nov 2020

Als der steinreiche Lucas Jarrett heiraten will, versammeln sich seine Jugendfreunde auf seinem Anwesen Polskirrin an der Küste Cornwalls. Auch seine Halbschwester Alex ist anwesend, die mit 14 Jahren einen Albtraum durchlebte, der sie auch heute, 12 Jahre später, nicht loslässt. Am Morgen des Hochzeitstages wird Alex ertrunken aufgefunden. Sergeant Stephanie King und Detective Inspector Angus Brodie gehen von einem Selbstmord aus.

Ein Jahr später treffen sich die Freunde wieder in Polskirrin - doch statt einen Hochzeitstag zu feiern, müssen sie ein Spiel spielen, das bald neue Opfer fordert ...

Fünf Freunde einmal anders

Lucas, Matt, Andrew, Nick und Isabel kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, sind aber als Teenager dicke Freunde. Als Erwachsene trennen sich ihre Wege, dennoch verlieren sie sich nie aus den Augen. Rachel Abbott weißt jedem von ihnen einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen – vom gönnerhaften Lucas bis zur selbstgerechten Isabel. Doch sie schafft keine durchweg überzeugenden Charaktere und lässt die erwachsenen Freunde genauso agieren wie vor 12 Jahren. Anscheinend hat nur eine oberflächliche Weiterentwicklung der Personen stattgefunden, die auch nur außerhalb des Freundeskreises greift. Als sie wieder zusammenkommen, bleibt Matt der Schüchterne, Andrew der Underdog, Nick der vorlaut Arrogante, Lucas der Anführer und Isabel die Gutaussehende, die alle aufmischen will. Das nimmt den Personen viel an Glaubwürdigkeit und damit gleich der ganzen Geschichte, denn die baut auf den Charakteren auf, die alle etwas zu verbergen haben und alle an Alex‘ Schicksal gebunden zu sein scheinen. Alex selbst bleibt, bis auf wenige Bemerkungen, blass in ihrer Darstellung und dem Leser ein Rätsel - was bedauerlich ist, ist sie doch der Auslöser für das Geschehen. Lediglich Nina, Chandra und Jemma sind als Ehefrauen und Freundinnen gut dargestellt und lassen den Blick auf drei Frauen zu, die von den Ereignissen überrollt werden, wobei man vor allem Jemma sehr nahekommt, die als Ich-Erzählerin den Leser an allem teilhaben lässt. Aber auch dieses Vergnügen besteht nur streckenweise, denn lange Passagen werden durch einen neutralen Erzähler berichtet, der dann wieder durch die unausgereifte Figurenzeichnung an seine Grenzen stößt.

Der Thriller rutscht ins Triviale ab

Wie schon im ersten Stephanie-King-Thriller wird der Leser wieder in ein Haus am Meer entführt, in dem Menschen leben, denen es an nichts fehlt. Hausmädchen, Gärtner und sonstige Hausangestellte tummeln sich im noblen Ambiente des Gebäudes und in den ausgedehnten Gartenanlagen. Dieses Mal sind auch die Freunde als Schönheitschirurg, Börsenhai und Schiffsmakler zumindest in der oberen Middle Class anzusiedeln und durchaus mit dem Leben der High Society vertraut. Durch dieses „Rosamunde-Pilcher-Setting“ verliert der Thriller an Atmosphäre und rutscht doch sehr ins Triviale ab. Weniger dick aufgetragen hätte man aus dem Stoff durchaus einen spannenden Pageturner machen können; so aber bleibt die Spannung schon zwischen Hausmädchen und Nobelhochzeit hängen und blitzt nur kurzzeitig zu Beginn des makaberen Spieles auf. Doch durch ständige Wiederholungen (schon nach der ersten Erwähnung weiß der Leser, dass Jemma nur noch weg will), gepaart mit ausdruckslosen Dialogen in sehr anspruchslosem Schreibstil, läuft sich das bisschen Spannung auch gleich wieder tot. Und so schleppt man sich von Seite zu Seite, auf denen nur wenige Ereignisse die Geschichte voranbringen - die auch noch so unter mangelnder Logik leidet, dass der völlig unglaubwürdige Schluss dann nur das I-Tüpfelchen ist, dadurch aber zum Rest des Thrillers passt, den man aufgrund der Spannung in homöopathischen Dosen nicht so bezeichnen sollte.

Fazit   

Das Bootshaus ist ein Buch, dem es an Logik, Atmosphäre und nicht zuletzt an Spannung mangelt. Man kann, muss es aber nicht lesen, da es keinen bleibenden Eindruck hinterlässt und es schon ad acta gelegt ist, sobald die letzte Seite beendet ist.

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