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Sabine Bongenberg
Immerhin stimmt die Orthographie

Buch-Rezension von Sabine Bongenberg Nov 2019

Der Anfang ist eigentlich noch recht vielversprechend: Dima fährt mit seiner Familie – Vater, zwei Schwestern und der Jüngsten der Familie – mit dem offensichtlich voll besetzten Auto -  irgendwohin, muss pinkeln, und als er zurückkommt sind alle tot. Erschossen, keiner hat sich auch nur bewegt – und das, obwohl der Papa Youri ein offenbar mit allen Wassern gewaschener brutaler Puffbesitzer und Zuhälter war. Mathilda, das jüngste Familienmitglied ist indes verschwunden, und Dima setzt vieles daran, um sie wieder zu finden, stellt aber auch fest, dass er nicht der einzige ist, der versucht, die Geschehnisse zu durchleuchten.

Involviert in die Geschichte sind – unter anderem - vielmehr noch ein Kommissar namens Horst Horst, eine Killerin namens November und die „Tarotschwestern“ Kitty und Cat, die übrigens auch im Puff des Vaters beschäftigt waren und in der Lage sind, alles, aber auch alles aus den Tarot-Karten zu lesen und das mit einer Genauigkeit, die einen Nostradamus vor Wut schreiend zusammenbrechen lassen würden. Wie der Leser erfährt, arbeiteten übrigens auch Dimas Schwestern im „Unternehmen“ des Vaters und kann sich damit auch schon auf den ersten Seiten des Buches fragen, inwieweit die Autorin die Strukturen in diesen Betrieben richtig einschätzt.

Wirre Geschichte erzeugt zu keinem Zeitpunkt irgendeinen „Thrill“

Wäre diese Geschichte als „skurriler Roman“ verkauft worden, würde ich hier noch nicht einmal meckern, denn schließlich weiß dann der Käufer, dass er hier eine möglicherweise eigenwillige Geschichte erwirbt. Aber nein, der ansonsten ernstzunehmende Droemer-Verlag verkauft dieses Werk mit einem schwarzen Einband und einem blutigen Gaspedal und dem – wenn auch klein gedruckten – Titel „Thriller“. Der Leser erwirbt folglich für 14,99€ eine wirre Geschichte, die zu keinem Zeitpunkt dazu geeignet ist, auch nur irgendeinen „Thrill“ zu erzeugen. Es ist, als ginge man in ein Steakhouse, bestellt sich ein ordentliches Steak, erhält zu seiner Überraschung ein Omelette und wenn man das beim Kellner reklamiert, insistiert dieser, dass es doch ein Steak sei und überhaupt sei doch das Servierte auch lecker und das könne der Küchenchef eben am besten.

Neben diesen „originellen“ Einfällen um die in Verbrechen verstrickten Hauptfiguren, stolpert dann auch noch ein Unbeteiligter – der Rettungssanitäter Laser – mitsamt Fahrzeug in die wirre Handlung. Er bereichert den Plot noch zusätzlich um einen langatmigen Strang um seine Freundin Corinne, die in quält und in emotionaler Abhängigkeit hält, wenn auch nicht offenbart wird, wie sich diese Quälereien denn tatsächlich gestalten. Immerhin gibt das Raum für ein paar wunderbare Blüten:

“Wenn  ich nachts einsam im Bett lag, verlangend und unbefriedigt, erregte mich allein der Gedanke an ihre Präsenz. Jedes erdachte Szenario bereicherte meine sexuellen Handlungen, die ich an mir selber vornahm“

Fazit:

Wenn man der Autorin Katja Bohnet, die hier unter dem Pseudonym „Hazel Frost“ schreibt, im Nachspann glauben darf, handelt es sich bei „Last Shot“ um ein Frühwerk. Also um ein Werk das – nachdem sich der schriftstellerische Erfolg eingestellt hat – dann verspätet veröffentlicht wird. Hier hätte ich mir aber schon fast gewünscht, dass dieser „Thriller“ doch lieber in  der Schreibtisch-Schublade verblieben wäre. Oder die Autorin noch einmal lange und gut über eine passendere Bezeichnung nachgedacht hätte.

Last Shot

Last Shot

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