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Sabine Bongenberg
Solide aber ohne große Überraschungen

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Jan 2020

Wyatt braucht dringend einen Job, und wer das so liest, der könnte ihm einfach und unbedarft empfehlen, einmal beim Arbeitsamt vorbeizuschauen oder die einschlägigen Stellenanzeigen zu studieren. Hier kommt aber auch schon der Haken, denn Wyatt ist Verbrecher und verdient seine Brötchen mit Einbrüchen.

Damit ist sein Feld schon etwas enger gesteckt und so freut er sich um so mehr, als ihm ein Auftragsjob angeboten wird: Ein kostbares Gemälde aus der Beutekunst der Nazis soll seinen rechtmäßigen – ehemaligen – Besitzern zurückgegeben werden, und da die sich als Eigentümer nicht belegen können, soll es halt auf unehrliche Weise beschafft werden. Das ist leicht gesagt – bald tauchen aber schon die ersten Haken und Ösen der Geschichte auf.  Wyatt bemerkt alsbald, dass sich auch noch andere Parteien für dieses Werk interessieren und eine saubere, ordentliche, kriminelle Arbeit gar nicht so einfach ist.

Ein Perfektionist bei der Arbeit

Garry Disher greift in seinem sauber und geplant konstruierten Roman einen ebenso planvoll handelnden Menschen auf. Sein Held Wyatt ist ein Perfektionist – seine Arbeit ist genau durchdacht und genau geplant, ungewöhnlich ist nur, dass mit dem vollkommen normalen Ablauf das Tagewerk eines Verbrechers geschildert wird. Gestört wird sein perfektes Timing aber durch seine Auftraggeber, die nicht damit zufrieden sind, dass das Diebesgut irgendwann in ihrem Keller steht, sondern vielmehr auch noch verlangen, dass Wyatt seine Arbeit ihren Wünschen anpasst.

Insgesamt etwas dünn für einen Kriminalroman

Hier ist dann der Moment, wo einige Fragen aufgeworfen werden: Wenn ich einen Einbrecher mit der Beschaffung eines Gutes beauftrage, dürfte mir dann die Durchführung der unehrlichen Tat nicht mehr oder weniger egal sein? Wenn irgendwo einmal Ergebnisorientierung gefragt sein sollte, dann sicherlich in so einer Angelegenhewit. Hier ist es aber so, dass die gesamte Handlung des zwar sicherlich recht kleinen, und doch immerhin 277 Seiten starken Romans allein auf dieser Diskrepanz aufbaut und das ist unglücklicherweise zu dünn.

Immerhin verzichtet der Autor darauf, die Handlungen seines Helden zu bewerten. So zuckt der Leser doch ab und zu zusammen, wenn es ein Kollateralopfer zu beklagen gilt. Hier wird ja auch ziemlich konsequent das Tagewerk eines Verbrechers beschrieben. Beschönigt wird nichts – aber auch nichts verurteilt.

Fazit:

Es bleibt daher bei einer Lektüre, bei der dem Leser nicht vollkommen klar ist, wo denn der Autor hin will, und wo ich das Gefühl hatte, immer noch auf den letzten Dreh und den entscheidenden Twist zu warten. Eine besondere Sympathie für den eher wortkargen Helden soll offensichtlich auch nicht erzeugt werden. Garry Disher liefert ein ordentliches Werk ab, gelangweilt habe ich mich nicht, aber bei atemloser Spannung habe ich mich auch nicht ertappt. Die „Hitze“ stellt man sich doch dann nicht vor wie eine gut temperierte Badewanne.

Hitze

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