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Thomas Gisbertz
Der Wolf ist wieder in seinem Revier

Buch-Rezension von Thomas Gisbertz Mär 2020

Neujahrsnacht 2016. Der ehemalige Detective Sergeant Finlay Shaw liegt tot in einem Zimmer, eine Pistole in der Hand. Tür und Fenster sind von innen verschlossen, auf der Tatwaffe können ausschließlich Fingerabdrücke des Opfers sichergestellt werden. Fazit: Selbstmord. Wäre der Tote nicht der väterliche Freund des Polizisten William „Wolf“ Fawkes.

Der will es einfach nicht wahrhaben, dass Finlay sich selbst das Leben genommen haben soll. Mit der Kraft des Verzweifelnden kämpft er gemeinsam mit seiner Kollegin Emily Baxter zunächst erfolglos gegen das Offensichtliche. Bis Wolf etwas entdeckt: Der Tod Finlays könnte mit einem spektakulären Drogenfund in Verbindung stehen, der ihn vor 37 Jahren gemeinsam mit dem heutigen Commissioner Christian Bellamy zum Helden machte. Hat jemand noch eine Rechnung offen mit den Polizeibeamten?

Die Rückkehr des Wolfes

William „Wolf“ Fawkes ist eine Berühmtheit, seit er vor etwas mehr als eineinhalb Jahren den berüchtigten Ragdoll-Mörder zur Strecke gebracht hat. Seitdem war Wolf auf der Flucht und hatte mit niemanden aus dem Polizeikreis Kontakt. Erst der vermeintliche Mord an Finlay lockt ihn aus seinem Versteck. In der Zwischenzeit hat es Wolf mit dem Mörder, Menschenhändler und Drogenschmuggler Léo Dubois zu tun bekommen. Nun verspricht er der Polizei Informationen über diesen. Im Gegenzug darf er im Fall um DS Finlay ermitteln. Das gefällt aber nicht allen bei New Scotland Yard.

Emily Baxter, Fawkes ehemalige Kollegin und Teilzeit-Geliebte, hat derzeit ganz andere, eigene Probleme. Ihr letzter Fall hat ein unglaubliches Chaos hinterlassen: ein Verdächtiger wurde hingerichtet, der CIA-Agent Damian Rouche gilt als vermisst, und weite Teile der Londoner Innenstadt liegen in Schutt und Asche. Eben jener Rouche wird von Baxter und ihrer ehemaligen Schulfreundin Holly heimlich gesund gepflegt, nachdem er schwer verletzt wurde.

Ein neuer New-Scotland-Yard-Thriller

„Wolves - Die Jagd beginnt“ ist mittlerweile der dritte Band der Reihe um den eigenwilligen Polizisten William „Wolf“ Fawkes und dessen Kollegin Emily Baxter. Nachdem im ersten Teil, „Ragdoll“, noch der taffe, aber unbelehrbare Ermittler im Vordergrund stand, rückte im zweiten Teil der Serie seine beförderte Kollegin Chief Inspector Emily Baxter weiter ins Zentrum, die gemeinsam mit CIA-Agent Rouche im „Hangman“-Fall ermittelte. Daniel Cole gelingt mit den bisherigen Fällen eine mehr als lesenswerte Reihe, die zwar nicht immer ohne stereotype Ermittlerfiguren auskommt, der es aber sicherlich nicht an Spannung und zunehmend auch Humor mangelt.

Bestes Popcorn-Kopfkino

Nachdem der zweite Teil „Hangman“ im Vergleich zum ersten Band der Reihe doch etwas schwächelte, findet Cole mit seinem aktuellen Thriller wieder in die Spur. Das liegt vor allem an der Figur des William „Wolf“ Fawkes, der leider im zweiten Teil der Reihe fehlt. Er trägt die Handlung, weil auch die anderen Figuren von ihm „abhängig“ sind und sich an seinem ambivalentem, impulsiven Verhalten reiben - sei es Emily Baxter, die eigentlich mit Thomas Alcock so gut wie verheiratet ist, und dennoch von der rauen, aber auch eigenwilligen Art von Fawkes mehr als fasziniert ist, seien es seine Kollegen, die dank ihm über sich hinauswachsen, oder seine Ex-Frau Andrea, die als Journalistin noch immer eine besondere Beziehung zu Wolf pflegt.

Cole spart bei seiner Geschichte nicht an der nötigen Action, übertreibt damit aber nicht, sondern sorgt mit zahlreichen Wendungen, spannenden Einschüben und genügend Humor für ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen. Dass die Figuren sich nicht immer an die polizeilichen Vorgaben halten, versteht sich von selbst. Dies ist in diesem Fall sogar zwingend nötig, da ein Person aus der Führungsetage von New Scotland Yard in den Fokus der Ermittlungen gerät.

Zeithisweise bei den Kapiteln sind für den Leser wichtig

Cole ist sicherlich kein literarischer Schöngeist. Das muss er inhaltlich auch gar nicht sein. Formal muss man dem Leser dieses Bandes raten, genau auf die Zeithinweise unterhalb der Kapitelangaben zu achten. Der Autor mag es nämlich, kreuz und quer durch die letzten Jahre zu springen.

Da dieser Wechsel inhaltlich nicht immer angekündigt wird, kann das schon einmal für Verwirrung sorgen. Zwar gibt es neben den aktuellen Geschehnissen einen zweiten wichtigen Erzählstrang, der die Ereignisse aus dem Jahr 1979 aufgreift, aber auch die private Geschichte von Finlay und anderen Figuren wird in Rückblende immer wieder thematisiert.

Fazit:

Man kann nur hoffen, dass die Reihe um William „Wolf“ Fawkes fortgesetzt wird. Wenn Cole einmal in Fahrt kommt, ist er nicht zu stoppen. „Wolves - Die Jagd beginnt“ ist ein Pageturner der besonderen Art und gefällt durch eine temporeiche Handlung, einem stetig zunehmenden Spannungsbogen und einfallsreiche Wendungen. Gewürzt mit einer Portion Humor wird der Thriller zu einem großen Lesevergnügen.

Wolves - Die Jagd beginnt

Wolves - Die Jagd beginnt

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Letzte Kommentare:
21.03.2020 17:08:08
books4ever

Gelungen, aber fällt im Vergleich zu den Vorgängern etwas ab

„Wolves“ ist der nunmehr dritte Band rund um den mittlerweile Ex-Detective William „Wolf“ Fawkes und sein Team vom New Scotland Yard. Dieser Fall ist der mitunter persönlichste für Wolf, denn diesmal handelt es sich bei dem Toten um seinen engen Freund und Mentor, den Polizisten Finlay Shaw. Alles sieht nach Selbstmord aus. Finlay wurde mit einer Pistole in der Hand in einem Zimmer gefunden, Türen und Fenster sind von innen verriegelt worden. Doch Wolf glaubt nicht an einen Selbstmord und beginnt fieberhaft in Finlays Vergangenheit nach einem möglichen Motiv für einen Mord zu suchen. Und tatsächlich findet er Beweise, die Finlays Tod in einem anderen Licht erscheinen lassen …

Obwohl „Wolves“ der persönlichste Fall für Wolf und Emily Baxter ist, ist er im Vergleich zu den Vorgängerbänden leider der am wenigsten action- und spannungsreichste Band. Die Aufklärung von Finlays Tod gestaltet sich durchaus interessant, da Wolf und sein Team immer wieder auf neue Herausforderungen und Rückschläge stoßen. Im Vergleich zu den anderen beiden Bänden, zieht sich die Handlung hier jedoch ein wenig in die Länge. Auch die vielen Zeitsprünge und Rückblenden haben meinen Lesefluss teils etwas gebremst, da ich immer wieder zurückblättern musste, um mit den verschiedenen Jahreszahlen und Daten nicht durcheinander zu kommen.

Ein Highlight von Daniel Coles Thrillern sind allerdings auch diesmal wieder die Charaktere. Alle Mitglieder von Wolfs improvisierten Team sind äußerst lebendig beschrieben und verfügen über sympathische Ecken und Kanten. So habe ich mich sehr über ein Wiedersehen mit der „knurrigen“ Baxter, unter deren harter Schale sich aber ein weicher Kern verbirgt, gefreut. Auch Edmunds, welcher mittlerweile als Privatermittler arbeitet, und Rouche sind wieder mit von der Partie. Gemeinsam setzen sie alles daran, den Tod von ihrem Freund Finlay aufzuklären, auch wenn sie sich dabei selbst in Gefahr begeben.

Alles in allem ist Daniel Cole mit „Wolves“ ein solider Thriller gelungen, welcher jedoch im Vergleich zu den Vorgängern etwas abfällt. Allerdings kommen in diesem Band die außergewöhnlichen, starken Charaktere erneut sehr gut zur Geltung, sodass das Lesen auch bei diesem etwas „ruhigeren“ Band viel Spaß macht. Von mir gibt es daher 85°.

Hinweis: Da es sich bei „Wolves“ um den dritten Band der New-Scotland-Yard-Reihe handelt und dieser viele Bezüge zu den Vorgängern aufweist, sollten die anderen beiden Bände „Ragdoll“ und „Hangman“ in jedem Fall davor gelesen werden.