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Jörg Kijanski
Spannender Urlaubskrimi

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Mai 2020

Capri. Inselpolizist Enrico Rizzi hat normalerweise viel Zeit, um seinem Vater bei der Ernte zu helfen oder sich um Francesca, die kleine Tochter seiner neuen Freundin Gina, zu kümmern. Ansonsten prägen Bagatellfälle und kleinere Streitigkeiten den Arbeitsalltag, doch dann passiert das Außergewöhnliche. In der Bucht von Punta Carena treibt ein Ruderboot, in dem sich die Leiche des erstochenen Jack Milani befindet.

Der Sohn reicher Industrieller verbrachte offenbar einige Tage im elterlichen Haus auf Capri, gemeinsam mit Freundin Sofia, die spurlos verschwunden ist. Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo übernehmen die ersten Ermittlungsschritte, werden jedoch schon bald von der zuständigen Mordkommission aus Neapel abgelöst. Deren Eifer ist jedoch überschaubar.

Atmosphäre der Insel gut eingefangen

Sogenannte Urlaubskrimis sind seit einigen Jahren schwer im Kommen und fluten die Buchhandlungen zunehmend. Darunter gibt es durchaus einige lesenswerte Romane, die nicht nur das Flair der jeweiligen Umgebung einfangen, und somit beim Leser Urlaubserinnerungen wachrufen, sondern auch  spannend unterhalten. In diese Kategorie fällt „Mitten im August“, Start einer Capri-Krimi-Reihe von Luca Ventura, der aber gar nicht so heißt, weil es sich um ein Pseudonym handelt. Sei es drum, der Roman gibt die Eigenartigkeiten der Insel gut wieder und spielt zeitweise auf Ischia, in Sorrent und natürlich in Neapel, wo die Quästur der Mordkommission ihren Sitz hat.

„Als ich das Bild von dem Mann in der Zeitung sah, dachte ich, ich melde mich bei der Polizei und sage Ihnen alles, was ich über den Mann erfahren habe. Obwohl Silvio, mein Kollege, noch meinte: Polizei? Aussage? Freiwillig? Keine gute Idee.“
„So denken die meisten.“

Der ermordete Jack und seine verschwundene Sofia hatten kurz vor dem schrecklichen Ereignis, welches es aufzuklären gilt, ein Praktikum bei dem Meeresbiologen Vincenzo Taccone. In Rückblicken wird aus Sofias Sicht erzählt, was dabei passierte und wie die Situation immer unhaltbarer wurde, da ihr Vincenzo nachstellte.

Was sich als vertrackte Dreiecksgeschichte zu entwickeln droht, verändert sich im Lauf der Zeit. Geschickt schlägt der Autor hier einige Volten, um den Leser in die Irre zu führen. Die Auflösung ist daher nicht für alle Leser erwartbar, man dürfte eine andere Person verdächtigt haben. Bis dahin erfährt man nebenbei noch durchaus Wissenswertes über die Zustände der Weltmeere, hier am Beispiel des Golf von Neapel und der dortigen Auswirkungen des Säuregehaltes im Wasser auf die Organismen der Meerestiere festgemacht. 

Das Privatleben des Protagonisten Enrico Rizzi kommt selbstverständlich nicht zu kurz, wobei dieses erfreulich positiv zu verlaufen scheint. Nach einem tragischen Vorfall in seiner ersten Ehe, lebt er nun mit Gina und deren Tochter zusammen im Haus seiner Eltern. Interessanter ist da seine Kollegin, die ein Geheimnis verbirgt. Anscheinend hat sie auf einer früheren Stelle ordentlich Mist gebaut und wurde nach Capri strafversetzt. Obwohl zuvor im Rang einer Kommissarin, ist sie nun dem rangniedrigeren Agente Rizzi zugeteilt.

Fazit:

Wer einen Urlaub in Italien plant oder sich an einen solchen gerne zurückerinnert, darf hier zugreifen. Abseits vom Inselleben und dem Privatleben der Hauptfigur bietet der Krimiplot selbst eine spannende, kurzweilige Unterhaltung mit unerwarteten Wendungen.

Mitten im August

Mitten im August

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Letzte Kommentare:
13.05.2020 14:12:09
buecherwurm1310

Eigentlich geht es auf Capri eher beschaulich zu für einen Polizisten wie Enrico Rizzi. Aber dann gibt es einen Toten in einem Boot und es handelt sich um Mord. Auf Rizzi und seine Kollegin Antonia Cirillo kommt einiges an Arbeit zu, auch wenn der Fall eigentlich von der Mordkommission in Neapel bearbeitet wird. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um Jack Milani handelt, dem Sohn einer Industriellenfamilie, der mit seiner Freundin Sofia auf der Insel Urlaub machen wollte. Nun ist Sofia verschwunden.
Ich habe anfangs ein bisschen gebraucht, um mich in diesen Krimi hineinzufinden, dabei ist der Schreibstil schön flüssig zu lesen. Doch je länger ich gelesen habe, umso mehr packte mich diese Geschichte, vor allem, weil es um die Übersäuerung der Meere geht. Es gab darüber eine Menge Information, die aber nicht zu umfangreich wurde.
Capri ist sehr atmosphärisch beschrieben, was ich gut beurteilen konnte, denn ich kenne die Insel. Aber auch die Charaktere sind gut und authentisch dargestellt. Ich mochte Rizzi von Anfang an, denn er nimmt nicht nur seinen Job ernst, er ist auch ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch, der auf dem Hof seines Vaters oft mit anpackt. Seine Kollegin dagegen blieb mir fremd, erst ziemlich zum Schluss hat ich etwas mehr über sie erfahren.
Es ist ein schwieriger Fall, mit dem Rizzi da zu tun hat und die Zusammenarbeit mit Neapel läuft nicht wirklich rund, daher hängt sich der Polizist richtig rein. Es gibt eine Reihe von Verdächtigen, doch wo ist das Motiv? Je mehr ich über den Toten erfahren habe, umso mehr zeigt er auch unangenehme Seiten. Warum aber ist seine Freundin verschwunden?
Auch wenn mich mein Bauchgefühl auf einen Täter aufmerksam machte, so wurde ich am Ende dennoch überrascht.
Mir hat dieser Krimi gut gefallen und ich würde gerne weitere Fälle mit Inselpolizist Enrico Rizzi auf Capri lösen.

10.04.2020 08:22:07
elke17

Capri, die überschaubare Insel im Golf von Neapel, ist nicht unbedingt als Verbrechenshochburg bekannt. Und so sind es vor allem Routineangelegenheiten, die den Berufsalltag des einheimischen Polizisten Enrico Rizzi prägen, den seit kurzem die vom Festland versetzte Antonia Cirillo unterstützt. In seiner freien Zeit unterstützt Rizzi seinen Vater, der für die einheimischen Restaurants Obst und Gemüse anbaut. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als die Leiche eines jungen Mannes am Strand auftaucht. Nachforschungen zu dessen Identität ergeben, dass es sich um den Sohn einer schwerreichen Industriellenfamilie handelt, der gemeinsam mit seiner Freundin ein Praktikum am Institut für Meeresbiologie absolviert hat. Und auch wenn die Zuständigkeit für Tötungsdelikte bei der Mordkommission Neapel liegt, setzen Rizzi und Cirillo alles daran, den Täter dingfest zu machen.

„Mitten im August“ sind sämtliche Zutaten vereint, die man von einem gefälligen Urlaubskrimi erwartet. Ein Mordopfer, einen ansprechenden Handlungsort mit viel italienischem Dolce Vita-Flair, menschelnde Protagonisten mit Brüchen in der Biografie, familiäre Zwistigkeiten und einen verhalten kritischen Öko-Touch. Alles verwoben zu einer leicht lesbaren, relativ unspektakulären Story mit geringem Spannungsfaktor, aber dennoch gut unterhaltend und in Zeiten mit eingeschränkter Reisefreiheit höchst willkommen. Positiv anzumerken ist, dass der Autor auf den gehäuften Einsatz italienischer Worte bzw. Sätze verzichtet hat, die üblicherweise das Lokalkolorit hervorheben sollen, aber meist nur unpassend und überflüssig sind. Insgesamt ein solider Reihenauftakt, der Interesse weckt, aber durchaus noch etwas mehr Pep vertragen hätte, um aus der Masse der Urlaubskrimis herauszustechen.

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