Verratenes Land

Erschienen: August 2019

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»Wir leben in schwierigen Zeiten. Und es ist nicht immer einfach, gut zu sein.« Dies muss Marshall McEwan feststellen, als er nach fast 30 Jahren wieder in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi, zurückkehrt.
Nach wie vor wird das Wohl und Wehe der Stadt durch den »Bienville Poker Club« gelenkt – ein zwielichtiger Zusammenschluss der Reichen und Mächtigen, der noch aus den Tagen des Bürgerkriegs stammt. Genau dort fängt Marshall mit seinen Nachforschungen an, als Buck Ferris, Archäologe und Ziehvater von Marshall, unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt.
Denn seine Ausgrabungspläne gefährdeten das Bauvorhaben der neuen chinesischen Papiermühle. Und es sind die Mitglieder des Poker Clubs, die das größte Interesse an diesem Deal haben. Dass ausgerechnet Max Matheson, Schwiegervater von Marshalls Highschool-Liebe und Vater seines Jugendfreundes, Mitglied des illustren Clubs ist, macht seine Ermittlungen noch brisanter.
 

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Letzte Kommentare:
09.09.2019 21:34:10
Teer25

Ich liebe die Bücher von Greg Iles. Der Autor ist ein spannender Erzähler, er weiß genau, wie er Sprache richtig einsetzt, um den Leser tief in die Geschichte eintauchen zu lassen. Die fast 900 Seiten waren für mich jetzt zwar eine kleine Herausforderung, weil ich nicht viel Zeit zum Lesen hatte, aber die Geschichte um den Pulitzerpreis gekrönten Journalisten Marshall McEwan und Buck Ferris, einem Archäologen, der bei Grabungen ermordet wird, hat mich überzeugt. Wer steckt hinter der Tat? Was hat es mit dem machtgierigen Poker-Club auf sich? Was hat der Archäologe gefunden, das den Bau der geplanten Papierfabrik hätte verhindern können? Hat sich Buck Ferris durch seine Grabungen sein eigenes Grab geschaufelt?

Die Handlung spielt in Bienville, Mississippi. Detailreich und bildhaft werden Landschaft, die Ortschaften und auch die politische Lage beschrieben. Dadurch kann sich der Leser gut in die Story hineinversetzen, man hat das Gefühl, dass vor dem inneren Auge ein Film abläuft. Als Leser ist man mittendrin im Geschehen und das ist teilweise sehr aufregend, wenn ich da zum Beispiel nur an die beschriebenen Erlebnisse im Irak-Krieg denke. Schonungslos und hautnah wird der Leser mit brutalen Machenschaften, Korruption, Mord, Gier, Betrug, Verrat, Intrigen und so manchen Familienkonflikten konfrontiert. In dem Buch geht es aber auch um Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und um Gerechtigkeit - also eine sehr abwechslungsreiche und vielschichtige Geschichte.

Auch wenn das Buch so dick ist, ich habe Seite für Seite förmlich verschlungen und bis zum Ende mitgefiebert. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, der Wechsel zwischen der Gegenwart und Vergangenheit und vor allem auch die persönlichen Gedankengänge des Hauptprotagonisten McEwan helfen, die aktuellen Ereignisse besser zu verstehen. Auch lernt man durch die Rückblicke die einzelnen Personen näher kennen und man kann erahnen, wer gut und wer böse ist. Die Charaktere werden sehr gut skizziert. Vor allem McEwan und Jet sind mir sehr sympathisch.

Das Buchcover ist ideal gewählt, es symbolisiert eine düstere, gefährliche Stimmung und macht neugierig auf den Inhalt.

Ich ziehe meinen Hut vor Greg Iles, dem mit "Verratenes Land" wieder ein brillantes hochspannendes Werk gelungen ist - Erzählkunst auf höchstem Niveau!

08.09.2019 13:34:05
Miss Marple

Opulent und vielschichtig
Sein sterbenskranker Vater zwingt Marshall McEwan zurück in den Süden, den er vor drei Jahrzehnten verlassen hat. Als er vom Mord an seinem Ziehvater, dem Archäologen Buck Ferris erfährt, setzt er alles daran, den Mörder zu finden. Schnell droht er im Sumpf der Intrigen der reichen und Mächtigen von Bienville zu versinken, deren zwielichtiger „Pokerclub“ die Fäden der Stadt in den Händen hat, die weit bis zurück in die Zeiten des Amerikanischen Bürgerkrieges reichen.
Iles nimmt den Leser mit auf eine spannende, wenn auch teilweise langatmige Lesereise. Viele Wendungen in Verlauf der Geschichte, Rückblicke auf Marshalls Jugend und eine engverflochtenes Netz von handelnden Personen verlangen dem Leser viel Konzentration ab. Es ist kein Thriller für Zwischendurch und bietet durch seinen Vielschichtigkeit einen interessanten Einblick in amerikanische Geschichte und Gegenwart.

27.08.2019 19:54:09
Annabell 95

Nach 30 Jahren kehrt Marshall McEwan zurück in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi. Es wird geplant dort eine neue Papierfabrik mithilfe von chinesischen Investoren zu bauen. Doch noch vor dem ersten Spatenstich wird Marshalls Ziehvater Buck Ferris tot aus dem Fluss gezogen. Es deutet alles darauf hin, dass Buck bei Ausgrabungen auf dem Gelände, wo die Papierfabrik entstehen soll, etwas gefunden hat, das den Baubeginn gestoppt hätte. Daher glaubt Marshall nicht, dass es ein Unfall war. Als die Bauarbeiten vorgezogen werden, erhärtet sich sein Verdacht und er beginnt selbst Nachforschungen zu stellen...

An sich ist die Idee der Story nicht schlecht und der Schreibstil ist auch relativ angenehm, doch die Umsetzung der Story war mir viel zu ausufernd, da sehr viel drumherum über die Personen, den Ort und die Verhältnisse der einzelnen Personen und die Gesellschaft beschrieben worden sind. Dadurch war mir immer schnell langweilig beim lesen. Es war sozusagen so gut wie keine Action in dem Buch, sodass ich teilweise sehr viel quer gelesen habe, um überhaupt durch zukommen.

26.08.2019 15:59:57
Jules118

Greg Iles nimmt den Leser in „Verratenes Land“ mit in den amerikanischen
Süden, nach Mississippi, und erzählt eine spannende Geschichte von
Vergangenheit und Gegenwart, von Gier und Korruption, von Verantwortung und Verrat. Und von Schuld und Trauer.

Marshall McEwan ist heimgekehrt, weil sein Vater im Sterben liegt und er seine Mutter unterstützen möchte. Vor annähernd 30 Jahren hat er Bienville verlassen, eine Karriere als Journalist gemacht, den Pulitzerpreis bekommen. Die Rückkehr war nicht leicht für ihn, hatte er doch in jungen Jahren große Schwierigkeiten mit seinem trunksüchtigen Vater. Er ist am Boden zerstört, als er von Buck Ferris‘ Tod erfährt, hat sich dieser sich doch in seiner Jugend um ihn gekümmert, quasi als Ersatzvater.
Buck Ferris war Archäologe und vermutete auf dem zukünftigen Standort der
geplanten Papierfabrik in Bienville eine alte Indianersiedlung, weshalb er dort
unerlaubterweise bei Nacht und im Dunkeln gegraben hat. Und offenbar hatte ihn jemand beobachtet, der mit aller Macht verhindern wollte, dass er seine Erkenntnis den Entscheidungsträgern mitteilen und damit das Großprojekt
stoppen könnte. Aber ist es wirklich der Bienville Poker Club, der bei Ferris‘ Tod die Finger im Spiel hat, wie seine Frau vermutet?

Iles‘ beschreibt die erdrückende Südstaaten-Atmosphäre sehr eindrücklich. Die Landschaft und die Historie, die Überheblichkeit der High Society, die
Klüngeleien. All das gepaart mit der Heimkehr des verlorenen Sohnes, der sich noch immer die Schuld am Tod seines älteren Bruders gibt und wieder nach seinem Platz in der Stadt suchen muss, die ums Überleben kämpft.
Dass der Autor in der Ich-Perspektive schreibt, verleiht der ansonsten etwas langweiligen
Story einen gewissen Grad an Spannung, die jedoch durch den recht häufigen
Wechsel zwischen Vergangenheit und den damit verbundenen Selbstvorwürfen des Ich-Erzählers und den doch recht ausschweifenden, scheinbaren Nebenhandlungen, die erst auf den zweiten oder dritten Blick etwas mit der Handlung zu tun haben wieder verloren geht. Diese Ausschweifungen führen zu einem über 800 Seiten dicken Buch. Der Erzählstil ist an sich recht einfach gehalten und man konnte das Buch gut lesen.
Ich persönlich bin gut mit der Erzählstruktur des Autors zurechtgekommen und
war zumindest zu Beginn sehr von dem Buch und der Handlung gefesselt. Leider hat es der Autor nicht geschafft eine Spannungskurve über das gesamte Buch zu bilden und hat sich in schöne, aber für die Handlung belanglose, Landschaftsbeschreibungen verrannt. Aus dem Plot der Geschichte mit einem Club reicher, weißer Geschäftsmänner hätte man mehr machen und nicht nur an der Oberfläche kratzen können.
Die Kritik hinter der Geschichte ist völlig klar. Der Autor zieht immer wieder
Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen der USA, wie den
wirtschaftlichen Niedergang einst prosperierender Gegenden, die Vorurteile der weißen Gesellschaft gegenüber Schwarzen und die Korruption bei wirtschaftlichen Entscheidungen.

22.08.2019 13:29:07
schnad

Marshall McEwan, ein Journalist aus Washington, kehrt nach vielen Jahrzehnten in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi, zurück. Ursprünglich gekommen, um seine Mutter bei der Pflege des schwerkranken Vaters zu unterstützen, erlangt er Informationen, die den "Bienville Pokerclub" (ein Zusammenschluss der reichsten und mächtigsten Männer der Region) direkt mit dem Mord an Buck Ferris (einem guten Freund und Mentor Marshalls) in Verbindung bringen.
Im Laufe seiner Recherchen stößt Marshall auf weitere Ungereimtheiten und Verflechtungen, die ein ungeahntes Ausmaß annehmen.

Der neueste Thriller aus der Feder von Greg Iles ist aus der Sicht des Protagonisten geschrieben und beleuchtet nicht nur die Gegenwart, sondern auch Marshalls Vergangenheit (mitsamt seiner Traumata) und die der Mississippi-Region, die schließlich zu den aktuellen Ereignissen führen. Im Laufe der Handlung durchläuft Marshall eine persönliche Entwicklung, die ich sehr gut erzählt fand. Sehr interessant ist außerdem, dass immer wieder Bezug auf die Geschichte der Südstaaten Amerikas genommen wird, was dem Ganzen noch mehr Hintergrund verleiht.
Am Ende ist es auch ein wenig David gegen Goliath und regt zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, über die Klassenunterschiede und die Machtverteilung an.

Das Buch umfasst 832 Seiten und ist stellenweise sehr langatmig verfasst. Dies ist so ziemlich der einzige Kritikpunkt, den ich habe, denn einiges wäre meiner Meinung nach auch kürzer zu erzählen gewesen. Gerade am Anfang hätte ich mir einen schnelleren Einstieg gewünscht. Ansonsten finde ich sowohl die persönliche Erzählweise, als auch die teilweise unvorhergesehenen Wendungen sehr positiv. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich würde es vor allem denjenigen empfehlen, die sich gerne tief in eine Geschichte versenken, geschichtliche Hintergründe zu schätzen wissen und lange an einem Buch lesen möchten.

19.08.2019 09:35:29
leseratte1310

Marshall McEwan kehrt nach fast dreißig Jahren zurück in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi. Es hat sich nicht so viel geändert, denn immer noch bestimmt der »Bienville Poker Club« in der Stadt. McEwan will nicht lange bleiben, doch dann wird sein Ziehvater und Mentor Buck Ferris tot aufgefunden. Also versucht er selbst den Mörder zu ermitteln. Der Archäologe Ferris stand mit seinen Ausgrabungsplänen einige im Weg, die das Land für ihre Bauvorhaben brauchen. Auch hier hat der Poker Club seine Hände im Spiel und der Vater seines Jugendfreundes ist Mitglied des Clubs. Es ist also nicht einfach für McEwan in Bienville und dann kommt auch noch Liebe ins Spiel.
Dies ist mein erstes Buch von Greg Iles, aber sicherlich nicht mein letztes. Auch wenn einiges doch seht detailliert beschrieben ist – schließlich hat das Buch fast 900 Seiten -, so hat mich die Geschichte doch gepackt. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Personen sind gut gelungen. Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig dargestellt.
Bienville ist kein Ort, wo man gerne leben möchte. Vor langer Zeit haben sich ein paar Leute zusammengeschlossen, um die Geschicke des Ortes zu lenken und das natürlich zu ihrem eigenen Vorteil. Diese Traditionen werden an die nächste Generation weitergereicht. Die Vergangenheit hat immer auch Auswirkungen auf die Gegenwart. Natürlich will sich da niemand in die Suppe spucken lassen, schon gar nicht von Marshall McEwan.
Dieser Thriller ist gleichzeitig Gesellschaftskritik, denn er beschreibt das harte Leben im Süden der USA und somit alle Facetten des menschlichen Miteinanders. So geht es um Moral, Korruption, Intrigen und Mord. Es geht also recht heftig zu und am Ende müssen die Protagonisten Entscheidungen treffen.
Ein beeindruckendes und spannendes Buch.

18.08.2019 20:44:14
gerlisch

Marshall McEwan verliert bei einer Mutprobe seinen Bruder Adam durch Ertrinken im Fluss. Sein Vater gibt ihm die Schuld und ignoriert ihn jahrelang.
Buck Ferris kümmert sich um ihn und wird sein Ziehvater.
Marshall läuft mit 18 von zu Hause weg und wird einer der erfolgreichsten Journalisten von Washingten DC.
Als sein Vater im Sterben liegt, kehrt er nach 26 Jahren nach Hause zurück. Mittlerweile hat er seinen 2jährigen Sohn auch durch Ertrinken verloren und seine Ehe ist gescheitert.
Den Tod seines Bruders hat er auch nach so langer Zeit nicht verarbeitet, hinzu kommt jetz noch der gewaltsame Tod seines Ziehvaters. Buck ist Archäologe und gräbt heimlich auf dem Gelände wo eine chinesische Papierfabrik gebaut werden soll, er wird dort erschlagen. Sein Tod wird als Unfall hingestellt. Marshall will dies nicht glauben und setzt alles daran die Sache aufzuklären. Dabei kommt er dem "Poker Club" in die Quere, der alles tun würde um zu verhindern, dass es zu keinem Stop des Baus der Papierfabrik kommt.

In diesem Thriller kämpft der Protagonist gegen Intrigen, Korruption und Bestechung und auch gegen seine eigenen Dämonen. Es geht um Liebe, Lügen, Macht und viel Geld.

Greg Iles versteht es eine Geschichte von Grund auf aufzubauen und in mehrere Richtungen spannen zu verzweigen. Sein Schreibstil ist flüssig, sehr gut verständlich und anschaulich. Fast jedes Kapitel hält Spannung für den Leser bereit. Die Story ist sehr realistisch und regt zum Nachdenken an.

Dies war mein erster Greg Iles-Thriller, aber bestimmt nicht der letzte.
Trotz der 830 Seiten sehr zu empfehlen.

14.08.2019 10:03:15
Ratte

Vielschichtig
Eins muss ich gleich zu Beginn vorwegnehmen: es braucht schon einige Motivation ein Buch zu lesen, das so lange ist, dass die Seiten dünn sind wie bei der Bibel. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird jedoch mit einem intelligenten Thriller belohnt, der durch einen einzigartigen Handlungsaufbau überzeugt. Es wäre falsch zu sagen, die Geschichte hat mehrere Erzählstränge. Tatsächlich wird die Handlung zu 99,9 Prozent aus der Perspektive des Protagonisten beschrieben. Er geht dabei im Wesentlichen chronologisch vor mit regelmäßigen Rückblenden in seine Vergangenheit. Aber auch das meine ich nicht mit dem besonderen Handlungsaufbau. Vielmehr sind es die verschiedenen Handlungsschichten, die parallel erzählt werden und einen komplexen wahnsinnig spannenden Thriller schaffen. Ich bin beeindruckt von der Leistung des Autors, der es schafft über eine so lange Strecke die Spannung hoch zu halten und sich dabei nicht in der eigenen Geschichte verstrickt. Das Buch hat mich dabei irgendwann sosehr gefesselt, dass die über 800 Seiten keine Rolle mehr spielten.

12.08.2019 14:17:50
elke17

Wie bereits in der Natchez-Trilogie nimmt uns Greg Iles in „Verratenes Land“ mit in den amerikanischen Süden, nach Mississippi, und erzählt eine spannende Geschichte von Vergangenheit und Gegenwart, von Gier und Korruption, von Verantwortung und Verrat. Und von Schuld und Trauer.

Marshall McEwan ist heimgekehrt, weil sein Vater im Sterben liegt und er seine Mutter unterstützen möchte. Vor annähernd 30 Jahren hat er Bienville verlassen, eine Karriere als Journalist gemacht, den Pulitzerpreis bekommen. Die Rückkehr war nicht leicht für ihn, hatte er doch in jungen Jahren große Schwierigkeiten mit seinem trunksüchtigen Vater. Er ist am Boden zerstört, als er von Buck Ferris‘ Tod erfährt, hat sich dieser sich doch in seiner Jugend um ihn gekümmert, quasi als Ersatzvater.

Buck Ferris war Archäologe und vermutete auf dem zukünftigen Standort der geplanten Papierfabrik in Bienville eine alte Indianersiedlung, weshalb er dort unerlaubterweise bei Nacht und Dunkel gegraben hat. Und offenbar hatte ihn jemand beobachtet, der mit aller Macht verhindern wollte, dass er seine Erkenntnis den Entscheidungsträgern mitteilen und damit das Großprojekt stoppen könnte. Aber ist es wirklich der Bienville Poker Club, der bei Ferris‘ Tod die Finger im Spiel hat, wie seine Frau vermutet?

Iles‘ beschreibt die erdrückende Südstaaten-Atmosphäre sehr eindrücklich und zieht damit den Leser sofort in seinen Bann. Die Landschaft und die Historie, die Überheblichkeit der High Society, die Klüngeleien. All das gepaart mit der Heimkehr des verlorenen Sohnes, der sich noch immer die Schuld am Tod seines älteren Bruders gibt und wieder nach seinem Platz in der Stadt suchen muss, die ums Überleben kämpft.

Und wie in der Natchez-Trilogie schafft es der Autor auch in „Verratenes Land“ mitreißend und spannend das Beste und das Schlechteste aufzuzeigen, das der amerikanische Süden zu bieten hat. Grandios!