Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

3 x 91°-100°
5 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
1 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:85.5
V:10
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":1,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":0,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":0,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":1,"81":0,"82":0,"83":1,"84":0,"85":2,"86":0,"87":1,"88":0,"89":0,"90":1,"91":0,"92":1,"93":0,"94":0,"95":0,"96":0,"97":0,"98":1,"99":0,"100":1}

Familie Hardcastle lädt zu einem Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Alle Partygäste amüsieren sich prächtig, doch dann beendet ein fataler Pistolenschuss den ausgelassenen Abend. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, wird tot aufgefunden. Unter den Gästen befindet sich jemand, der mehr über diesen Tod weiß, denn am selben Tag hat Aiden Bishop eine seltsame Nachricht erreicht: »Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.« Tatsächlich wird Evelyn nicht nur ein Mal sterben. Bis der Mörder entlarvt ist, wiederholt sich der dramatische Tag in Endlosschleife. Doch damit nicht genug: Immer, wenn ein neuer Tag anbricht, erwacht Aiden im Körper eines anderen Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Jemand will ihn mit allen Mitteln davon abhalten, Blackheath jemals wieder zu verlassen …

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle

Deine Meinung zu »Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
16.09.2019 16:01:32
PMelittaM

Ein Mann irrt durch den Wald, ohne Gedächtnis, nur einen Namen weiß er noch: „Anna“. Und er ist sicher, dass Anna gerade ermordet wurde. Als er endlich ein Haus erreicht, ist er dort gut bekannt, nur Anna kennt niemand.

Wer Titel und Klappentext gelesen hat, wundert sich bestimmt. Anna? Sollte nicht eine Evelyn tot sein? Am besten, man vergisst den Klappentext, der sicher ein Kaufanreiz ist, schnell wieder, denn was dort verraten wird, erfährt man im Roman erst viel später. Bis dahin, und auch darüber hinaus, ist man genauso verwirrt wie der Protagonist, und das ist auch gut so.

Ich habe selten einen so originellen Roman gelesen, der mich als Leser auch fordert, habe ich doch schnell viele Fragen, einige werden auch relativ schnell beantwortet, aber es kommen immer wieder neue hinzu. Gut, dass der Roman auch zum Mitraten einlädt, man macht sich viele Gedanken, und etliche davon werden irgendwann über den Haufen geworfen. Immer wieder wird man überrascht, immer wieder werden Erkenntnisse auf den Kopf gestellt. Es gibt aber auch viele Aha-Erlebnisse und am Ende legt man den Roman zufrieden aus der Hand. Dem Autor ist ein wahres Meisterstück gelungen, Chapeau!

Erzählt wird in der Ich-Form – und aus mehreren Perspektiven – dazu sehr bildhaft (S. 40: „Eine Uhr trommelt all ihren Mut zusammen und gibt ein lautes Ticken von sich“). Ich brauchte zwar ein bisschen, um im Roman anzukommen, aber dann hat er mich komplett gepackt und war Spannung pur. Ich habe mich auch lange gefragt, wann der Roman spielt, Jahreszahlen werden nie genannt, ich schätze aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Prinzip ist das aber egal, denn der historische Hintergrund spielt keine Rolle, es bringt nur eine gewisse Atmosphäre mit sich.

Die Charaktere sind durch die Bank gut gelungen, jeder ein besonderer Typ. Auf einen hätte ich zwar gut verzichten können, denn der „Lakai“ ist mir ein Touch zu viel, aber immerhin hat mich überrascht, wer am Ende hinter ihm steckte. Ich denke, die Geschichte hätte aber auch ohne ihn gut funktioniert.

Ein „richtiger“ Kriminalroman ist es meiner Meinung nach nicht, auch wenn es gilt, deinen Todesfall aufzuklären und ermittelt wird, im Fokus steht etwas anderes, und dadurch wird der Roman eben ein bisschen mehr als ein „Krimi“. Mir gefällt das sehr und es sollte keinen Krimi-Fan abschrecken, den Roman zu lesen.

Wie bereits oben erwähnt, die Auflösung gefällt mir gut. Eigentlich gibt es mehrere, nach und nach erfährt man, wie alles zusammenhängt, und auch der Kriminalfall wird gelöst. Trotzdem hat der Roman ein offenes Ende, das in meinen Augen aber sehr gut passt. Bis zum Ende bleibt der Roman originell und besonders:

Selten habe ich einen Roman gelesen, der mich so gepackt hat, der mich immer wieder überrascht hat, und zwar im positiven Sinne, der meine grauen Zellen gefordert hat und vor Originalität nur so strotzt. Für mich ist dieser Roman eines meiner Jahreshighlights und ich bin schon gespannt, was sich der Autor für seinen nächsten einfallen lässt. Von mir gibt es selbstverständlich eine uneingeschränkte Leseempfehlung. 90°

11.09.2019 17:55:08
Leselottchen

Ein Krimi der besonderen Art

Ich bin überzeugt, das ist der außergewöhnlichste Kriminalroman, den ich je gelesen habe.
Die Familie Hardcastle hat auf ihr Landgut mit dem wohlklingenden Namen Blackheath zum Maskenball eingeladen. Die Gäste sind bereits angereist. Gefühlt würde ich die Story in den Zwanziger Jahren ansiedeln. Das Verrückte an diesem Buch ist aber, dass sich ein und derselbe Tag immer wieder wiederholt, ganze acht Tage lang. Die Zeitgrenzen sind aufgehoben, fest steht jedoch, dass am Ende eines jeden Tages Emily Hardcastle, die Tochter des Hauses, einen mysteriösen Tod erleidet. Ein Gast, nämlich Aiden Bishop ist auserkoren diesen Mord aufzuklären. Erst wenn er den Mörder nennen kann, wird sich die Zeitschleife auflösen, er ist frei und das ganze Spektakel ist beendet. Doch Aiden erwacht jeden Tag in einem anderen Körper. Die Personen, in die er sozusagen hineinversetzt wird, sind seine Wirte. Mit der Zeit lernt er die Fähigkeiten und Charaktereigenschaften dieser Wirte für sich zu nutzen. Und er weiß, wem er vertrauen kann und wem lieber nicht. Doch das Schlimme ist, der erste Wirt wacht ohne sein Gedächtnis im Wald auf und er meint mitbekommen zu haben, wie eine weibliche Person verfolgt und ermordet wurde. Anna, dieser Name spukt in seinem Kopf herum. Verletzt und völlig verängstigt kommt er auf Blackheath an.

Ein wahnsinnig interessanter Beginn, doch man muss höllisch aufpassen, dass man nicht den Anschluss verliert. Manchmal kam ich mir vor wie in einem Irrgarten. Viel Ermittlungsarbeit bei ständig wechselnden Schauplätzen, Zeitsprüngen und Rollentauschen haben mich manchmal ein wenig überfordert. Es kam nicht nur einmal vor, dass ich zurückbĺättern musste und einzelne Seiten doppelt las, um den Zusammenhang richtig mitzubekommen. Ja, man braucht Muse und vor allen Dingen Zeit dieses Buch sozusagen zu erleben. Der Schreibstil hat mit sehr gut gefallen, mein Kopfkino hat wunderbar funktioniert, es ist aber hilfreich, dass man dran bleibt, wenn man einmal angefangen hat. Irgendwie geht für mich dieser Kriminalroman ins Genre Fantasy. Der Vergleich mit Agatha Christie und dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier " finde ich nur ganz am Rande stimmend.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Das Buch präsentiert sich mir wie ein Lesepuzzle. Bleibt man dran, fügt sich alles zu einem vergnüglichen Leseabenteuer zusammen.
Der Schluss hat mich nicht enttäuscht. Er ist so nicht vorhersehbar, aber er hat der Geschichte auf den letzten Seiten nochmal zu neuem Schwung verholfen.

Das Cover gefällt mir sehr gut, es passt wunderbar zu diesem Buch. Auch die Zeichnungen und die Pläne von Blackheath sind sehr hilfreich.
Dieser Titel hat mich gleich neugierig gemacht.
Es ist ganz sicher kein einfaches Buch, es war für mich wie ein kleines Leseprojekt,
das mir außergewöhnliche Lesestunden beschert hat. Ich würde empfehlen, sich darauf einzulassen.

24.08.2019 10:37:30
leseratte1310

Wieder einmal lädt die Familie Hardcastle zu einem Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Doch dann wird die feiernde Gesellschaft von einem Pistolenschuss aufgeschreckt. Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, wurde erschossen. Aiden Bishop hatte am selben Tag eine seltsame Nachricht erhalten: „Heute Abend wird jemand ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg hinaus.“ Tatsächlich wiederholt sich die Geschichte jeden Tag aufs Neue. Aiden wird jeden Morgen im Körper einer anderen Person, die auf dem Ball war, wach und muss versuchen, den Mord aufzuklären. Wer hat den Mord begangen und will ihn partout in Blackheath festhalten?
Es ist eine faszinierende Geschichte, die wir aus immer neuen Perspektiven kennenlernen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut.
Nicht nur Aiden tut sich schwer daran, den Mörder zu finden, auch ich wurde ganz schön an der Nase herumgeführt.
Die Charaktere sind sehr gut und vielschichtig ausgearbeitet, auch wenn ich nicht alle sympathisch fand. Aber Aiden ist ein angenehmer Mensch und ich hätte nicht in seiner Haut stecken mögen. In der Haut der anderen erlebt er Abgründe und entdeckt Geheimnisse.
Es ist eine verwirrende und sehr fesselnde Geschichte. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

21.08.2019 14:13:16
elke17

Stuart Turton bedient sich in seinem Erstling zwar der Elemente des klassischen englischen Kriminalromans, erweitert diese aber auf überraschende und vor allem erfrischende Art. Herausgekommen ist dabei eine „Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier“ und „Cluedo“-Mischung aus Dorothy Sayers, Agatha Christie und Matrix.

Die Rahmenhandlung ist typisch britisch und auf den ersten Blick doch ziemlich altmodisch: Ein Maskenball auf dem herrschaftlichen Landsitz Blackheath der Hardcastles wird jäh durch einen Schuss beendet. Er galt Evelyn, der Tochter des Hauses, die kurz darauf tot aufgefunden wird. Wer war der Täter, und warum wurde sie getötet?

Aber zurück auf Anfang: Ein Ich-Erzähler irrt durch den Wald, der Blackheath umgibt und hört eine Frau um Hilfe schreien. Er hat keine Ahnung, wer er ist, warum er sich dort befindet und wer die Frau ist, die er später als Anna bezeichnet. Völlig verstört erreicht er das Herrenhaus, klopft an die Tür, wird eingelassen und erzählt sein Erlebnis. Man kennt ihn, er war dort zu Gast, aber niemand ist sonderlich überrascht oder interessiert daran, seine Geschichte zu hören. Äußerst seltsam, aber es wird noch mysteriöser. Eine maskierte Person setzt ihn davon in Kenntnis, dass demnächst ein Mord begangen wird, den er aufklären muss. Eine Woche hat er Zeit, um Licht ins Dunkel zu bringen. Dafür muss er tagtäglich in einer Zeitschleife diesen Tag immer wieder durchleben, jeweils in einem anderen Wirtskörper, um das Ereignis aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Und wenn er am letzten Tag den Namen des Mörders nicht nennen kann, wird alles, was er bis dahin in Erfahrung gebracht hat, aus seinem Gedächtnis gelöscht und das Spiel beginnt von vorne. Was er aber nicht weiß, es gibt noch andere Personen, die wie er in der Zeitschleife gefangen sind...

Das hört sich zwar jetzt recht simpel an, aber ich kann versichern, genau das ist dieser Kriminalroman bei weitem nicht. 600 Seiten mit fein ausgearbeiteten Charakteren und jeder Menge unerwarteter Wendungen, die nicht nur den Protagonisten sondern auch den miträtselnden Leser fast zur Verzweiflung bringen, aber auch mit jeder Menge Aha-Erlebnissen versorgen. Allerdings gibt es durch diese nicht lineare Erzählweise auch einige Wiederholungen, was wiederum zu Lasten des Tempos geht und etliche Längen, speziell im Mittelteil, generiert. Aber das verzeiht man diesem intelligenten Ratespiel, das eine frische Brise durch die Krimilandschaft wehen lässt, gerne.

21.08.2019 12:50:38
StephanieP

Die Familie Hardcastle feiert einen Maskenball mit vielen geladenen Gästen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt: Der Abend wird mit dem Tod der Tochter Evelyn eine tragische Wendung nehmen. Doch damit nicht genug. Dieser Tag wird sich so oft wiederholen, bis der Täter gestellt wird.

Stuart Turtons Kriminalroman ist, wie schon im Klappentext angekündigt, die perfekte Mischung aus Agathie Christie und „täglich grüßt das Murmeltier“. Besonders gelungen finde ich die Idee, dass der Hauptprotagonist den Tag des Balls nicht nur ständig wieder erleben muss, sondern hierzu auch immer in den Körper von anderen Ballgästen und deren Sichtweisen und Erlebnisse fährt. Leider konnte mich genau diese Umsetzung aber nicht hundertprozentig überzeugen. Durch die vielen Perspektiven- und Tageswechsel ist das Buch hin und wieder etwas mühselig zu lesen. Stuart Turtons Schreibstil ist fesselnd aber dennoch unaufgeregt. Obwohl die Suche nach dem Täter im Vordergrund steht, kommen auch Brutalität, Geheimnisse und seelische Abgründe nicht zu kurz. Der Autor kann bereits in den ersten paar Seiten sehr hohe Spannung aufbauen und diese zunehmen steigern, bis sie nervenzerreißend wird. Ich musste das Buch binnen weniger Tage fertig lesen.

Die einzelnen Protagonisten sind interessant, facettenreich und hegen oftmals die eine oder andere Überraschung. Hierbei gefällt mir besonders gut, dass man die Charaktere erst nach und nach besser kennen lernt, was mit den Perspektivenwechseln zusammenhängt, und somit deren wohl gehütete Geheimnisse erst im Laufe des Kriminalromans enthüllt werden. Dies hat zur Folge, dass es einige unerwartete Wendungen und schockierende Auflösungen gibt.

FAZIT:
„Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ hat eine Grundidee, die ich so noch nie gelesen habe und wirklich überzeugen kann. Zudem finde ich die nervenzerreißende Spannung sehr gelungen und mitreißend. Da ich die zahlreichen Perspektiven- und Tageswechsel hin und wieder etwas mühselig fand, vergebe ich 4 Sterne und hoffe auf weitere Bücher des Autors.