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Carola Krauße-Reim
Nur für Thriller-Neulinge spannend

Buch-Rezension von Carola Krauße-Reim Jun 2019

Zusammen mit ihrem kleinen Sohn sucht die Osloer Ärztin Jasmin Hansen die Einsamkeit auf einer kleinen norwegischen Insel. Sie will sich erinnern, was wirklich bei ihrem schweren Unfall geschah. Obwohl ihr versichert wird, einen Hirsch überfahren zu haben, ist sie überzeugt, dass es ein Obdachloser war. Kaum auf der Insel überstürzen sich die Ereignisse.

Die Geschichte kenne ich doch?!

In den Monaten nach dem Unfall kommt Jasmin nicht weiter. Sie findet einfach keinen Zugang zu ihren Erinnerungen. Doch kaum hat sie die Insel betreten geht es los. Sie träumt vom Unfall, hat immer wieder (ziemlich nervige) Gedankenblitze und findet immer mehr Hinweise darauf, dass Vorgänge auf der Insel in direktem Zusammenhang mit dem verhängnisvollen Aufprall stehen. Da fragt man sich doch, warum jetzt, obwohl der Unfall doch gar nicht auf der Insel passiert ist. Auch werden jede Menge Nebenschauplätze aufgemacht, wie Leichen am Strand, herumstreunende Obdachlose, Selbstmörder im Eigenheim und vor allem ein Friedhof mit einer ganz bestimmten Anzahl an Gräbern.

Hier wäre weniger mehr gewesen. Irgendwann denkt man nur noch: das auch noch. Und, ganz schnell stellt sich eine gewisse Einsicht ein, dass man einen solchen Plot doch schon einmal - oder auch mehrmals - gelesen hat. Lediglich Neueinsteiger im Thriller-Genre werden vielleicht Gefallen an der Geschichte finden. Allen anderen ist schnell klar, was los ist. Da hilft der verkrampfte Plot auch nicht mehr, um diese bei Stange zu halten. Im Gegenteil, baut sich doch am Anfang etwas Spannung auf, die dann, auch für den Thriller-Neuling, ziemlich schnell verpuffen dürfte. Die Geschichte ist einfach zu wirr, zu unwahrscheinlich und zu überfrachtet.

Die Auflösung ist dann entweder nur die Bestätigung des Vermuteten oder  aber eine Überraschung mit Knalleffekt. Aber selbst dann, muss man sich fragen, warum die Insel? Die Erklärung was die Vorkommnisse auf der Insel im direkten Zusammenhang mit Jasmins Unfall zu tun haben, ist doch sehr dünn und mehr als konstruiert.

Viele Beteiligte, aber kein richtiger Charakter

In dieser Geschichte gibt es mehr als genug Personen, doch darunter ist kein ausgereifter Charakter. Selbst Jasmin ist farblos und ohne Tiefe. Eine Frau, die einen so schweren Unfall hatte, der dazu noch Zweifel und Gedächtnislücken zurück lässt, dürfte doch von diesem Unglück geprägenter sein, als hier während der Geschichte dargestellt.

Die Verzweiflung, auch als ihr Sohn verschwindet, der unbedingte Wille herauszufinden, was wirklich geschah, werden zu wenig verdeutlicht. Mir kommt Jasmin wie eine Touristin vor, die ein bisschen im Trüben stochert. Auch alle anderen Personen sind mir zu oberflächlich. Sie sind für die Geschichte maßgeblich, aber dennoch zu blass und charakterlos dargestellt.

Fazit:

Dieses Buch hat nur zwei Chancen zu Ende gelesen zu werden. Chance 1: Der Leser muss dieses Buch rezensieren und liest deshalb, wenn auch gelangweilt, bis zum Schluss. Chance 2: Der Leser hat noch keine Bekanntschaft mit einem derartigen Plot gemacht und liest weiter, weil er die Lösung wissen will. Alle anderen werden es, so glaube ich, ziemlich schnell ad acta legen.

„Weck mich nie“ bietet nichts Neues und selbst das, was geboten wird, ist nicht packend genug erzählt, um atemraubende Spannung zu erzeugen. Falls Ihnen also die Geschichte nicht bekannt vorkommt, halten sie durch – der Schluss dürfte dann ein Knaller sein und für den ziemlich träge dahin fließenden Mittelteil entschädigen. Für Thriller-Vielleser würde ich sagen – Finger weg! Sie kennen diese Art von Geschichte mit Sicherheit.

Weck mich nie

Weck mich nie

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