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Carsten Jaehner
Tod auf dem Mittelaltermarkt

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Jun 2019

Ulm ist ausser Rand und Band: Im Hof des Klosters Wiblingen findet der jährliche Mittelaltermarkt statt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, als Nils Jadewald, der Chef und Sänger einer Mittelalter-Heavy-Metal-Band, tot im Badezuber aufgefunden wird, ausgerechnet am Morgen des Eröffnungstages. In einem weiteren Zelt wird ein weiteres Mitglied der Band bewusstlos aufgefunden und in die Uniklinik gebracht. Nicht gerade die Werbung, die ein Mittelaltermarkt braucht.

Kommissar Bitterle und seine Assistentin Kula machen sich an die Arbeit, den Fall aufzuklären und den Markt so normal als möglich freizugeben. Hierzu bekommt Bitterle ein vorläufiges Büro in den Räumlichkeiten des Klosters, das viel besser ausgestattet ist als sein normales – inklusive einer netten Vorzimmerdame namens Mützenrieder. Zudem braucht Kollege Lukas Langenwalter noch einige Zeit, bis er von einem Auslandsaufenthalt wieder in Ulm ist. Doch als er da ist, hilft er tatkräftig mit.

Verdächtige gibt es nicht nur unter den übrigen Mitgliedern der Band, sondern auch in den diversen Marktständen. Doch die Zusammenhänge sind nicht leicht zu ergründen, denn die Marktbestücker sind auch nicht sehr gesprächig. Während sich Lukas inkognito unters Volk mischt, starten Bitterle und Kula einen Aufruf mit der Suche nach Zeugen. Doch auch die Gespräche mit den Bandmitgliedern scheinen allmählich zu fruchten…

Kein Mittelalterroman

Es ist kein Mittelalterroman, den Helmut Gotschy mit seinem Krimi „Tod im Drachenzuber“ geschrieben hat, auch wenn der Titel das vermuten lassen könnte. In ihrem zweiten Fall werden die Ulmer Kommissare Bitterle und Kula zu Ermittlungen auf ein Mittelalterfest geschickt, die seit vielen Jahren in zahlreichen Orten stattfinden und bislang eher selten als Kulisse für eine Mordermittlung dienten. Diese Lücke wird nun von Helmut Gotschy geschlossen.

Wer allerdings einen Krimi mit Mittelaltermarktflair erwartet, wird enttäuscht werden. Dass die rechte Stimmung des vermeintlichen Mittelalters aufkommen kann, dafür findet dann doch zu wenig Handlung auf dem Markt statt, zumal oft zu Zeiten, wo kein Betrieb ist. Verdächtige sind zunächst hauptsächlich die Bandmitglieder und deren Familienmitglieder, vor allem auch die des Toten Nils Jadewald.

Genügend Verdächtige mit vielen Motiven

Sowohl die Witwe des Sängers, Gudrun, als auch deren Tochter Pauline machen sich schnell aus dem Staub und sich somit selbst verdächtig. Hinzu kommen mit der Wollfärberin Japke de Vries und dem in der Szene berühmten Barden Balthasar weitere Marktpersonen, die mit seltsamen Methoden aus der Menge herausstechen. Insgesamt also ein ordentliches Durcheinander, in das die Ermittler Ordnung bringen müssen, und dafür müssen sie sich unter den nicht immer gesprächigen Marktbestückern umhören. Was aber ist dem bewusstlosen Bandmitglied im Krankenhaus? Führt der Lösungsweg über ihn? Und sind Motorradausflüge wie im Roman notwendig und realistisch für die Ermittlungen? Und um was geht es eigentlich?

Der Sprachstil des Autors ist zwar modern, gelegentlich aber auch noch etwas unbedarft bis holperig. Auf gut anglegten weiten Strecken kommen immer mal wieder Dialoge, deren Gerüst man erkennen kann, allerdings fehlt es manchmal an der sprachlichen Ausarbeitung des Kerns der Szene. Und das der Autor Kenner der französischen Drehleier ist, kann man immer wieder im Roman erkennen, wo er versucht, dem Leser unterschwellig sein Wissen mitzuteilen, was aber leider zu plakativ wirkt und somit den Lesefluß stört, weil das eigentlich nichts mit dem Roman zu tun hat. Bei Interesse kann man gerne des Autors entsprechendes Sachbuch lesen, aber das hätte nicht so unbeholfen im Roman auftauchen müssen.

Fazit:

Natürlich endet der Roman mit der entsprechenden Aufklärung, die hier nicht verraten werden soll. Und auch die privaten Probleme der Ermittler lösen sich in Wohlgefallen auf. Allerdings würde man in einem eventuell folgenden Fall gerne mitbekommen wie es mit Bitterles neuer Eroberung und ihm weitergeht.

Tod im Drachenzuber

Tod im Drachenzuber

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