Alle Teufel dieser Hölle

Erschienen: April 2020

Bibliographische Angaben

Peter Friedrich (Übersetzung)

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Brigitte Grahl
Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite

Buch-Rezension von Brigitte Grahl Aug 2020

Der ehemalige CIA-Agent und Kampfsportler Barr yEisler hat sich einen Platz in den Krimi-Bestenlisten mit seiner Hardboiled-Krimireihe mit John Rain erschrieben. Mit Livia Lone hat er ein weibliches Pendant zu dem knallharten Helden geschaffen. Nach „Der Schrei des toten Vogels“ und „Im Fadenkreuz der Spinne“ ist „Alle Teufel dieser Hölle“ der dritte Band der Livia-Lone-Reihe. Man muss die beiden Vorgänger nicht gelesen haben, um die Handlung von „Alle Teufel dieser Hölle“ zu verstehen. Es fördert aber sicher das Leseverständnis. Denn es kommen Figuren vor, die auch schon in den John Rain Büchern eine Rolle gespielt haben.

Livia Lone steht seit ihrem kompromisslosen Vorgehen in ihrem letzten Fall unter Beobachtung. Nur widerwillig geht sie auf Agent Littles Bitte ein, einer neuen Spur im Fall seiner seit Jahren vermissten Tochter nachzugehen. Der Gefallen entpuppt sich schnell als lebensgefährliche Aufgabe, denn der Serientäter, dem Livia Lone immer näher kommt, wird von ganz oben geschützt. Und derjenige ist sogar in der Lage, die neueste Killertechnik zu verwenden.

Viel Action und viele Leichen im Kampf gegen das Böse

Leichen pflastern den Weg der toughen Kampfsportlerin und Scharfschützin Livia Lone. Etwas unglaubwürdig, dass eine Polizistin mit einem derart hohen Bodycount durchkommt, aber die Actionszenen sind gut recherchiert und realistisch beschrieben. Darauf legt Barry Eisler Wert. Es gibt auf seiner Homepage sogar eine Seite, auf der ihm seine Leser Fehler aufzeigen können, damit sein nächstes Buch noch wirklichkeitsgetreuer wird.

Die Heldin: Sympathisch trotz Gewalt

Ähnlich wie Chris Landows Parceval ist Livia Lone eine Heldin, die trotz brutaler Aktionen beim Leser als sympathische Identifikationsfigur durchkommt. Sie steht auf der Seite der Guten und kämpft gegen die absolut Bösen. Die Gewalt wird dadurch moralisch gerechtfertigt. Die Bösen sind so abgrundtief böse, dass die Parteilichkeit des Lesers eindeutig auf ihrer Seite bleibt.

Reale Monster: amoralische Politiker und sadistische Serienmörder

Bei Barry Eissler sind die Bösewichte keine psychopatischen Übermenschen mit ausgefallenen Mordmethoden, wie sie so oft und gerne in Thrillern vorkommen, sondern trotz ihrer abgrundtiefen Bösartigkeit „aus dem Leben gegriffen“. Ihre Vorgehensweise und ihre Verbrechen gibt es so auch in der Realität. Barry Eisler nennt Andrew Vacchs in seiner Danksagung und man merkt ihm das große Vorbild an, in der Charakterzeichnung seiner Heldin, ihrer Biografie und den Fällen, derer sie sich annimmt. Die Frauen sind zwar in „Alle Teufel dieser Hölle“ die klassischen Opfer, sie sind aber auch stark - nicht nur die Übergestalt Livia Lone, auch ihre Vorgesetzte und die Polizeichefin.

Rasantes Tempo und Hochspannung

Eisler gibt beim Tempo und der Spannung in „Alle Teufel dieser Hölle“ von der ersten Seite an Vollgas. Er setzt seine Heldin unter Druck mit einem 42-Stunden-Ultimatum, aber auch durch das Misstrauen ihrer Vorgesetzten und natürlich einen Widersacher, der höher kaum angesiedelt sein könnte und fast unbegrenzte Macht und Mittel hat, um sie an ihrer Arbeit zu hindern. Sie jagt nicht nur, sondern ist gleichzeitig die Gejagte.

Fazit:

Bei all der Action wirken die Figuren trotzdem glaubwürdig und real, denn sie sind psychologisch gut ausgearbeitet. Die detailliert beschriebene Technik und die Infos zur Selbstverteidigung liefern nebenbei einen Lerneffekt. Im Anhang liefert der Autor zu jedem Kapitel jede Menge weiterführende Links mit Infos. „Alle Teufel dieser Hölle“ ist brutal und düster, und zeigt deutliche Anklänge zum Amerika unter Trump, mit Politikern, die Hass schüren, Lügen verbreiten und ihren Frauenhass ausleben. Da wünscht man sich fast, dass es auch im wahren Leben Menschen wie Livia Lone geben würde.

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